SMS Stein

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SMS Stein
Bundesarchiv Bild 146-2008-0176, Segelschiff "SMS Stein".jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Gedeckte Korvette
Klasse Bismarck-Klasse
Bauwerft AG Vulcan, Stettin
Baunummer 83
Baukosten 2.721.000 Mark
Stapellauf 14. September 1879
Indienststellung 3. Oktober 1880
Verbleib 1920 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
82,0 m (Lüa)
72,18 m (KWL)
Breite 13,7 m
Tiefgang max. 6,3 m
Verdrängung Konstruktion: 2.843 t
Maximal: 2.994 t
 
Besatzung 404 bis 469 Mann
Maschine
Maschine 4 Kofferkessel
3-Zyl.-Dampfmaschine
indizierte
Leistung
Vorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
2.535 PS (1.864 kW)
Geschwindigkeit max. 13,0 kn (24 km/h)
Propeller 1 zweiflügelig ∅ 5,2 m
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Segelfläche 2.210 m²
Bewaffnung
  • 16 × Rk 15,0 cm L/22 (1.660 Schuss)

Die SMS Stein war ein Segelschiff mit Dampfantrieb der Bismarck-Klasse der Kaiserlichen Marine. Der Schiffstyp wurde als Gedeckte Korvette bezeichnet, da seine Kanonen unter einem zumindest teilweisen Deck – also „gedeckt“ – standen. Eine Gedeckte Korvette war damit einer Fregatte ähnlicher als einer klassischen Korvette, die ihre Kanonen alle an Oberdeck führte. Dieser Schiffstyp wurde 1884 in der Kaiserlichen Marine als Kreuzerfregatte umklassifiziert.

Bau und technische Daten[Bearbeiten]

Der Stapellauf des 2.994 Tonnen schweren Schiffs war am 14. September 1879 in Stettin auf der Werft AG Vulcan. Das Schiff wurde nach dem preußischen Staatsminister Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein (1757–1831) benannt. Es war 82 Meter lang und 13,7 m breit, hatte einen Tiefgang von 6,2 m und erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 13 kn. Die Stein war anfangs mit 16 Ringkanonen des Kalibers 15,0 cm bewaffnet, die später auf zwölf Stück reduziert wurden. Dafür kamen zwei Schnellladekanonen des Kalibers 8,8 cm an Bord.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stein wurde als Schulschiff für Fähnriche, Seekadetten und Schiffsjungen eingesetzt.[1] Einer der bekannteren Seekadetten war der spätere Leiter des Amtes Ausland/Abwehr, Admiral Wilhelm Canaris. 1897 war die Stein zusammen mit der SMS Charlotte in Haiti eingesetzt, um zwangsweise eine deutsche Reklamation durchzusetzen.

Das Schiff war ab 1908 Hulk[2] und wurde 1920 abgewrackt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gröner, Erich / Dieter Jung / Martin Maass: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 1: Panzerschiffe, Linienschiffe, Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Kanonenboote, Bernard & Graefe, München 1982, ISBN 3-7637-4800-8, S. 70f.
  • Rheder: Die militärische Unternehmung S.M.S.S. „Charlotte“ und „Stein“ gegen Haiti im Dezember 1897, in: Marine-Rundschau, 41. Jahrgang, 1937, S. 761-765.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. kaiserliche-marine.de
  2. kaiserliche-marine.de Foto vom Hulk