Pee-Wee’s irre Abenteuer

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Filmdaten
Deutscher Titel Pee-Wee’s irre Abenteuer
Originaltitel Pee-wee’s Big Adventure
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 91 Minuten
Stab
Regie Tim Burton
Drehbuch Phil Hartman
Paul Reubens
Michael Varhol
Produktion Robert Shapiro
Richard Gilbert Abramson
Musik Danny Elfman
Kamera Victor J. Kemper
Besetzung
Synchronisation

Pee-Wee’s irre Abenteuer (Originaltitel: Pee-wee’s Big Adventure) ist eine US-amerikanische Abenteuer-Filmkomödie von Tim Burton aus dem Jahr 1985. Es war das Spielfilm-Debüt von Regisseur Tim Burton. Dem Film schloss sich 1988 die Fortsetzung Manege frei für Pee-Wee (OT: Big Top Pee-wee) an.

Handlung[Bearbeiten]

Der lebensfrohe Pee-Wee ist stolzer Besitzer eines roten Spezial-Fahrrads. Sein Nachbar Francis Buxton beneidet ihn darum und will es ihm abkaufen. Doch Pee-Wee lehnt ab, sein Fahrrad ist nicht zu verkaufen. Eines Tages, während eines Einkaufsbummels, bei dem er auch die in ihn verliebte Dottie trifft, wird ihm, trotz des Ankettens mit einer überlangen Metallkette, sein Fahrrad gestohlen. Sofort begibt sich Pee-Wee auf eine abenteuerliche Suche nach seinem entwendeten Schatz.

Er verdächtigt Francis, den er auch gleich zu Hause aufsucht, aber dieser streitet die Vorwürfe ab. Als Pee-Wee eine zehntausend Dollar hohe Belohnung für das Finden seines Fahrrads im Radio aussetzt, wird es Francis jedoch zu heiß und er beauftragt jemanden damit, das gestohlene Fahrrad loszuwerden. Aus Verzweiflung sucht Pee-Wee den Rat einer Wahrsagerin, welche ihn ins weit entfernte Alamo schickt. Ohne Fahrrad, trampt Pee-Wee und wird von dem entflohenen Sträfling Mickey mitgenommen, den er durch eine Polizeikontrolle schleust. Später wird Pee-Wee ausgesetzt und macht Bekanntschaft mit dem unheimlichen Geist der Truckerin "Large Marge". In einer Truckerbar angekommen, freundet er sich mit der Barkeeperin Simone an, woraufhin er Ärger mit ihrem eifersüchtigen Verehrer bekommt. Pee-Wee gelingt es zu entkommen, indem er auf einen fahrenden Zug aufspringt, und gelangt so nach Alamo, wo herauskommt, dass sein Fahrrad nicht da ist.

Nach einem erneuten Zusammenstoß mit Simones Verehrer, sowie einem unfreiwilligen Rodeo-Ritt auf einem Stier, gelangt Pee-Wee an eine Bikerbar. Aus Versehen stößt er infolge einer Kettenreaktion alle Maschinen der anwesenden Biker-Gang-Mitglieder um. Es droht ihm Übles, doch mit einer beeindruckenden Tanzeinlage kann er die Meute wieder besänftigen und macht sie sich zu Freunden. Sie geben ihm ein Motorrad, mit dem er augenblicklich verunglückt, sodass er ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Von Alpträumen geplagt, wacht Pee-Wee dort auf und erkennt im laufenden Fernseher sein geliebtes Rad, welches sich in den Warner Bros. Studios in Hollywood befindet. Sofort macht er sich auf den Weg dorthin.

Bei den Studios angekommen, holt er sich, als Nonne verkleidet, sein geliebtes Vehikel zurück und macht sich schnell aus dem Staub. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd, in deren Verlauf er auf einen rosa und einen blauen Elefanten trifft; sich den Fängen eines Fahrradpolizisten erfolgreich entziehen kann; eine Horde von Security-Mobilen durch eine in sein Spezialfahrrad eingebaute Nebelwurfmaschine und weitere Tricks abhängt; über mehrere Bühnen während der Aufnahmen (inkl. Godzilla) fährt; einem Boot auf Rädern mit Hilfe eines Ölwerfers entrinnt und schließlich mit einem Raketenantrieb über einen Zaun hinweg fliegt und entkommen kann.

Später rettet Pee-Wee die Tiere eines Tierladens vor einem Brand und entgeht dadurch und mit der Bedingung, dass über seine Geschichte ein Film gedreht werden darf, der Strafe für den in den Studios angerichteten Schaden. Den Film sieht er sich zusammen mit seinem Fahrrad und Dottie sowie allen Personen, die Pee-Wee auf seiner Reise kennengelernt hat, im Autokino an.

Kritiken[Bearbeiten]

Für das Lexikon des Internationalen Films war Pee-Wee’s irre Abenteuer ein „Unsäglich alberner Klamauk“, der Film sei „nur in wenigen Einfällen witzig“ und „weitgehend nervtötend“.[1]

filmzentrale.com hingegen veröffentlichte eine Rezension von Rajko Burchardt: "Dass Burton den Film zu seinem eigenen Ursprung führt, ist eine Chuzpe von geradezu unnachahmlich bissiger Schlagkraft: Der erste Kinofilm des Regisseurs ergeht sich zunächst in fabulierender Exzentrik und quirligem Kindsgehabe, um dann hemmungslos einer dekonstruktivistischen Anarchie zu verfallen."[2]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Pee-Wee’s irre Abenteuer entstand 1985. In den USA erlebte der Film am 26. Juli 1985 seine Premiere.[3] In Deutschland wurde er im August 1986 auf Video veröffentlicht. Am 7. Mai 1995 lief der Film erstmals im deutschen Fernsehen auf SAT 1.[1]

Trivia[Bearbeiten]

Während der finalen Verfolgungsjagd auf dem Warner-Filmset hat die Hard-Rock-Band Twisted Sister einen Gastauftritt: Sänger Dee Snider und seine Bandkollegen drehen in besagter Szene auf einem Auto einen Musikclip zu ihrem Song Burn in hell.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Pee-Wee’s irre Abenteuer im Lexikon des Internationalen Films
  2. Kritik bei filmzentrale.com.
  3. Eintrag bei zelluloid.de