Regierungsbezirk Trier
| Basisdaten | |
|---|---|
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Verwaltungssitz: | Trier |
| Fläche: | 4.923 km² |
| Einwohner: | 512.990 (2001) |
| Bevölkerungsdichte: | 104 Einwohner/km² |
| Homepage: | - |
| Karte | |
Der Regierungsbezirk Trier war einer der drei Regierungsbezirke von Rheinland-Pfalz. Er umfasste den Westen des Landes. Mit der Umstrukturierung der Landesverwaltung zum 1. Januar 2000 wurden die Regierungsbezirke aufgelöst und die Bezirksregierungen in die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) bzw. Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGD) Nord und Süd überführt, die nunmehr für bestimmte Aufgabenbereiche im ganzen Land bzw. Landesteil und nicht mehr für alle Aufgaben innerhalb ihres bisherigen Bezirks zuständig sind. Ihre räumliche Zuständigkeit erstreckt sich daher teilweise auch auf das ganze Land. Der engere Zuständigkeitsbereich der SGD Nord umfasst das Gebiet des früheren Regierungsbezirks Trier zusammen mit dem früheren Regierungsbezirk Koblenz.
Im Jahre 1868 entstand im Auftrag der Königlichen Regierung zu Trier die Saar- und Mosel-Weinbau-Karte für den Regierungsbezirk Trier unter der Leitung des königlichen Kataster Inspectors Steuerrath Clotten. [1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ehemalige Verwaltungsgliederung 1999
| Landkreise | Kreisfreie Stadt | ||
|---|---|---|---|
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte des Regierungsbezirks Trier geht bis auf das Jahr 1816 zurück. Damals teilte das Königreich Preußen nach dem Wiener Kongress seine Provinzen in insgesamt 25 Regierungsbezirke ein, u.a. entstand somit auch der Regierungsbezirk Trier innerhalb der Provinz Großherzogtum Niederrhein, ab 1822 Rheinprovinz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Regierungsbezirk Trier 1946 Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz. Hier war er einer von zunächst fünf Regierungsbezirken. Die anderen waren Koblenz, Montabaur, Rheinhessen (Sitz in Mainz) und Pfalz (Sitz in Neustadt an der Weinstraße). Er umfasste zunächst den Stadtkreis Trier sowie die Landkreise Bernkastel (heute Landkreis Bernkastel-Wittlich), Bitburg (heute Eifelkreis Bitburg-Prüm), Daun (heute Vulkaneifel), Prüm (heute Eifelkreis Bitburg-Prüm), Saarburg (heute Trier-Saarburg), Trier (heute Trier-Saarburg)und Wittlich(heute Landkreis Bernkastel-Wittlich).
Vor dem Ersten Weltkrieg gehörte auch das heutige Saarland (bis auf den Saarpfalz-Kreis und Teile des Landkreises Sankt Wendel) zum Regierungsbezirk Trier. Nach dem Versailler Vertrag wurde das Saargebiet abgetrennt und 1920 unter Völkerbundmandat gestellt. Zum Saargebiet gehörte u.a. auch der überwiegende Teil des Kreises Merzig (später dann als Stammkreis Merzig bezeichnet). Bei Preußen und damit beim Regierungsbezirk Trier verblieb lediglich der sog. Restkreis Merzig-Wadern, der nun seinen Sitz in Wadern hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Stamm- und Restkreis Merzig 1946 wieder vereinigt und gehören seitdem zum Saarland, wo er seit 1964 unter der Bezeichnung Landkreis Merzig-Wadern geführt wird. In gleicher Weise wurde 1920 von dem an das Saargebiet gegebenen Landkreis Sankt Wendel der Restkreis St. Wendel-Baumholder abgetrennt, der beim Regierungsbezirk Trier verblieb. Dieser Restkreis wurde jedoch 1937 in den zum Regierungsbezirk Koblenz gehörenden Landkreis Birkenfeld eingegliedert.
Bei der Kreisreform, die in Rheinland-Pfalz zwischen 1969 und 1974 vollzogen wurde, wurden die Landkreise zu größeren Verwaltungseinheiten zusammengeschlossen. Von 1974 bis zu seiner Auflösung 2000 umfasste der Regierungsbezirk Trier somit die kreisfreie Stadt Trier und die oben genannten vier Landkreise.
Die Bezeichnung Region Trier wird auch nach Auflösung des Regierungsbezirkes von verschiedenen nichtstaatlichen Einrichtungen (IHK, Verkehrsverbund, Medien) für genau dieses Gebiet verwendet.
[Bearbeiten] Regierungspräsidenten
- 1816 – 1825: Daniel Heinrich Delius
- 1825 – 1831: Edmund Freiherr von Schmitz-Grollenburg
- 1831 – 1834: Ernst Freiherr von Bodelschwingh-Velmede
- 1834 – 1837: Adalbert von Ladenberg
- 1839 – 1842: Justus Wilhelm Eduard von Schaper
- 1842 – 1848: Rudolf von Auerswald
- 1849 – 1863: Wilhelm Sebaldt
- 1863 – 1865: Julius Freiherr von Schleinitz
- 1866 – 1870: Konstantin Friedrich von Gaertner
- 1870 – 1872: Adolf von Ernsthausen
- 1872 – 1881: Arthur Paul Ferdinand von Wolff
- 1881 – 1888: Berthold von Nasse
- 1888 – 1890: Albert von Pommer-Esche
- 1890 – 1899: Adolf von Heppe
- 1899 – 1903: Eduard zur Nedden
- 1903 – 1908: Alfred Georg von Bake
- 1908 – 1918: Constantin von Balz
- 1918 – 1920: Johann Wilhelm Momm
- 1920 – 1922: Hans Fuchs
- 1922 – 1936: Conrad Saassen
- 1936 – 1939: Adolf Varain (kommissarisch)
- 1939 – 1945: Heinrich Christian Siekmeier
- 1945 – 1958: Wilhelm Steinlein
- 1958 – 1964: Josef Schulte
- 1964 – 1973: Konrad Schubach
- 1973 – 1981: Julius Saxler
- 1982 – 1991: Gerhard Schwetje
- 1991 – 1997: Walter Blankenburg
- 1997 – 1999: Heinrich Studentkowski
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.add.rlp.de/ - Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD)
- http://www.sgdnord.rlp.de/ - Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord
- http://www.sgdsued.rlp.de/ - Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Koblenz (1816–1999) | Montabaur (1946–1968) | Pfalz (1946–1968) | Rheinhessen (1946–1968) | Rheinhessen-Pfalz (1968–1999) | Trier (1816–1999)