Neidenbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Eifelkreis Bitburg-Prüm | |
| Verbandsgemeinde: | Kyllburg | |
| Höhe: | 470 m ü. NN | |
| Fläche: | 9,35 km² | |
| Einwohner: |
888 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 95 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54657 | |
| Vorwahl: | 06563 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BIT, PRÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 32 087 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktplatz 8 54655 Kyllburg |
|
| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Günther Theis | |
| Lage der Ortsgemeinde Neidenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm | ||
Neidenbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kyllburg an.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Neidenbach liegt etwa 45 km nördlich von Trier in der Kyllburger Waldeifel. Zur Ortsgemeinde gehören auch der Weiler Erntehof 2,5 km nordwestlich der Ortslage sowie die Wohnplätze Koppenweg, Maierhof, Nickelshof und Am Wasserfall.[2]
Geschichte[Bearbeiten]
Flurnamen und einige archäologische Funde deuten auf eine römische und fränkische Besiedelung der Gegend um Neidenbach. Ein Grenzstein, der an der Römerstraße Trier–Köln, die über die Höhen zwischen Neidenbach und Balesfeld verlief und im Gelände und auf topographischen Karten erkennbar ist,[3] trägt die Inschrift FINIS PAGI CARVCVM und weist damit auf eine Siedlung von anderweitig nicht unter diesem Namen bezeugten, mutmaßlich keltischen Caruces hin (siehe Carosgau).
Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1177 als Nidenbuch in einer Urkunde des Papstes Alexander III., in der erwähnt wird, dass Graf Fulco de Malberc dem Kloster Himmerod ein Allodium (Erbgut und Gutshof) mit allen Zubehören schenkt.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Neidenbach teils zu Kurtrier (Amt Kyllburg), teils zum Herzogtum Luxemburg (Herrschaft Malberg). Die Grundherrschaft stand dem Herrn von Malberg, Baron von Veyder, und dem Zisterzienserinnen-Kloster Sankt Thomas bei Kyllburg in gleichen Teilen zu. Die beiden Herren setzten ein gemeinschaftliches Gericht ein, von dem die luxemburgischen Untertanen nach Luxemburg, die trierischen nach Trier appellierten. 1531 wurden neun trierische und fünf luxemburgische, 1624 ebenfalls neun trierische, 1636 aber acht luxemburgische Feuerstätten (Haushalungen) gezählt. 1777 waren es acht trierische und zehn luxemburgische Feuerstätten.[4]
Auch in der sogenannten Franzosenzeit war der Ort geteilt, der zuvor luxemburgische Teil gehörte von 1795 bis 1814 zum Wälderdepartement, der zuvor trierische Teil gehörte von 1798 bis 1814 zum Saardepartement.[4]
Nach dem Wiener Kongress (1815) kam Neidenbach zum Königreich Preußen. Neidenbach gehörte, nun ungeteilt, zur Bürgermeisterei Malberg im 1816 neu gebildeten Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[5]
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Neidenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]
|
|
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Neidenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]
| Jahr | SPD | CDU | WGR | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | – | 5 | 7 | 12 Sitze |
| 2004 | 1 | 7 | 4 | 12 Sitze |
Vereine und Veranstaltungen[Bearbeiten]
Neben der Freiwilligen Feuerwehr Neidenbach mit Förderverein, Jugendfeuerwehr und inzwischen eigenständiger Feuerwehrkapelle sind in Neidenbach noch andere Vereine tätig. Dazu zählen
- VfL Neidenbach 1953
- VFS Neidenbach
- Dorf-Förderverein Neidenbach
- Kirchenchor Cäcilia Neidenbach
Obwohl Neidenbach keinen Karnevalsverein hat, richtet das Dorf alljährlich an Karneval die Kappensitzung in der Turnhalle mit einer Ausgabe für Erwachsene und einer Ausgabe für Kinder aus. Am Rosenmontag zieht ein Festzug mit Wagen, Musikern und Fußgruppen durch den Ort.
Am Sonntag nach Aschermittwoch pflegen die Jugendlichen des Ortes den alten Brauch des Hüttenbrennens.
Alljährlich finden im Sommer das Maibaumfest und die Kirchweih Peter & Paul Kirmes (moselfränkisch: Pittischdaach) im Ort statt.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Die Bevölkerung findet überwiegend außerhalb des Ortes eine Arbeitsstelle. Im Ort selbst gibt es neben einer Gaststätte und einem Frisör noch kleinere Einzelhandelsgeschäfte die der unmittelbaren dörflichen Bevölkerung dienen.
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Neidenbach auf der Website der Verbandsgemeinde Kyllburg
- Website über Neidenbach
- Neidenbach auf der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 64 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Link zur Römerstr. über Weblink Kulturelle Sehensw. erreichbar
- ↑ a b Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 169
- ↑ Georg Baersch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 23 (Google Books)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
Badem | Balesfeld | Burbach | Etteldorf | Gindorf | Gransdorf | Kyllburg | Kyllburgweiler | Malberg | Malbergweich | Neidenbach | Neuheilenbach | Oberkail | Orsfeld | Pickließem | Sankt Thomas | Seinsfeld | Steinborn | Usch | Wilsecker | Zendscheid
