Scheuring

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Scheuring (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Scheuring
Scheuring
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Scheuring hervorgehoben
48.16666666666710.9564Koordinaten: 48° 10′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Prittriching
Höhe: 564 m ü. NHN
Fläche: 21,35 km²
Einwohner: 1907 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86937
Vorwahl: 08195
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 138
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
86937 Scheuring
Webpräsenz: www.gemeinde-scheuring.de
Bürgermeister: Manfred Menhard
Lage der Gemeinde Scheuring im Landkreis Landsberg am Lech
Ammersee Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Ostallgäu Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Starnberg Landkreis Fürstenfeldbruck Windach Weil (Oberbayern) Utting am Ammersee Unterdießen Thaining Pürgen Schwifting Schondorf am Ammersee Scheuring Rott (Landkreis Landsberg) Reichling Prittriching Vilgertshofen Penzing (Bayern) Obermeitingen Landsberg am Lech Kinsau Kaufering Igling Hurlach Hofstetten (Oberbayern) Greifenberg Geltendorf Fuchstal Finning Eresing Egling an der Paar Eching am Ammersee Dießen am Ammersee Denklingen ApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Scheuring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Prittriching.

Scheuring von Osten

Geografie[Bearbeiten]

Scheuring liegt in der Planungsregion München. Es existiert nur die Gemarkung Scheuring. Westlich des Dorfes fließt der Lech.

Geschichte[Bearbeiten]

Scheuring gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg des Kurfürstentums Bayern. Die Gemeinde Scheuring (Gesamtfläche 21,34 km², Stand 31. Dezember 2004) wird urkundlich unter Herzog Heinrich IX. unter dem Namen Sciringen (Schyringen) erstmals 1130 erwähnt. Eine frühere Besiedlung kann jedoch angenommen werden. Die vielen Grabhügel im Westerholz südwestlich des Dorfes besagen, dass in der Hallstattzeit 750 bis 450 v. Chr. das Land stark besiedelt war. Funde von 1904 brachten Tonschüsseln, Waffen und Pferdegeschirr aus dieser Zeit zutage.

Unter Ludwig dem Frommen gelangte das Gebiet um Scheuring in den Besitz der Welfen. 1169 wechselte der Besitz an die Hohenstaufen. 1386 stand das Gebiet im Eigenbesitz der bayerischen Herzöge Stephan und Johann, die 1387 den Zehnten an das Kloster Schäftlarn verschenkten. Ab 1443 besetzt das Kloster die Pfarrei mit ihren Religiösen, darunter einige bedeutende Äbte des Klosters Schäftlarn.

Eine reiche Geschichte können auch die Ortsteile Haltenberg und Lichtenberg aufweisen, deren Geschlechter sich nach den Ortsteilen benannten und an deren Stelle früher eine Burg bzw. ein kurfürstliches Schloss stand.

Einwohnerentwicklung
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2009 2011
Einwohner[2] 670 567 658 717 703 1133 985 1115 1277 1749 1739 1766 1814 1815 1814 1811 1850 1855


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU Dorfgemeinschaft Freie Wähler gesamt Wahlbeteiligung
2014 7 5 12 58,7 %
2008 2 6 4 12 59,1 %
2002 2 6 4 12 78,3 %

Bürgermeister ist Manfred Menhard (Dorfgemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Walter Scharf (Dorfgemeinschaft).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2009 umgerechnet 1267 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 319 T€.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Im Wolkenschnitt schräglinks geteilt von Grün und Gold; oben und unten je ein Kreuz in verwechselter Farbe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Scheuring

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2009 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 79 und im Bereich Handel und Verkehr 63 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 30 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 668. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Im Jahr 2007 bestanden zudem 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 789 ha, davon waren 662 ha Ackerfläche.[3]

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es (Stand: 2011) einen Kindergarten mit 88 Plätzen und 70 betreuten Kindern sowie eine Volksschule, in der 163 Schüler in acht Klassen von zwölf Lehrkräften betreut werden.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Scheuring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalstatistik von Scheuring (PDF; 1,3 MB), abgerufen am 4. Dezember 2012
  3. a b c Scheuring: Statistik kommunal 2010