Rumble Fish

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Filmdaten
Deutscher Titel Rumble Fish
Originaltitel Rumble Fish
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 91 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch S. E. Hinton
Francis Ford Coppola
Produktion Doug Claybourne
Fred Roos
Musik Stewart Copeland
Kamera Stephen H. Burum
Schnitt Barry Malkin
Besetzung

Rumble Fish ist ein US-amerikanischer Film des Filmregisseurs Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1983 basierend auf einem erfolgreichen Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin S. E. Hinton.

Der Film begleitet eine kurze Zeitspanne im Leben des jugendlichen Rowdys Rusty James in den Suburbs der US-amerikanischen Stadt Tulsa in den 1970er/80er Jahren. Er erzählt von dessen Beziehung zu seinem bewunderten großen Bruder, dem „Motorrad-Typen“, und von dem Opfer, das dieser bringt, um seinen jüngeren Bruder zu retten.

Der Film ist zu großen Teilen in Schwarz-Weiß gedreht, und die Besetzungsliste ist bis in die Nebenrollen mit Schauspielern besetzt, die sich in diesem Film zu Beginn ihrer Karriere zeigen.

Handlung[Bearbeiten]

Rumble Fish erzählt die Geschichte zweier Brüder im Vorort einer Industriestadt. Der jüngere von beiden, der selbstzerstörerische und naive Rusty James, ist Anführer einer kleinen Gang. Er bewundert seinen Bruder, den charismatischen und klugen, aber depressiven „Motorrad-Typen“ (im Original „The Motorcycle Boy“).

Der Film beginnt mit einem Billardspiel, bei dem Rusty James eine Herausforderung von Biff Wilcox, dem Anführer einer verfeindeten Gang, überbracht wird. Obwohl sein schüchterner Schulfreund Steve darauf hinweist, dass der Motorrad-Typ solche Kämpfe einst verboten und einen Waffenstillstand zwischen allen Gangs verkündet hatte, nimmt Rusty James die Herausforderung mit dem Hinweis an, der Motorrad-Typ sei nun mal nach Kalifornien verschwunden. Nachdem er den Abend bei seiner Freundin Patty verbracht hat, begibt sich Rusty James zum vereinbarten Ort, wo seine Freunde bereits auf ihn warten. Inmitten der folgenden Schlägerei zwischen Biff Wilcox und Rusty James taucht auf einmal der Motorrad-Typ auf und beendet den Kampf. Er bringt den bei der Schlägerei schwer verletzten Bruder nach Hause.

Im weiteren Verlauf der Handlung bringt sich Rusty James durch seine Naivität, Aggressivität, aber auch durch den ständigen Versuch, so wie sein Bruder zu sein, in immer weitere Schwierigkeiten: Er verliert seine Freundin, fliegt von der Schule, verliert fast die bis dahin unangefochtene Stellung als Anführer seiner Gang und legt sich mit dem Polizisten Patterson an, der es schon lange auf den Motorrad-Typen abgesehen hat.

Den Höhepunkt des Films bildet ein Ausflug, den der Motorrad-Typ, Rusty James und Steve in die vom Nachtleben aufgeheizte Down Town machen. Nachdem der Motorrad-Typ plötzlich verschwunden ist, machen sich Rusty James und Steve auf den Heimweg und werden dabei überfallen. Rusty James wird durch einen Schlag auf den Kopf lebensgefährlich verletzt, sein Bruder taucht jedoch plötzlich wieder auf, besiegt die Angreifer und rettet so Rusty James, der knapp überlebt.

Dem Motorrad-Typen wird immer deutlicher, dass er Rusty James, der ihm selbst so fremd ist, von dem übermächtigen Bild des großen Bruders befreien und aus dem gewalttätigen Umfeld in der Vorstadt herausholen muss. Als Analogie dazu betrachtet er eines Tages „Rumble Fishes“ in einem Tiergeschäft und fragt sich, ob die getrennt gehaltenen Fische sich in einem Fluss auch gegenseitig umbringen würden. In der folgenden Nacht bricht der Motorrad-Typ in das Geschäft ein und stiehlt die Fische, gefolgt von seinem Bruder. Nachdem er Rusty James erklärt, dass sie beide als Team nicht funktionieren könnten, nimmt er seinem Bruder das Versprechen ab, die Stadt zu verlassen und nach Kalifornien zu gehen. Dann geht er zum Fluss, um die Fische freizulassen, wobei aber der Polizist Patterson auftaucht und ihn erschießt. Rusty James vollendet die Tat seines Bruders, setzt die Fische im Fluss frei, sich selbst auf ein Motorrad und fährt nach Kalifornien zum pazifischen Ozean.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bemerkenswert ist, dass der Film die Sicht von Rusty James zeigt, aber die darstellerische Perspektive seines Bruders ergreift, der farbenblind (deswegen schwarz-weiß) und partiell taub ist. Einzig die Fische werden in Farbe gezeigt.

Der Titel Rumble Fish bezieht sich auf den Siamesischen Kampffisch, dessen Männchen seinen Artgenossen gegenüber so aggressiv ist, dass es in Aquarien nur einzeln gehalten werden kann. Ein vorgehaltener Spiegel verleitet es, das Spiegelbild zu töten. Gegen Ende des Films will der Motorrad-Typ die Kampffische der örtlichen Tierhandlung befreien, da er der Ansicht ist, dass sie weniger aggressiv wären, wenn sie nur mehr Raum für sich selbst hätten.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein ausdrucksstarker Versuch, durch eine stilisiert-symbolträchtige Bildersprache Träume und Gefühle Jugendlicher auszudrücken und die selbstzerstörerische Wirkung ritualisierten Rollenverhaltens aufzuzeigen.“

Lexikon des internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]