Mirabello-Klasse

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Die Mirabello-Klasse war eine Zerstörerklasse der italienischen Marine. Die drei Schiffe (Carlo Mirabello, Carlo Alberto Racchia, Augusto Riboty) wurden bei Ansaldo, Sestri Ponente, Genua gebaut. Sie wurden 1916 bzw. 1917 in Dienst gestellt und als Aufklärer/Flottillenführer (Esploratori) geführt.

Durch Minentreffer sank Carlo Alberto Racchia am 21. Juni 1920 im Schwarzen Meer. Bei Indienststellung leistungsfähige Schiffe, waren die verbliebenen beiden Einheiten bei Beginn des Zweiten Weltkriegs veraltet.

Im Juni 1940 waren die beiden verbliebenen Schiffe in Brindisi an der Adria stationiert, bereits im Juni und Juli hatten beide die Aufgabe defensive Minensperren im Golf von Tarent zu legen. Es folgten bis zum Oktober Geleitfahrten für Truppen- und Nachschublieferungen zwischen Italien und Albanien. Die Carlo Mirabello sank am 21. Mai 1941 bei der Sicherung eines Geleitzuges nach Griechenland auf einer durch den britischen Minenleger Abdiel vor Kap Dukato verlegten Minensperre. Die Augusto Riboty wurde als Reparation der Sowjetunion zugesprochen, blieb aber in Italien und wurde dort 1951 verschrottet.[1]

Technische Beschreibung[Bearbeiten]

Die Zerstörer waren 103,7 Meter über alles lang, 9,75 Meter breit und hatten einen Tiefgang von 3,2 Meter. Sie verdrängten 1811 ts/1840 t. Vier Yarrow-Kessel lieferten den Dampf für zwei Satz Parson-Getriebeturbinen mit 35.000 PS Leistung auf zwei Wellen. Damit konnte eine Geschwindigkeit von 35 Knoten erreicht werden.

Hauptbewaffnung waren acht 10,2-cm-Einzelgeschütze, zur ursprünglichen Bewaffnung gehörten weiter zwei MGs, zwei Doppeltorpedorohrsätze für 45-cm-Torpedos. Die Schiffe waren ebenfalls für das Legen von 100 Minen eingerichtet. Die Bewaffnung von Augusto Riboty wurde während des Krieges verändert, sie führte nur noch vier 10,2-cm-Geschütze, die Flakbewaffnung auf acht 2-cm-Geschütze verstärkt, die Torpedorohre wurden an Land gegeben und der Waffenbombenstauraum vergrößert.[1]

Einheiten[Bearbeiten]

Name Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib
Carlo Mirabello 21. November 1914 21. Dezember 1915 24. August 1916 Durch Minentreffer am 21. Mai 1941 vor Kap Dukato, Albanien
Carlo Alberto Racchia 2. Juni 1916 21. Dezember 1916 Durch Minentreffer am 21. Juni 1920 im Schwarzen Meer gesunken
Augusto Riboty 27. Februar 1915 24. September 1916 5. Mai 1917 Als Reparation an die Sowjetunion, blieb in Italien, dort 1951 verschrottet

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b M. J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, 1995, ISBN 3-613-01426-2 (engl. Original: Destroyers of World War Two. Arms & Armours Press, London), Seite 152.

Siehe auch[Bearbeiten]