Matthew Ebden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Matthew Ebden Tennisspieler
Matthew Ebden
Ebden 2010 bei den Commonwealth Games in Neu-Delhi
Spitzname: Matt, Matty
Nationalität: AustralienAustralien Australien
Geburtstag: 26. November 1987
Größe: 188 cm
Gewicht: 78 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Matt Shanahan
Preisgeld: 1.478.980 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 39:67
Höchste Platzierung: 61 (1. Oktober 2012)
Aktuelle Platzierung: 142
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 38:45
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 57 (25. Juni 2012)
Aktuelle Platzierung: 90
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 3. November 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Matthew „Matt“ Ebden (* 26. November 1987 in Durban, Südafrika) ist ein australischer Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

bis 2009: Hintergrund und erste Erfahrungen bei Future- und Challenger-Turnieren[Bearbeiten]

Matthew Ebden wuchs in Südafrika auf, wo sein Vater Tennis und Cricket spielte. Matthews ältere Schwestern Tarryn und Candice spielten ebenfalls beide Tennis und waren in der südafrikanischen Juniorenrangliste. Nach dem Umzug der Familie nach Australien nahm Matthew Ebden im Jahr 2005 erstmals an Future-Turnieren teil, und wird seit Oktober 2005 in der Tennis-Weltrangliste geführt.

Im August 2007 gewann er in den Vereinigten Staaten seinen ersten Future-Titel. Nachdem er im Dezember 2007 in Burnie zum ersten Mal das Viertelfinale eines Challenger-Turniers erreicht hatte, beendete Ebden das Jahr 2007 in den Top 600 der Weltrangliste.

Für die Qualifikation zu den Australian Open 2008 bekam er eine Wildcard, scheiterte jedoch schon in der ersten Qualifikationsrunde an Flavio Cipolla. Im Mai 2008 gewann Matthew Ebden in Südkorea seinen zweiten Future-Titel. Zwei Monate später stand er in Pensa erstmals in einem Challenger-Halbfinale. Im weiteren Jahresverlauf konnte er bis auf Platz 299 der Weltrangliste klettern.

Anfang 2009 bekam er wie schon im Vorjahr eine Wildcard für die Australian-Open-Qualifikation, konnte sich jedoch erneut nicht für das Hauptfeld qualifizieren. Nachdem er zwischenzeitlich bis auf Platz 474 der Weltrangliste zurückgefallen war, konnte Ebden im Oktober und November 2009 bei vier aufeinander folgenden australischen Future-Turnieren jeweils das Finale erreichen und dabei insgesamt drei Titel gewinnen.

2010: Grand-Slam-Debüt und Einstieg in die Top 200[Bearbeiten]

Das Jahr 2010 begann mit dem bis dahin größten Erfolg für Matthew Ebden: Beim ATP-Turnier von Brisbane konnte er sich ohne Satzverlust qualifizieren, und besiegte dann in seinem ersten ATP-Match den Top-30-Spieler Jürgen Melzer in zwei Sätzen. In der zweiten Runde unterlag er dann jedoch Richard Gasquet. Nur zwei Wochen später gelang Ebden bei den Australian Open im dritten Anlauf endlich die Qualifikation für sein erstes Grand-Slam-Turnier. Dort traf er in der ersten Hauptrunde auf den an Position 12 gesetzten Gaël Monfils, gegen den er nach einem knappen Dreisatzmatch ausschied. Das Jahr ging erfolgreich weiter: Im März 2010 stand Matthew Ebden in Kyōto zum ersten Mal in einem Challenger-Finale, das er jedoch gegen Yūichi Sugita verlor. Die folgenden Monate verliefen ohne größere Höhepunkte: Sowohl bei den French Open als auch bei den US Open scheiterte Ebden in der ersten Qualifikationsrunde, in Wimbledon schaffte er es immerhin in die dritte Qualifikationsrunde. Im August 2010 erreichte Ebden in Salvador da Bahia zum dritten Mal in seiner Karriere ein Challenger-Halbfinale. Daraufhin kletterte er in der Weltrangliste auf seine bis dahin beste Platzierung, Rang 162. Im Oktober 2010 folgte der nächste Höhepunkt für Matthew Ebden: Er trat in Neu-Delhi für Australien bei den Commonwealth Games an, und gewann dort durch einen Sieg über Peter Luczak die Bronzemedaille.[1] Nur zwei Wochen später gewann Ebden in Glasgow seinen mittlerweile sechsten Future-Titel, und sicherte sich somit eine Jahresendwertung in den Top 200. Im Dezember 2010 verlor Ebden im Halbfinale der Playoffs für eine Wildcard bei den Australian Open 2011.[2] Er bekam jedoch zwei Wochen später trotzdem eine Wildcard vom australischen Tennisverband.[3]

2011–2012: Erste ATP-Titel im Doppel und Einstieg in die Top 100[Bearbeiten]

Im Januar 2011 konnte sich Matthew Ebden wie schon im Vorjahr für das ATP-Turnier von Brisbane qualifizieren. Und wie schon im Vorjahr konnte er mit Denis Istomin einen Top-50-Spieler besiegen, und stand dadurch erstmals in einem ATP-Viertelfinale, wo er jedoch gegen den späteren Turniersieger Robin Söderling chancenlos war. Eine Woche später bekam Ebden für das ATP-Turnier in Sydney eine Wildcard, wo er in der ersten Runde gegen den an Position 5 gesetzten Richard Gasquet verlor. Auch bei den Australian Open schied Ebden in der ersten Runde gegen Michael Russell aus. Im Februar 2011 erreichte er beim Challenger-Turnier in Caloundra im Einzel das Halbfinale, im Doppel konnte er zusammen mit Samuel Groth den Titel gewinnen. In den folgenden Monaten erreichte Ebden noch zwei weitere Challenger-Halbfinals in Dallas und Cremona, bevor er im Juli 2011 beim ATP-Turnier im Londoner Queen’s Club als Qualifikant den Top-100-Spieler Somdev Devvarman besiegen konnte. In der zweiten Runde verlor er dann allerdings in zwei Sätzen gegen den Weltranglistenersten Rafael Nadal. In Wimbledon verpasste Matthew Ebden die Qualifikation, konnte dafür aber beim folgenden Turnier in Newport durch Siege über die Top-100-Spieler Ryan Sweeting und Matthias Bachinger zum ersten Mal in seiner Karriere ein ATP-Viertelfinale erreichen. Dort verlor er zwar gegen den späteren Finalisten Olivier Rochus, konnte dafür aber im Doppel zusammen mit Ryan Harrison überraschend den Titel gewinnen. Zwei Wochen später verpasste Ebden in Atlanta die Qualifikation im Einzel, doch erneut konnte er im Doppel zusammen mit Alex Bogomolov junior bis ins Finale vorstoßen und dort seinen zweiten Titel innerhalb kürzester Zeit gewinnen. Nachdem er beim ATP-Turnier in Washington in der zweiten Runde gegen den an Position 9 gesetzten Nikolai Dawydenko ausgeschieden war, scheiterte Matthew Ebden bei den US Open bereits in der zweiten Qualifikationsrunde. Der Oktober 2011 wurde dann der bislang erfolgreichste Monat in Ebdens Karriere: Zunächst konnte er sich beim ATP-Turnier in Tokio erfolgreich qualifizieren und dort den Top-50-Spieler Pablo Andújar besiegen, bevor er in drei Sätzen gegen den an Position 3 gesetzten späteren Halbfinalisten David Ferrer ausschied. Eine Woche später gelang ihm beim Masters-Turnier in Shanghai durch einen Sieg über den Top-100-Spieler Philipp Petzschner erneut die Qualifikation. Dort erreichte er nach einem weiteren Sieg über Andújar sowie Ryan Harrison das Achtelfinale, wo er den Weltranglistenzwölften Gilles Simon in einem umkämpften Dreisatzmatch besiegte. Im Viertelfinale verlor Ebden dann zwar glatt in zwei Sätzen gegen den späteren Turniersieger Andy Murray, dennoch stieg er durch diese Erfolge in der Weltrangliste bis auf Platz 80 und damit erstmals in die Top 100.

Anfang 2012 gewann Matthew Ebden bei den Australian Open gegen João Souza erstmals ein Grand-Slam-Match. In der zweiten Runde führte er gegen den an Position 24 gesetzten Kei Nishikori bereits mit 2:0 Sätzen, verlor das Match aber noch in fünf Sätzen gegen den späteren Viertelfinalisten. Anfang Februar 2012 wurde Ebden erstmals für die Australische Davis-Cup-Mannschaft nominiert und trug zum 5:0-Sieg über China einen Einzelsieg über Ma Ya-Nan bei. Im März 2012 qualifizierte sich Matthew Ebden für das Masters-Turnier in Indian Wells und erreichte dort unter anderem durch einen Sieg über den an Position 32 gesetzten Julien Benneteau die dritte Runde. Dort triumphierte er in zwei Sätzen über Mardy Fish und besiegte somit erstmals in seiner Karriere einen Top-10-Spieler. Im Achtelfinale war dann allerdings gegen den späteren Finalisten John Isner nach zwei Sätzen Endstation.

2013: Mixed-Titel bei den Australian Open[Bearbeiten]

Während Ebden beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne sowohl im Einzel als auch im Doppel bereits in der ersten Runde scheiterte (im Einzel gegen Michail Juschny sogar nach 2:0-Satzführung), konnte er in der Mixed-Konkurrenz einen großen Erfolg feiern: an der Seite von Jarmila Gajdošová errang er mit einem Finalsieg über Lucie Hradecká und František Čermák den Titel.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam (1)
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500 (1)
ATP World Tour 250 (3)
ATP Challenger Tour (7)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 9. Juni 2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham Rasen DeutschlandDeutschland Benjamin Becker 7:5, 4:6, 7:5
2. 27. Oktober 2013 AustralienAustralien Melbourne Hartplatz JapanJapan Tatsuma Itō 6:3, 5:7, 6:3
3. 17. November 2013 JapanJapan Yokohama Hartplatz JapanJapan Gō Soeda 2:6, 7:63, 6:3
4. 24. November 2013 JapanJapan Toyota Teppich (i) JapanJapan Yūichi Sugita 6:3, 6:2

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 10. Juli 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Harrison SchwedenSchweden Johan Brunström
KanadaKanada Adil Shamasdin
4:6, 6:3, [10:5]
2. 24. Juli 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta (1) Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Bogomolov junior DeutschlandDeutschland Matthias Bachinger
DeutschlandDeutschland Frank Moser
3:6, 7:5, [10:8]
3. 22. Juli 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta (2) Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Harrison BelgienBelgien Xavier Malisse
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Russell
6:3, 3:6, [10:6]
4. 2. März 2014 MexikoMexiko Acapulco Hartplatz SudafrikaSüdafrika Kevin Anderson SpanienSpanien Feliciano López
WeissrusslandWeißrussland Max Mirny
6:3, 6:3
ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 7. Februar 2010 AustralienAustralien Burnie Hartplatz AustralienAustralien Samuel Groth AustralienAustralien James Lemke
AustralienAustralien Dane Propoggia
6:78, 7:64, [10:8]
2. 16. Mai 2010 KroatienKroatien Zagreb Hartplatz DeutschlandDeutschland Andre Begemann SpanienSpanien Rubén Ramírez Hidalgo
SpanienSpanien Santiago Ventura
7:65, 5:7, [10:3]
3. 13. Februar 2011 AustralienAustralien Caloundra Hartplatz AustralienAustralien Samuel Groth SlowakeiSlowakei Pavol Červenák
SlowakeiSlowakei Ivo Klec
6:3, 3:6, [10:1]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 15. Januar 2012 AustralienAustralien Sydney Hartplatz FinnlandFinnland Jarkko Nieminen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Bryan
1:6, 4:6

Mixed[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 27. Januar 2013 AustralienAustralien Australian Open Hartplatz AustralienAustralien Jarmila Gajdošová TschechienTschechien Lucie Hradecká
TschechienTschechien František Čermák
6:3, 7:5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Devvarman Clinches Gold Medal For India At Commonwealth Games
  2. Matosevic to meet Luczak for AO wildcard
  3. West Australian Matthew Ebden gifted wildcard to Australian Open

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matthew Ebden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien