Puppy Linux
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| Puppy Linux | |
| Bildschirmfoto | |
Puppy Linux 4.2 |
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| Basisdaten | |
| Entwickler | Puppy Linux Community |
| Version | 4.2.1 (22. Mai 2009) |
| Größe | 100 MB |
| Startmedium | Live-CD, Festplatte, USB, CF, Zip, Netzwerk |
| Lizenz | GPL / LGPL |
| Sonstiges | Preis: kostenlos Sprache: Englisch Größe: ca. 90 MB |
| Website | puppylinux.com |
Puppy Linux ist eine platzsparende und schnelle Linux-Distribution, die unter anderem direkt von einer Live-CD gestartet werden kann. Der Name des Projektes leitet sich von dem inzwischen verschwundenen Chihuahua Puppy[1] (dt.: Welpe) des Projektgründers Barry Kauler ab. Ziel der Distribution ist es, möglichst von allen, also auch von Leuten ohne Linuxkenntnisse, sofort genutzt werden zu können. Die Entwickler versuchen dies besonders durch gute Benutzerfreundlichkeit und große Hardwareunterstützung zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die etwa 100 MB (je nach Software-Auswahl) große Distribution wurde von dem Australier Barry Kauler von Grund auf neu zusammengestellt. Puppy Linux wird aus Quelltext kompiliert, basiert also auf keiner anderen Linux-Distribution. Auch wenn Puppy Linux Programme zur Konvertierung und Installation von Slackware Paketen anbietet, ist es kein Slackware-Derivat.[2] Als Desktop-Oberfläche findet JWM (Joe’s Window Manager)[3][4] Verwendung; durch Themes lässt sich das Aussehen und die Funktionsweise der Puppy-Oberfläche sehr stark der von Windows-Betriebssystemen annähern. Es können aber auch andere Fenstermanager wie beispielsweise IceWM oder FVWM95 verwendet werden, um die Oberfläche an individuelle Gewohnheiten anzupassen. Die jüngsten Versionen bieten den Desktop KDE an und benutzen entweder den Browser Seamonkey oder Opera und haben seit Version 2.02 Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen.
Im November 2008 zog sich Barry Kauler von der Entwicklung zurück, Puppy 4.1.2 war die letzte Version von ihm. Die Community jedoch bemüht sich weiterhin um das Projekt, Version 4.2 war das erste Release ohne Barry Kauler. Er arbeitet momentan an einem Projekt namens Woof, das aus distributionsfremden Paketen welche für Puppy Linux bauen soll.[5]
[Bearbeiten] Systemanforderungen
Puppy Linux 0.6 eignet sich in besonderer Weise auch für den Einsatz auf älteren Rechnern, da nur etwa 48 MB Arbeitsspeicher benötigt werden[6]. Die aktuellen Versionen setzen 128 MB Arbeitsspeicher voraus, um Puppy Linux vollständig und ohne swap-Partition in den Arbeitsspeicher zu laden, wodurch die Distribution mit ihren diversen Programmen sehr schnell ausgeführt wird. Das Hochfahren geschieht bei Puppy Linux, verglichen mit anderen Linux-Distributionen, ebenfalls recht schnell.
Alternativ lässt sich Puppy auf CF (Compact Flash), Festplatte, USB-Speicher oder CD-RW installieren und kann seine Daten auch auf all diesen Medien speichern. Die Puppy multisession live-DVD (und CD) lädt sich in einen 256 MB Arbeitsspeicher und dient zum Beschreiben der Start-DVD+-RW oder CD-RW bzw. des freigewordenen Laufwerkes. Auf diese Weise kann man sein Puppy z.B. auf Reisen mitnehmen oder es nutzen, ohne etwas installieren zu müssen.
[Bearbeiten] Bedienung und Eigenschaften
Beim allerersten Start von Puppy Linux kann man verschiedene Einstellungen vornehmen: Sprache, Tastatur-Layout, Grafik-Einstellungen, wie zum Beispiel Bildschirm-Auflösung und Farbtiefe.
Nach dem Start findet der Nutzer einen Desktop mit den Icons für die wichtigsten Programme vor. Die Bedienung über das „Start-Menü“ (links unten, siehe Bild) erfolgt ähnlich wie bei Microsoft Windows. Daran, dass man in der Standardeinstellung auf die Icons nur einmal mit der linken Maustaste klicken darf, müssen sich Umsteiger von Windows erst gewöhnen. Dies kann aber auch im ROX-Filemanager geändert werden. Das Aussehen der Programme erinnert stark an die Programme des GNOME-Desktops.
Beim Beenden von Puppy Linux hat man die Option, alle Einstellungen, Dokumente und Tabellen, E-Mails, Browser-Einstellungen usw. abzuspeichern. Puppy Linux legt dazu eine, von Windows aus gesehen, einzige große Datei auf einer Windows FAT32-Partition an, in der alles gespeichert wird. Als Speichermedium kann sowohl die Festplatte, eine CD-RW oder auch eine Speicherkarte (zum Beispiel eine Secure-Digital-Speicherkarte mit USB-Cardreader oder ähnliches) dienen. Damit erhält man beim nächsten Start wieder genau dieselbe Umgebung mit allen Einstellungen und Dateien, wie beim vorhergehenden Beenden. Die Daten werden dabei in einer Datei pup_save.2fs (oder auch pup_save.3fs) abgelegt, die intern eine ext2-Linux-Dateisystem-Struktur (bzw. ext3) hat und beim Starten von Puppy Linux entsprechend automatisch erkannt und in das Linux-Dateisystem gemountet wird.
[Bearbeiten] Puppy Linux-Varianten (Derivate)
Zu den Derivaten von Puppy-Linux, den sogenannten Puplets, zählen Puptrix[7], VersionsPuppy[8] und PupWeb[9].
Chubby Puppy mit OpenOffice.org 1.1 hat ein Image von 91 MB[10], während die Variante Grafpup auf Multimediabearbeitung spezialisiert ist. Die deutsche Variante Muppy bringt über Zusatzdateien KDE, OpenOffice.org, Wine und Java zusammen. Eine Game-Version bietet auf einem Image von 270 MB u.a. Quake 3.[11]
Spezielle Versionen laufen auf virtuellen Maschinen: VM-Puppy basiert auf VMware, QEMU-Puppy auf Grundlage des Prozessor-Emulators QEMU.
[Bearbeiten] Enthaltene Software (Auswahl)
Die Puppy-Version 2.13 basiert auf dem Linux-Kernel 2.6.18.1 und bietet wahlweise Unterstützung für die Grafikpakete X.Org-Server oder X vesa. Als Oberfläche (Fenstermanager) wird standardmäßig JWM (Joe's Window Manager) eingesetzt.
Bekannte Anwendungen, die im Paket enthalten sind, sind unter anderem Mozilla SeaMonkey, die Textverarbeitung AbiWord, Gnumeric als Tabellenkalkulation, der Instant Messenger Pidgin, Gxine als Player für Videos und XfreeCD zur Wiedergabe von Audio-Dateien. Zur Dateiverwaltung wird der Dateimanager ROX-Filer eingesetzt. Darüber hinaus gibt es Unterstützung für PDF- und PostScript-Dateien (Ghostview), Grafikbearbeitung (mtPaint, InkLite), einige Spiele (Minesweeper, Bubbles ähnlich Frozen Bubble u.a.) und zahlreiche Hardwaretreiber.
Über den PupGet-Package-Manager lassen sich weitere offizielle Puppy-Programme aus dem Internet installieren bzw. auch wieder deinstallieren. Der PupGet-Package-Manager ist ein grafisches Programm mit zwei Fenstern, das in der linken Hälfte die verfügbaren und in der rechten die bereits installierten Programme anzeigt. Ein Installation bzw. Deinstallation erfolgt mit wenigen Mausklicks auf den Add- bzw. Remove-Button. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sogenannte DotPups – von anderen Puppy-Anwendern bereitgestellte Programm-Pakete – oder auch Dateien im tar.gz-Format zu installieren.
[Bearbeiten] Einige ausgewählte Versionen
| Version | Datum[12] | Fokus |
|---|---|---|
| 0.4 | 12. Juli 2002 | |
| 0.6 | 24. August 2003 | |
| 0.8 | 1. Februar 2004 | |
| 1.0 | 29. März 2005 | 1er Serie: Pentium (oder vergleichbar) mit mindestens 32 MB RAM |
| 1.0.9 | 15. Mai 2006 | |
| 2.02 | 29. Juli 2006 | 2er Serie: Pentium II (oder vergleichbar) |
| 2.13 | 2. Januar 2007 | |
| 2.14 | 17. Februar 2007 | |
| 2.15 | 12. April 2007 | |
| 2.16 | 17. Mai 2007 | |
| 2.17 | 20. Juli 2007 | |
| 3.0 | 4. Oktober 2007 | 3er Serie: Kompatibilität zu Paketen von [Slackware] 12 |
| 3.0.1 | 15. Oktober 2007 | Update von Puppy 3.0; Aktualisierung und Fehlerbereinigung |
| 4.0 | 5. Mai 2008 | 4er Serie: Puppy-eigenes Paketformat, da Slackware-Pakete zu groß |
| 4.1 | 6. Oktober 2008 | Update von Puppy 4.0; neue Programme und interne Verbesserungen [13] |
| 4.1.1 | 3. November 2008 | |
| 4.1.2 | 8. Dezember 2008 | |
| 4.2 | 28. März 2009 | 4.2er Serie: Attraktivität für Windows Vista Flüchtlinge (mit Bling), Projektleiter Warren Willson |
| 4.2.1 | 24. Mai 2009 | Update von Puppy 4.2; Aktualisierung und Fehlerbereinigung, Projektleiter Warren Willson [14] |
Aktuell befindet arbeitet Barry Kauler an einem neuen System zur leichteren Erstellung von Puppy Linux Versionen namens Woof. Im Zuge dessen werden auch ältere Serien weitergeführt, die jeweils ihre eigenen Vorteile haben. Diese zeigen was in Zukunft möglich sein wird.
| Version | Datum[15] | Notiz |
|---|---|---|
| dpup alpha | Puppy mit Woof erstellt; kompatibel zu Paketen von Debian | |
| upup alpha9 | Puppy mit Woof erstellt; kompatibel zu Paketen von Ubuntu (Jaunty) | |
| 218 alpha | 10. Juni 2009 | Update von Puppy 2.17 mithilfe von Woof; Aktuelle Programme und gute Kompatibilität mit alter Hardware[16] |
| 415 alpha | 24. Juni 2009 | Update von Puppy 4.1.2 mithilfe von Woof [17] |
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website mit Manual & Wiki (englisch)
- Auflistung aktueller Puplets (Derivate)
- QEMU-Puppy
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bilder und die Geschichte des Welpen Puppy
- ↑ Offizielle Puppy Linux Homepage, Slackware Packages
- ↑ Joe's Window Manager-Homepage
- ↑ Hagen Höpfner: „Back to the roots“ Bericht über JWM im LinuxUser-Magazin in Ausgabe 2005 / 06
- ↑ Announcement and release notes for Puppy Linux 4.1 Absatz "Adieu"
- ↑ FTP-Server für Puppy Linux
- ↑ Puptrix – Derivat von Puppy Linux
- ↑ VersionsPuppy – Derivat von Puppy Linux
- ↑ www.pupweb.org PupWeb – Derivat von Puppy Linux
- ↑ Puppy – Derivat
- ↑ DotPups – Spiele-Derivat
- ↑ Puppy Linux auf DistroWatch
- ↑ Puppy 4.1 Release Announcement
- ↑ Puppy 4.2.1 Release Announcement
- ↑ Puppy Linux auf DistroWatch
- ↑ Puppy 218-alpha Announcement
- ↑ Puppy 415-alpha Announcement

