Niederstedem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederstedem
Niederstedem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederstedem hervorgehoben
49.9302777777786.4975259Koordinaten: 49° 56′ N, 6° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 259 m ü. NHN
Fläche: 5,46 km²
Einwohner: 260 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54634
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 091
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Willi Niederprüm
Lage der Ortsgemeinde Niederstedem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Burscheid Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Niederstedem ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt in der Südwesteifel, etwa 5 km südlich des Zentrums der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet umfasst einen Teil des sogenannten „Bitburger Gutlandes“ und wird von der Bundesstraße 257 durchquert. Mit 71,5 % wird ein vergleichsweise hoher Anteil der 5,46 km² großen Gemarkung landwirtschaftlich genutzt, nur 9,8 % sind bewaldet. Innerhalb der Ortsgemeinde schwankt die Höhenlage zwischen 260 m ü. NHN und 290 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 893 im Prümer Urbar. Auf den Fluren „Alshöhe“ und „Im Grasmärchen“ zeugen Reste römischer Siedlungen und auf dem Flur „Auf der Zahl“ fränkische Grabfunde von einer sehr frühen, sesshaften Besiedelung des Gemeindegebietes. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand 893 statt, damals noch als „Stedeheym“. Eine begriffliche Trennung zwischen den heute nicht mehr zusammengehörenden Gemeinden Ober- und Niederstedem wurde ab 1528 vorgenommen. Die beiden Orte – in den Urkunden „Over et Nyederstedem“ – gehörten bis 1795 zur Propstei Bitburg im Herzogtum Luxemburg.

1848 wurden in Niederstedem 218 Einwohner in 22 Wohnhäusern verzeichnet, womit die Ortschaft auf dieselbe Größe wie sein Pfarr- und Verwaltungsort Messerich angewachsen war. Die unter preußischer Verwaltung im Jahre 1816 geschaffene Bürgermeisterei Messerich ging 1856 in der Bürgermeisterei Alsdorf auf, aus der später das Amt Wolsfeld entstand. Seit 1970 gehörte die Gemeinde verwaltungsmäßig der Verbandsgemeinde Bitburg-Land und seit 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Bei der Tanklagerexplosion bei Niederstedem am 23. September 1954 kamen durch die Explosion eines mit Flugzeugtreibstoff gefüllten Großtanks 29 Menschen ums Leben.[2]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederstedem besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die sechs Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf vier Wählergruppen.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die alte Bebauung des Ortes prägt das Ortsbild. Wahrzeichen ist die Filialkirche St. Jakobus, die sich bis in das Jahr 1140 zurückverfolgen lässt. Der Friedhof der Kirche ist mit Grabsteinen aus den Jahren 1880–1910 belegt. Aufgestellt ist dort ein Kriegerdenkmal, das den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet ist. Sehenswert sind auch drei über das Gemeindegebiet verteilte spätbarocke Wegekreuze. Als Naturdenkmäler ausgewiesen sind eine 150-jährige Kastanie, verschiedene alte Eichen und mehrere Weiden.

Siehe auch:

Niederstedem, St. Jakobus

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wie viele andere Gemeinden der Eifel ist Niederstedem landwirtschaftlich geprägt, so gibt es nach wie vor noch mehrere Haupterwerbslandwirte. Zwar pendeln die meisten Erwerbstätigen in die sehr nahe gelegene Kreisstadt Bitburg, in den Raum Trier oder nach Luxemburg, allerdings weist auch Niederstadem selber mit einigen Gewerbebetriebe eine geringe Anzahl von Arbeitsplätzen auf. Dazu gehören zwei Gasthäuser, eine Reparaturwerkstatt und eine RWE-Umspannanlage.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederstedem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der 27. September 1954. Trauerfeier für die Explosionsopfer in Niederstedem. in: Landeshauptarchiv Koblenz
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen