Natalie Zemon Davis

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Natalie Zemon Davis (* 8. November 1928 in Detroit) ist eine kanadisch-amerikanische Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Sozial- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Frankreichs.

Natalie Zemon Davis (Mitte) 2010

Nathalie Zemon Davis besuchte die Kingswood School (heute: Cranbrook Kingswood School) in Bloomfield Hills, die zur Cranbrook Educational Community gehört. Sie promovierte 1959 an der University of Michigan und lehrte unter anderem in Providence, Toronto, Berkeley, Paris, Princeton und Oxford. Sie ist emeritierte Professorin für Geschichte an der Princeton University, lebt seit 1996 als Schriftstellerin in Toronto und unterrichtet wieder an der dortigen Universität.

Nathalie Zemon Davis ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der Neuen Kulturgeschichte. Ihre Studien zu Humanismus und Reformation, Gender Studies und Judentum nehmen eine Vorreiterrolle in der interdisziplinären Kulturwissenschaft ein.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Die wahrhaftige Geschichte von der Wiederkehr des Martin Guerre. (Le retour du Martin Guerre.) Piper, München 1984, ISBN 3-492-02858-6.
  • Frauen und Gesellschaft am Beginn der Neuzeit. Studien über Familie, Religion und die Wandlungsfähigkeit des sozialen Körpers. Wagenbach Verlag, Berlin 1986, ISBN 3-8031-3531-1.
  • Humanismus, Narrenherrschaft und die Riten der Gewalt. (Society and Culture in Early Modern France.) S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-596-24369-6.
  • Drei Frauenleben. (Women on the Margins.) Wagenbach Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-8031-3584-2.
  • Die schenkende Gesellschaft. Zur Kultur der französischen Renaissance. (The Gift in Sixteenth-Century France.) C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-48721-1.
  • Metamorphosen. Das Leben der Maria Sibylla Merian. (Women on the Margins.) Wagenbach Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-8031-2484-0.
  • Mit Gott rechten. Das Leben der Glikl bas Judah Leib, genannt Glückel von Hameln. (Women on the Margins.) Wagenbach Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-8031-2485-9.
  • Leo Africanus. Ein Reisender zwischen Orient und Okzident. (Trickster Travels.) Wagenbach Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8031-3627-5.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website des Holberg International Memorial Prize 2010: Natalie Zemon Davis