Matthias Bachinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Matthias Bachinger Tennisspieler
Matthias Bachinger
Spitzname: Bachi
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 2. April 1987
Größe: 188 cm
Gewicht: 83 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts
Trainer: Markus Wislsperger, Stefan Eriksson
Preisgeld: 871.873 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 17:39
Höchste Platzierung: 85 (15. August 2011)
Aktuelle Platzierung: 213
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 5:15
Höchste Platzierung: 151 (31. Oktober 2011)
Aktuelle Platzierung: 711
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 9. April 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Matthias Bachinger (* 2. April 1987 in München) ist ein deutscher Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

2002–2006: Juniorenkarriere und erste Erfahrungen als Profi[Bearbeiten]

Matthias Bachinger begann im Alter von sechs Jahren Tennis zu spielen. Zwischen 2002 und 2005 spielte er auf der Juniorentour und erreichte dabei Platz 146 der Juniorenweltrangliste.

Im Jahr 2005 entschied sich Bachinger für eine Karriere als Tennisprofi. Schon 2004 hatte er auf Future- und Satellite-Turnieren erste Weltranglistenpunkte sammeln können. Im August 2005 erreichte er erstmals das Finale eines Future-Turniers. 2006 folgten drei weitere Future-Finals, von denen er eines gewinnen konnte. Zudem erreichte er in diesem Jahr zweimal das Halbfinale eines Challenger-Turniers und kletterte in der Tennis-Weltrangliste bis auf Platz 332.

2007: ATP-Debüt und erster Challenger-Titel[Bearbeiten]

2007 ging es weiter aufwärts: Im April 2007 konnte sich Matthias Bachinger in seiner Heimatstadt München erstmals für ein ATP-Turnier qualifizieren, und gewann in der ersten Hauptrunde gegen Andreas Beck sein erstes ATP-Match. In der zweiten Runde gegen den an Position 4 gesetzten Marcos Baghdatis konnte Bachinger zwar den ersten Satz gewinnen, verlor jedoch letztendlich nach über zwei Stunden Spielzeit gegen den Favoriten. Im Mai 2007 versuchte Bachinger bei den French Open erstmals, sich für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren, scheiterte jedoch genau wie einen Monat später in Wimbledon in der ersten Qualifikationsrunde. Im Oktober 2007 gelang ihm dann in Louisville der bislang größte Triumph seiner Karriere: Durch einen Sieg über John Isner erreichte er erstmals ein Challenger-Finale, und traf dort auf die amerikanische Nachwuchshoffnung Donald Young. Dieser konnte den ersten Satz souverän mit 6:0 gewinnen, doch dann änderte Bachinger seine Taktik und entschied die folgenden beiden Sätze für sich, und gewann somit den Titel.[1] In der Weltrangliste erreichte er daraufhin mit Rang 179 eine neue persönliche Bestmarke.

2008–2010: Etablierung auf der Challenger Tour[Bearbeiten]

Im Februar 2008 qualifizierte sich Matthias Bachinger in Rotterdam zum zweiten Mal für ein ATP-Turnier. Er schied jedoch in der ersten Runde gegen Michael Berrer aus. Im weiteren Jahresverlauf konnte er sich für die ATP-Turniere in Kitzbühel und Stockholm qualifizieren, und bekam zudem in München eine Wildcard. Es folgten jedoch jeweils Erstrundenniederlagen. Auf der Challenger-Tour erreichte Bachinger in diesem Jahr zwei Finals: Im März 2008 unterlag er in Kyōto dem Lokalmatador Gō Soeda, und in Freudenstadt verlor er gegen Simon Greul. Dennoch erreichte er nach der Finalniederlage in Freudenstadt im September 2008 mit Platz 167 seine bis dahin beste Weltranglistenposition.

Im Januar 2009 scheiterte Matthias Bachinger bei der Qualifikation für die Australian Open erst in der dritten Runde knapp an Björn Phau. Auch in Wimbledon war in der dritten Qualifikationsrunde Endstation, und auch bei anderen ATP-Turnieren konnte er sich in diesem Jahr nicht qualifizieren. Bei Challenger-Turnieren kam er in diesem Jahr nie über das Viertelfinale hinaus, hielt sich jedoch konstant in den Top 300 der Weltrangliste. Im Doppel konnte er im Juli 2009 in Rimini an der Seite von Dieter Kindlmann seinen ersten Challenger-Titel gewinnen.

Die ersten Monate des Jahres 2010 verliefen für Matthias Bachinger sehr erfolglos. Erst im Mai 2010 konnte er erstmals seit über einem halben Jahr in Cremona wieder ein Challenger-Viertelfinale erreichen. Einen Monat später stand er in Bytom sogar wieder in einem Challenger-Halbfinale. Im Doppel gewann er in Marburg zusammen mit Denis Gremelmayr seinen zweiten Titel. Nachdem er im August 2010 in Italien ein Future-Finale verloren hatte und einen Monat später in Izmir zum zweiten Mal in dieser Saison ein Challenger-Halbfinale erreicht hatte, konnte sich Bachinger im Oktober 2010 in Stockholm erstmals seit genau zwei Jahren wieder für ein ATP-Turnier qualifizieren. In der ersten Runde besiegte er mit Łukasz Kubot zum ersten Mal in seiner Karriere einen Top-100-Spieler. In der zweiten Runde traf er auf den ehemaligen Top-10-Spieler James Blake, gegen den er in einem äußerst knappen Dreisatzmatch verlor. Nur eine Woche später schaffte Matthias Bachinger in Wien erneut die Qualifikation für ein ATP-Turnier, diesmal schied er jedoch schon in der ersten Runde gegen Tobias Kamke aus. Im November 2010 erreichte Bachinger in Loughborough unter anderem durch einen Sieg über den Top-100-Spieler Adrian Mannarino zum ersten Mal seit über zwei Jahren wieder ein Challenger-Finale. Dort setzte er sich in drei Sätzen gegen Frederik Nielsen durch und gewann somit den zweiten Challenger-Titel in seiner Karriere. In der Weltrangliste stieg er dadurch erstmals seit 2008 wieder in die Top 200 ein.

2011: Einstieg in die Top 100 und Grand-Slam-Debüt[Bearbeiten]

Das Jahr 2011 begann für Matthias Bachinger mit einer verpassten Qualifikation für die Australian Open. Anfang Februar erreichte er in Courmayeur ein Challenger-Halbfinale. Drei Wochen später besiegte er beim Challenger-Turnier in Wolfsburg in der ersten Runde den Top-100-Spieler Gilles Müller, schied jedoch anschließend im Viertelfinale aus. Er gewann jedoch zusammen mit Simon Stadler seinen dritten Challenger-Titel im Doppel. Nachdem er im März 2011 beim Challenger-Turnier von Guangzhou erneut im Halbfinale ausgeschieden war, erreichte er eine Woche später in Pingguo sein erstes Challenger-Finale in diesem Jahr. Dort verlor er jedoch wie schon knapp drei Jahre zuvor gegen Gō Soeda. Einen Monat später erreichte Matthias Bachinger in Athen ohne Satzverlust sein nächstes Challenger-Finale. Da sein dortiger Gegner Dmitri Tursunow wegen einer Knieverletzung nicht antreten konnte, gewann Bachinger kampflos seinen ersten Titel in diesem Jahr und zog dadurch erstmals in die Top 100 der Weltrangliste ein. Anfang Juni 2011 verpasste er knapp einen weiteren Challenger-Turniersieg, als er in Nottingham im Finale Gilles Müller in zwei Sätzen unterlag. Zwei Wochen später gab Matthias Bachinger in Wimbledon sein Grand-Slam-Debüt. Er schied jedoch in der ersten Runde in drei Sätzen gegen den an Position 9 gesetzten Gaël Monfils aus. Anfang Juli 2011 gelang Bachinger in Newport gegen Dustin Brown der erste ATP-Matchgewinn in diesem Jahr, bevor er in der zweiten Runde gegen Matthew Ebden ausschied. Beim folgenden Turnier in Granby erreichte Matthias Bachinger zum vierten Mal in diesem Jahr ein Challenger-Finale, verlor jedoch in drei Sätzen gegen Édouard Roger-Vasselin. Zwei Tage später schied Bachinger beim ATP-Turnier in Atlanta im Einzel in der ersten Runde gegen Lu Yen-Hsun aus. Im Doppel jedoch konnte er zusammen mit Frank Moser erstmals ein ATP-Finale erreichen, welches sie jedoch knapp verloren. In der folgenden Woche besiegte Matthias Bachinger in Gstaad mit an Position 7 gesetzten Pablo Andújar erstmals in seiner Karriere einen Top-50-Spieler, schied dann aber in der zweiten Runde gegen Julien Benneteau aus. In der ersten Runde der US Open 2011 führte Bachinger gegen Igor Kunizyn bereits klar mit 2:0 Sätzen, verlor das Match aber noch in fünf Sätzen. Ende September 2011 erreichte Matthias Bachinger in Bangkok erstmals ein ATP-Viertelfinale, wo er auf den an Position 3 gesetzten Gilles Simon traf. Gegen diesen gewann er den ersten Satz, unterlag aber letztendlich doch in drei Sätzen dem Favoriten. Aufgrund seiner Erfolge auf der Challenger Tour war Bachinger für die 2011 erstmals ausgetragenen ATP Challenger Tour Finals in São Paulo qualifiziert. Dort musste er jedoch nach drei Niederlagen bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Beim Saisonabschluss in Helsinki konnte Bachinger dann aber noch einmal ein Challenger-Finale erreichen. Er verlor dieses zwar gegen Daniel Brands, sicherte dadurch jedoch seine Top-100-Platzierung zum Jahresende.

2012: Erstes ATP-Halbfinale[Bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres 2012 erreichte Matthias Bachinger in Doha als Qualifikant die zweite Runde, wo er gegen Viktor Troicki ausschied. Bei seinem Australian-Open-Debüt verlor er in der ersten Runde gegen Ryan Sweeting. Nachdem er in Zagreb zum zweiten Mal in diesem Jahr die zweite Runde eines ATP-Turniers erreicht hatte, folgten in den folgenden Wochen Erstrundenniederlagen in Rotterdam, Marseille, Delray Beach und Indian Wells, wodurch Bachinger schließlich wieder aus den Top 100 heraus fiel. Die Niederlagenserie endete im April 2012 beim Sandplatzturnier in Casablanca mit einem Sieg über Filippo Volandri, gefolgt von einer Niederlage gegen Benoît Paire. Zwei Wochen später gelang Bachinger dann beim Sandplatzturnier in Bukarest sein bisher größter Erfolg: Nach einem weiteren Sieg über Volandri gewann er in der zweiten Runde in drei Sätzen gegen den an Position 4 gesetzten Viktor Troicki, gegen den er Anfang des Jahres noch in Doha verloren hatte. Im Viertelfinale setzte sich Bachinger glatt in zwei Sätzen gegen Landsmann Daniel Brands durch und erreichte somit erstmals ein ATP-Halbfinale.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (6)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 4. November 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Louisville Hartplatz (i) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Donald Young 0:6, 7:5, 6:3
2. 14. November 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Loughborough Hartplatz (i) DanemarkDänemark Frederik Nielsen 6:3, 3:6, 6:1
3. 17. April 2011 GriechenlandGriechenland Athen Hartplatz RusslandRussland Dmitri Tursunow Walk over

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 19. Juli 2009 ItalienItalien Rimini Sand DeutschlandDeutschland Dieter Kindlmann ItalienItalien Leonardo Azzaro
ItalienItalien Marco Crugnola
6:4, 6:2
2. 27. Juni 2010 DeutschlandDeutschland Marburg Sand DeutschlandDeutschland Denis Gremelmayr SpanienSpanien Guillermo Olaso
SlowenienSlowenien Grega Žemlja
6:4, 6:4
3. 27. Februar 2011 DeutschlandDeutschland Wolfsburg Teppich (i) DeutschlandDeutschland Simon Stadler DeutschlandDeutschland Dominik Meffert
DanemarkDänemark Frederik Nielsen
3:6, 7:63, [10:7]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 24. Juli 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Hartplatz DeutschlandDeutschland Frank Moser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Bogomolov junior
AustralienAustralien Matthew Ebden
6:3, 5:7, [8:10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Etuf Essen Newsletter (PDF; 105 kB)