National Rifle Association

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Dieser Artikel behandelt die NRA in den USA. Für die gleichnamige Organisation in Großbritannien siehe en:National Rifle Association of the United Kingdom.
National Rifle Association
(NRA)
Abzeichen der National Rifle Association (NRA)
Zweck: Sportschießen, sichere Handhabung von Schusswaffen, Lobbyorganisation
Vorsitz: David Keene
Gründungsdatum: 17. November 1871 in New York (Bundesstaat)
Mitgliederzahl: 4.200.000 Personen,

10.700 Vereinigungen

Sitz: Fairfax (Virginia), USA
Website: www.nra.org
Zentrale der NRA in Fairfax (Virginia)

Die National Rifle Association of America, auch kurz National Rifle Association (NRA; „Nationale Gewehr-Vereinigung“) wurde 1871 in den USA als Organisation für das Sportschießen und Training an Schusswaffen gegründet. Sie entwickelte sich bis 1977 zur Waffen-Lobby, die als eine der größten Interessengruppen zahlreiche politische Wahlen in den USA finanziell und propagandistisch beeinflusst.

Als ihr Ziel gibt sie an, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu verteidigen, besonders deren 2. Zusatzartikel. Diesen interpretiert sie als „garantiertes individuelles Recht aller US-Bürger auf Erwerb, Besitz, Tragen, Transport, Weitergabe und legitimen Gebrauch von Waffen, damit sie jederzeit ihre legitimen individuellen Rechte zur Selbsterhaltung und Verteidigung ihrer Familie, Person und ihres Eigentums ausüben und ebenso in einer angemessenen Miliz der allgemeinen Verteidigung der Republik und individuellen Freiheit ihrer Bürger dienen können.“[1] Daraus leitet die NRA die politische Opposition gegen fast jede Form gesetzlicher Waffenkontrolle ab. Sie bekämpft jede Lizenzierung, Registrierung und Wartefrist beim Kauf von Schusswaffen, das Verbot halbautomatischer Schusswaffen und jede Begrenzung von Munitionsmagazinen. Sie beansprucht, damit das Interesse nicht nur ihrer Mitglieder, sondern aller Jäger und Schusswaffenbesitzer in den USA zu vertreten.[2]

Bis 2010 stieg die Zahl der eingetragenen NRA-Mitglieder trotz zwischenzeitiger Rückgänge auf über vier Millionen.[3] 2010 gehörten zur NRA 9900 Schützenvereine und 51 Vereinigungen.[4]

Organisation[Bearbeiten]

Der NRA-Vorstand (Board of Directors) besteht aus 75 Mitgliedern, von denen sich je 25 beim Jahrestreffen der NRA zur Ab- oder Wiederwahl stellen. Wahlberechtigt sind alle, die seit mindestens fünf Jahren feste NRA-Mitglieder sind. Etwa 140.000 von 2,6 Millionen Mitgliedern (~ 4 %) nahmen Anfang der 1990er Jahre an diesen Wahlen teil. Kandidaten, die Kompromissbereitschaft gegenüber gesetzlicher Waffenkontrolle zeigten, hatten in der Regel keine Wahlchancen.[5]

Die eigentliche Führung oblag bis 1977 dem Management Committee, zu dem der für je ein Jahr gewählte Präsident und weniger als 10 Vorstandsmitglieder gehörten. Dieser Führungskreis bestimmte ein Nominating Committee, das die NRA-Mitglieder auswählte, die sich jährlich zur Wieder- oder Neuwahl stellen mussten. Beim Jahrestreffen in Cincinnati 1977 wurden diese vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidaten durch von der Mitgliederversammlung ausgewählte Kandidaten ersetzt, und das Management Committee wurde aufgelöst. Der bisherige Vizepräsident wurde direkt von der Versammlung gewählt und erhielt exekutive Vollmachten (Executive Vice President, EVP). Die politische Lobbyarbeit obliegt dem Institute for Legislative Action (ILA), das 1975 gegründet wurde. Dessen Direktor wurde 1977 direkt dem Vizepräsidenten unterstellt und erhielt damit dieselben Rechte wie der Chef der General Operations, dem er zuvor rechenschaftspflichtig gewesen war. Wesentliche Vereinsstatuten konnten seither nur noch durch eine Mitgliedervollversammlung geändert werden.[6] Nach der Entlassung des damaligen ILA-Direktors Neal Knox 1982 erreichte der Vorstand bei einer Mitgliederabstimmung eine Satzungsänderung, die ihm erneut das Recht gab, den Exekutiven Vizepräsidenten (EVP) selbst zu wählen.[7]

Seit 2003 werden die Präsidenten der NRA für je ein Jahr gewählt und können für maximal ein weiteres Jahr wiedergewählt werden. Sie haben anders als der jeweilige Vizepräsident und der ILA-Direktor nur repräsentative Aufgaben und Befugnisse. Folgende Personen hatten oder haben diese Führungspositionen in der NRA inne:

Präsident Exekutiver Vizepräsident Direktor der ILA
Ambrose Burnside (1871)
William Conant Church (1872–1882)
Ulysses S. Grant (1883)
Philip Sheridan (1884–1888)
George Wood Wingate (1888–1913)
Alexander Shaler (1913ff)
Winfield S. Hancock
E. L. Molineaux
Karl Frederick (1920ff)
- Franklin L. Orth (1959–1970) -
- Maxwell Rich (1970–1977) Harlon Carter (1975–1977)
- Harlon Carter (1977–1985) Neal Knox (1977–1982)
Howard Wallace Pollock (1984–1988) G. Ray Arnett (1985–1986) J. Warren Cassidy (1982–1986)
Joe Foss (1988–1990) J. Warren Cassidy (1986ff) Wayne LaPierre (1986–1991)
Marion P. Hammer (1995–1998) Gary L. Anderson (bis 1991) Tanya Metaksa (1994–1998)
Charlton Heston (1998–2003) - James Jay Baker (1998–2002)
Kayne Robinson (2003-2005) Wayne LaPierre (seit 1991) Chris W. Cox (seit 2002)
Sandra Froman (2005–2007)
John C. Sigler (2007–2009)
Ron Schmeits (2009–2011)
David Keene (seit 2011)

Die NRA hat neben dem ILA weitere Unterorganisationen, darunter die NRA-Foundation, die Sponsorenorganisation Friends of the NRA und die Wahlkampforganisation Political Victory Fund (PVF). Durch regelmäßige Spendenaufrufe und e-Mail-Kampagnen all dieser Unterorganisationen nahm die NRA 1994 70 Millionen US-Dollar ein. Hinter gestückelten Einzelspenden stehen auch industrielle Großspender, darunter 20.000 Waffenhändler und Waffenhersteller sowie einige reiche konservative Finanziers. Weitere 8,6 Millionen Dollar nahm die NRA 1993 durch Anzeigen der US-Waffenindustrie in ihren Vereinszeitungen ein. Die Waffenhändler warben ihrerseits bei Waffenkäufern für Spenden an die NRA; daraus stammen weitere Millionen jährlich. Durch Aufrufe an ihre Mitglieder, zweckbestimmte Spenden eines festgelegten Betrags direkt an den PVF zu überweisen, erhielt dieser von 1988 bis 1994 über 16,5 Millionen Dollar, die er legal als Wahlkampfspenden ausgeben durfte. Damit umging die NRA die damaligen gesetzlichen Höchstgrenzen für Einzelspenden an politische Interessengruppen. 1993/94 gab die NRA über ein Drittel aller von Parteien unabhängigen Wahlkampfgelder aus. Sie gilt damit als die größte[8] und effektivste Lobbygruppe der USA.[9]

Training und Erziehung[Bearbeiten]

Die NRA bietet viele verschiedene Kurse und Trainingsprogramme im Umgang mit Schusswaffen aller Art an, die auf besondere Zielgruppen zugeschnitten sind, darunter Kinder, Jugendliche, Frauen, Lehrkräfte, Jäger, Polizisten, Justizangehörige und Militärs. Sie ist deshalb als gemeinnützige Organisation in den USA anerkannt und von Steuern befreit. Schießwettbewerbe für Jugendliche etablierte sie seit 1903, Training für Jäger seit 1949, für Polizisten seit 1960. Manche Bundesstaaten verpflichten Jäger zur Teilnahme an NRA-Kursen. 2012 nahmen bis zu einer Million Jugendliche jährlich NRA-Kursangebote wahr. 10.000 Mitglieder der Strafverfolgungsbehörden erhielten ein NRA-Zertifikat als Ausbilder an Schusswaffen. Insgesamt trainieren heute 55.000 zertifizierte NRA-Ausbilder etwa 750.000 Schusswaffenbesitzer jedes Jahr. Für Frauen gibt es das Programm Refuse to be a Victim („Weigere dich ein Opfer zu sein“).[10]

Die NRA gibt mehrere monatliche Zeitschriften für ihre verschiedenen Zielgruppen heraus, die Mitglieder kostenlos erhalten: American Rifleman, American Hunter, Americas First Freedom (1997 bis 2002 unter dem Namen American Guardian), Woman's Outlook.[11]

Für Kinder vom Vorschulalter bis zur sechsten Klasse bietet die NRA seit 1988 ein Programm mit dem Maskottchen Eddie Eagle an. Es soll Kinder zum vorsichtigen Umgang mit Schusswaffen erziehen, um Schussunfälle zu vermeiden. Das Programm wird als Werbung für die Waffenindustrie kritisiert, das eine Waffenkultur unter Jugendlichen etablieren und so zukünftige NRA-Mitglieder rekrutieren soll.[12] Es mache Kinder für den sicheren Umgang mit Waffen verantwortlich, anstatt Erwachsene zu verpflichten, Waffen für Kinder unzugänglich aufzubewahren. Gleichzeitig bekämpfe die NRA alle gesetzlichen Schritte, die Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Waffen erschweren oder verbieten.[13]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Der Journalist William Conant Church und der Jurist George Wood Wingate, zwei ehemalige Offiziere des US-Heeres im Sezessionskrieg, gründeten die NRA der USA am 17. November 1871 im Bundesstaat New York nach dem Vorbild der 1860 gegründeten britischen NRA als Schützenverein. Sie wollten die Treffsicherheit von Reservisten der Milizen (der späteren US-Nationalgarde) und Zivilisten verbessern und den allgemeinen Schießsport fördern, um die Kriegsbereitschaft der US-Bürger auch in Friedenszeiten wachzuhalten. Sie reagierten damit auf die industrielle Massenproduktion von damals neuen Hinterlader- und Repetierwaffen, die schnelleres Abgeben mehrerer Schüsse über längere Entfernungen erlaubten und präzises Zielen erforderten. Sie warben für den privaten Kauf solcher Waffen, der nach dem US-Bürgerkrieg einen enormen Aufschwung nahm.[14]

Der erste NRA-Präsident, der ehemalige Oberbefehlshaber der Potomac-Armee Ambrose Burnside, erreichte 1872, dass die Regierung von New York der NRA 25.000 US-Dollar (drei Viertel des Preises) zum Kauf eines Schießübungsplatzes auf Long Island spendete. Dort fand 1874 vor etwa 8000 Zuschauern der erste NRA-Schießwettbewerb mit einer Auswahl von US-Milizen gegen eine Auswahl irischer Schützen statt. Waffenfabrikanten wie Remington Arms und Sharps bauten dazu eigens besonders zielgenaue Gewehre, stifteten die Hauptpreise, darunter ein hochwertiges vergoldetes Winchester-Gewehr und ein Gatling-Repetiergeschütz, und zahlten für NRA-Clubs die Eintrittspreise. Doch nachdem die US-Armee 1879 eine eigene Organisation für Schusswaffenübungen gegründet hatte, stellte der neue Gouverneur New Yorks Alonzo B. Cornell die Finanzhilfen für die NRA 1880 ein.[15]

Nach William Church wurde der frühere US-Präsident Ulysses S. Grant 1883 NRA-Präsident. Er diente als Aushängeschild, um ihr Ansehen zu steigern.[16] 1892 musste die NRA ihren Übungsplatz jedoch dem Bundesstaat New York abtreten und die Schießwettbewerbe einstellen. 1901 gründete sie sich neu und verpflichtete sich, als nationale Bürgerorganisation nie mehr von einem Bundesstaat abhängig sein zu wollen.[17]

Sportschützen- und Jagd-Vereinigung[Bearbeiten]

Seit 1906 bot die NRA Schusswaffentraining für Jugendliche an. 1907 verlegte sie ihr Hauptquartier nach Washington, D.C.. 1909 ergänzte sie ihre Statuten: Diese erlaubten dem US-Verteidigungsminister sowie den Kommandeuren der Marine und der Nationalgarde fortan, bis zu fünf Vorstandsmitglieder der NRA zu berufen. Seit 1912 gewährte der US-Kongress der NRA Finanzhilfen für ihre jährlichen Schießwettbewerbe. Ein Gesetz von 1916 gewährte 300.000 US-Dollar Staatshilfe für ziviles Waffentraining. Bis Ende der 1920er Jahre wuchs die Zahl der NRA-Mitglieder auf 3500 und die zur NRA gehörigen Schützenvereine auf über 2000.[18]

Das auf Empfehlung der NRA 1903 gegründete National Board for the Promotion of Rifle Practice („Nationalrat zur Förderung von Schusswaffen-Übung“) bestand zu über einem Drittel aus NRA-Mitgliedern. Es ließ Schützenplätze für Zivilisten bauen und dafür werben. 1905 setzte es ein Gesetz durch, dass den Verkauf von überschüssigen Armeewaffen und Munition an Schützenvereine erlaubte, die den NRA-Regeln genügten und von ihr gefördert wurden. Ab 1910 erlaubte dieses Gesetz die kostenfreie Abgabe von Armeewaffen an NRA-geförderte Schützenvereine. Ab 1912 finanzierte der US-Kongress die jährlichen Schießwettbewerbe der NRA mit, ab 1913 ließ er jährlich 1000 US-Soldaten daran teilnehmen. Diese Fördermaßnahmen wurden im Ersten Weltkrieg ausgesetzt, aber unmittelbar danach fortgesetzt. Ab 1924 erhielten nur noch eingetragene NRA-Mitglieder Schusswaffen der US-Armee. Bis 1939 überließ diese NRA-Vereinen 200.000 Waffen.[19]

Das erste Waffenkontrollgesetz eines Bundesstaates in den USA, das Sullivan Law New Yorks von 1911, sah die polizeiliche Registrierung von Handfeuerwaffen vor, um Kriminellen den Waffenkauf zu erschweren. Die NRA opponierte im Vorfeld dagegen, versuchte aber nicht, das beschlossene Gesetz zu revidieren, da sie von Staatsgeldern abhängig war. Nach Bandenkriegen mit vielen Todesopfern in den 1920er Jahren erwog der US-Kongress ein erstes nationales Waffengesetz. Der Entwurf des Justizministeriums für diesen National Fire Arms Act von 1934 verpflichtete jeden Käufer von Handfeuerwaffen, Maschinengewehren und Gewehren mit abgesägtem Lauf dazu, den Kauf zu beantragen und sich mitsamt Fingerabdruck polizeilich überprüfen zu lassen. Ausgefallene Waffentypen sollten mit einer hohen Steuer belegt werden, Waffenscheine sollten Vorbesitzer vermerken. Mit einer Briefkampagne ihrer Mitglieder erreichte die NRA, dass der US-Kongress stattdessen einen von ihren Lobbyisten verfassten Kompromissentwurf ohne generelle Hintergrundchecks annahm.[20]

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdreifachte die NRA ihre Mitgliedszahl durch die Aufnahme vieler der neun Millionen heimgekehrten Ex-Soldaten. Weil diese eher am Jagdsport als an Schießwettbewerben interessiert waren, förderte die NRA sie mit besonderen Kursangeboten, die auch das schlechte Image der Kriegsveteranen bei ländlicher Zivilbevölkerung verbessern sollten. Dabei wandelte sich die NRA allmählich von einer regierungsnahen paramilitärischen Trainingsorganisation zu einer Interessenvertretung aller zivilen Waffenbesitzer in den USA.[21]

Nach dem Mord an US-Präsident John F. Kennedy, der 1963 mit einer von der NRA schriftlich bestellten, per Post versandten Handfeuerwaffe durchgeführt wurde, legte ein Ausschuss dem Kongress den Entwurf für den Gun Control Act (GTA) vor. Dieser beschloss das Gesetz 1968 nach den weiteren Morden an Martin Luther King und Robert F. Kennedy. Es verbot den Waffenverkauf auf Fernbestellung und über Bundesstaatsgrenzen hinweg sowie den Import minderwertiger ausländischer „Nichtsportwaffen“, hob das Mindestalter für den Kauf auf 21 Jahre an und ließ die Kaufberechtigung per Fragebogen überprüfen. Damit verschärfte der Kongress einen Entwurf der NRA.[22]

Der damalige Vizepräsident der NRA, General Franklin Orth, befürwortete das Gesetz vor dem Kongress: Kein geistig gesunder US-Bürger könne ablehnen, jenes Werkzeug gesetzlich kontrollieren zu lassen, mit dem der US-Präsident ermordet worden sei. Damit zog er heftigen Protest einer jüngeren Minderheit in der NRA auf sich, die jede staatliche Waffenkontrolle strikt ablehnte. Ihr Sprecher war Harlon Carter, der 1951 in den NRA-Vorstand gewählt worden war.

Ab 1972 verhinderte die NRA effektive staatliche Waffenkontrollen, indem sie US-Kongressabgeordnete dazu bewog, Finanzmittel und Ausstattung für das neu eingerichtete Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms (BATF) kürzen zu lassen.[23] 1975 gründete die NRA zur Einflussnahme auf staatliche Gesetzgebung die Unterorganisation Institute for legislative action (ILA) und ernannte Harlon Carter zu deren Chef. Einige Jahre zuvor hatte sie ihren zentralen Schießübungsplatz nach Camp Perry, Ohio, verlegt. Die US-Armee subventionierte ihre nationalen Schießwettbewerbe damals mit jährlich drei Millionen US-Dollar und stellte jeweils 5000 Soldaten dazu bereit. Wegen des kostenintensiven Vietnamkrieges plante Senator Edward Kennedy, diese Finanzierung aus dem US-Verteidigungsetat zu streichen. Deshalb kaufte der NRA-Vorstand in New Mexico vorsorglich einen Landstrich für Schießwettbewerbe, Zeltlager, Überlebenstrainings- und Umweltkurse und plante, dieses Gelände von National Shooting Center auf National Outdoor Center umzubenennen. Ferner wollte der Vorstand das NRA-Hauptquartier nach Colorado Springs verlegen. Diese Pläne stießen bei Carter und seinen Anhängern in der NRA auf erbitterten Widerstand. Sie sahen darin einen Kurswechsel der NRA zu einem reinen zivilen Sportverband.

Als Lobbyorganisation[Bearbeiten]

Im November 1976 entließ der NRA-Vorstand 76 Angestellte, von denen die meisten zu Carters Anhängern gehörten. Daraufhin trat dieser von seinem Amt als ILA-Chef zurück. Zum folgenden Jahrestreffen 1977 in Cincinnati organisierte er eine Mitgliedermehrheit, die mit vorbereiteten Anträgen die Änderung der NRA-Statuten, mehr Mitspracherechte für einfache Mitglieder und die Abwahl der meisten älteren Vorstandsmitglieder erzwang sowie deren Pläne für das Hauptquartier und Übungsgelände stoppte. Carter wurde zum neuen Exekutivpräsidenten der NRA gewählt und erklärte den Beginn einer neuen Ära in der NRA-Geschichte.[24] Damit hatte sich die NRA zur politischen Waffenlobby in den USA entwickelt, deren Rolle sie von nun an kompromisslos einnahm.[25]

Von 1977 bis 1983 wuchs die NRA von einer auf 2,6 Millionen Mitglieder. Bei der US-Präsidentenwahl 1980 unterstützte sie erstmals in ihrer Geschichte einen der Kandidaten, Ronald Reagan. Dieser war lebenslang NRA-Mitglied, hatte als Gouverneur von Kalifornien den höchsten internen NRA-Preis gewonnen und opponierte schon im Wahlkampf gegen jede gesetzliche Waffenkontrolle. Er verkörperte bereits als Western-Schauspieler die Werte von Eigenverantwortung, Unabhängigkeit, Kampfbereitschaft und Patriotismus, die die NRA als uramerikanische Werte propagierte. Sein Gegenkandidat Jimmy Carter hatte die NRA gegen sich aufgebracht, weil er als US-Präsident die Regierungsbehörde Department of Civil Marksmanship aufzulösen versuchte, das Jagen in einem Teil Alaskas verbot und einen Befürworter von Waffenkontrolle als Bundesrichter ernannte. Die NRA sah einen Kulturkampf zwischen modernen urbanen liberalen und traditionellen ländlichen konservativen Werten, zu deren Symbol sie das Recht jedes US-Bürgers auf Besitz und Tragen einer Schusswaffe erklärte. Sie deutete jede Waffenkontrolle, auch eine von Jimmy Carter vorgeschlagene Frist von 14 Tagen bis zur Erlaubnis eines beantragten Waffenkaufs, als heimliche Absicht, allen US-Bürgern ihre Waffen und damit ihr Recht auf Selbstverteidigung wegzunehmen. Dabei hatte die NRA eine Wartefrist beim Waffenkauf um 1975 noch selbst befürwortet.[26]

Im März 1981 schoss John Hinckley, Jr. mit einer Handfeuerwaffe, deren Teile importiert und legal in den USA zusammengesetzt worden waren, auf Reagan und seinen Pressechef James Brady. Danach erwog Reagan, das BATF aufzulösen und Waffengenehmigungen dem angesehenen United States Secret Service zu übertragen. Obwohl die NRA das BATF stets bekämpft hatte, lehnte sie Reagans Plan ab, da sie eine weit effektivere Waffenkontrolle durch diese mit Geheimagenten ausgestattete Strafverfolgungsbehörde befürchtete.[27]

Ab 1977 hatte die NRA die Rücknahme des Gun Control Act von 1968 angestrebt. Ein Entwurf des demokratischen Abgeordneten und NRA-Mitgliedes Harold Volkmer fand 1985 eine Mehrheit im US-Senat, den seit 1980 die Republikaner dominierten. 1986 fand der Firearms Owners Protection Act auch im US-Repräsentantenhaus eine Mehrheit. Er erlaubte wieder den privaten Verkauf von Gewehren über Staatsgrenzen hinweg, erleichterte den unregistrierten Privatverkauf und Verkauf durch Waffenhändler auf Waffenshows und hob Auflagen für Munitionsverkäufer auf. Er verbot dem BATF alle Maßnahmen, die eine zentrale Erfassung der Waffenbesitzer zur Folge gehabt hätten. Von zahlreichen Ergänzungsvorschlägen für Waffenkontrollen wurden nur ein Verkaufsverbot für Handfeuerwaffen zwischen Bundesstaaten und ein Verbot des Privatbesitzes von Maschinengewehren in das Gesetz aufgenommen. Die NRA investierte 1,6 Millionen Dollar in Werbung für den Entwurf und feierte dessen Verabschiedung als großen Erfolg ihrer Lobbyarbeit. Ihre Gegner, organisiert als Handgun Control, Incorporated (ab 1986 in Brady Campaign to Prevent Gun Violence umbenannt), feierten die Aufnahme einiger Kontrollbestimmungen als ihren Erfolg. Polizeiorganisationen hatten das Gesetz abgelehnt und waren von da an dauerhaft mit der NRA zerstritten.[28]

1981 wurde bekannt, dass Harlon Carter 1931 als Mörder eines mexikanischen Jugendlichen verurteilt, in der Revision aus formalen Gründen aber freigesprochen worden.[29] Er hatte das Verfahren in seinem NRA-Amt verschwiegen. Nach Medienberichten darüber behauptete er, es habe einer anderen Person mit ähnlichem Namen gegolten. Nachdem dies als Falschaussage bewiesen wurde, litt sein Ansehen in der NRA nicht.[30]

Im Wahlkampf zur US-Präsidentschaftswahl 1988 investierte die NRA über sieben Millionen US-Dollar für Werbung gegen den demokratischen Kandidaten Michael Dukakis.[31] Sie verbreitete mit einer Anzeigenkampagne dessen angebliche Aussage: „Ich glaube nicht an Waffen besitzende Leute.“ Darunter stand: „Sportsmänner gegen Dukakis.“ Das damalige NRA-Vorstandsmitglied Charlton Heston behauptete 1988 in Radio-Werbespots, Dukakis habe „alles getan, um ehrlichen Bürgern ihre Waffen wegzunehmen“. Dies wolle er nun in den ganzen USA tun. Dieses Risiko könnten Amerikaner nicht eingehen. Dukakis hatte als Gouverneur von Massachusetts 1976 mit einer Volksabstimmung vergeblich versucht, den Privatverkauf von Handfeuerwaffen, nicht Sportwaffen, zu verbieten.[32] Er bestritt die ihm zugeschriebene Aussage, verfehlte aber in vier Bundesstaaten, die sonst meist demokratische Bewerber gewählt hatten, knapp die Mehrheit. Das führen Historiker auf die NRA-Kampagne zurück.[33]

Von 1983 bis 1988 verloren 21 von der NRA finanziell und ideologisch unterstützte Kandidaten ihren Sitz im US-Senat; nur fünf NRA-gestützte Kandidaten gewannen einen Senatssitz. Analysten sahen eine fortschreitende Schwächung des NRA-Einflusses auf die Politik, weil die ländliche Mitgliederbasis allmählich schrumpfte und die Polizei in Großstädten eher für schärfere Waffenkontrolle eintrat. 1991 gab die NRA 10 Millionen US-Dollar (etwa 10 Prozent ihres Jahresetats) zur Mobilisierung ihrer Mitglieder gegen neue Gesetzesinitiativen zur Waffenkontrolle aus, die sie durch gleichzeitige Aufrufe zu Privatspenden ausglich.[34]

Der Wahlsieger von 1988, George H. W. Bush, war zum Wahlkampfbeginn in die NRA eingetreten und hatte Waffenkontrolle abgelehnt, diese im Amt aber moderat bejaht. Die NRA unterstützte seine Wiederwahl 1992 daher nicht. In einem Spendenaufruf von 1995 bezeichnete die NRA BATF-Angehörige als „brutale Gangster“ mit „Nazihelmen und schwarzen Sturmtruppenuniformen“.[35] Kurz darauf geschah der Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City (168 Tote), der dortigen Mitarbeitern des BATF und anderer Bundesbehörden galt. Daraufhin trat Bush wieder aus der NRA aus.[36] Der Attentäter Timothy McVeigh war bis 1992 NRA-Mitglied gewesen, hatte seine Briefe mit deren Werbeslogan „Ich bin die NRA“ gestempelt und gern Waffenshows und Treffen von Milizen besucht. Beim Jahrestreffen 1995 distanzierte sich der NRA-Vorstand von allen, die einen Krieg gegen die Regierung mit dem Verfassungsrecht auf Waffenbesitz rechtfertigten. Man sei nicht an Milizen beteiligt, entmutige aber auch niemand, seine Verfassungsrechte voll wahrzunehmen. Im selben Jahr wurde ein Milizgründer in den Vorstand wiedergewählt, ein weiterer erhielt einen NRA-Preis.[37]

Die NRA unterstützte 2000 und 2004 die Wahl und Wiederwahl von George W. Bush zum US-Präsidenten und beansprucht eine ausschlaggebende Rolle bei der Wählermobilisierung für die Kongresswahlen 2002 und 2006, die jeweils Mehrheiten für die Republikanische Partei ergaben. Mit den von Bush berufenen Bundesrichtern entschied das Verfassungsgericht der USA 2008, der zweite Verfassungszusatz beinhalte ein individuelles Recht der US-Bürger auf den Besitz und das Tragen von Waffen. Daraufhin erreichte die NRA mit ihrer Lobbyarbeit in vielen US-Bundesstaaten Gesetze, die US-Bürgern das verdeckte Tragen von Schusswaffen auch außerhalb ihrer Wohnsitze und für Angreifer potentiell tödliche bewaffnete Selbstverteidigung erlauben (siehe Stand-your-ground law) sowie Waffenhersteller vor Strafverfolgung und Schadensersatzansprüchen bei illegalem Gebrauch ihrer Produkte schützen.[38]

Kooperation mit der Waffenindustrie[Bearbeiten]

Als bedeutender Lobby-Erfolg der NRA gilt ein Gesetz von 2005, das die Hersteller von Waffen von der Haftung für missbräuchliche Verwendung freistellt. Es gilt als Rettung der Hersteller vor dem durch Produkthaftung drohenden Bankrott der Branche in den USA. Im selben Jahr begann die NRA ein Spendenprogramm, das sich an die Waffenhersteller richtet. In den folgenden Jahren nahm die Finanzierung der Vereinigung durch Mitgliederbeiträge und Kleinspenden ab und die direkte Unterstützung durch die großen Waffenhersteller zu.[39]

Obwohl die NRA John McCain 2001 wegen seiner Bejahung von Hintergrundchecks bei Waffenshows als Feind der US-Verfassung bezeichnet hatte, unterstützte sie seine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl 2008 und investierte weit über 10 Millionen US-Dollar gegen die Wahl seines demokratischen Konkurrenten Barack Obama. Diesen stellte die NRA, etwa in TV- und Radio-Werbespots sowie landesweiten Zeitungsannoncen, als akute Gefahr für das individuelle Recht der US-Bürger auf Waffenbesitz dar.[40] Im März 2011 lehnte die NRA eine Einladung Obamas zu einem Dialog über die effektive Anwendung bestehender Waffenkontrollgesetze ab.[41]

Im November 2011 lehnte die NRA einen Vorstoß der UN ab, mit ihren Mitgliedsstaaten das Vertrag über den Waffenhandel (ATT) zur Regelung des internationalen Handels mit konventionellen Waffen auszuhandeln. Wayne LaPierre behauptete gegen den Wortlaut des Vertragsentwurfs und dessen notwendige Ratifizierung im US-Kongress, damit könne und wolle die UN das Verfassungsrecht der US-Bürger auf Waffenbesitz aufheben.[42] 51 Senatoren und 130 Abgeordnete des US-Kongresses unterzeichneten eine Protestpetition der NRA gegen den Vertrag. Dessen Scheitern in der UN im Juli 2012 verbuchte die NRA als ihren Erfolg.[43]

Aktuelle Kontroversen[Bearbeiten]

Mehrere Organisationen in den USA bekämpfen die NRA und ihre politischen Ziele seit deren Wendung zum Lobbyismus 1977: darunter die Brady Campaign to prevent Gun Violence (seit 1986), das Violence Policy Center (seit 1992)[44], die Mayors against illegal Guns[45] sowie verschiedene Vereinigungen von Schusswaffen-Opfern, darunter die Gun Victims Action[46] und die im Januar 2013 von dem Attentatsopfer Gabrielle Giffords und ihrem Ehemann Mark Kelly gegründete Gruppe Americans for Responsible Solutions.[47] Zu prominenten Gegnern der NRA gehören einige Hollywood-Schauspieler[48], der Filmemacher Michael Moore mit seinem Film Bowling for Columbine, der ehemalige Bürgermeister von New York City Michael Bloomberg,[49] die Senatoren Dianne Feinstein (Kalifornien), Charles Schumer (New York) und andere.

Die NRA forderte wiederholt, etwa nach dem Amoklauf an der Virginia Tech (2007) und dem Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School (Newtown, Connecticut, 14. Dezember 2012), die weitere Lockerung und Beseitigung bestehender Waffenkontrollgesetze. Sie verlangt die Aufhebung von Waffenverboten in öffentlichen Räumen wie Schulen, Universitäten, Kinos und Krankenhäusern, um gesetzestreuen US-Bürgern dort direkte Selbstverteidigung gegen etwaige Amokschützen und andere Gewalttäter zu ermöglichen. Wayne LaPierre forderte am 21. Dezember, Schulen die Einstellung bewaffneter Wächter und Schullehrern das Tragen von Schusswaffen im Unterricht zu erlauben.[50]

US-Präsident Barack Obama, der sich im Wahlkampf zu seiner Wiederwahl im November 2012 nicht zu Waffenkontrolle geäußert hatte, setzte im Dezember 2012 eine Kommission zum Anhören betroffener Interessengruppen, darunter der NRA, und Erarbeiten praktikabler Gesetzesvorschläge für besseren Schutz vor Schusswaffengewalt ein. Er forderte vom US-Kongress am 17. Januar 2013 gesetzliche Schritte zur schärferen Waffenkontrolle, darunter ein Verbot aller automatischen und halbautomatischen Schusswaffen, eine Begrenzung von Munitionsmagazinen auf 10 Patronen, Hintergrundchecks (polizeiliche Überprüfung etwaiger Strafregister) für alle Waffenkäufer und Fördermittel zur Untersuchung psychisch Kranker. Er erließ 23 entsprechende Exekutivanordnungen. Er empfahl den Kongressabgeordneten beider Parteien, sich eher um den Schutz der Kinder zu sorgen als um ihre Beurteilung durch die NRA. Diese lehnte alle seine Vorschläge umgehend ab und kündigte an, entsprechende Gesetzesinitiativen im US-Kongress strikt und dauerhaft zu bekämpfen.[51]

Eine Mehrheit der US-Bürger, darunter auch Waffenbesitzer, Wähler der Republikaner und NRA-Mitglieder, lehnten diese NRA-Position ab und befürworten wie schon 2009[52] ein Verbot von halbautomatischen Schusswaffen und Hintergrundchecks von Waffenkäufern.[53] Nachdem direkt nach dem Massaker an der Sandy Hook Grundschule zunächst die Gegner der NRA aufholten,[54] stiegen die Zustimmungsraten für die NRA laut einer Studie von Forbes Insight in der US-Bevölkerung sowohl nach der Rede von Wayne LaPierre als auch nach der Rede von Obama im Januar 2013.[55]

Die Gesetzesinitiativen zum Verbot von halbautomatischen Gewehren und Begrenzung von Munitionsmagazinen scheiterten am Widerstand der NRA und wurden im US-Kongress nicht zur Abstimmung gestellt. Auch ein parteiübergreifend erarbeiteter Gesetzesentwurf zur Ausweitung von Hintergrundchecks wurde im US-Senat am 18. April 2013 mit einer Sperrminorität von 46 Nein-Stimmen gegen 54 Ja-Stimmen abgelehnt. Die NRA hatte Senatoren beider Parteien, deren Wiederwahl ansteht, mit öffentlicher Abwertung gedroht, falls sie dem Entwurf zustimmten.[56] Sie beeinflusste 51 Prozent aller Abgeordneten des derzeitigen US-Kongresses mit Spenden, drohte einigen mit Spendenentzug und finanzierte verdeckt mehrere Anzeigenkampagnen gegen die vorgeschlagenen Waffenkontrollgesetze.[57] Beim Jahrestreffen der NRA am 4. Mai 2013 feierten die Teilnehmer, darunter mehrere prominente Republikaner und Präsidentschaftskandidaten, das Scheitern der Gesetzesinitiativen zur Waffenkontrolle als großen Sieg. Umfragen zeigten teils erhebliche Einbußen an Wählerzustimmung für die Senatoren, die am 18. April mit Nein gestimmt hatten.[58]

Literatur[Bearbeiten]

  • Brian Anse Patrick: The National Rifle Association and the Media: the motivating Force of negative Coverage. Peter Lang, 2002, ISBN 0-8204-5122-3
  • Brian Anse Patrick: The National Rifle Association and the media: the motivating force of negative coverage. Peter Lang, New York 2002, ISBN 0-8204-5122-3
  • Tom Diaz: Making a Killing: The Business of Guns in America. New Press, 2000, ISBN 1-56584-567-6
  • Glenn H. Utter (Hrsg.): Encyclopedia of Gun Control and Gun Rights. Oryx Press, Phoenix, Arizona 2000, ISBN 1-57356-172-X
  • Joseph P. McGarrity, Daniel Sutter: A Test of the Structure of PAC Contracts: An Analysis of House Gun Control Votes in the 1980s. In: Southern Economic Journal, Band 67 (2000)
  • Robert J. Spitzer: The Politics of Gun Control. Chatham House Publishers, 2. Auflage, New York 1998, ISBN 1-56643-072-0
  • John M. Bruce, Clyde Wilcox (Hrsg.): The Changing Politics of Gun Control. Rowman and Littlefield, Lanham 1998, ISBN 0-8476-8615-9
  • Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. University of Iowa Press, 2. Auflage 1998, ISBN 0-87745-646-1
  • Jack Anderson: Inside the NRA: Armed and Dangerous. Dove, Beverly Hills 1996, ISBN 0787106771
  • Wilbur Edel: Gun Control: Threat to Liberty or Defense against Anarchy? Praeger Publishers, Westport 1995, ISBN 0-275-95145-6
  • Wayne LaPierre: Guns, Crime, and Freedom. Regnery, Washington, D.C. 1994, ISBN 0-89526-477-3
  • Pauline Gasdow Brenan, Alan J. Lizotte, David McDowall: Guns, Southernness, and Gun Control. In: Journal of Quantitative Criminology 9, Nr. 3 (1993), S. 289–307
  • Joshua Sugarmann: National Rifle Association: Money, Firepower, and Fear. National Press Books, Washington D.C. 1992, ISBN 0-915765-88-8
  • Laura I. Langbein, Mark A. Lotwis: Political Efficacy of Lobbying and Money: Gun Control in the U.S. House, 1986. In: Legislative Studies Quarterly 15 (1990), S. 413–440
  • James B. Trefethen, James E. Serven: Americans and Their Guns: The National Rifle Association Story Through Nearly a Century of Service to the Nation. Stackpole Books, Harrisburg 1967

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: National Rifle Association – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Foundation for Public Affairs (Hrsg.): Public interest profiles, 1988–1989. Congressional Quarterly, Washington D.C. 1988, ISBN 0-87187-461-X, S. 166
  2. Douglas S. Weil, David Hemenway (Harvard School of Public Health, Violence and Victims, Vol. 8, No. 4, 1993) „I Am the NRA“: An Analysis of a National Random Sample of Gun Owners (PDF-Datei; 833 kB)
  3. Marcus E. Ethridge, Howard Handelman: Politics in a Changing World: A Comparative Introduction to Political Science. Wadsworth, 2011, ISBN 1-111-83253-6, S. 145
  4. Gregg Lee, Ph.D. Carter: Guns in American Society. ABC-CLIO, 2. Auflage 2012, S. 466
  5. New York Times, 12. März 1992: Hurt in Gun-Control War, N.R.A. Rejects Retreat
  6. Chris Knox (Hrsg:): Neal Knox - The Gun Rights War. MacFarlane Press, 2009, ISBN 0-9768633-0-8, S. 298–300
  7. Ronald J. Hrebenar: Interest Group Politics in America. M E Sharpe Inc, 1997, ISBN 1-56324-703-8, S. 50
  8. Jan E. Dizard, Stephen P. Andrews, Robert Merrill Muth: Guns in America: A Historical Reader. New York University Press, 1999, ISBN 0-8147-1879-5, S. 239-242
  9. Steffen W. Schmidt, Barbara A. Bardes: American Government and Politics Today. Wadsworth Inc Fulfillment, 2011, ISBN 0-495-91066-X, S. 250
  10. Chris Miller, Steven Harmon: The U.S. Justice System 3 Volume Set: An Encyclopedia. ABC-Clio, 2011, ISBN 1-59884-304-4, S. 628f.
  11. Brian Anse Patrick: Rise of the Anti-Media: In-Forming America's Concealed Weapon Carry Movement. Lexington Books, 2010, ISBN 0-7391-1886-2, S. 147
  12. John Boghosian Arden: America's Meltdown: The Lowest-Common-Denominator Society. Praeger Frederick, 2003, ISBN 0-275-97639-4, S. 83
  13. Deborah Homsher: Women and Guns: Politics and the Culture of Firearms in America. M E Sharpe, 2001, ISBN 0-7656-0679-8, S. 301
  14. Richard Bernstein, Michael A. Bellesiles: Arming America: The Origins of a National Gun Culture. Soft Skull Press, 2003, S. 580
  15. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 23-26
  16. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 41
  17. Josh Sugarmann: National Rifle Association: Money, Firepower & Fear. CreateSpace, 2010, ISBN 1-4515-0022-X, S. 27
  18. Earl Mcdowell: America's Great Gun Game: Gun Ownership vs. American's Safety. iUniverse, 2007, ISBN 0-595-43032-5, S. 32
  19. Carol Vinzant: Lawyers, Guns, and Money: One Man's Battle with the Gun Industry. Palgrave Macmillan, 2005, ISBN 1-4039-6627-3, S. 64
  20. Carol Vinzant: Lawyers, Guns, and Money: One Man's Battle with the Gun Industry. 2005, S. 65
  21. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 27f.
  22. Carol Vinzant: Lawyers, Guns, and Money: One Man's Battle with the Gun Industry. 2005, S. 66
  23. Carol Vinzant: Lawyers, Guns, and Money: One Man's Battle with the Gun Industry. 2005, S. 66
  24. Washington Post: How NRA’s true believers converted a marksmanship group into a mighty gun lobby, 12. Januar 2013
  25. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 34-36
  26. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 39-45 und S. 194
  27. Carol Vinzant: Lawyers, Guns, and Money: One Man's Battle with the Gun Industry. 2005, S. 68
  28. Gregg Lee Carter (Hrsg.): Guns in American Society: An Encyclopedia of History, Politics, Culture, and the Law. ABC-Clio, 2002, ISBN 1-57607-268-1, S. 437
  29. New York Times: Harlon B. Carter, Longtime Head Of Rifle Association, Dies at 78, 22. November 1991
  30. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 30-33
  31. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 142
  32. Kathleen Hall Jamieson: Packaging The Presidency: A History and Criticism of Presidential Campaign Advertising. Oxford University Press, 1996, ISBN 0-19-508942-1, S. 477
  33. Gregg Lee Carter (Hrsg.): Guns in American Society: An Encyclopedia of History, Politics, Culture, and the Law. 2002, S. 514
  34. Osha Gray Davidson: Under Fire: The NRA and the Battle for Gun Control. 1998, S. 142
  35. Peter Squires: Gun Culture or Gun Control? Firearms and Violence: Safety and Society. Routledge, 2000, ISBN 0-415-17087-7, S. 118
  36. Gregg Lee Carter (Hrsg.): Guns in American Society: An Encyclopedia of History, Politics, Culture, and the Law. 2002, S. 664
  37. Adam Winkler: Gun Fight. The Battle Over the Right to Bear Arms in America. W. W. Norton & Company, 2011, S. 102
  38. Roger Chapman: Culture Wars: An Encyclopedia of Issues, Viewpoints, and Voices. M E Sharpe, 2009, ISBN 0-7656-1761-7, S. 391
  39. Forbes: The NRA Industrial Complex, 23. Juli 2012
  40. Dennis A. Henigan: Lethal Logic: Exploding the Myths That Paralyze American Gun Policy. Potomac Books, 2009, ISBN 1-59797-356-4,S. 13
  41. Meredith Jessup, TheBlaze.com, 15. März 2011: NRA Refuses to Meet With Obama on Gun Control
  42. Craig Whitney: Living with Guns: A Liberal's Case for the Second Amendment. Public Affairs Press, 2012, ISBN 1-61039-169-1, S. 248f.
  43. Amy Goodman, Denis Moynihan: The Silenced Majority: Stories of Uprisings, Occupations, Resistance, and Hope. Haymarket Books, 2012, ISBN 1-60846-231-5, S. 319
  44. Roger Chapman: Culture Wars: An Encyclopedia of Issues, Viewpoints, and Voices. 2009, S. 391; Presseerklärungen des VPC
  45. Statements of Mayors against Illegal Guns Co-Chairs On National Rifle Association Press Conference, 21. Dezember 2012
  46. Gun Victims Action: Überblick über Forderungen und NRA-Strategie
  47. Paul Harris (The Guardian, 8. Januar 2013): Gabby Giffords campaigns against NRA with new gun control organisation
  48. Rebecca Macatee (eonline.com, 21. Dezember 2012): Hollywood vs. NRA: Kristen Bell, Denis Leary, Tom Colicchio & More Rip Post-Sandy Hook Pro-Gun Speech
  49. Lauren Effron (ABC News, 20. Dezember 2012) Bloomberg Blasts NRA: 'Connecticut Is Because of Some of Their Actions'
  50. US-Waffenlobby will Schulen mit bewaffneten Wachen schützen
  51. Ewen MacAskill, Ed Pilkington (guardian.co.uk, 17. Januar 2013): NRA promises 'fight of the century' over Obama's bold gun control plan
  52. A Survey by Dr. Frank Luntz/ Word DoctorsCommissioned By Mayors Against Illegal Guns
  53. John Sides (Washington Post, 23. Dezember 2012): Gun owners vs. the NRA: What the polling shows
  54. Brett LoGiurato (Business Insider, 16. Januar 2013): In Just One Month, The NRA Has Torpedoed Its Reputation; Stephen Feller (Newsmax, 9. Januar 2013): PPP Poll: Support For NRA Dropped After Sandy Hook Shooting
  55. NRA Winning the Influence Battle Over Gun Control Forbes, 1. Februar 2013
  56. Talking Points Memo, 11. April 2013: NRA To Grade Lawmakers On Background Checks After All
  57. The Guardian, 19. April 2013: Gun control reform: all but three 'no' senators received pro-gun cash; Lee Drutman (Sunlight Foundation): NRA’s allegiances reach deep into Congress
  58. Julie Bykowicz (Bloomberg, 4. Mai 2013): NRA Celebrates Gun Control Defeat, Senators Face Backlash