Edward mit den Scherenhänden

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Filmdaten
Deutscher Titel Edward mit den Scherenhänden
Originaltitel Edward Scissorhands
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Tim Burton
Drehbuch Caroline Thompson
Tim Burton
Produktion Tim Burton,
Denise Di Novi
Musik Danny Elfman
Kamera Stefan Czapsky
Schnitt Richard Halsey
Besetzung

Edward mit den Scherenhänden ist eine US-amerikanische Fantasy-Tragikomödie aus dem Jahr 1990 mit Johnny Depp und Winona Ryder in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten]

Eine alte Dame erzählt ihrer Enkelin eine Geschichte:

Edward, ein künstlich erschaffener Mensch, ist noch nicht ganz vollendet, als sein Erfinder stirbt. Statt Händen hat Edward Apparaturen aus mehreren Scheren. Er lebt alleine im Schloss seines Schöpfers, bis eines Tages die Avon-Beraterin Peg das Schloss betritt. Peg hat Mitleid mit Edward und nimmt ihn mit zu sich nach Hause.

Dort verliebt sich Edward in Pegs Tochter Kim. Ihr ist Edward zunächst suspekt, doch bald erliegt sie seinem zurückhaltenden Charme. Ihr Freund Jim und dessen Clique sind davon gar nicht begeistert; bei den Nachbarn ist Edward jedoch sehr beliebt: Erst gestaltet er mit seinen Scheren Büsche, später frisiert er damit Hunde und schließlich die Damen der Nachbarschaft.

Als Freunde von Kim Edwards Fähigkeiten ausnutzen, um einen Einbruch zu begehen, wird der naive Edward dafür kurzfristig verhaftet. Die Stimmung schlägt um, und er sieht sich den Anfeindungen der Nachbarn ausgesetzt. Als er Pegs Sohn vor dem zu schnell fahrenden Auto von Jim und dessen Kumpel rettet und ihn dabei geringfügig verletzt, nutzt Jim die Situation, um die Leute aufzuhetzen. Edward muss aus der Stadt in sein Schloss flüchten; verfolgt von Kim, ihrem eifersüchtigen Ex-Freund, der Polizei und den aufgebrachten Nachbarn. Ein wohlmeinender Polizist schießt vor dem Schloss in die Luft, um dem Mob vorzutäuschen, dass Edward tot sei. Als Kim im Schloss ankommt, freut sie sich, Edward unverletzt zu sehen. Wenig später erscheint der eifersüchtige Jim und versucht Edward zu erschießen. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Edward Jim mit seinen Scheren durchbohrt. Jim wird getötet und fällt aus dem Fenster. Kim ist aufgelöst und weiß nicht, was sie tun soll. Sie küsst und umarmt Edward und gesteht ihm ihre Liebe, nimmt eine andere Scherenhand aus den alten Regalen, verlässt das Schloss und erzählt den herbeistürmenden Nachbarn, dass Edward und Jim tot seien. Da sie Edward geschützt hat und ihm so in Erinnerung bleiben möchte, wie sie war, sehen sich Edward und Kim nie wieder.

Am Ende gibt die alte Dame ihrer Enkelin zu verstehen, dass sie selbst, Kim, dies in ihrer Jugend erlebt hat.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Academy Awards 1991

  • Nominiert in der Kategorie Bestes Make-Up für Ve Neill, Stan Winston

Golden Globes 1991

  • Nominiert in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Johnny Depp

Hugo Awards 1991

  • Einen Hugo gab es in der Kategorie Beste dramatische Darstellung

Saturn Award 1992

  • Saturn Award in der Kategorie Bester Fantasy Film
  • Nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Winona Ryder
  • Nominiert in der Kategorie Bestes Kostüm für Colleen Atwood
  • Nominiert in der Kategorie Beste Musik für Danny Elfman
  • Nominiert in der Kategorie Bester Nebendarsteller für Alan Arkin
  • Nominiert in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Dianne Wiest

BAFTA Award 1992

  • BAFTA Award in der Kategorie Bestes Bühnenbild für Bo Welch
  • Nominiert in der Kategorie Bestes Kostüm für Colleen Atwood
  • Nominiert in der Kategorie Bestes Maskenbild für Ve Neill
  • Nominiert in der Kategorie Beste Visuelle Effekte für Stan Winston

Grammy Awards 1992

  • Nominiert in der Kategorie Beste Filmmusik für Danny Elfman

Sant Jordi Awards 1992

  • Sant Jordi in der Kategorie Beste ausländische Hauptdarstellerin für Winona Ryder
  • Sant Jordi in der Kategorie Bester ausländischer Film für Tim Burton

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films fällt ein positives Urteil, kritisiert jedoch die Gewaltszenen:

„Moderne Vision der alten Geschichte vom "Ungeheuer und der Schönen", gespickt mit Zitaten aus der Filmgeschichte, voller hübscher inszenatorischer Einfälle und gut gespielt. Leider verwässern einige Geschmacklosigkeiten und überzogene Gewaltszenen die gesellschaftskritischen Ansätze.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edward mit den Scherenhänden im Lexikon des Internationalen Films