Mylau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Vogtlandkreis | |
| Höhe: | 305 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,73 km² | |
| Einwohner: |
2.818 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 596 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08499 | |
| Vorwahl: | 03765 | |
| Kfz-Kennzeichen: | V | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 23 250 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Reichenbacher Str. 13 08499 Mylau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christoph Schneider (CDU) | |
| Lage der Stadt Mylau im Vogtlandkreis | ||
Mylau ist eine Landstadt des Vogtlandkreises im Freistaat Sachsen. Sie hat knapp 3000 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Mylau erstreckt sich über Höhenlagen zwischen 290 und 370 m ü. NN. in den Tälern der Göltzsch und des aus Richtung Reichenbach kommenden Raumbaches. Letzterer ist bei der Bevölkerung vor allem unter der Bezeichnung Seifenbach bekannt, weil sich im 19. Jahrhundert an dessen Bachlauf im Heinsdorfergrund und Reichenbach Textilfärbereien befanden.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden im Vogtlandkreis sind Limbach sowie die Städte Netzschkau und Reichenbach im Vogtland. Im Norden grenzt die thüringische Kreisstadt Greiz an.
[Bearbeiten] Geschichte
Am Fuße einer um 1180 erbauten Burg, der heutigen Burg Mylau, entstand im 14. Jahrhundert eine Siedlung, die 1367 von Karl IV. das Stadtrecht verliehen bekam. Das Städtchen blieb bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts unbedeutend – 1650 gab es nur 24 Bürgerhäuser – danach wuchs es durch die Ansiedlung von Handwebereien rasch an. Letztere waren im 19. Jahrhundert die Voraussetzung für die nicht unerhebliche Entwicklung der Textilindustrie. Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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- Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
- SPD 1 Sitze
[Bearbeiten] Partnerstädte
Mit vier Städten führt Mylau eine Partnerschaft.[2]
- Waldenbuch in Baden-Württemberg
- Althen-des-Paluds in Frankreich
- Montecarlo in Italien
- Karlštejn in Tschechien
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Burg Mylau wurde nie zerstört und befindet sich an der Mündung des Raumbaches in die Göltzsch. Im Nordwesten der Stadt wird die Göltzsch von der weltberühmten Göltzschtalbrücke überspannt. Sehenswert ist ferner die 1890 erbaute Stadtkirche St. Wenzel, die eine Orgel von Gottfried Silbermann (1730/31) besitzt.
[Bearbeiten] Sport
Am Ortsrand von Mylau befindet sich der Wendepunkt des jeweils im Oktober stattfindenden Göltzschtal-Marathons. Dieser ist in Deutschland der zweitälteste aller seit ihrer Gründung noch ausgetragenen Marathonläufe und der älteste in der ehemaligen DDR.
[Bearbeiten] Gedenkstätten
- Grabstätte und Gedenktafel auf dem Friedhof für vier unbekannte KZ-Häftlinge, die im Januar 1945 tot aus einem Transportzug bei der Evakuierung eines Konzentrationslagers geworfen wurden
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Durch Mylau führt die Bundesstraße 173. 1895 erhielt die Stadt einen eigenen Bahnanschluss nach Reichenbach an der Bahnstrecke Reichenbach–Göltzschtalbrücke. Ab 1905 bestand eine weitere Strecke nach Lengenfeld. Nach der Einstellung des Reiseverkehrs 1957 wurde die Strecke 1970 endgültig aufgegeben und wenig später abgebaut. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich heute in Reichenbach im Vogtland und Netzschkau.
[Bearbeiten] Bildung
- Grundschule Mylau
- Futurum Vogtland - Evangelische Gemeinschaftsschule Mylau - http://www.futurum-vogtland.de
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Christian Gotthelf Brückner (1769–1834), Spinnereibesitzer, Kaufmann und Bankier
- Robert Georgi (1802–1869), Unternehmer und Politiker, Präsident der I. Kammer des Sächsischen Landtags, Finanzminister
- Otto Georgi (1831–1918), Jurist, erster Oberbürgermeister von Leipzig und Reichstagsabgeordneter
- Arthur Georgi (1843–1900), Unternehmer und Politiker, MdL
- Robert Merkel (1850-1916), Fabrikant, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
- Carl August Brückner (1872–1949), Begründer des Reformiert-Apostolischen Gemeindebundes
- Erwin Hartsch (1890-1948), Reichstagsabgeordneter (SPD) und Minister für Volksbildung in Sachsen
- Franz Findeisen (1892–1962), Professor an der Handelshochschule Leipzig
- Georg Bretschneider (1901-1995), Jurist, Vizepräsident des Bundesrechnungshofs
- Johannes Gerhard Weber (1909-1986), Architekt und Hochschullehrer
- Manfred Schreiterer (1925-2008), Diplomat
- Eberhard Zeitler (1930-2011), Radiologe, Pionier der Herzkatheteruntersuchung
- Fredo Bley (1929-2010), Maler und Graphiker
- Helga Steudel (*1939), Rennfahrerin
[Bearbeiten] Ehrenbürger
Adolf Förster , Eislaufträiner Josef Wetzel (*1920) Maler und Grafiker
[Bearbeiten] Literatur
- Richard Steche: Mylau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 11. Heft: Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 31.
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.mylau.de - offizielle Homepage der Stadt
- http://www.gedacom.de/mylau - Stadtinformation Mylau
- Mylau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ www.mylau.de - Bürgerinfo - Partnerstädte
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