Mormonentum

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Der Salt-Lake-Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist das bekannteste architektonische Symbol des Mormonentums

Dem Mormonentum werden alle christlichen Glaubensgemeinschaften zugerechnet, die sich neben der Bibel auf das Buch Mormon berufen. Nach mormonischer Überlieferung hat der Prophet Joseph Smith, jr. das Buch Mormon 1827 von goldenen Platten, die er in den Hügeln Cumorah fand, übersetzt. Die große Mehrheit der mormonischen Konfessionen kennt noch weitere Offenbarungen, die in der Schrift „Lehre und Bündnisse“ zusammengefasst wurden.

1830 gründete Smith die erste mormonische Religionsgemeinschaft Church of Christ. Aus ihr ging die Gemeinschaft Christi hervor, die heute mit rund 250.000 Mitgliedern[1] die zweitgrößte mormonische Kirche stellt. Sie wurde 1880 als Rechtsnachfolgerin der ursprünglichen Church of Christ anerkannt und ist daher im Besitz des ältesten Tempels – die Mormonen nennen ihre Gotteshäuser „Tempel“ – und der meisten Dokumente aus dem Nachlass von Joseph Smith, jr.

Die größte mormonische Kirche mit 14,8 Millionen Mitgliedern, ist die seit 1838 bestehende Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (englisch: The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints) und ist zumeist gemeint, wenn von Mormonen die Rede ist.[2][3][4][5]

Geografische Verteilung

Mormonen leben überwiegend in den Vereinigten Staaten mit Schwerpunkten in Utah und den angrenzenden Gebieten in Arizona, Wyoming und Idaho sowie in Missouri und Kansas. Darüber hinaus betreibt insbesondere die Kirche Jesu Christi HLT seit 1974 internationale Mission und hat Angehörige in vielen Staaten der Erde.

Nach eigenen Angaben hat die Kirche Jesu Christi HLT weltweit etwa 14,8 Millionen getaufte Mitglieder,[6] davon 6,2 Millionen in den Vereinigten Staaten. Etwa 60 % leben in Nordamerika, 25 % in Südamerika, 10 % in den angelsächsischen Staaten Großbritannien, Australien sowie den asiatischen Inselnationen, insbesondere den Philippinen und Japan, und nur 5 % in Kontinentaleuropa, Kontinentalasien und Afrika zusammen.[7] In Deutschland leben über 38.000 Angehörige der Kirche Jesu Christi HLT, 4300 in Österreich und über 8000 in der Schweiz.[8] Die offiziellen Zahlen erfassen jeweils alle durch die Kirche Getauften, wobei die Bindung an die Kirche außerhalb der Vereinigten Staaten als eher locker anzusehen ist. So hätten nur 1,8 % der rund 2,25 Millionen Getauften in Südamerika auch eine für Mitglieder der Kirche so wichtige Ehe im Tempel geschlossen.[9]

Deutsche HLT-Ausgabe des Buches Mormon

Glaubensinhalte und Bezug zum Christentum

Das Buch Mormon beschreibt in Ergänzung und Fortsetzung der Bibel die Besiedlung Amerikas und die Geschichte vergangener amerikanischer Kulturen. Eine erste Siedlungswelle habe bereits unmittelbar nach dem Turmbau zu Babel stattgefunden; die damals nach Amerika ausgewanderten Jarediten seien jedoch ausgestorben, bevor eine zweite Einwanderungswelle zustande kam. Diese zweite Welle sei nach der Zerstörung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnezar II. und dem Beginn des Babylonischen Exils im Jahr 598 v. Chr geschehen. Die Auswanderer hätten zu den Verlorenen Stämmen Israels gehört und hätten sich laut dem Buch Mormon in die Nephiten, die die Gebote Gottes hielten, und die vom Glauben abgefallenen Lamaniten aufgeteilt.

Die gottesfürchtigen Nephiten seien von Jesus Christus unmittelbar nach seiner Auferstehung besucht worden, wobei er ihnen einen Kern des Evangeliums vermittelt habe, bevor er in den Himmel aufgefahren sei. Im 5. Jahrhundert sei es zum Kampf zwischen den Gruppen gekommen, wobei die Nephiten völlig vernichtet worden seien. Die Lamaniten seien von Gott mit einer dunklen Hautfarbe gestraft worden. Aus ihnen seien die Indianer hervorgegangen. Der letzte überlebende Nephit sei der Prophet Moroni gewesen, der die Geschichte auf Goldplatten in einer nur von ihm lesbaren Schrift aufgezeichnet hätte. 1823 soll Moroni Joseph Smith, jr. als Engel in Manchester (New York) erschienen sein, wo er Smith Hinweise übergab, wo diese Platten zu finden seien. Smith soll diese Platten 1827 in den Hügeln Cumorah gefunden haben und übersetzte diese mit Hilfe der Sehersteine Urim und Thummim, bevor er sie habe zurückgeben müssen.

Im Laufe seines Lebens fasste Smith 133 Offenbarungen in seinem mehrfach ergänzten und überarbeiteten Werk Lehre und Bündnisse zusammen. Darunter sind Anordnungen über die Kirchenorganisation und Lebensweisen wie die Regelungen zur Mehrfachehe und die Taufe Verstorbener in Form lebender Stellvertreter, um auch bereits Verstorbenen die Aufnahme in die Kirche und das Ewige Leben zu ermöglichen. Smith kaufte eine Sammlung altägyptischer Papyri von einem Händler und veröffentlichte das Buch Abraham, in dem weitere Glaubensüberzeugungen in Form seiner Übersetzung eines der Papyri enthalten sind. Neben die Kirchenschriften treten Aufzeichnungen von Lehrgesprächen und Vorträgen Smiths.

Das Gottesbild fast aller mormonischen Glaubensrichtungen[10] ist durch ein Nebeneinander von Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist als verschiedene Personen geprägt sowie die Möglichkeit der Gläubigen, selbst über die Erlösung hinaus zu göttlicher Würde aufzusteigen, so wie „Gott einst ein Mensch“ war. Kritiker werfen ihnen daher Polytheismus vor: „Die Mormonen verehren nur einen Gott, glauben aber, dass es neben diesem noch viele andere gibt, die wie er, erhöhte Menschen sind. Demnach war auch Gott selbst einmal ein Mensch, der durch Lernen, Prüfung und Wachstum zu einem Gott herangereift ist.“[11]

Das Gottesbild der zweitgrößten mormonischen Kirche, der Gemeinschaft Christi, entspricht jedoch dem traditionellen christlichen Gottesbild der Dreifaltigkeit. Sie verwendet auch das Kreuz als Symbol in ihrer Kirche, während die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage das Kreuz ablehnt.

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bezeichnen sich selbst entschieden als Christen[12][13] und sehen sich selbst durch die Offenbarungen Joseph Smiths im Besitz der ursprünglichen christlichen Glaubensinhalte. Sie sind daher einer Wiederherstellungsbewegung zuzurechnen, die nach eigener Überzeugung ein Urchristentum bewahren. Demgegenüber verweisen die großen christlichen Kirchen darauf, dass nach dem Neuen Testament die christlichen Glaubensgrundsätze mit Jesus Christus abgeschlossen seien und daher Neuoffenbarungen nicht möglich wären. Außerdem seien mormonische Überzeugungen zum Wesen Gottes mit der christlichen Vorstellung der Trinität und zur Erlösung durch die Gnade Gottes nicht mit christlichen Grundsätzen vereinbar.

Die mormonischen Kirchen – mit Ausnahme der Gemeinschaft Christi[14] – haben auch nie das Bekenntnis von Nicäa anerkannt. Die großen christlichen Kirchen halten die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage daher nicht für eine christliche Religion, sondern für eine „eigenständige, synkretistische Neu-Religion“[13] und erkennen ihre Mitglieder nicht als getaufte Christen an. Im Gegensatz dazu wird die Taufe der Gemeinschaft Christi anerkannt. Diese Position vertreten die römisch-katholische Kirche,[15] die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands,[13] die Evangelisch-methodistische Kirche[16] und die Presbyterian Church.[17] Dagegen hielten 2007 52 % der US-Amerikaner Mormonen für Christen, während 31 % dies verneinten.[18]

Joseph Smith, jr.
Brigham Young
Joseph Smith III., Sohn von Joseph Smith, jr.

Geschichte

Laut der offiziellen Geschichtsschreibung der Mormonen erhielt Smith seine sogenannte Erste Vision mit 14 Jahren nahe dem elterlichen Haus in Upstate New York. Mit 25 Jahren sammelte er erste Anhänger und gründete mit sechs Familienangehörigen und Nachbarn seine Church of Christ. Die junge Religion wuchs schnell, da sie Bedürfnisse der Menschen im ländlichen Amerika erfüllte.

Im 18. Jahrhundert waren europäisch-stämmige Amerikaner in das Innere des Kontinents vorgedrungen und hatten in den Tälern des Ohio Rivers und insbesondere des Mississippi Rivers sogenannte Mounds vorgefunden, teils gigantische künstliche Hügel, die von prähistorischen Indianerkulturen, etwa zwischen dem 10. und dem 16. Jahrhundert angelegt worden waren. Die Weißen trauten den Indianern nicht die dafür erforderliche Kultur und Organisation zu, da diese zu primitiv seien (sie waren durch Krankheiten, Vertreibung und Ausrottung durch die Weißen verarmt und dezimiert). Sie suchten daher im ganzen 19. Jahrhundert nach anderen Erklärungen für die Funde. So wurde über eine „Super-Rasse“ spekuliert, die die Region verlassen habe, bevor die Indianer sie besiedelt hätten. Die Verlorenen Stämme Israels, Alte Ägypter, Antike Griechen und viele weitere Erbauer wurden von den Amateur-Archäologen der Zeit vorgeschlagen.[19][20]

Smith übernahm möglicherweise beim Verfassen des Buches Mormon grundlegende Annahmen aus den in den Jahren 1825 und 26 veröffentlichten Büchern „View of the Hebrews – or the Tribes of Israel in America“ eines Pastors aus Neuengland namens Ethan Smith und „Wonders of Nature and Providence Displayed“ von Josiah Priest, die in ihren Abhandlungen die Herkunft und Geschichte der indianischen Urbevölkerung von den verlorenen Stämmen Israels zu erklären versuchten. Indem Smith die amerikanische Landschaft und Ureinwohner in den biblischen Heilsplan einbezog, wird die Religion der Mormonen von einigen Historikern als die amerikanischste unter allen Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts angesehen.[21] Seine Religion bot darüber hinaus eine klare Möglichkeit der Erlösung von Schuld für sich selbst und die eigene Familie und hatte eine strenge Struktur in Form von Bündnissen und Verordnungen, die später durch Rituale in speziellen Gotteshäusern - den Tempeln - erweitert wurden. Durch das Kirchenamt des „Propheten, Sehers und Offenbarers“ würden die Mormonen auch immer über göttliche Offenbarungen verfügen, die die Kirche leiten könnten.

Das Wachstum der Kirche und die Rigorosität der Anhänger lösten Ablehnung und Verfolgung aus. Smith und die Mitglieder der Kirche flohen nach Westen an die Frontier der Besiedlung durch Weiße, wo sie ihr Zion zu finden hofften. Sie ließen sich in den erst kurz bestehenden Siedlungen nieder oder gründeten selbst neue Orte. Anfangs sammelten sie sich in Kirtland, Ohio. Hier etablierte Smith 1831 das Kirchenleben, gründete den United Order of Enoch mit in Gütergemeinschaft lebenden Angehörigen und sie bauten von 1833–36 ihren ersten Tempel, den Kirtland Temple. 1837 mussten sie den Ort aber nach dem Ruin ihrer Bank Kirtland Safety Society verlassen. Sie zogen nach Independence, Missouri und, als es dort zu Konflikten mit anderen Siedlergruppen kam, nach Far West, Missouri. Die Konflikte holten sie ein, die Gewalt eskalierte, es gab mehrere Ausweisungsbeschlüsse für alle Mormonen im ganzen Staat Missouri, und Smith war im Gefängnis von Liberty, Missouri, inhaftiert, als seine Anhänger 1839 nach Nauvoo in Illinois weiterzogen.

In Nauvoo formte Smith die Glaubensinhalte der Kirche weiter aus. Dem Buch Lehre und Bündnisse wurden auf Grund von neuen Offenbarungen Abschnitte über Errettung, Taufe für Verstorbene und Mehrfachehe beigefügt. Nach Errichtung des zweiten Tempels führte Smith die Mitglieder der Kirche in die weiteren Tempelzeremonien ein. Da Smith im selben Zeitraum einer Freimaurerloge beitrat, mag die dort kennengelernte Symbolsprache Einfluss auf die Ausformung der Tempelverordnungen gehabt haben.

Des Weiteren veröffentlichte Smith 1842 das Buch Abraham, eine von ihm selbst angefertigte, vermeintliche Übersetzung einiger von ihm in Kirtland gekaufter ägyptischer Papyrusrollen. Smith war des Altägyptischen und der ägyptischen Hieroglyphen nicht mächtig, erklärte jedoch, die Schriften gingen auf das Wirken Abrahams ein. Tatsächlich handelt es sich bei den wiedergefundenen und noch erhaltenen Fragmenten um eine Abschrift des „Buchs vom Atmen“, einer Kurzfassung des Ägyptischen Totenbuchs. Durch Änderungen in der Kirche und Uneinigkeit in den Führungsgremien kam es zunehmend zu Fraktionsbildungen und Gewaltausbrüchen zwischen den einzelnen Gruppen. Außerdem geriet die wachsende mormonische Gemeinschaft in politische Konflikte zwischen den beiden großen Parteien im Staat Illinois. Wegen der Zerstörung der Druckerpresse einer nicht-mormonischen Zeitung wurde Smith im Juni 1844 in das Gefängnis zu Carthage gebracht. Nur wenige Tage später am 27. Juni 1844 drangen radikalisierte Gegner Smiths in die Haftanstalt ein. Bei einem Schusswechsel zwischen den Angreifern und dem bewaffneten Häftling wurden Joseph Smith und sein älterer Bruder Hyrum erschossen.

Der Tod ihres Propheten traf die Kirche unvorbereitet. Es gab keine allgemein akzeptierte Nachfolgeregelung. Smiths Sohn Joseph Smith III. war zu diesem Zeitpunkt erst elf Jahre alt. Die Mehrzahl schloss sich Brigham Young, dem Präsidenten des 1835 gegründeten Kollegiums der Zwölf Apostel an. Er versuchte einen Neuanfang und zog ab 1846 von Missouri auf dem später so benannten Mormon Trail über die Rocky Mountains. Auf formal noch mexikanischem Boden, aber weit außerhalb der Reichweite von dessen Staatsgewalt, gründete er am Großen Salzsee die Stadt Salt Lake City und den Staat Deseret – später Utah. Als Mormonische Pioniere machten sie Teile der Rocky Mountains und der Wüstenlandschaft des Colorado Plateaus urbar, was zu Konflikten mit den Indianern führte. Young und seine Anhänger behielten den Namen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und alle Lehren Smiths bei.

1848 dehnten sich die Vereinigten Staaten auch auf den Westen jenseits der Rocky Mountains aus. Zunächst wurden die Mormonen und ihre Strukturen akzeptiert.[22] Brigham Young wurde 1850 von US-Präsident Millard Fillmore als Gouverneur des Utah Territory ernannt. Bald entstanden Konflikte und 1857 wurde Young abgesetzt. Aufgrund von Drohungen entsandte die Bundesregierung der Vereinigten Staaten seinen Nachfolger unter dem Schutz eines Truppenkontingents. Die Angst vor dem Anrücken der Armee löste den Utah-Krieg und das Mountain-Meadows-Massaker aus, das Mormonen an völlig unbeteiligten Siedlern anrichteten. Zwischen 1864 und 1874 spielten wieder Gütergemeinschaften unter dem Namen United Order eine große Rolle beim Aufbau der Gesellschaft in Utah. Die Mormonen gründeten eigene Handelsgesellschaften und boykottierten bis 1882 alle Betriebe von Nicht-Mormonen in Utah. Die wirtschaftliche, politische und kulturelle Macht der Mormonen zog Kritik an, die sich vor allem an der Mehrehe festmachte, in der rund 20 % der Mormonen lebten. 1862, 1874, 1882 und 1887 wurden Bundesgesetze gegen Mormonen erlassen. Mehr als tausend Mormonen wurden als Bigamisten zu Haftstrafen zwischen einem halben und fünf Jahren verurteilt, die politische Selbstverwaltung mormonischer Ortschaften wurde eingeschränkt und Kircheneigentum eingezogen. Erst nachdem die Kirchenführung 1890 die Mehrfachehe und 1891 die politische Partei der Mormonen abgeschafft hatte, konnte Utah 1896 der 45. Bundesstaat der Vereinigten Staaten werden. Mehrere kleinere Gruppen waren mit diesen Veränderungen nicht einverstanden. Sie spalteten sich von der Hauptkirche ab und leben zum Teil heute noch polygam.

Andere blieben beim Auszug Youngs in Illinois oder Missouri und verwarfen die Spätlehren Smiths. Die meisten von ihnen wurden 1860 von Smiths Sohn Joseph Smith III. zur Reorganisierten Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage zusammengeführt. Während die Kirche Jesu Christi HLT wegen der Mehrfachehe unter Druck stand, wurde 1880 die Reorganisierte Kirche von einem Gericht in Lake County, Ohio als legitimer Rechtsnachfolger der ursprünglichen Church of Christ anerkannt, und ihr wurde der ursprüngliche mormonische Tempel, der Kirtland Temple nahe dem heutigen Cleveland, zugesprochen.[3] Die Reorganisierte Kirche heißt seit 2001 Gemeinschaft Christi und ist heute die zweitgrößte mormonische Gemeinschaft.

Heutige Aufteilung

Es gibt heute rund 70 mormonische Glaubensgemeinschaften,[23] die in die folgenden Hauptströmungen geordnet werden können:

Die größte Gruppierung, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, beansprucht die Bezeichnung „Mormonen“ exklusiv für ihre Mitglieder, um eine Vermischung mit den Splittergruppen in der Berichterstattung zu vermeiden. Sie beruft sich dabei auf das Associated Press Stylebook.[24] Eine Reihe der Prärie-Mormonischen Kirchen stimmt dem insoweit zu, als sie für sich selbst die Bezeichnung „Mormonen“ ablehnen.

Siehe auch

 Portal: Mormonentum – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mormonentum

Literatur

  • F.-W. Haack: Mormonen. München 1989.
  • Klaus J. Hansen: Mormonism and the American Experience. Chicago 1981.
  • R. Hauth: Die Mormonen. Geheimreligion oder christliche Kirche? Freiburg/Br. u.a. 1995.
  • F. Mark McKiernan, Alma R. Blair, Paul M. Edwards (Hrsg.): The Restoration Movement: Essays in Mormon History. Lawrence, Kansas 1973.
  • Albert Mössmer: Die Mormonen. Die Heiligen der letzten Tage. Patmos, Düsseldorf 2004, ISBN 3-491-69409-4.
  • Thomas F. O’Dea: The Mormons. Chicago 1957, 2. A. 1964. (Eine der ersten nicht-polemischen wissenschaftlichen Darstellungen)
  • N. Ostling, Joan K. Ostling: Mormon America: The Power and the Promise. San Francisco 1999 (abwägende Information).
  • Andrea Moore-Emmett: God's Brothel: The Extortion of Sex for Salvation in Contemporary Mormon and Christian Fundamentalist Polygamy and the Stories of 18, Pince-Nez Press, San Francisco 2004
  • Art. in: H. Reller, M. Kießig, H. Tschoerner (Hrsg.): Handbuch Religiöse Gemeinschaften. Gütersloh 1993, S. 390–406.
  • Jan Shipps: Mormonism: The Story of a New Religious Tradition. Urbana, Ill., 1985 (wohlwollende Darstellung eines Außenstehenden).
  • Ake V. Ström: Artikel Mormonen. In: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 23, S. 311–318.
  • Hans-Jürgen Twisselmann: Die Mormonen im Schatten ihrer Geschichte. Witten 5. A. 1977.
  • Jon Krakauer: Under the Banner of Heaven. A Story of Violent Faith. Doubleday/Random House Inc., New York 2003.

Weblinks

 Commons: Mormonen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mormonentum – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Church of Christ: General Denominational Information
  2. Reorganized Church of Jesus Christ of Latter Day Saints v. Williams, Record T, 1880, p. 488, Court of Common Pleas, Lake County Courthouse, Painesville, Ohio.
  3. a b Roger D. Launius: Joseph Smith III and the Kirtland Temple Suit (PDF; 2,8 MB). In: BYU Studies, Brigham Young University, Volume 25 (Sommer 1985), Seite 110–116
  4. Kim L. Loving: Ownership of the Kirtland Temple: Legends, Lies, and Misunderstandings.In: Journal of Mormon History 30(2): 1-80 (Herbst 2004).
  5. Eric Paul Rogers and R. Scott Glauser: The Kirtland Temple Suit and the Utah Church. In: Journal of Mormon History 30(2): 81–97 (Fall 2004).
  6. Momonnewsroom: Facts and Statistics (Stand Dezember 2012)
  7. Cumorah: Law of the Harvest I 01 (englisch)
  8. Offizielle Presseseite: Zahlen und Fakten
  9. Cumorah: Law of the Harvest I 02 (Englisch)
  10. Dies gilt nicht für die zweitgrößte Kirche, die Gemeinschaft Christi. Steven Shields: Divergent Paths of the Restoration, Independence 2001, S. 68.
  11. Der mormonische Polytheismus
  12. Offizielle Presseseite: Häufige Fragen
  13. a b c Horst Reller (Hrsg.): Handbuch religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen. Im Auftrag der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Gütersloher Verlagshaus, 2000, ISBN 3-579-03585-1. S. 425.
  14. Steven Shields: Divergent Paths of the Restoration, Independence 2001. Seite 68
  15. Glaubenskongregation der römisch-katholischen Kirche: Responsum ad propositum dubium de validitate baptismatis apud communitatem «The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints», 5. Juni 2001 (Englisch und Lateinisch)
  16. Document of the General Conference of the United Methodist Church vom Mai 2000, abgerufen am 10. Februar 2009
  17. Presbyterians and Latter-day Saints, abgerufen am 10. Februar 2009
  18. Pew Research Center Summary of Findings: Public Expresses Mixed Views of Islam, Mormonism
  19. Josiah Priest: American antiquities and discoveries in the West. Albany, New York, Printed by Hoffman & Whit, 1833, S. 279 in der Google-Buchsuche
  20. Wolfgang Haberland: Amerikanische Archäologie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1991, ISBN 3-534-07839-X, Seiten 236 f.
  21. Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts - München, Beck Verlag 2009; S. 1270.
  22. Thomas G. Alexander: Mormonism. In: Paul Finkelman (Hrsg.): Encyclopedia of the United States in the nineteenth century. Scribner and Sons 2001, ISBN 0684804980, Band 2, Seiten 363–365
  23. Relinfo: Mormonentum
  24. Style Guide – The Name of the Church