Danny Elfman

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Danny Elfman (2010)

Daniel Robert Elfman (* 29. Mai 1953 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Komponist von Filmmusik und Sohn der Schriftstellerin Blossom Elfman. Bekannt wurde er vor allem für seine Arbeiten für den Regisseur Tim Burton (u. a. Edward mit den Scherenhänden, The Nightmare Before Christmas, Charlie und die Schokoladenfabrik, Batman und Alice im Wunderland). Ebenso komponierte er die Titelmelodie der Erfolgsserie Die Simpsons [1]. Danny Elfman ist verheiratet mit der Schauspielerin Bridget Fonda.

Leben[Bearbeiten]

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Elfman entstammt einem jüdischen Elternhaus. Seine kreative Laufbahn begann in den frühen 1970ern, als er als Geiger in die theatralische Musikgruppe „Grand Magic Circus“ einstieg, in der sein älterer Bruder Richard damals Congas spielte. Später wurde er Teil der Avantgarde-Musikgruppe „The Mystic Knights of the Oingo Boingo“, die Richard 1972 gegründet hatte. In dieser Truppe zeigte Danny sein musikalisches Können unter anderem als Leadsänger, Posaunist, und an diversen Percussion-Instrumenten wie zum Beispiel dem Balafon. Für Richards 1978er Film Forbidden Zone entstand von den Mystic Knights der erste Soundtrack, der in den Vereinigten Staaten Kultstatus erreichte. Ebenfalls 1978 übergab Richard die Leitung der Band an Danny, welcher ein Jahr später aus der über 15-köpfigen Besetzung der Mystic Knights die achtköpfige Rockband Oingo Boingo formte. Mit Oingo Boingo spielte er die folgenden 17 Jahre, bevor er sich 1995 entschloss, die Band aufzulösen, weil es laut Elfman „der richtige Zeitpunkt dafür“ war.[2]

Sein erster kommerzieller Soundtrack für Tim Burtons Film Pee-Wees irre Abenteuer bedeutete für beide den Start für eine langjährige gemeinsame Zusammenarbeit, die bis auf Ed Wood und Sweeney Todd alle von Burtons Spielfilmprojekten umfasst: Pee-Wee’s irre Abenteuer, Beetlejuice, The Nightmare Before Christmas, Sleepy Hollow, Batman, Mars Attacks!, Edward mit den Scherenhänden, Charlie und die Schokoladenfabrik und Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche. Elfmans typisch verspielter Stil untermalte Burtons oft morbide Märchen meist mit groß orchestrierten Partituren unter zusätzlicher Verwendung von Orgel, Xylophon, Glockenspiel und charakteristischem Knabenchor. Chanel benutzte das bekannte Filmthema von Edward mit den Scherenhänden 1998 für eine erfolgreiche Werbekampagne („Red Riding Hood“), bei der Luc Besson Regie führte.

Auch Elfmans Stimme findet sich oftmals auf seinen Soundtracks, so auf The Nightmare Before Christmas (als Jack Skellington), Charlie und die Schokoladenfabrik (als Oompa Loompas) oder Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche (als Bonejangles). Seine Kompositionen für Big Fish, Good Will Hunting, Men in Black und Milk wurden für den Oscar nominiert. Seit 1980 komponierte er außerdem die Musik für mehr als 100 Film- und Fernsehprojekte. Besonders populär sind die Titelmusiken von Die Simpsons und Desperate Housewives; für letztere erhielt er 2006 den Emmy Award („Outstanding Title Music“). 2005 erschien seine Musik zu dem Ballett Serenada Schizophrana, welche in den Score zu Standard Operating Procedure eingearbeitet wurde und als Musik zu dem Film Deep Sea 3D diente.

Nach seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Regisseur Sam Raimi, für den er unter Anderem die Partituren zu Spider-Man und dessen erster Fortsetzung komponierte, warf er diesem vor, ihm bei der Fertigstellung von Spider-Man 2 zu wenig Zeit gegeben zu haben. Elfman betonte in Interviews, „tief enttäuscht“ von Raimi zu sein. Er lehnte außerdem ab, für den am 1. Mai 2007 in den Kinos veröffentlichten Film Spider-Man 3 erneut die Musik zu schreiben. Seine Rolle übernahm Christopher Young, der bereits bei der Fertigstellung der Partitur zu Spider-Man 2 mitgewirkt hatte. Später wurde jedoch bekannt, dass Young mit Elfman kooperiert und lediglich die Themen für die neuen Figuren im Film schuf, während Elfmans „alte“ Themen weiterhin verwendet werden. Im Jahr 2010 gehörte Danny Elfman der Jury der 67. Internationalen Filmfestspiele von Venedig an. 2010 wurde außerdem bekanntgegeben, dass sein neuester Soundtrack, Alice im Wunderland, für einen Grammy nominiert wurde.

Seit dem 29. November 2003 ist er mit der Schauspielerin Bridget Fonda verheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Oliver Henry Milton (* 2005). Elfman ist der Onkel von Schauspieler Bodhi Elfman. Dieser ist seit 1995 verheiratet mit Jenna Elfman, bekannt als Dharma aus der Fernsehserie Dharma & Greg.

Diskografie[Bearbeiten]

Soundtracks[Bearbeiten]

Zu folgenden Filmen erstellte Danny Elfman komplette Soundtracks:

Titelmusiken[Bearbeiten]

Kino

Nur Titelmusiken bzw. ergänzende Soundtracks

Videospiele
TV
Compilations

Auf CD erschienen folgende Compilations, die eine Auswahl seiner besten Filmmusiken enthalten.

  • 1990: Music for a Darkened Theater: Film and Television Music Volume One
  • 1996: Music for a Darkened Theater: Film and Television Music Volume Two

Auch arbeitete Danny Elfman an einem Album mit Disney zusammen welches aber nie in einem Film umgesetzt wurde.

  • 1993: Little Demons

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Preis Nominierungen Prämierungen Film Verleihung
Oscar Beste Filmmusik Good Will Hunting
Men in Black
Big Fish
Milk
1998
1998
2004
2009
Saturn Award Beste Musik
Beste Musik


Beste Musik
Beste Musik
Beste Musik
Beste Musik


Beste Musik

Beetlejuice
Edward mit den Scherenhänden
The Nightmare Before Christmas
Dolores
The Frighteners
Mars Attacks!
Men in Black
Sleepy Hollow
Spider-Man
Hulk
Spider-Man 2
Charlie und die Schokoladenfabrik

Frankenweenie (2012)

1990
1992
1994
1996
1997
1997
1998
2000
2003
2004
2005
2006

2012

British Academy Film Award Beste Filmmusik Chicago 2003
BMI TV Music Award Beste Musik Beste Musik Die Simpsons
Die Simpsons
Die Simpsons
Desperate Housewives
1996
1998
2003
2005
BMI Film Music Award Beste Musik Beste Musik Mach’s noch mal, Dad
Die Geister, die ich rief
Beetlejuice
Batman
Dick Tracy
Batmans Rückkehr
Mission: Impossible
Men in Black
Good Will Hunting
Flubber
Sleepy Hollow
Family Man
Planet der Affen
Spider-Man
Men in Black II
Chicago
Hulk
Spider-Man 2
1987
1989
1989
1990
1991
1993
1997
1998
1998
1998
2000
2001
2002
2003
2003
2003
2004
2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Oingo Boingo: The complete History

Weblinks[Bearbeiten]