Elsterberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Elsterberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Elsterberg
Elsterberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Elsterberg hervorgehoben
50.60861111111112.169722222222290Koordinaten: 50° 37′ N, 12° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 25,07 km²
Einwohner: 4263 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07985
Vorwahl: 036621
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 100
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Webpräsenz: www.elsterberg.de
Bürgermeister: Volker Jenennchen (AHL)
Lage der Stadt Elsterberg im Vogtlandkreis
Tschechien Bayern Thüringen Erzgebirgskreis Landkreis Zwickau Adorf/Vogtl. Auerbach/Vogtl. Bad Brambach Bad Elster Bergen (Vogtland) Bösenbrunn Eichigt Ellefeld Elsterberg Markneukirchen Falkenstein/Vogtl. Grünbach (Sachsen) Heinsdorfergrund Klingenthal Lengenfeld (Vogtland) Limbach (Vogtland) Markneukirchen Mühlental Pausa-Mühltroff Muldenhammer Mylau Netzschkau Neuensalz Neumark (Vogtland) Neustadt/Vogtl. Oelsnitz/Vogtl. Pausa-Mühltroff Plauen Pöhl Reichenbach im Vogtland Reuth (Vogtland) Rodewisch Rosenbach/Vogtl. Schöneck/Vogtl. Steinberg (Vogtland) Triebel/Vogtl. Theuma Tirpersdorf Treuen Weischlitz Werda KlingenthalKarte
Über dieses Bild
Elsterberg, Blick zur Laurentiuskirche heute
Elsterberg, Lange Straße mit Kirche, Lichtdruck-Postkarte 1897

Das Städtchen Elsterberg liegt im Vogtland an der Weißen Elster. Am 25. Juli 1952 wurde die Stadt im Rahmen der Gebietsreform der DDR von Sachsen nach Thüringen und in den Bezirk Gera verschoben. Per Volksentscheid erfolgte am 1. April 1992 die Rückgliederung nach Sachsen in den Vogtlandkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Elsterberg befindet sich in einer von Greiz ausgehenden Tallage, umgeben von dichten Wäldern. Das Tal setzt sich vom Ortsteil Gippe aus zum Steinicht, einem Landschaftsschutzgebiet im Elstertal Richtung Plauen, zur Rentzschmühle und zur Elstertalbrücke an der Weißen Elster fort. Die B 92 von Plauen nach Greiz führt durch die Kleinstadt. Greiz ist etwa 6 km und Plauen etwa 13 km entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden sind im Uhrzeigersinn die Stadt Netzschkau, Limbach und Pöhl im Vogtlandkreis sowie die Städte Greiz und Zeulenroda-Triebes im Freistaat Thüringen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtteile Elsterbergs sind die eingemeindeten

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung und Stadtgründung[Bearbeiten]

Ruine Lobdaburg in Elsterberg, Postkarte aus dem Jahr 1895
Lithographie von Elsterberg mit der Vogtländischen Schweiz, Postkarte 1895
Mondschein-Lithographie von Elsterberg, Postkarte 1896
Lithographie von Elsterberg, Postkarte 1897
Elsterberger Trachten 1897

Elsterberg wurde 1198 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Diese Erwähnung beruht auf verbürgten Angaben und einer vermutlich 1840 verbrannten Pergamentrolle. Darin wurde ein kleiner Rittersitz, die Burganlage Altes Haus Elsterberg, erwähnt, die 38 Meter über der Elster auf dem Weßnitzfelsen stand, dem Ritter Rayer von Elsterberg gehörte und Elsterburg genannt wurde.

Jahre später kolonisierten die Herren von Lobdeburg die Gegend und bauten vor 1225 eine zweite Burg, die später Schloss Elsterberg genannt wurde. Unterhalb der Burg ließen sie eine Kirche errichten und siedelten aus Franken und Thüringen herbeigerufene Untertanen an.

Eine Stadtgründung war ursprünglich nicht vorgesehen, als aber im 13. Jahrhundert 36 umliegende Dörfer nach Elsterberg pfarrten und dort Handel ausübten, wurde ein Marktrecht eingeführt. Urkundlich erschien Elsterberg als Stadt erstmals 1354. Bis 1700 war es ein typisches Landstädtchen, in dem nur für den Eigenbedarf und innerhalb einer bestimmten Bannmeile erzeugt und gehandelt werden durfte.

Nach der Reformation 1519 hielt sich mehrmals Thomas Müntzer in Elsterberg auf. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ging Elsterberg 1547 als Teil des Plauener Amtes von den Ernestinern an die Vögte von Plauen über, bis es 1569 endgültig an Kursachsen fiel.

Stadtbrände[Bearbeiten]

Drei verheerende Stadtbrände zerstörten Elsterberg. 1492 stand der Großteil der Innenstadt in Flammen und 1702 fiel die Innenstadt bis auf die Pfarre und das Rittergut Frankenhof auf der anderen Elsterseite den Flammen zum Opfer. Im Jahr 1840 brannte die ganze Stadt mit Kirche und Rathaus. Alle stadtkundlichen Akten und Urkunden- bis auf die Kirchenbücher (Geburten, Trauungen, Sterbefälle) ab 1658 - gingen unwiederbringlich verloren. Erst nach dem Wiederaufbau ab 1840 entstand das heutige Stadtbild.

Die Industrialisierung zur Spinnfaserstadt[Bearbeiten]

1882 eröffnete die erste mechanische Weberei in Elsterberg, aus der später 1919 die Spinnfaser-Aktiengesellschaft Elsterberg entstand, eines der bedeutendsten einschlägigen Unternehmen vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Auch die Lederindustrie boomte. 1885 wurde Elsterberg an das Eisenbahnnetz (zwischen Gera und Plauen) angeschlossen, was der Industrialisierung der Stadt sehr förderlich war.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Kleinstadt Elsterberg blieb im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen bis auf einige Blindgänger verschont. Die Besetzung durch amerikanische Truppen erfolgte am 16. April 1945. Im Juli des Jahres wurde die Stadt von sowjetischem Militär besetzt. Zahlreiche Umsiedler nach Vertreibung aus Böhmen, Mähren und Schlesien fanden seit 1945 Unterkunft in der Stadt. Versorgungsengpässe machten die Situation für alle Einwohner kompliziert.[2][3]

Die Zeit von 1945 bis 1989[Bearbeiten]

Alle Elsterberger Betriebe wurden 1946 enteignet, Industrieanlagen und Großgrundbesitz zum Teil gewaltsam konfisziert, Maschinen abgebaut und in die Sowjetunion verbracht und die Betriebe zwangsverstaatlicht. Dennoch lief die Spinnfaserproduktion wie die Leder- und Herdfabrikation unter Schwierigkeiten wieder an.

Am 25. Juli 1952 wurde das bisher zum Kreis Plauen gehörende sächsische Elsterberg im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR und der damit verbundenen Aufhebung der föderalen Ordnung in den neuen Bezirk Gera, Kreis Greiz eingegliedert.

Eine Spinnerin im Kunstseidewerk „Clara Zetkin“ am 19. Dezember 1988

In den Jahren der DDR entwickelte sich Elsterberg zu einem wichtigen Industriestandort des Bezirkes Gera. Mit dem VEB Kunstseidenwerk Clara Zetkin, in dem Kunstseide und ab den 1970er Jahren auch Viskoseschwammtücher und Schwämme produziert wurden, dem VEB Wäscheunion, der vorrangig Bettwäsche herstellte, dem VEB Wärmegerätewerk, in dem die begehrten Glutos-Öfen gefertigt wurden, und der Lederfabrik entwickelte sich Elsterberg zur modernen Industriestadt.

Die Nachwendezeit ab 1989[Bearbeiten]

Blick auf Coschütz aus Richtung Wipplas. Rechts Coschütz, links der Straße der frühere Ortsteil Feldwiese, August 2009

Die politische Wende brachte den Zusammenbruch der Herd- und Lederindustrie in Elsterberg und auch die Textilindustrie blieb nicht verschont. Nach 1990 überlebten nur Teile der Spinnfaserproduktion. Die auf modernsten Stand gebrachte Produktion beschäftigte im Unternehmen Enka GmbH zwar nur einen Bruchteil der ursprünglichen Belegschaft, die Elsterberger Kunstseide blieb aber weiterhin international gefragt. Dies blieb so, bis 2009 trotz voller Auftragsbücher die International Chemical Investors-Gruppe den Standort Elsterberg zu Gunsten des Erhalts des Werkes im bayerischen Obernburg, dem einzig verbliebenen Glanzstoffwerk neben der Hauptverwaltung in Wuppertal, schloss und damit auch der letzte Elsterberger Industriebetrieb verloren ging. Die Stadt entwickelte sich trotz hoher Arbeitslosigkeit. Die Altstadt wurde saniert, das Waldbad modernisiert, eine Ortsumgehung gebaut, historische Bausubstanz mit Liebe zum Detail erneuert, der Burgkeller neu gestaltet und auch in den eingemeindeten Ortsteilen wurde viel getan.

Am 1. April 1992 wechselte die Stadt zusammen mit 8 anderen Thüringer Gemeinden wieder nach Sachsen, in den Kreis Plauen zurück. Grundlage hierfür war Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Land Thüringen über die Änderung der gemeinsamen Landesgrenze vom 11. Februar 1992 [4].

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Coschütz[5] 1. Januar 1994
Cunsdorf[5] 1. Januar 1995
Kleingera[5] 1. Januar 1994
Losa[6] 1. April 1974 Eingemeindung nach Coschütz
Gippe[7] 1868
Görschnitz[5] 1. Oktober 1993
Feldwiese[8] vor 1880 Eingemeindung nach Coschütz
Noßwitz[6] 1. Mai 1972
Pfannenstiel[8] vor 1880 Eingemeindung nach Kleingera
Reuth[8] vor 1880 Eingemeindung nach Kleingera
Rückisch[8] vor 1880 Eingemeindung nach Coschütz
Scholas[6] 1. Januar 1979 Eingemeindung nach Coschütz
Thürnhof, Gutsbezirk[9] 1. April 1921 Eingemeindung nach Coschütz
Wipplas[8] vor 1880 Eingemeindung nach Losa

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1557 wurden 89 besessene(r) Bürger, 19 Häusler und 25 Inwohner gezählt, 1748 waren es 80 Häuser in der Mauer, 84 Häuser in der Vorstadt und 10 Hufen je 30 Scheffel.[10]

Einwohnerzahlen und Eingemeindungen (ab 1998 31. Dezember):

Jahr 1834 1840 1895 1910 1960 1965 1971 1982 1990 1994 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2013
Einwohner 2320 2081 4814a 5196 5762 5673 5502b 5156 4766 5735c 5502 5448 5280 5139 4991 4803 4627 4354 4263
Quellen: Stadtverwaltung Elsterberg; ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
a Eingemeindung 1868: Gippe
b Eingemeindung 1972: Noßwitz
c Eingemeindungen 1993: Görschnitz; 1994: Coschütz, Kleingera, Losa, Scholas und 1995: Cunsdorf

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[11]
Wahlbeteiligung: 61,5 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,6 %
11,4 %
11,3 %
5,6 %
6,4 %
7,0 %
5,7 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g Ev. Kirchgemeinde

Stadtrat[Bearbeiten]

Sitzverteilung Stadtrat Elsterberg.png

Der amtierende Stadtrat wurde zuletzt am 25. Mai 2014 gewählt und setzt sich derzeit wie folgt zusammen:

  • AHL (Alternative Heimatliste): 9 Sitze + Bürgermeister
  • GfE (Gemeinsam für Elsterberg): 2 Sitze
  • SPD: 2 Sitz
  • Ev. Kirchgemeinde: 1 Sitz
  • LINKE: 1 Sitz
  • CDU: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister seit 1887
1887–1903 Heinrich Haueisen 1955–1960 Albert Biering
1903–1922 Emil Gebauer 1960–1974 Anton Landgraf
1922–1945 Otto Lieske 1974–1975 Heinz Maier
1945–1947 Otto Geiler 1975–1986 Gerhard Braun
1947–1950 Walter Ritter Okt./Nov. 1986 Werner Fischer
1950–1954 Paul Rudorisch seit 1. Dez. 1986 Volker Jenennchen
1954–1955 Heinrich Fischer

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit zwei Rundtürmen; dazwischen auf der Mauer eine Elster.“[12] Die zweitürmige Burg ist auf einem Stadtsiegel von 1460 abgebildet. Das heutige Wappen wird seit 1896 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Burgruine in Elsterberg
Die Laurentiuskirche, gesehen von der Burgruine Elsterberg

Das Wahrzeichen der Stadt, die Ruine des spätromanischen Schlosses Elsterberg, ist mit 1,5 Hektar die größte Ruinen-Burganlage in Sachsen. Von ihr sind Teile des Palas mit Kellergewölbe sowie die Mauer mit Rundtürmen erhalten geblieben. Sehenswert sind auch die Laurentiuskirche und das im neogotischen Stil gebaute Rathaus.

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten]

Vom 407 m über NN über der Stadt thronenden Kriebelstein lässt sich Elsterberg und die Umgebung überblicken. Das Landschaftsschutzgebiet Steinicht, eine Flusslandschaft, erstreckt sich vom Ortsteil Gippe aus bis Rentzschmühle an der Elstertalbrücke und ist ein beliebtes Wandergebiet.

Sport[Bearbeiten]

Elsterberger BC ab 1996
BSG Chemie 1951–1958
BSG Einheit 1958–1990

Der Elsterberger Ballspielclub ist der größte Sportverein der Stadt. Der Verein wurde 1912 aus einer Fusion der Vereine S.C. 1910 Elsterberg und Sportfreunde Elsterberg gegründet, spielte vor 1945 als reiner Fußballklub auch in der höchsten deutschen Gauliga. Heimstätte ist das Stadion Elsterberg, das 1977 als Stadion Roter Oktober erbaut wurde.

1951 wurde der Verein als BSG Chemie Elsterberg neu ausgerichtet. Neben Fußball gab es unter anderem auch die Sektionen Schwimmen, Schach und Tischtennis. Im Fußball war Chemie Gründungsmitglied der 1952 gegründeten Bezirksliga Gera. Der Aufstieg in die drittklassige II. DDR-Liga gelang Chemie Elsterberg 1957 für ein Jahr. Nach dem Abstieg fusionierte Chemie Elsterberg mit Fortschritt Elsterberg zur BSG Einheit Elsterberg.

Bis 1990 pendelte Einheit zwischen der Geraer Bezirksliga und Bezirksklasse. 1990 trat der Verein unter der Bezeichnung SV Einheit erst in Thüringens Bezirksklasse, dann nach dem Volksentscheid und Eingliederung der Stadt Elsterberg ab 1992 in Sachsen an und startete ab 1996 wieder unter dem historischen Name Elsterberger BC. Nach dem Beginn in der Bezirksliga Chemnitz rutschte das Team in den vogtländischen Kreisklassen-Bereich ab.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Dadurch, dass die Bundesstraße 92 durch Elsterberg führt, waren die innerstädtischen Straßen stark frequentiert. Eine schon vor dem Zweiten Weltkrieg trassierte Umgehungsstraße wurde während der DDR-Zeit nicht weitergebaut. Erst nach 1990 wurde das Straßennetz erneuert und erweitert. Um die Jahrtausendwende wurde die Umgehungsstraße voll in Betrieb genommen, und seit 2010 führt eine neue Straßenbrücke südlich des Eisenbahntunnels den aus Plauen kommenden Verkehr direkt zu dieser Umgehungsstraße ab.

Darüber hinaus fährt die inzwischen privatisierte Elstertalbahn durch Elsterberg und verbindet das Thüringer Vogtland mit Plauen und dem oberen Sächsischen Vogtland (Adorf/Klingenthal/Elster und Brambach).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen mit Bezug zu Elsterberg[Bearbeiten]

  • Paul Lindenau (* um 1489–1541), Theologe, Pfarrer in Elsterberg
  • Johann Habermann (1516–1590), Theologe, Pfarrer in Elsterberg
  • Heinrich von Beust (1778–1843), königlich-sächsischer Amtshauptmann, Besitzer des Rittergutes Elsterberg
  • Hartmut Rentzsch (* 1944), Fußballspieler und Trainer der BSG Einheit Elsterberg

Träger der Bürgermedaille der Stadt Elsterberg[Bearbeiten]

Die Bürgermedaille ist der höchste Ehrenpreis der Stadt Elsterberg. Sie wurde 2004 erstmals vergeben, Anlass war das 650. Stadtjubiläum. Ein Jahr zuvor hatte der Stadtrat den Beschluss gefasst und in einer ersten Auflage 20 Exemplare prägen lassen. Die aus Altsilber geprägte Medaille zeigt auf der Vorderseite das Wahrzeichen der Stadt Elsterberg, die Ruine, und auf der Rückseite das Lobdeburger Wappen.

  • 2004: Erhardt Dietzsch (* 1924), Kunstmaler und ehemaliger Zeichenlehrer
  • 2005: Karl-Heinz Köhler, Seniorchef der Gießerei Elsterberg
  • 2006: Gustav Heckel, langjähriges Vorstandsmitglied des Heimatvereins
  • 2007: Ruth Pucher, Seniorenbetreuerin im Ortsteil Scholas
  • 2007: Gerhard Thutewohl, 1994–2007 Werkleiter der Enka, später Präsident des Rotary Clubs Plauen
  • 2008: Joachim Vödisch, 23 Jahre Pfarrer in Elsterberg
  • 2008: Karlheinz Zierdt (1928–2010), Ortschronist und Heimatforscher
  • 2010: Rudolf Dick (* 1936), ehrenamtlicher Reporter der Stadt, ehemaliger Lehrer und Journalist
  • 2010: Christa Weidlich, nähte Kostüme für den Fundus der Stadt
  • 2013: Ludwig Otto, Dipl.-Ing., seit 1978 in der Wehrleitung der FF Elsterberg, ab 1998 Gemeindewehrleiter von Elsterberg
  • 2013: Volker Strobel, CNC-Fräser, seit 1981 Mitglied in der Feuerwehr und ab 1998 Wehrleiter der FF Elsterberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Reinhard Beierlein: Geschichte der Stadt und Burg Elsterberg i. V., Verlag Theo Krumm, vier Bände, 1928–1934
Gesamtband Geschichte der Stadt und Burg Elsterberg i. V., 1934
Bd. 1: Urkundenbuch, 283 Seiten 10 Tafeln und 10 Bildbeilafeln, 1928
Bd. 2: Geschichte der Kirche und der Schule, 291 Seiten mit 8 Bildbeiltafeln, 1929
Bd. 3. Geschichte des Schlosses und der Stadt, 503 Seiten 14 Tafeln und 14 Bildtafeln, 1934
  • Dieter Scheffel: Die Stadt Elsterberg in der deutschen Geschichte 1871 bis 1945, 2010. Dieser Band setzt die 3-bändige Chronik von P. R. Beierlein fort. Es erscheinen zwei weitere Bände (1945 bis zur Gegenwart).
  • Paul Reinhard Beierlein: Geschichtliche Wanderfahrten, Nr. 28 – Elsterberg und die Vogtländische Schweiz, Verlag Heinrich, Dresden, 1932
  • Heinz Mocker: Register, familienweise alphabetisch geordnet, der Elsterberger Kirchenbücher von 1638 bis 1799. Kopie des Manuskripts. Plauen 1995. 2 Teilbände, 3682 Familien, laut Bestandsverzeichnis Teil IV der Deutschen Zentralstelle für Genealogie, S. 283
  • Richard Steche: Elsterberg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 11. Heft: Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elsterberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Paul Reinhard Beierlein, Geschichte der Stadt und Burg Elsterberg i. V., Verlag Theo Krumm, vier Bände, 1928–1934
  3. Karlheinz Zierdt, Die Geschichte der Stadt Elsterberg, Greizer Heimatbote 1977
  4. (GrÄndStVtr SN/TH)
  5. a b c d Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  6. a b c Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. Gippe im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  8. a b c d e Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  9. Finanzministerialblatt für den Freistaat Sachsen, Nr. 8, 1921
  10. Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen. Abgerufen am 14. September 2012.
  11. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_erg.prc_erg_gr?p_bz_bzid=GR14&p_ebene=GE&p_ort=14523100
  12.  Manfred Bensing, Karlheinz Blaschke, Karl Czok, Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck, Heinz Göschel (Hrsg.): Lexikon Städte und Wappen der DDR. 2. neubearb. und erw. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig Juli 1984, S. 115.