Peter G. Schultz

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Peter G. Schultz (* 23. Juni 1956 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Chemiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Schultz studierte Chemie am California Institute of Technology (Caltech) und erwarb 1979 seinen Bachelor of Science mit summa cum laude und wurde 1984 zum Ph.D. promoviert; sein Mentor war Peter Dervan. Seine Dissertation trägt den Titel Ground and Excited State Studies of 1,1-Diazenes/Design of Sequence Specific DNA Cleaving Molecules. Anschließend war er Post-Doktorand bei Christopher Walsh am Massachusetts Institute of Technology, um 1985 an die University of California, Berkeley zu wechseln, wo er 1985 bis 1987 Assistenzprofessor, 1987 bis 1989 außerordentlicher Professor und 1989 bis 1999 ordentlicher Professor an der Fakultät für Chemie war. Daneben war er von 1985 bis 2003 Forscher am Lawrence Berkeley National Laboratory und von 1994 bis 1999 auch am Howard Hughes Medical Institute. Seit 1999 ist er Professor für Chemie am Scripps Research Institute.

Schultz arbeitete auf dem Grenzgebiet zwischen organischer Chemie und chemischer Biologie. Insbesondere entwirft er hocheffiziente katalytische Antikörper und forscht zu Stammzellen und nichtnatürlichen Aminosäuren. Außerdem verwendet er kombinatorische Methoden, wie cDNA-Bibliotheken und Microarrays, um Stoffe mit neuen Eigenschaften zu kreieren. Er veröffentlichte mehr als 400 wissenschaftliche Arbeiten.

Im November 2009 musste Schultz ein vielzitiertes Science Paper von 2004 zurückziehen, das wie eine Reihe anderer Publikationen aus seiner Forschergruppe eine Methode zur Expression von Proteinen mit glykosylierten Aminosäuren in E. Coli beschrieb. Dies wurde zunächst als pharmazeutische "Killer application" bezeichnet, für die Schultz wohl über 300 Millionen Dollar von der Wirtschaft erhielt. Es war seine Mitarbeitern nicht möglich, die experimentellen Ergebnisse zu reproduzieren oder auch die entsprechenden Laborunterlagen vorzuweisen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preisträger 2003

Weblinks[Bearbeiten]