Schiguljowsk

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Stadt
Schiguljowsk
Жигулёвск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Samara
Stadtkreis Schiguljowsk
Bürgermeister Alexander Kurylin
Gegründet 1949
Stadt seit 1952
Fläche 68 km²
Bevölkerung 55.565 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 817 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 70 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 84862
Postleitzahl 44535x
Kfz-Kennzeichen 63, 163
OKATO 36 404
Website www.zhigulevsk.org
Geographische Lage
Koordinaten 53° 24′ N, 49° 30′ O53.449.570Koordinaten: 53° 24′ 0″ N, 49° 30′ 0″ O
Schiguljowsk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Schiguljowsk (Oblast Samara)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Samara
Liste der Städte in Russland

Schiguljowsk (russisch Жигулёвск) ist eine Stadt in der Oblast Samara (Russland) mit 55.565 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Nordrand des Wolgabogens Samarskaja Luka mit den Schigulibergen, etwa 90 km westlich der Oblasthauptstadt Samara am rechten Ufer der Wolga, die hier zum Kuibyschewer Stausee angestaut wird.

Schiguljowsk ist der Oblast administrativ direkt unterstellt. Von der Stadt werden zudem fünf Dörfer mit zusammen 4.975 Einwohnern direkt verwaltet, sodass die Gesamtbevölkerungszahl der administrativen Einheit Stadt Schiguljowsk 62.412 beträgt (Berechnung 2009).

Die Stadt liegt an der 1961 eröffneten, elektrifizierten Eisenbahnstrecke Sysran–Samara (über Schiguljowskoje More am linken Wolgaufer, wo die kurze Zweigstrecke in das nahe Togliatti abzweigt). Durch Schiguljowsk führt auch die Fernstraße M5 Moskau–Samara–Tscheljabinsk, die in Richtung Samara autobahnähnlich ausgebaut ist. Bahnstrecke und Straße überqueren die Wolga auf der Krone des Staudamms.

Geschichte[Bearbeiten]

Sowjetisches Stadtwappen

An Stelle der heutigen Stadt sind seit 1647 bzw. 1840 die Dörfer Morkwaschi und Otwaschnoje bekannt. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser idyllische Abschnitt des Wolgaufers beliebter Aufenthaltsort von Dichtern und Malern. So arbeitete Ilja Jefimowitsch Repin in Morkwaschi 1870 an seinem berühmten Bild Die Wolgatreidler.

In den 1940er Jahren entstand mit der Entdeckung von Erdöllagerstätten die Arbeitersiedlung Otwaschny, die 1946 den Status einer Siedlung städtischen Typs erhielt. 1949 erfolgte der Zusammenschluss mit den umliegenden Dörfern und die Umbenennung in Schiguljowsk, nach dem Höhenzug südlich des Ortes.

Mit dem Baubeginn des Damms des Kuibyschewer Stausees in unmittelbarer Nähe im Jahre 1950 begann der Ort schnell zu wachsen, sodass am 22. Februar 1952 das Stadtrecht verliehen wurde.

2004 wurde die vormalige Siedlung städtischen Typs Jablonewy Owrag (russisch für Apfelbaumschlucht) am Wolgaufer nordwestlich des Stadtzentrums eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Stadtteil Jablonewy Owrag
Jahr Einwohner
1959 46.117
1970 52.130
1979 46.157
1989 44.801
2002 48.770
2010 55.565

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Südlich der Stadt wird praktisch der gesamte Wolgabogen vom 1984 eingerichteten 134.000 Hektar großen Nationalpark Samarskaja Luka eingenommen. Die Parkverwaltung befindet sich in Schiguljowsk.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ölförderverwaltung

Bei Schiguljowsk befindet sich das zur GidroOGK gehörende Schiguljowsker Wasserkraftwerk (früher Wolga-W.-I.-Lenin-Kraftwerk) mit einer Leistung von 2300 MW. In der Umgebung wird durch Samaraneftegas Erdöl gefördert. An mehreren Stellen wird Kalkstein abgebaut. Im Stadtteil Jablonewy Owrag befindet sich ein Zementwerk. Daneben gibt es Betriebe der Elektrotechnik und der Holzwirtschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schiguljowsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien