Orosei
| Orosei | ||
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Sardinien | |
| Provinz: | Nuoro (NU) | |
| Lokale Bezeichnung: | Orosei | |
| Koordinaten: | 40° 23′ N, 9° 42′ O40.3833333333339.7Koordinaten: 40° 23′ 0″ N, 9° 42′ 0″ O | |
| Fläche: | 90,4 km² | |
| Einwohner: | 6904 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 76 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 08028 | |
| Vorwahl: | 0784 | |
| ISTAT-Nummer: | 091063 | |
| Demonym: | Oroseini | |
| Schutzpatron: | San Giacomo Apostolo | |
Orosei ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Nuoro auf Sardinien mit 6904 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010).
Orosei liegt an der SS 125 "Orientale Sarda", der Küstenstraße, die Olbia mit Cagliari verbindet. Nach Bau der vierspurigen SS 131 hat die SS 125 ihre Bedeutung weitgehend verloren, was dem Ort sehr zugute kommt. Der Ort liegt im Mündungsdelta des Cedrino, an der Ostküste Sardiniens, ungefähr 3 km von Meer entfernt. Nach erfolgreicher Ausrottung der Malaria und Regulierung des Flusses Cedrino entwickelte sich Orosei ab 1950 rasch. 1931 lebten in Orosei etwa 2500, um 1970 aber schon über 4000 Personen.
Die Nachbargemeinden sind Dorgali, Galtellì, Onifai und Siniscola. Zur Gemeinde Orosei gehört auch der Ort Sos Alinos.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Bereich um Orosei war, wie einige Domus de Janas bezeugen bereits in der Jungsteinzeit (4000 - 3000 v. Chr.) besiedelt. Dass das Gebiet auch zur Zeit der bronzezeitlichen Nuraghenkultur bewohnt war, belegen die Nuraghen "Nurache’e Portu", "Rampino" und "Sa Linnarta".
Es ließen sich keine Spuren einer Anwesenheit von Phöniziern, Puniern, Römer, Vandalen und Byzantinern um Orosei finden, aber Orosei bestand in römischer Zeit unter dem Namen "Fanum Orisi". Vermutlich haben aber bereits Schiffe der Etrusker vor Posada angelegt, um Tauschhandel mit den Bewohnern des fruchtbaren Cedrino-Tals zu betreiben. Gegen Ende des 1. Jahrtausends gehört Orosei zum Judikat Gallura. 1017 befreit eine pisanische Flotte die kurz zuvor von den Arabern besetzte Insel. Erste Dokumente, die die Existenz Oroseis (in einigen Quellen Ursey, Urisè, Orixi, Orisei genannt) nachweisen, gehen auf das Jahr 1173 zurück. 1326 halten die Spanier des Hauses Aragon Einzug in Orosei. Sie führen die Feudalherrschaft ein. Bis zu ihrer Abschaffung im Jahr 1846 gehörte Orosei zur "Baronia di Galtellì y Encontrada de Orosei".
Im Jahre 1448 wird das Gebiet vom Baron Guiso aufgekauft. Vom 16. - 18. Jahrhundert kommt es immer wieder zu Überfällen von Seeräubern. Im Jahre 1549 zerstören muslimische Seeräuber Orosei fast völlig. Von 1746 bis 1782 kommt es zu einer Blüte der Hafentätigkeit. 1861 wird Sardinien und damit Orosei Teil Italiens.
Die Wirtschaft war bis vor wenigen Jahrzehnten hauptsächlich landwirtschaftlich ausgerichtet. Das regelmäßig überschwemmte Ackerland im Mündungsdelta des Cedrino lieferte dafür ungewöhnlich fruchtbaren, leicht zu bewässernden Boden. Seit in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts der Marmor- und Granitabbau begann, entwickelte sich auch eine Industrie, die qualitativ hochwertiges Gestein weltweit exportiert. Ab 1970 begann auch die touristische Entwicklung, so dass die Wirtschaft Oroseis auf 3 Säulen ruht.
Orosei gehört zum Nationalpark Gennargentu und Golf von Orosei, dessen Schutzgebiet sowohl Gebirgs- als auch Küstenzonen umfasst. Besonders bekannt sind die Strände von Osalla und Cala Liberotto, Sa Linnas Siccas, Cala Ginepro, Sa Mattanosa und Bidderosa.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
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