Pierbach

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Pierbach
Wappen von Pierbach
Pierbach (Österreich)
Pierbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 22,72 km²
Koordinaten: 48° 21′ N, 14° 45′ O48.34722222222214.755555555556494Koordinaten: 48° 20′ 50″ N, 14° 45′ 20″ O
Höhe: 494 m ü. A.
Einwohner: 999 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 4282
Vorwahl: 07267
Gemeindekennziffer: 4 06 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 22
4282 Pierbach
Website: www.pierbach.at
Politik
Bürgermeister: Martin Mayringer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(13 Mitglieder)
8
5
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Pierbach im Bezirk Freistadt
Bad Zell Freistadt Grünbach Gutau Hagenberg im Mühlkreis Hirschbach im Mühlkreis Kaltenberg Kefermarkt Königswiesen Lasberg Leopoldschlag Liebenau Neumarkt im Mühlkreis Pierbach Pregarten Rainbach im Mühlkreis Sandl St. Leonhard bei Freistadt St. Oswald bei Freistadt Schönau im Mühlkreis Tragwein Unterweißenbach Unterweitersdorf Waldburg Wartberg ob der Aist Weitersfelden Windhaag bei Freistadt OberösterreichLage der Gemeinde Pierbach im Bezirk Freistadt (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortszentrum von Pierbach
Ortszentrum von Pierbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pierbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 999 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Perg.

Geografie[Bearbeiten]

Pierbach liegt auf 494 Metern Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,3 km, von West nach Ost 8,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 22,8 km². 10,2 % der Fläche sind bewaldet, 11,6 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bergerriedl (57)
  • Hinterhütten (49)
  • Höfnerberg (133)
  • Kleinhöfnerberg (39)
  • Kreuzberg (38)
  • Lindnerberg (21)
  • Meislberg (34)
  • Mühltal (84)
  • Naarntal (47)
  • Niederhofstetten (71)
  • Oberhofstetten (67)
  • Pierbach (274)
  • Sonnleitn (91)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hofstetten und Pierbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Schönau im Mühlkreis Unterweißenbach
Nachbargemeinden Königswiesen
Bad Zell Rechberg St. Thomas am Blasenstein

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich Ostteil des Herzogtums Bayern, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Die Gemeinde gehörte bis Ende 2002 zum Gerichtsbezirk Unterweißenbach, von 2003 bis 2013 zum Gerichtsbezirk Pregarten, und wurde per 1. Jänner 2013 dem Gerichtsbezirk Perg zugeteilt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung (Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens): „In Schwarz eine silberne, erniedrigte und eingeschweifte Deichsel, überhöht von einem fünfmal von Rot und Silber im Bogenschnitt schräg geteilten Schild.“
Das rot-silberne Schild stellt das Wappen der Kapeller, den ehemaligen Herren der Ruine Ruttenstein dar. Die Deichsel steht für den Zusammenfluss der kleinen und der großen Naarn.
Die Gemeindefarben sind: Rot-Weiß

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister seit 9. Jänner 2009 ist Martin Mayringer von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 989 Einwohner, 2001 dann 985, 2008 schließlich 1009 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schild des Häferlmuseums in Pierbach
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pierbach
  • Pfarrkirche Pierbach: Die Pfarrkirche von Pierbach ist dem Hl. Quirinus von Neuss geweiht. Urkundlich 1150 erwähnt, wurde Pierbach 1372 zur Pfarre erhoben. Das Patronat über die Pfarre übte seit 1688 der jeweilige Inhaber der Herrschaft Ruttenstein aus. Die Kirche ist eine romanisch/gotische dreischiffige Staffelkirche mit einem gotischen Altarraum, Kirchturm und spätgotischen Seitenschiffen. Im Inneren befinden sich Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Der Hochaltar (Kreuzigungsgruppe) aus dem Umkreis des Meinrad Guggenbichler. Die barocken Seitenaltäre stammen aus dem Jahr 1680, die Kanzel aus dem 17./18. Jahrhundert. Die Orgel ist ein Werk Herbert Gollinis aus dem Jahr 1971 (2 Manuale, 10 Register). Verschiedene Einzelfiguren in der Kirche stammen aus der Gotik (um 1500), bzw. aus dem 17. Jahrhundert (Umkreis Zürn)
  • Augenbründl: Eine etwas außerhalb des Ortes gelegene Quelle, die in der Vergangenheit bei Augenerkrankungen als Heilquelle genutzt wurde. Das ursprünglich sich dort befindliche Holzkreuz wurde in den 1960er Jahren durch einen Bildstock ersetzt.
  • Burgruine Ruttenstein: Ehemalige Burganlage, die 1160 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrswege[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Pierbach wird von der Königswiesener Straße B 124 in ostwestlicher Richtung durchquert. Das Ortszentrum ist Ausgangspunkt für den überregionalen Wander- und Pilgerweg Johannesweg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pierbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien