Radau (Fluss)

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Radau
Radau-Wasserfall bei Bad Harzburg

Radau-Wasserfall bei Bad HarzburgVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Daten
Gewässerkennzahl DE: 48218
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Oker → Aller → Weser → Nordsee
Quelle Torfhausmoor östlich von Torfhaus
51° 47′ 56″ N, 10° 32′ 27″ O51.79888888888910.540833333333800
Quellhöhe 800 m ü. NN mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Nordöstlich von Vienenburg in die Oker51.95805555555610.5725130Koordinaten: 51° 57′ 29″ N, 10° 34′ 21″ O
51° 57′ 29″ N, 10° 34′ 21″ O51.95805555555610.5725130
Mündungshöhe 130 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehltVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 670 m
Länge 21,1 km[1]
Einzugsgebiet 59,27 km²[1]
Abfluss[1] MQ
790 l/s

Die Radau [ʀˈadaʊ] ist ein Fluss, der auf rund 800 Meter Höhe im Oberharz im Torfhausmoor (auch Radaubornmoor genannt) östlich des Altenauer Ortsteils Torfhaus entspringt. Sie fließt durch das von ihr geschaffene Radautal, durchquert Vienenburg und mündet nordöstlich des Ortes in die Oker. Im Mittelalter wurde die Radau zum Flößen von Baumstämmen und Torf auf hölzernen Paletten genutzt. Das Wasser wurde hierzu mit Hilfe von sechs Flößschleusen aufgestaut. Das zu flößende Material, das vorher im Fluss deponiert wurde, wurde nach Öffnung der Schleusen mit dem zusätzlichen Wasserschwall flussabwärts transportiert.

1859 wurde auf Betreiben von Philipp August von Amsberg (Gründer der Herzoglich Braunschweigischen Staatseisenbahn) sowie des Staatlichen Badekommissars Hermann Dommes zur Belebung des Fremdenverkehrs der Radauwasserfall in Bad Harzburg künstlich angelegt. Hierfür zweigte man Wasser vom Flusslauf ab und leitete es über einen zirka ein Kilometer langen Kanal bis an einen knapp 23 Meter hohen Felsabsturz am Westhang des Winterberges. Anschließend wird das Wasser wieder der Radau zugeführt. Heutzutage verläuft direkt unterhalb des Wasserfalls, an dem sich ein Restaurant und eine in die Landschaft integrierte Kindereisenbahn befinden, die Bundesstraße 4. Etwas weiter flussabwärts haben die Harzwasserwerke bei Hochwasser die Möglichkeit, Teilabflüsse der Radau durch den Radaustollen nach Romkerhall und von dort aus durch den Oker-Grane-Stollen weiter in die Granetalsperre abzuleiten.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c Bestandsaufnahme zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie, Oberflächengewässer, Bearbeitungsgebiet Oker; Tab. 2
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