Oberägeri
| Oberägeri | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Zug (ZG) |
| Bezirk: | (Der Kanton Zug kennt keine Bezirke.) |
| BFS-Nr.: | 1706 |
| Postleitzahl: | 6315 |
| UN/LOCODE: | CH OGI |
| Koordinaten: | 689156 / 22123647.1361048.613887737Koordinaten: 47° 8′ 10″ N, 8° 36′ 50″ O; CH1903: 689156 / 221236 |
| Höhe: | 737 m ü. M. |
| Fläche: | 36.2 km² |
| Einwohner: | 5592 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 154 Einw. pro km² |
| Website: | www.oberaegeri.ch |
| Karte | |
Oberägeri ist eine politische Gemeinde im Kanton Zug in der Zentralschweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Das Hochtal liegt direkt am Nordufer des auf 724 m gelegenen Ägerisees. Die Nachbargemeinden Oberägeris sind Unterägeri, Sattel und Menzingen. Zu Oberägeri gehören auch die Orte Alosen, Böschi und Morgarten.
Verkehr [Bearbeiten]
Oberägeri liegt an der Hauptstrasse 381. Man kann Oberägeri heute mit der Buslinie 1 (Zug–Oberägeri) der Zugerland Verkehrsbetriebe erreichen. Zwei weitere Buslinien führen ins Umland: Nach Alosen und dem Ausflugsziel Raten führt die Linie 10. Nach Sattel kann man mit der Linie 9 gelangen, wo Anschluss an die SOB-Strecke Arth-Goldau–Biberbrugg besteht. Von 1912–1954 führte eine Strassenbahnlinie von Zug nach Oberägeri.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Die dreischiffige neugotische katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1905 bis 1908 nach den Plänen von August Hardegger erbaut. Sie ersetzte eine spätgotische Landkirche. Der Glockenturm wurde vom Vorgängerbau übernommen.
- Das 1496 geweihte Beinhaus St. Michael enthält den grössten im Kanton Zug erhalten gebliebenen spätgotischen Freskenzyklus.
- Das Pfrundhaus in Blockbauweise aus den Jahren 1610/1611 diente zunächst als Pfarrhaus, danach als Wohnsitz der Kapläne.
- Auf einer Hügelkuppe am Pilgerweg nach Einsiedeln liegt die um 1701 erbaute Kapelle der Einsiedelei St. Jost.[2]
Bilder [Bearbeiten]
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Alois Betschart (1926–1978), Volksmusiker
- Jakob Billeter (1630–1712), Pfarrer und Chronist des 17. Jahrhunderts[3][4]
- Johann Christian Iten, Kriegshauptmann des 16. Jahrhunderts, Anführer der Katholiken in der Schlacht am Gubel 1531.[3]
- Kaspar Heinrich (ca. 1585–ca. 1620), Ratsherr und Diplomat, 1595-97 Landvogt in Baden AG, 1610-12 Ammann des Standes Zug.[3][5]
- Johann Jakob Heinrich (1661−1720), Gemeindeschreiber und Ratsherr.[6]
- Josef Anton Heinrich (1702−1784), Sohn des Johann Jakob Heinrich,Politiker und Hauptmann.[7]
- Jakob Nussbaumer (1602–1668), Pfarrer
- Gerhard Pfister (* 1962), Politiker (CVP), wohnt in Oberägeri
- Jost Ribary (1910−1971), Komponist, Kapellmeister, Klarinetten- und Saxophonspieler.
- Eduard Rogenmoser (1885–1948) Fotograf und Posthalter in Alosen, Oberägeri
- Jakob Vetsch (Schweizer Mundartforscher und Schriftsteller, Dr. phil.I und Dr. iur.) lebte von 1934 bis zu seinem Tod im Jahre 1942 in Oberägeri und bekleidete noch das Amt des Gemeindepräsidenten.
- René Wicky (* 1941), Musikproduzent, Musikverleger und Akkordeonspieler.
- Peter Schorowsky (* 1964 in Hösbach; Pseudonym: Pe), war Schlagzeuger der Band Böhse Onkelz bis zu deren Auflösung (1980–2005).
- Luca Sbisa (* 1990 in Ozieri, Italien), ist Schweizer Eishockeyspieler bei den Anaheim Ducks in der National Hockey League
Literatur [Bearbeiten]
- Josef Grünenfelder: Schweizerische Kunstführer, Band 512: Oberägeri Pfarrkirche • Beinhaus • Pfrundhaus , Bern 1992, ISBN 3-85782-512-X
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ Einsiedelei/Kapelle St. Jost (Oberägeri). Abgerufen am 29. März 2009.
- ↑ a b c Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa - Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 20, Stichwort Oberägeri (Scan der Lexikon-Seite).
- ↑ Billeter, Jakob im Historischen Lexikon der Schweiz
- ↑ Heinrich, Kaspar im Historischen Lexikon der Schweiz
- ↑ Heinrich, Johann Jakob im Historischen Lexikon der Schweiz
- ↑ Heinrich, Josef Anton im Historischen Lexikon der Schweiz
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