Dießen am Ammersee

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Dießen ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Dießen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Dießen am Ammersee
Dießen am Ammersee
Deutschlandkarte, Position des Marktes Dießen am Ammersee hervorgehoben
47.9511.1544Koordinaten: 47° 57′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Höhe: 544 m ü. NHN
Fläche: 82,64 km²
Einwohner: 10.141 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86911
Vorwahl: 08807
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 114
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
86911 Dießen a. Ammersee
Webpräsenz: www.diessen.de
Bürgermeister: Herbert Kirsch (Dießener Bürger e. V.)
Lage des Marktes Dießen am Ammersee im Landkreis Landsberg am Lech
Ammersee Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Ostallgäu Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Starnberg Landkreis Fürstenfeldbruck Windach Weil (Oberbayern) Utting am Ammersee Unterdießen Thaining Pürgen Schwifting Schondorf am Ammersee Scheuring Rott (Landkreis Landsberg) Reichling Prittriching Vilgertshofen Penzing (Bayern) Obermeitingen Landsberg am Lech Kinsau Kaufering Igling Hurlach Hofstetten (Oberbayern) Greifenberg Geltendorf Fuchstal Finning Eresing Egling an der Paar Eching am Ammersee Dießen am Ammersee Denklingen ApfeldorfKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Dießen am Ammersee ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und liegt am südwestlichen Ende des Ammersees.

Geografie[Bearbeiten]

Dießen liegt im bayerischen Voralpenland am Ammersee, etwa 40 Kilometer südwestlich von München.

Der Ort Dießen selbst zieht sich vom Ufer des Ammersees das Hochufer hinauf bis zum ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift. Dort grenzt gegen Westen das Dorf St. Georgen an. Einige Kilometer weiter im hügeligen Hinterland liegen die ehemaligen Gemeinden und heutigen Ortsteile Dettenschwang, Dettenhofen und Obermühlhausen. In unmittelbarer Nähe des Ammersees finden sich dagegen die Dörfer und Weiler der ehemaligen Gemeinde Rieden, darunter Riederau, Bierdorf und St. Alban.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Dettenhofen mit den Weilern und Einöden Pitzeshofen und Ummenhausen
  • Dettenschwang mit Oberhausen, Unterhausen, Wolfgrub und Abtsried
  • Obermühlhausen mit Oberbeuern, Unterbeuern und Schlöglhof
  • Riederau mit Rieden, Triebhof, Bierdorf, St. Alban, Gut Romenthal, Lachen, Engenried und Hübschenried
  • St. Georgen mit Wengen, Bischofsried, Ziegelstadl und Seehof

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Entfernungsangaben beschreiben die Luftlinie zum Ortsmittelpunkt des Nachbarorts und sind auf ganze Kilometer gerundet.

Landsberg am Lech
20 km
Utting
8 km
Herrsching
8 km
Germaringen
34 km
Nachbargemeinden Andechs
7 km
Wessobrunn
10 km
Raisting
5 km
Pähl
7 km


Geschichte[Bearbeiten]

St. Georg im Ortsteil St. Georgen

Schon im 3. nachchristlichen Jahrhundert führte die wichtige römische Fernstraße Via Raetia von Augsburg über den Brennerpass nach Oberitalien durch den Vorläuferort von Dießen. Ein erstes Kloster entstand vielleicht schon im 9. Jahrhundert im Ortsteil St. Georgen, diese Angaben sind jedoch sehr legendenhaft. Zwischen dem 11. und der Mitte des 12. Jahrhunderts besaßen die Grafen von Dießen (später die Linien Andechs und Wolfratshausen) südlich des heutigen Ortes mit der Sconenburg ihre Stammburg. Zwischen 1121/22 und 1127 wurde von ihnen das Augustinerchorherrenstift Dießen als Familienkloster gegründet, da man zunehmend in den um 1100 neu erbauten Burgen Andechs und Wolfratshausen residierte. Um 1140 überließ die gräfliche Familie dem Stift den Ort Dießen, stand aber als Vögte weiterhin in enger Verbindung mit Stift und Ort. Dieser wurde 1231 „civitas“ (Stadt) genannt, verlor seine Rechte aber bald an das Kloster und wurde erst 1326 wieder zum Markt erhoben.

Mit dem Aussterben der Grafen von Andechs 1248 übernahmen die Wittelsbacher die Vogtei über das Stift. Die Klosterkirche, das Marienmünster, wurde in den Jahren 1732 bis 1739 durch den Barockbaumeister Johann Michael Fischer neu errichtet. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst; Teile der Klosteranlage wurden abgebrochen. Die erhaltenen Gebäude des Klosters erwarben nach dem Ersten Weltkrieg die Barmherzigen Schwestern.

1818 entstand mit dem Gemeindeedikt in Bayern die ursprüngliche politische Gemeinde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Dießen Anziehungspunkt von Künstlern und ein Zentrum der Kunstgewerbe-Bewegung. 1934 erfolgte die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst (ADK).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1939 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sankt Georgen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Dettenhofen, Dettenschwang und Obermühlhausen hinzu.[2] Rieden am Ammersee folgte am 1. Mai 1978.[3]

Bildungsinstitutionen[Bearbeiten]

  • Ammersee-Gymnasium (ASG)
  • Carl-Orff Volksschule (COV)
  • Mädchenrealschule des Schulwerks der Diözese Augsburg

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Die Sitzeverteilung im Marktgemeinderat.
Jahr CSU SPD Grüne FW DB UBV BP oKD Gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 6 2 3 4 4 2 1 2 24 62,4
2002 7 2 2 4 2 2 1 0 20 63,5

FW = Freie Wähler Dießen
DB = Dießener Bürger
UBV = Unabhängige Bürgervereinigung
BP = Bayernpartei
oKD = offener Kreis Dießen


Hinweisschilder auf die jeweiligen Partnerstädte Dießen am Ammersee und Windermere (Cumbria)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Herbert Kirsch (Dießener Bürger e. V.), sein Stellvertreter ist Peter Fastl (2. Bürgermeister, Freie Wähler)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Durch Dießen verläuft die eingleisige Ammerseebahn von Mering über Geltendorf nach Weilheim. Sie wird von der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 985 geführt. An der Ammerseebahn befinden sich auf dem Gemeindegebiet die Bahnstationen Riederau, St. Alban und Dießen. Während es sich bei Riederau und St. Alban um Haltepunkte mit nur einem Gleis handelt, ist der Bahnhof Dießen ein Zugkreuzungsbahnhof mit drei Bahnsteiggleisen, von denen noch zwei in Betrieb sind. Die Landeshauptstadt München ist mit dem Zug in knapp einer Stunde zu erreichen.

Bahnhof Dießen im Jahr 1906
Hauptartikel: Bahnhof Dießen

Der Bahnhof Dießen befindet sich im Nordwesten der Ortsmitte von Dießen und liegt direkt am Ammerseeufer. Er wurde am 30. Juni 1898 als nördlicher Endpunkt des Ammerseebahn-Abschnittes Weilheim–Dießen eröffnet. Gleichzeitig nahmen die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen auch den Ammerseebahn-Abschnitt von Mering nach Schondorf in Betrieb. Zwischen Schondorf und Dießen verkehrten ersatzweise Schiffe über den Ammersee. Mit dem Lückenschluss zwischen Schondorf und Dießen am 23. Dezember 1898 wurde der Bahnhof Dießen zum Durchgangsbahnhof.[4] Anfangs besaß der Bahnhof eine provisorische hölzernes Bahnhofsbaracke. Aufgrund der großen Bedeutung des Bahnhofs wurde 1901 ein neues gemauertes Gebäude errichtet. Es besteht aus einem zwei- und einem dreigeschossigen Gebäude mit Satteldach, die durch eine halboffene Wartehalle verbunden sind. Der Bahnhof besaß ursprünglich drei Bahnsteiggleise. Außerdem existierten weitere Lade- und Abstellgleise, die inzwischen abgebaut wurden. Auch das dritte Bahnsteiggleis wurde Ende der 1990er-Jahre stillgelegt.[5][6] Das Empfangsgebäude steht heute unter Denkmalschutz.[7]

Der Haltepunkt St. Alban wurde am 29. September 2006 neu eröffnet, Baubeginn war am 24. April 2006. Er befindet sich im Norden des Ortsteils St. Alban und dient der Anbindung des 2005 eröffneten Ammersee-Gymnasiums. Der Haltepunkt besteht aus einem 120 Meter langen Seitenbahnsteig am durchgehenden Hauptgleis. Anfangs wurde der Haltepunkt nur von einzelnen Zügen bedient, seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 halten alle Züge in St. Alban. Von Mai bis September 2009 wurde am Haltepunkt außerdem eine Unterführung unter dem Bahngleis errichtet, die am 18. September 2009 eröffnet wurde.[8]

Bahnhof Riederau
Hauptartikel: Bahnhof Riederau

Der Bahnhof Riederau, der sich im Dießener Ortsteil Riederau befindet, ist heute nur noch ein besetzter Haltepunkt. Die Haltestelle war in der Vorplanung nicht vorgesehen. Da er für die Holzverladung benötigt wurde, richteten die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen jedoch schließlich einen Bahnhof in Riederau ein. Anfangs besaß die Station nur eine Wellblechhütte als Empfangsgebäude. 1901 wurde diese durch eine hölzerne Baracke ersetzt, die bisher am Bahnhof Dießen als Empfangsgebäude gedient hatte. Nördlich des Gebäudes befand sich ein Güterschuppen mit Laderampe. 1938 wurde ein gemauertes Empfangsgebäude mit Satteldach, offener Wartehalle und Warteraum errichtet, auf dessen Dach sich ein mit Holzschindeln gedecktes Uhrtürmchen befindet. Wie bei allen Bahnhofsgebäuden des südlichen Teils der Ammerseebahn, wurde auch hier ein Wandgemälde an der südlichen Hauswand angebracht. Im Lauf der Zeit wurde dieses Kunstwerk, während Sanierungsarbeiten, wie auch die Uhr auf dem Satteldach, überputzt. Auch der Güterschuppen wurde neu gebaut, die alte Laderampe blieb erhalten. Die Gleisanlagen des Bahnhofs bestanden aus dem durchgehenden Hauptgleis am Hausbahnsteig und einem aus Richtung Dießen befahrbaren Ladegleis. Das Gütergleis wurde um 1983 abgebaut, seit 1976 war die Station betrieblich gesehen nur noch ein Haltepunkt mit Blockstelle. Das Empfangsgebäude ist heute noch besetzt. Der Verkehrsdienst der Fahrkartenausgabe wurde Ende der 1990er Jahre aufgegeben und der Warteraum dauerhaft geschlossen. Der nicht mehr genutzte Güterschuppenanbau ist noch erhalten, die Bahnsteiglänge wurde vor wenigen Jahren den heutigen Verkehrsbedürfnissen angepasst und mittels Hinweistafeln um etwa ein Drittel verkürzt.[9][10]

Die Stationen werden seit 2008 im Stundentakt durch die Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB) von Augsburg-Oberhausen nach Schongau bedient. In der Hauptverkehrszeit stellen Verstärkerzüge zwischen Geltendorf und Peißenberg einen Halbstundentakt her. Alle Züge, die auf der Strecke fahren, bedienen die drei Bahnstationen. Seit 1991 fahren keine Fernverkehrszüge mehr auf der Ammerseebahn.[11]

Dießen am Ammersee von Norden

Busverkehr[Bearbeiten]

Schondorf ist im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an die Landsberger Verkehrsgemeinschaft (LVG) angeschlossen, in die der Schienenverkehr allerdings nicht integriert ist. Die Buslinien der LVG erschließen den Hauptort Dießen, sowie die Dießener Ortsteile St. Alban, Bierdorf, Riederau, Rieden, Dettenhofen, Dettenschwang und Obermühlhausen

Derzeit verkehren in Dießen folgende Buslinien:[12]

Ammerseeschifffahrt[Bearbeiten]

Anlegesteg 47.95029211.110096

Außerdem können von Ostersonntag (zwischen Ende März und Ende April) bis Kirchweih (der 3. Sonntag im Oktober) die vier Fahrgastschiffe der Bayerischen Seenschifffahrt, darunter der im Jahr 2002 in Dienst gestellte Raddampfer Herrsching genutzt werden um andere Orte am See zu erreichen. Vom am östlichen Seeufer gelegenen Herrsching fährt die Linie S8 der S-Bahn München in etwa 50 Minuten über die Bahnstrecke München–Herrsching zum Hauptbahnhof in München.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Weithin bekannt und auf einer Anhöhe auch vom See aus gut sichtbar ist das in den Jahren 1732–1739 von Johann Michael Fischer errichtete Dießener Marienmünster, das bis 1803 Mittelpunkt des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts war. Auch eine Museumsausstellung im berühmten Carl-Orff-Museum kann man besuchen.
  • Nicht weit vom Marienmünster entfernt steht die, um 1900 am Platz vor der Bäckerei Helmer errichtete Mariensäule. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Soldaten das Denkmal beim Einmarsch in den Ort.[13] Nach einer vollständigen Renovierung wurde sie im Juni 1981 vor dem Wirtshaus am Kirchsteig wieder aufgestellt.[14]
  • Auch die Kapelle Mariä Heimsuchung im Ortsteil Bierdorf, die mit 403 Jahren eine der einzigen Kapellen, die aus dieser Epoche in diesem Gebiet noch erhalten sind darstellt, ist ein sehenswertes Gebäude.[15]
  • Von Andechs kommend führt der König-Ludwig-Wanderweg am Marienmünster vorbei über die Schatzbergalm weiter nach Wessobrunn.
  • Im Süden von Dießen grenzt der Schacky-Park an. Der Park wurde nach dem Freiherrn von Schacky benannt und befindet sich in Privatbesitz, kann aber im Sommer sonntags besichtigt werden.[16]
  • Seit 1991 kann das regulär nur an Wochenenden und Feiertagen am Nachmittag geöffnete Carl-Orff-Museum auch nach telefonischer Vereinbarung besichtigt werden. Es befindet nach etwa 800 Metern auf halben Weg vom Dampfersteg zum Marienmünster.[17]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Dießen am Ammersee

Sport[Bearbeiten]

Der Markt bietet neben drei Strandbädern auch eine der ältesten und größten Binnen-Segelschulen Deutschlands mit Segelbootverleih unter anderem Traditionsschiffe. Am See finden sich große Fußballplätze und eine Minigolfanlage. Auch der Tretbootverleih ist in den Seeanlagen möglich. Weite Fahrrad- und Wanderwege ermöglichen eine schöne Tour um den ganzen See. (etwa 45 km lang)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Dießen ist bekannt für seinen alljährlich von Christi Himmelfahrt bis zum folgenden Sonntag (also i.d.R. im Mai) an der Uferpromenade stattfindenden Töpfermarkt. Ende Mai findet meist das so genannte „Brunnenfest“ statt. Jährlich findet an Maria Himmelfahrt (das ist im August) der Dießener Kunsthandwerkermarkt statt. Am zweiten Sonntag im August findet "Der große Flohmarkt zum Seefest" in den Seeanlagen statt, einer der beliebtesten und größten Flohmärkte Bayerns. Der "Marktsonntag" ist ein alljährliches Ereignis, das am dritten Sonntag im September in der malerischen Mühlstraße, die zum See führt, abgehalten wird.

Weitere Attraktionen sind der gemütliche Weihnachtsmarkt, der meistens am ersten Adventswochenende direkt vor dem berühmten Marienmünster stattfindet, und die „Britische Woche“. Alle zwei Jahre veranstaltet der Freundeskreis Ammersee-Windermere e. V. im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Windermere (Lake District, UK) Mitte September diese Woche der Begegnung, bei der kulturell und kulinarisch auf die seit 1998 bestehende Beziehung hingewiesen wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

in Dießen am Ammersee geboren[Bearbeiten]

mit Dießen am Ammersee verbunden[Bearbeiten]

  • Johann Michael Feuchtmayer der Jüngere (1709–1772), Bildhauer und Stuckateur, fertigte 1739 den Stuck im Marienmünster Dießen
  • Sir Roger Casement (1864–1916), irischer Freiheitskämpfer; lebte 1915 im Ortsteil Riederau.
  • Thomas Theodor Heine (1867-1948), Zeichner des Simplicissimus zog 1917 in sein bis dahin für die Sommerfrische genutztes Haus, das sich in dem Park oberhalb des Augustinum-Wohnstifts befand. Später hatte er hier auch ein eigens Ateliergebäude. Seine Frau und seine Tochter müssen es in der NS-Zeit aufgeben.
  • Karl Lösche (1878–1964), Bildhauer, gründete 1947 mit seinem Sohn Ernst Lösche eine Keramikwerkstatt in Dießen und verstarb in Dießen
  • Richard Trunk (1879–1968), Komponist, lebte nach 1945 bis zu seinem Tod 1968 im Ortsteil Riederau.
  • Walter Becker (1893–1984), Künstler; ab 1974 verbrachte er seine letzten Lebensjahre in Dießen; dort schuf er ein abstrahierendes Alterswerk
  • Carl Orff (1895–1982), Komponist und Musikpädagoge; lebte ab 1955 im Ortsteil Sankt Georgen
  • Alwin Seifert (1890–1972), bedeutender deutscher Gartenarchitekt, Hochschullehrer, Landschaftsgestalter, Naturschützer und Pionier der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und der frühen Ökologiebewegung.
  • Manfred Curry (1899–1953), Wissenschaftler, Arzt, Erfinder, Segler und Buchautor; wohnte lange Zeit seines Lebens im Ortsteil Riederau.
  • Heinrich Hauser (1901-1955), Schriftsteller, lebte einige Jahre hier und wurde (ebenso wie seine letzte Ehefrau) in Dießen begraben.
  • Johanna Sibelius (1913–1970), Drehbuchautorin und Schriftstellerin, lebte hier
  • Ernst Lösche (1923–2010), Keramiker, führte eine bekannte Keramikwerkstätte in Dießen und forschte zur Dießener Keramiktradition
  • Barbara König (1925–2011), Schriftstellerin und Hörspielautorin; lebte hier
  • Jörg Hube (1943–2009), Schauspieler, Regisseur und Kabarettist; verbrachte einen Teil seiner Kindheit hier
  • Rupert Eder (* 1968), Maler; lebt und arbeitet hier mit Frau Monika Gaertner, Architektin
  • Juliane Banse (* 1969), Opernsängerin; lebt hier mit Mann Christoph Poppen und ihren Kindern.
  • Adele Hoffmann (* 13. Januar 1920), bayerische Schauspielerin und Kinderhörspielautorin, lebt hier.
  • Annunciata Foresti (* 1953 in Bergamo/Italien), Malerin; lebt und arbeitet seit 1980 hier.
  • Stephan Fürstner (* 1987 in München), Fußballspieler; wuchs hier auf und begann hier mit dem Fußballspielen.
  • Sandro Kaiser (* 1989 in Fürstenfeldbruck), Fußballspieler; wuchs hier auf und begann hier mit dem Fußballspielen.
  • Hajo Düchting (*1949 in Düsseldorf), Kunsthistoriker; lebt hier.

Dießen zog in seiner Vergangenheit viele Künstler in seinen Bann, die hier arbeiteten und lebten, darunter Carl Spitzweg, Wilhelm Leibl, Fritz Winter, Hermann Nitsch, Edgar Reitz, Alexander Koester, Hans Schilcher, Carl Orff, Hermann Stahl, Clara Nordström, Erich Retzlaff, Heinz Piontek.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dagmar Dietrich: Ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift Dießen am Ammersee. Schnell und Steiner, München / Zürich 1986, ISBN 3-7954-0618-8
  • Thomas Raff: Spaziergänge durch Dießen am Ammersee. Fotos von Bernhard Jott Keller. Herausgegeben von der Marktgemeinde Dießen. Dussa-Verlag, Steingaden 2006, ISBN 3-922950-51-5, 161 S.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dießen am Ammersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 507.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 580.
  4.  Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 13–14.
  5.  Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 60–62.
  6. Beschreibung des Bahnhofs Dießen auf Ammerseebahn.de
  7. Liste der Baudenkmäler in Dießen am Ammersee (PDF; 160 kB) des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
  8. Beschreibung des Haltepunkt St. Alban auf Ammerseebahn.de
  9.  Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 59–60.
  10. Beschreibung des Bahnhofs Riederau auf Ammerseebahn.de
  11.  Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 94.
  12. Liniennetz der Landsberger Verkehrsgemeinschaft (PDF; 69 kB) auf lvg-bus.de
  13. Ammerse Kurier vom 7. Juli 2009
  14. Augsburger Tagblatt vom 20. Juni 2009
  15. Homepage des Fördervereins Kapelle Mariä Heimsuchung
  16. Homepage des Förderkreises Schacky-Park Dießen am Ammersee e. V.
  17. Homepage des Dießener Carl-Orff-Museums