Mylau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mylau
Mylau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mylau hervorgehoben
50.61666666666712.266666666667305Koordinaten: 50° 37′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Vogtlandkreis
Höhe: 305 m ü. NN
Fläche: 4,73 km²
Einwohner:

2.818 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 596 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08499
Vorwahl: 03765
Kfz-Kennzeichen: V
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 250
Adresse der
Stadtverwaltung:
Reichenbacher Str. 13
08499 Mylau
Webpräsenz: www.mylau.de
Bürgermeister: Christoph Schneider (CDU)
Lage der Stadt Mylau im Vogtlandkreis
Tschechien Bayern Thüringen Erzgebirgskreis Landkreis Zwickau Adorf/Vogtl. Auerbach/Vogtl. Bad Brambach Bad Elster Bergen (Vogtland) Bösenbrunn Eichigt Ellefeld Elsterberg Erlbach (Vogtland) Falkenstein/Vogtl. Grünbach (Sachsen) Heinsdorfergrund Klingenthal Lengenfeld (Vogtland) Limbach (Vogtland) Markneukirchen Mühlental Mühltroff Muldenhammer Mylau Netzschkau Neuensalz Neumark (Vogtland) Neustadt/Vogtl. Oelsnitz/Vogtl. Pausa/Vogtl. Plauen Pöhl Reichenbach im Vogtland Reuth (Vogtland) Rodewisch Rosenbach/Vogtl. Schöneck/Vogtl. Steinberg (Vogtland) Triebel/Vogtl. Theuma Tirpersdorf Treuen Weischlitz Werda ZwotaKarte
Über dieses Bild
Mylau mit der Burg Mylau um 1905
Stadtkirche von Mylau

Mylau ist eine Landstadt des Vogtlandkreises im Freistaat Sachsen. Sie hat knapp 3000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Mylau als Panorama-Aufnahme

[Bearbeiten] Geografische Lage

Mylau erstreckt sich über Höhenlagen zwischen 290 und 370 m ü. NN. in den Tälern der Göltzsch und des aus Richtung Reichenbach kommenden Raumbaches. Letzterer ist bei der Bevölkerung vor allem unter der Bezeichnung Seifenbach bekannt, weil sich im 19. Jahrhundert an dessen Bachlauf im Heinsdorfergrund und Reichenbach Textilfärbereien befanden.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden im Vogtlandkreis sind Limbach sowie die Städte Netzschkau und Reichenbach im Vogtland. Im Norden grenzt die thüringische Kreisstadt Greiz an.

[Bearbeiten] Geschichte

Am Fuße einer um 1180 erbauten Burg, der heutigen Burg Mylau, entstand im 14. Jahrhundert eine Siedlung, die 1367 von Karl IV. das Stadtrecht verliehen bekam. Das Städtchen blieb bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts unbedeutend – 1650 gab es nur 24 Bürgerhäuser – danach wuchs es durch die Ansiedlung von Handwebereien rasch an. Letztere waren im 19. Jahrhundert die Voraussetzung für die nicht unerhebliche Entwicklung der Textilindustrie. Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1706: 0900
  • 1834: 2393
  • 1910: 7957
  • 1933: 7375
  • 1960: 6668
  • 1971: 6087
  • 1998: 3364
  • 1999: 3328
  • 2001: 3202
  • 2002: 3119
  • 2003: 3080
  • 2004: 3013
  • 2005: 2979
  • 2007: 2889
  • 2008: 2878
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtrat

  • Bürgerinitiative Mylau (BIM) 6 Sitze
  • CDU 3 Sitze
  • Gewerbe Verein Mylau 2 Sitze
  • Die Linke 2 Sitze

[Bearbeiten] Partnerstädte

Mit vier Städten führt Mylau eine Partnerschaft.[2]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Burg Mylau wurde nie zerstört und befindet sich an der Mündung des Raumbaches in die Göltzsch. Im Nordwesten der Stadt wird die Göltzsch von der weltberühmten Göltzschtalbrücke überspannt. Sehenswert ist ferner die 1890 erbaute Stadtkirche St. Wenzel, die eine Orgel von Gottfried Silbermann (1730/31) besitzt.

[Bearbeiten] Sport

Am Ortsrand von Mylau befindet sich der Wendepunkt des jeweils im Oktober stattfindenden Göltzschtal-Marathons. Dieser ist in Deutschland der zweitälteste aller seit ihrer Gründung noch ausgetragenen Marathonläufe und der älteste in der ehemaligen DDR.

[Bearbeiten] Gedenkstätten

  • Grabstätte und Gedenktafel auf dem Friedhof für vier unbekannte KZ-Häftlinge, die im Januar 1945 tot aus einem Transportzug bei der Evakuierung eines Konzentrationslagers geworfen wurden

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Durch Mylau führt die Bundesstraße 173. 1895 erhielt die Stadt einen eigenen Bahnanschluss nach Reichenbach an der Bahnstrecke Reichenbach–Göltzschtalbrücke. Ab 1905 bestand eine weitere Strecke nach Lengenfeld. Nach der Einstellung des Reiseverkehrs 1957 wurde die Strecke 1970 endgültig aufgegeben und wenig später abgebaut. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich heute in Reichenbach im Vogtland und Netzschkau.

[Bearbeiten] Bildung

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Adolf Förster , Eislaufträiner Josef Wetzel (*1920) Maler und Grafiker

[Bearbeiten] Literatur

  • Richard Steche: Mylau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 11. Heft: Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 31.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Mylau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. www.mylau.de - Bürgerinfo - Partnerstädte
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