Sassoferrato (Marken)

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Dieser Artikel betrifft die Stadt Sassoferrato in der Provinz Marken. Der Maler Giovanni Battista Salvi findet sich hier.
Sassoferrato
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Sassoferrato (Italien)
Sassoferrato
Staat: Italien
Region: Marken
Provinz: Ancona (AN)
Koordinaten: 43° 26′ N, 12° 51′ O43.427512.856666666667386Koordinaten: 43° 25′ 39″ N, 12° 51′ 24″ O
Höhe: 386 m s.l.m.
Fläche: 135,21 km²
Einwohner: 7.419 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einw./km²
Postleitzahl: 60041
Vorwahl: 0732
ISTAT-Nummer: 042044
Volksbezeichnung: Sassoferratesi
Schutzpatron: Hugo degli Atti
Website: Sassoferrato

Sassoferrato ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 7419 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Ancona in den Marken. Die Gemeinde liegt etwa 56 Kilometer westsüdwestlich von Ancona und etwa 52 Kilometer nordöstlich von Perugia auf der östlichen Seite des Apennin am Monte Strega. Sie ist Teil der Comunità montana dell'Esino Frasassi und grenzt an die Provinzen Pesaro und Urbino und Perugia.

Geschichte[Bearbeiten]

Nahe Sassoferrato lag die antike Stadt Sentinum. Hier besiegten 295 vor Christus im dritten Samnitischen Krieg die Römer die Samniter und Senonen. Zerstört wurde die Stadt 41 vor Christus durch einen Feldherrn des Augustus im Zuge des Bürgerkrieges. Allerdings wurde sie bald wieder neuerrichtet.

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in ganz Italien ca. 50 Internierungslager (campo di concentramento). In Sassoferrato wurde im Jahre 1942 ein Lager errichtet. Es befand sich in einem ehemaligen Konvent, Santa Croce, unweit vom Dorfzentrum entfernt. Die Internierten waren ausschliesslich Angehörige der slawischen Minderheiten in den italienischen Grenzprovinzen und Jugoslawen aus den von Italien besetzten und annektierten Gebieten. Nach dem Sturz des Faschismus befanden sich 37 slowenische und kroatische Insassen aus den Provinzen Gorizia, Fiume und Zara im Lager. Unter der RSI wurde das Lager vorübergehend wieder verwendet. [2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Arcevia besteht eine Bahnstation an der Bahnstrecke von Urbino nach Fabriano.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sassoferrato – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 190-191