Oliena

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Oliena
Kein Wappen vorhanden.
Oliena (Italien)
Oliena
Staat: Italien
Region: Sardinien
Provinz: Nuoro (NU)
Lokale Bezeichnung: Ulìana
Koordinaten: 40° 16′ N, 9° 24′ O40.2666666666679.4379Koordinaten: 40° 16′ 0″ N, 9° 24′ 0″ O
Höhe: 379 m s.l.m.
Fläche: 165,4 km²
Einwohner: 7401 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einw./km²
Postleitzahl: 08025
Vorwahl: 0784
ISTAT-Nummer: 091055
Volksbezeichnung: Olieanesi
Schutzpatron: S'Ignazio di lojola
Website: Oliena

Oliena (sardisch Uliana) ist eine Gemeinde mit 7401 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) im östlichen zentralen Sardinien.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt auf 379 m am Nordosthang des überwiegend aus weißen Kalkstein bestehenden Supramonte-Gebirges, dessen höchste Erhebung (der Monte Corrasi mit 1463 m s.l.m.) ist der Hausberg Olienas.

Die Nachbargemeinden sind: Dorgali, Nuoro und Orgosolo.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Weinbau in der Region wurde von Franziskanern und Jesuiten begründet.

Bei der Grotte "Su Gologone Sorgente Carsica"

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Wie in vielen sardischen Dörfern werden auch in Oliena zu vielen Anlässen Canti Sardi gesungen - traditionelle sardische Chorgesänge, bei denen 4 Tenores a cappella einen ergreifenden Klang produzieren. Dazu tanzt man teilweise traditionelle Rundtänze, diese können aber auch von Accordeon-Musik begleitet sein.

Blick vom Supramonte auf Oliena (vorne), oben die Provinzhauptstadt Nuoro

Bauwerke[Bearbeiten]

Es gibt ca. 10 Kirchen, die alle architektonisch recht einfach gehalten sind. Die Pfarrkirche des St. Ignatius von 1734 ist, wie die meisten Jesuitenkirchen Sardiniens mit je drei Seitenkapellen jedoch ohne profiliertes Querschiff gebaut. Im Innern steht eine Holzstatue des Begründers des Jesuitenordens des Hl. Ignatius von Loyola, der das Buch der „Constitutiones Societatis Jesu“ in den Händen hält. Ihm ist die Kirche geweiht. In der Sakristei hängt der "Retablo di San Cristoforo", der Einflüsse der Quattrocentomalerei Umbriens aufweist und ein Beispiel der populären Strömung unter den katalanischen Retabelmalern des späten 15. Jahrhunderts ist. Das Doppeltriptychon zeigt zwischen der Hl. Appolonia und dem Hl. Rochus den Hl. Christophorus, darunter die thronende Maria zwischen den Hll. Julius und Fabian. In der Predella sind Johannes der Täufer, der sardischen Hl. Georg von Suelli, Christus (Pietà), Nikolaus von Bari und der Hl. Gavinus von Torres (ebenfalls ein sardischer Heiliger) dargestellt.


Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Die Prozession zum Ostersonntag (S' Incontru) ist vermutlich die bekannteste in der Gegend.
  • Zu Cortes Apertas werden in den alten Höfen traditionelle Handwerke etc. vorgestellt.
  • Darüber hinaus gibt es Feste zu Ehren von San Lussurio (18.-24. August), S.Antonio (ein großes Lagerfeuer wird im Ort angezündet) und S.Giovanni (24. Juni).

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Es gibt keine nennenswerte Industrie in Oliena, im nahen Nuoro ist aber ein neues Gewerbegebiet entstanden.

Verkehr[Bearbeiten]

Von Oliena sind es nur 10 Kilometer bis in die Provinzhauptstadt Nuoro und 12 Kilometer bis zur Schnellstraße SS131dir.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kristine Jaath, Peter Höh: Sardinien. Reise Know-How Verlag, Rump 2006, ISBN 3-8317-1285-9, S.537f

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oliena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.