Ortona

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ortona (Begriffsklärung) aufgeführt.
Ortona
Wappen
Ortona (Italien)
Ortona
Staat: Italien
Region: Abruzzen
Provinz: Chieti (CH)
Koordinaten: 42° 21′ N, 14° 24′ O42.3514.472Koordinaten: 42° 21′ 0″ N, 14° 24′ 0″ O
Höhe: 72 m s.l.m.
Fläche: 70 km²
Einwohner: 23.425 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 335 Einw./km²
Stadtviertel Alboreto, Aquilano, Caldari, Colombo, Cucullo, Feudo, Fontegrande, Foro, Fossato, Gagliarda, Iurisci, Lazzaretto, Lido Riccio, Madonna delle Grazie, Ranchini, Riccio, Ripari Bardella, Rogatti, Ruscitti, San Donato, San Leonardo, San Marco, San Pietro, Santa Lucia, Savini, Tamarete, Vaccari, Villa Deo, Villa Grande, Villa Iubatti, Villa Pincione, Villa San Leonardo, Villa San Nicola, Villa San Tommaso, Villa Torre
Angrenzende Gemeinden Crecchio, Francavilla al Mare, Frisa, Miglianico, San Vito Chietino, Tollo
Postleitzahl: 66026
Vorwahl: 085
ISTAT-Nummer: 069058
Volksbezeichnung: Ortonesi
Schutzpatron: San Tommaso
Website: Ortona

Ortona ist eine Hafenstadt in der italienischen Provinz Chieti mit 23.425 Einwohnern und liegt an der adriatischen Küste etwa 22 Kilometer südlich der Stadt Pescara.

Eine massive Zitadelle aus der Zeit des Königreichs Neapel schützt die sehr reizvolle historische Altstadt, die sich auf einer geschützten Stelle oberhalb des Hafens befindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die sehr alte Stadt wurde 803 von den Franken erobert. Nach militärischen Zwischenspielen geriet die Stadt schließlich im 13. Jahrhundert unter neapolitanische Oberhoheit.

1258 wurden die Gebeine des Apostels Thomas nach Ortona überführt - ein Indiz dafür, dass die Stadt damals bedeutend gewesen sein muss. Sie liegen heute in der öffentlich zugänglichen Krypta in der Kirche San Tommaso (Saint Thomas).

1943 nach 6 Monaten Bombardement Ortonas durch die Alliierten, dem Durchbruch der Gustav-Linie, eine Verteidigungslinie der deutschen Wehrmacht südlich von Ortona, kam es vom 20. bis 28. Dezember zu einem längeren Gefecht zwischen deutschen Fallschirmjägern und Einheiten der 1. kanadischen Infanterie-Division (Schlacht um Ortona). Winston Churchill bezeichnete den mit äußerster Härte geführten Häuserkampf als "Stalingrad Italiens", da vergleichbar mit der russischen Stadt die Häuser fast völlig zerstört wurden.

Ein von der "SD Cinematografica" produzierter Dokumentarfilm "Ortona 1943: ein blutiges Weihnachtsgeschenk" erzählt die Hintergrundgeschichte der schwersten Zeit im zwanzigsten Jahrhundert.

Zum Gedenken an diese Zeit wurde 2006 ein Mahnmal für die gefallenen Kanadier, die im Soldatenfriedhof „Moro River Canadian War Cemetery“ im Süden der Stadt liegen, in der Innenstadt von Ortona errichtet. Die Schlacht um Ortona ist für die kanadische Armee eine der bedeutendsten und verlustreichsten Schlachten im Zweiten Weltkrieg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ortona – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.