Hagenberg im Mühlkreis

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Hagenberg im Mühlkreis
Wappen von Hagenberg im Mühlkreis
Hagenberg im Mühlkreis (Österreich)
Hagenberg im Mühlkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 15,05 km²
Koordinaten: 48° 22′ N, 14° 31′ O48.36388888888914.519444444444444Koordinaten: 48° 21′ 50″ N, 14° 31′ 10″ O
Höhe: 444 m ü. A.
Einwohner: 2.657 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 4232
Vorwahl: 07236
Gemeindekennziffer: 4 06 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 5
4232 Hagenberg im Mühlkreis
Website: www.hagenberg.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Kathrin Kühtreiber (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
11
9
3
2
11 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Hagenberg im Mühlkreis im Bezirk Freistadt
Bad Zell Freistadt Grünbach Gutau Hagenberg im Mühlkreis Hirschbach im Mühlkreis Kaltenberg Kefermarkt Königswiesen Lasberg Leopoldschlag Liebenau Neumarkt im Mühlkreis Pierbach Pregarten Rainbach im Mühlkreis Sandl St. Leonhard bei Freistadt St. Oswald bei Freistadt Schönau im Mühlkreis Tragwein Unterweißenbach Unterweitersdorf Waldburg Wartberg ob der Aist Weitersfelden Windhaag bei Freistadt OberösterreichLage der Gemeinde Hagenberg im Mühlkreis im Bezirk Freistadt (anklickbare Karte)
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Ortsansicht
Ortsansicht
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hagenberg im Mühlkreis ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 2657 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Freistadt.

Geografie[Bearbeiten]

Hagenberg im Mühlkreis liegt auf 444 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,5 km und von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt 15,1 km². 30,5 % der Fläche sind bewaldet und 61,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Anitzberg (343)
  • Hagenberg im Mühlkreis (1671)
  • Mahrersdorf (111)
  • Niederaich (42)
  • Oberaich (148)
  • Penzendorf (30)
  • Schmidsberg (54)
  • Veichter (252)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hagenberg und Schmidsberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Neumarkt im Mühlkreis
Unterweitersdorf Nachbargemeinden
Wartberg ob der Aist Pregarten

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Burg von Hagenberg im Jahre 1139 erwähnt. Seit 1490 wird der Ort dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Diese Burg wurde in den folgenden Jahrhunderten durch ein Vielzahl von Besitzern kontinuierlich erweitert, bis im 16. Jahrhundert und 17. Jahrhundert eine große Renaissance-Schlossanlage entstanden war, die allerdings 1728 einer Brandkatastrophe zum Opfer fiel. Nach dem Wiederaufbau im 18. Jahrhundert wechselte die Burg noch mehrmals ihre Besitzer.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau und wurde Teil der benachbarten Gemeinde Pregarten. Bereits vor dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 gab es im Pregartner Raum Propagandaaktionen von Mitgliedern der verbotenen NSDAP. Am 24. Juni 1934 wurde etwa ein „Hakenkreuzfeuer“ in Hagenberg angezündet, das zu einem Waldbrand führte, bei dem 2000 Festmeter Brennholz und ein größerer Teil Jungwald der Gutsverwaltung zerstört wurden.[2] Nach 1945 lag Hagenberg in der sowjetischen Besatzungszone und nach 1955 erfolgte der Aus- und Neubau der Infrastruktur.

Seit Beginn des letzten Jahrhunderts begann die Bausubstanz des Schlosses allmählich zu verfallen, bis die Anlage in den 1960er Jahren schließlich unbewohnbar wurde. In den 1980er-Jahren wurde die Anlage durch eine Initiative der Gemeinde und des Schlossvereins mit finanzieller Unterstützung des Landes Oberösterreich wieder aufgebaut, revitalisiert und anschließend als Ausbildungsstätte genutzt. Im Jahre 1988 wurden das Architektenteam Riepl/Moser und ihr Werk mit dem Architekturpreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Durch die Ansiedlung des Softwareparks Hagenberg, einem Technologiezentrum für Computerbezogene Themen, oberhalb des Schlosses beim alten Meierhof im Jahr 1989 erlebt der Ort seit den 2000er Jahren enormen Aufschwung, und wird schon das „Silicon Valley Österreichs“ genannt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[3]
Jahr Einwohner   Jahr Einwohner
1869 1.049   1951 1.148
1880 1.038   1961 1.183
1890 1.122   1971 1.583
1900 1.162   1981 1.764
1910 1.080   1991 2.137
1923 994   2001 2.513
1934 988   2008 2.575
1939 1.009

Bevölkerungsentwicklung und -struktur[Bearbeiten]

Im Jahr 1869 wohnten im Gemeindegebiet 1049 Menschen. Bis 1961 wuchs die Bevölkerung stetig, seit 1961 ist durch Zuzug eine rasche Bevölkerungszunahme zu verzeichnen. Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 2137 Einwohner, bei der Volkszählung 2001 bereits 2513, was einem Anstieg von 17,6 % entspricht. Am 1. Jänner 2008 verzeichnete die Gemeinde 2575 Einwohner, den höchsten Stand in der Geschichte.[3]

Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre und älter waren, 15,9 %; 20,7 % waren unter 15 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag bei 50,8 %.[4]

Von den 1994 Bewohnern Hagenbergs, die 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 7,3 % eine Universität, Fachhochschule oder Akademie abgeschlossen. Weitere 11,0 % hatten eine Matura absolviert, 46,2 % hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht und 35,6 % aller Hagenberger hatten die Pflichtschule als höchsten Abschluss.[5]

Herkunft und Sprache[Bearbeiten]

Der deutsche Dialekt, der im Raum Hagenberg sowie in Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist das Mittelbairische. 98,1 % der Hagenberger gaben 2001 Deutsch als Umgangssprache an. Weitere 1,8 % sprachen andere Sprachen.

Der Anteil der Hagenberger mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 mit 1,8 % weit unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. Dabei hatten 0,4 % der Hagenberger Bevölkerung eine Staatsbürgerschaft aus Deutschland und 1,4 % entfielen auf sonstige Staatsbürger. Insgesamt waren 2001 etwa 3,7 % der Hagenberger in einem anderen Land als in Österreich geboren.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Von 1945 bis 1997 erreichte die ÖVP immer die absolute Mehrheit und konnte diese weder 2003 noch 2009 zurückerobern. Zweitstärkste Partei wurde immer die SPÖ. Die Grünen sind seit 2003 die drittstärkste Partei und verdrängten damit die FPÖ.[6]

Die Gemeinderatswahl 2009 mit einer Wahlbeteiligung von 86,55 % ergab folgendes Ergebnis:[6]

Partei / politische Gruppierung Stimmen-
anteil
Verän-
derung
Sitze im Gemeinderat Verän-
derung
ÖVP 41,58 % −2,64 % 11 ±0
SPÖ 35,78 % −0,74 % 9 ±0
GRÜNE 14,96 % −0,17 % 3 −1
FPÖ 7,68 % +3,55 % 2 +1

Bei der gleichzeitig zur Gemeinderatswahl stattfindenden Bürgermeisterwahl konnte im ersten Wahlgang keine Kandidat/-in die erforderliche Mehrheit erreichen, weshalb am 11. Oktober 2009 eine Stichwahl stattfand, welche Kathrin Kühtreiber von der ÖVP mit 57,56 % für sich entscheiden konnte. Sie löste damit Rudolf Fischerlehner nach 30-jähriger Amtszeit als Bürgermeister ab.

Weitere Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Landtagswahl 2009[Bearbeiten]

Bei der oberösterreichischen Landtagswahl 2009 erreichten in Hagenberg die SPÖ 26,98 % (490 Stimmen), die ÖVP 43,67 % (793 Stimmen), die Grünen 12,11 % (220 Stimmen), die FPÖ 13,22 % (240 Stimmen), das BZÖ 2,59 % (47 Stimmen), die KPÖ 0,94 % (17 Stimmen), die „Christen“ 0,5 % (9 Stimmen).

Nationalratswahl 2008[Bearbeiten]

Bei der Nationalratswahl 2008 erreichten in Hagenberg die SPÖ 32,61 % (529 Stimmen), die ÖVP 21,33 % (346 Stimmen), die FPÖ 19,79 % (321 Stimmen), die Grünen 13,26 % (215 Stimmen), das BZÖ 7,89 % (128 Stimmen), die KPÖ 1,23 % (20 Stimmen), alle übrigen Listen zusammen 3,88 % (63 Stimmen).

Europawahl 2009[Bearbeiten]

Bei der Europawahl 2009 kam es in Hagenberg zu folgendem Ergebnis: SPÖ 24,7 % (265 Stimmen), ÖVP 27,2 % (292 Stimmen), MARTIN 18 % (193 Stimmen), Grüne 13,1 % (140 Stimmen), FPÖ 11,9 % (128 Stimmen), KPÖ 0,6 % (6 Stimmen), JuLis 0,9 % (10 Stimmen), BZÖ 3,5 % (38 Stimmen).

Regionalpolitik[Bearbeiten]

Hagenberg ist aus umweltpolitischen Gründen seit 2001 Mitglied im Klimabündnis und hat entsprechende Maßnahmen in verschiedenen Bereichen umgesetzt oder gefördert: Errichtung einer Biomasseheizung für die Volksschule, Errichtung einer 30 km/h-Zone durch das Ortszentrum, Beteiligung am 3-Märktebus, Teilnahme am autofreien Tag.

Wappen[Bearbeiten]

AUT Hagenberg im Mühlkreis COA.jpg

Blasonierung:
„In Rot auf der mittleren Kuppe eines grünen Dreiberges, dessen äußere Kuppen von je einer silbernen gesäumt sind, die Fassade eines silbernen Turmes mit zwei hochrechteckigen, je sechsscheibigen Fenstern über einem Sockel und unter einem Gesims; bekrönt mit einem silbernen Traufgesims, darauf zwischen zwei silbernen Ecktürmchen mit Zwiebeldächern eine silberne, seitlich eingebogene und oben aufwärts gebogene Giebelmauer mit einem schwarzen Rundfenster über zwei schwarzen Rundbogenfenstern, und einem schwarzen Keildach.“
Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Schwarz.
Der Dreiberg kann auf den Ortsnamen bezogen werden. Der Turm ist ein ehemaliger Teil des Schlosses, das das Ortsbild prägt. Das Wappen wurde von Franz Kühtreiber entworfen.

Die Verleihung des Gemeindewappens und der Gemeindefarben erfolgte am 21. Jänner 1985.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

RISC im Schloss Hagenberg

Nahversorgung[Bearbeiten]

Hagenberg verfügt für seine Größe über eine relativ gute Nahversorgung, deren Struktur sich in den vergangenen Jahrzehnten jedoch stark verändert hat. Während bis in die späten 1980er und frühen 1990er Jahre ortsansässige Betriebe (Gasthäuser, Fleischhauer, Bäcker, Friseur, zwei Gemischtwarenhandlungen) die Nahversorgung stellten, hat sich das Angebot mit der Errichtung des ersten Supermarkts am Ortsrand ab den 1990er Jahren merklich verändert. Heute stellen größere, vorwiegend mit dem Auto erreichbare Geschäftsansiedlungen in der Peripherie der Nachbargemeinden Pregarten und Unterweitersdorf eine große Konkurrenz für die Nahversorgung im Ortszentrum von Hagenberg dar. Um dieser Entwicklung zu entgegnen wurde auf dem Areal eines früheren Kinderspielplatzes das Geschäftsgebäude Neue Mitte errichtet, das gegenwärtig eine Apotheke, ein Geschäftslokal des Diakoniewerks, ein Infocenter des Softwareparks, ein zweites Friseurstudio, eine Ärztin für Allgemeinmedizin, einen Lungenfacharzt, eine Pizzeria sowie eine Masseurin beherbergt. Mit langer Kontinuität gibt es im Ort je eine Bankfiliale von Raiffeisenbank und Sparkasse. Im Jahr 2008 wurde das Postamt trotz zahlreicher Proteste und einer Resolution des Gemeinderats (PDF; 67 kB) geschlossen und die Postdienste, sowie die Dienstleistungen der P.S.K.-Bank an das Diakoniewerk als nunmehriger „Post-Partner“ übertragen.

Forschung und Ausbildung[Bearbeiten]

Der Softwarepark Hagenberg ist ein Technologiezentrum und verbindet Wirtschaft, Forschung und Ausbildung zum Themenschwerpunkt Software. Seit der Gründung des Softwareparks im Jahr 1989 durch Bruno Buchberger wurden unter seiner Leitung über 1000 Arbeits- und 1500 Studienplätze in 50 Firmen, 10 Forschungsinstituten und verschiedenen Ausbildungseinrichtungen geschaffen. Insgesamt bietet der Technologiepark ca. 17.700 m² Bürofläche in den Bürogebäuden Meierhof, IT-Center, amsec, COUNT IT Group, Arbeiten & Wohnen und Schloss Hagenberg, 8.600 m² Ausbildungsfläche in den beiden Fachhochschulgebäuden und Geschäftsflächen von etwa 1.100 m² in der Neuen Mitte.

Als eines der größten unabhängigen Forschungszentren im Bereich Software in Österreich ist das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) im Bürogebäude Meierhof angesiedelt.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Hagenberg ist seit 1989 das RISC (Research Institute for Symbolic Computation) der Johannes-Kepler-Universität Linz im revitalisierten Schloss angesiedelt. 1992 begann die Umgestaltung des Gutmeierhofes zu einem Bürogebäude, in dem neben zahlreichen kleinen aber auch größeren Firmen und Universitätsinstituten (RISC-Linz, FAW, FLLL) auch die ersten Studiengänge der Fachhochschule Oberösterreich angesiedelt wurden um 1999 schließlich in ein völlig neu errichtetes Gebäude auf dem Campus einzuziehen. 2004 wurde ein weiteres großes Gebäude der FH-Hagenberg seiner Bestimmung übergeben, um die wachsende Zahl der Studierenden zu beherbergen und um eine optimale Infrastruktur zu bieten. Im Oktober 2012 wurde das FH3-Gebäude eröffnet, das neben Räumlichkeiten für die Lehre auch ein Research Center der FH OÖ beherbergt.

Im Ort steht eine Volksschule zur Verfügung. Das Bildungsangebot in Hagenberg wurde im Herbst des Jahres 2003 durch ein Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG) für Kommunikation erweitert. Das BORG Hagenberg ist eine Expositur des Bundes-Oberstufenrealgymnasiums in Linz.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Hagenberg besitzt über den nahe gelegenen Bahnhof Pregarten (ca. 20 Gehminuten zum Ortszentrum) einen Anschluss an das Streckennetz der Österreichischen Bundesbahnen (Summerauer Bahn). Mit Buslinien des Postbusses ist der Ort direkt erreichbar. Besonders die Errichtung und der Ausbau der Fachhochschule Hagenberg haben zu einer spürbaren Verbesserung bei der öffentlichen Verkehrsanbindung geführt, von der die zahlreichen BerufspendlerInnen – vor allem in Richtung Linz – profitieren. Neben dem Linienbetrieb des Postbusses wird das Fahrplanangebot durch Schichtbuslinien in das Linzer Industriegebiet ergänzt.

Die Regionalbuslinie 343 verbindet seit 13. September 2010 Pregarten mit Hagenberg und Gutau.[8] Zuvor, von Dezember 2004 bis September 2010, verkehrte zwischen den eng benachbarten Gemeinden Hagenberg, Pregarten und Wartberg der 3-Märktebus. Er erschloss auf zwei Routen die wichtigsten Siedlungsgebiete dieser drei Gemeinden. Für den 3-Märktebus wurde den Betreibergemeinden Hagenberg, Pregarten und Wartberg im Jahr 2009 der VCÖ-Mobilitätspreis für das Land Oberösterreich verliehen.[9]

Seit 22. September 2009 verbindet eine zusätzliche Schnellbuslinie (Fahrzeit 22 Minuten) die Linzer Johannes Kepler-Universität mit dem Softwarepark Hagenberg. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten sind auf die Züge am Bahnhof Pregarten und auf den Straßenbahnverkehr in Linz Auhof abgestimmt, sodass den 14.000 Einwohnern der Gemeinden Hagenberg/Pregarten/Wartberg, zum bereits bestehenden Stundentakt, 32 weitere sehr attraktive Schnellkurse in der Zeit von 6:52 Uhr bis 23:20 Uhr an Schultagen zur Verfügung stehen.[10]

Im Jänner 2010 verabschiedete der Hagenberger Gemeinderat, ebenso wie die Gemeinden Pregarten, Engerwitzdorf, Gallneukirchen und Unterweitersdorf, eine Resolution für die Errichtung einer Stadtbahnverbindung Linz – Gallneukirchen – Pregarten.[11]

Straße[Bearbeiten]

Die Königswiesener Straße B 124 grenzt südlich des Ortes an das Gemeindegebiet, durch den Ort führt die Hagenberger Landesstraße, die im Norden in die Mühlviertler Straße B 310 mündet. Die in der Nachbargemeinde Unterweitersdorf endende Mühlkreis Autobahn A 7 bietet eine sehr gute Verkehrsverbindung nach Linz.

Öffentliche Einrichtungen, Gesundheitswesen und Vereine[Bearbeiten]

Im Ort gibt es einen Kindergarten und eine öffentliche Pfarr- und Gemeindebibliothek. Neben einer Ärztin für Allgemeinmedizin stehen eine Zahnärztin, ein Facharzt für Neurologie, ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtenhilfe, ein Lungenfacharzt, eine praktizierende Psychologin, eine Apotheke sowie eine regelmäßige Mutterberatung zur Verfügung.

Vereine[Bearbeiten]

  • Allgemeiner Sportverein (ASV)
  • Alpenverein Hagenberg
  • ASKÖ Hagenberg
  • Chorvereinigung Hagenberg
  • Elternverein Hagenberg i.M.
  • FH Sportverein Campus Hagenberg
  • Förderverein für die Fachhochschulstudiengänge in Hagenberg
  • Freiwillige Feuerwehr Dingdorf
  • Freiwillige Feuerwehr Hagenberg
  • Goldhaubengruppe Hagenberg
  • Hagenberger Kreis zur Förderung der digitalen Sicherheit
  • Imkerverein Pregarten-Wartberg-Hagenberg
  • Kameradschaftsbund
  • Katholische Frauenbewegung
  • Katholische Jungschar und Jugend
  • Kulturgruppe CART
  • Lebensraum Hagenberg
  • Musikverein Hagenberg
  • Naturfreunde Hagenberg
  • Ortsentwicklungskomitee Hagenberg
  • PC-User-Group Hagenberg (PUG)
  • Pensionistenverband Hagenberg
  • Schlossverein Hagenberg
  • Seniorenbund Hagenberg
  • Sparverein GH Hametner
  • Sparverein GH Lamplmair
  • Sparverein GH Tannerwirt
  • Spiegel-Zwergerltreff
  • Studentenverein IF Hagenberg
  • Theaterverein Schlosstheater Hagenberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hagenberg im Mühlkreis

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Hagenberg: Die historische Schlosskapelle wurde zu Beginn der 1980er Jahre um einen zeitgenössischen Kirchenneubau erweitert. Im Jahr 2005 schließlich konnte auch eine neu errichtete Kirchenorgel eingeweiht werden.
  • Schloss und Schlosskapelle: Das Schloss wurde 1985 umgebaut, die Kapelle stammt aus 1610. Das charakteristische Zwiebeldach des zur Schlosskapelle gehörenden Kirchturms wurde im Jahr 2009 umfangreichen Sanierungsarbeiten unterzogen und erstmals seit 110 Jahren vollständig erneuert.
  • Burgstall Alt-Hagenberg
  • Venetianer Kleinwasser-Kraftwerk „Kumpfmühle“: Revitalisiertes Kleinkraftwerk aus 1921.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Schlosspark: Vermutlich vor 1826 angelegt, mit einem außergewöhnlichen Baumbestand, Parkwiesen und kleinen Teichen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Neben den zahlreichen, von ländlichem Charme geprägten Veranstaltungen, wie beispielsweise der Hagenberger Mostkost, werden auch regelmäßig Feste, Bälle und Konferenzen von den Studenten der FH Oberösterreich und den Mitarbeitern des Softwareparks veranstaltet. So organisieren zum Beispiel der Studentenverein IF jährlich ein Sommer- und Winterfest, der Tanzsportverein der FH einen FHruehlingsball und der Hagenberger Kreis das renommierte Security Forum. Seit 2006 findet in der Fachhochschule Hagenberg die österreichische Hexapod-Meisterschaft statt, die alljährlich auf großes Medieninteresse stößt.

Außerdem gibt es immer wieder interessante Veranstaltungen für Firmen im Softwarepark Hagenberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hagenberg im Mühlkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hagenberg
  3. a b Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (PDF; 35 kB) Statistik Austria
  4. a b Volkszählung 2001: Demografische Daten (PDF; 10 kB)
  5. Volkszählung 2001: Wohnbevölkerung (PDF; 10 kB)
  6. a b Gemeinderatswahlen Prozentanteile: Gemeinderatswahl Hagenberg (abgerufen am 28. September 2009)
  7. Land Oberösterreich, Landesgeschichte: Wappen der Gemeinde Hagenberg (abgerufen am 29. Oktober 2008)
  8. Öffentlicher Verkehr – Dreimärktebus neu aufgestellt. Webseite der Marktgemeinde Hagenberg (abgerufen am 8. November 2010)
  9. VCÖ-Untersuchung: Auto verliert für Mobilität an Bedeutung. VCÖ (abgerufen am 28. September 2009)
  10. Informationen zum „Uni-Shuttle“ auf der Webseite der ÖBB-Postbus GmbH (abgerufen am 28. September 2009)
  11. Hagenberger Gemeindenachrichten, Ausgabe 1/2010 (PDF; 3,0 MB)