Schilda (Brandenburg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Elbe-Elster | |
| Amt: | Elsterland | |
| Höhe: | 137 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,71 km² | |
| Einwohner: |
490 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 03253 | |
| Vorwahl: | 035326 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EE | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 62 440 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Kindergartenstraße 2a 03253 Schönborn |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Diana Kobill (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Schilda im Landkreis Elbe-Elster | ||
Schilda ist eine Gemeinde im Süden von Brandenburg im Landkreis Elbe-Elster. Die Gemeinde gehört dem Amt Elsterland an. Der Verwaltungssitz des Amtes ist in der Gemeinde Schönborn. Von 1952 bis 1993 gehörte Schilda zum Kreis Finsterwalde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Gemeinde liegt in einem landwirtschaftlich geprägten Teil der westlichen Niederlausitz. Sie wird von den Gemeinden Doberlug-Kirchhain, Tröbitz und Uebigau-Wahrenbrück umgeben.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ortsgeschichte
Schilda wurde im Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort befand sich zu dieser Zeit von Dezember 1300 bis 1335 im Besitz der de Ileburg. Im Jahre 1335 verkauften diese das Dorf dem Kloster Dobrilugk und Schilda wurde mit deutschen Siedlern besetzt. Bis 1541 blieb es in Besitz des Klosters. 1335 begann vom Kloster aus ein ergiebiger Weinbau und Kelterbetrieb. An das damalige Vorhandensein eines weiteren Weinberges erinnert noch das "Kellerhaus" am Wege von Schilda nach Langennaundorf. In der Folgezeit fielen die Weinpflanzungen weg und verschwanden im 19. Jahrhundert gänzlich.
Die Schildaer Kirche wurde 1450 erbaut. Nach kunstgeschichtlichen Angaben ist sie ein mittelalterliches Bauwerk mit rechteckigem Grundriss. Die Mauern sind aus Granitfindlingen und Raseneisenstein errichtet. Der fast quadratische Turm wurde später angebaut. Auch wenn der Ort wohl kaum das historische Schilda sein dürfte, offenbaren alte Überlieferungen die besondere Lebensweise der Leute. So sagt man, dass sie auf die unnütze Ausgabe von Fenstern auf der Kirchennordseite verzichteten. Um 1800 brachte der Raseneisenstein einen kleinen zusätzlichen Verdienst. Er wurde in das Eisenwerk Lauchhammer geliefert. Im April 1856 brannte der südlich der Kirche gelegene Teil des Dorfes komplett nieder.
Im Territorium der Gemeinde existierten in früheren Zeiten insgesamt drei Ziegeleien. Die Ziegelherstellung wurde in den vergangenen Jahrhunderten sehr arbeitsintensiv betrieben. Anhand der Bevölkerungsentwicklung von 1900 bis 1910 sieht man, dass die Braunkohleindustrie für viele Bewohner die Haupterwerbsquelle wurde. Eine Blütezeit erlebt die Kohleindustrie noch einmal nach 1945. Aus dem Braunkohlewerk wurde später ein Betrieb des Landmaschinenbaus. Einen großen Umbruch im Erwerbsleben brachte die politische Wende 1989. Die Arbeitgeber in der nahen Umgebung, wie der Landmaschinenbau und Brikettfabriken, waren der Marktwirtschaft nicht rentabel genug und wurden geschlossen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Einwohnerentwicklung der Gemeinde Schilda inklusive seiner heutigen Ortsteile ab 1875 bis 2008[2] | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | ||||
| 1875 | 324 | 1950 | 973 | 1991 | 697 | 1998 | 655 | 2005 | 547 | ||||
| 1890 | 387 | 1964 | 833 | 1992 | 687 | 1999 | 638 | 2007 | 527 | ||||
| 1910 | 648 | 1971 | 793 | 1993 | 674 | 2000 | 629 | 2008 | 516 | ||||
| 1925 | 703 | 1981 | 758 | 1994 | 672 | 2001 | 620 | ||||||
| 1933 | 741 | 1985 | 748 | 1995 | 667 | 2002 | 606 | ||||||
| 1939 | 815 | 1989 | 718 | 1996 | 678 | 2003 | 658 | ||||||
| 1946 | 932 | 1990 | 723 | 1997 | 672 | 2004 | 569 | ||||||
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Rat der Gemeinde Schilda besteht aus 6 gewählten Kandidaten der WG Schilda und 2 Kandidaten der WG Röschendorf.
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde am 1. Juni 1994 genehmigt.
Blasonierung: „In Grün ein gehendes silbernes Pferd.“[3]
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Baudenkmale in Schilda (Brandenburg) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Als einziger Ort in Mitteleuropa (oder gar weltweit) namens Schilda wird die Gemeinde oft mit den Schildbürgern in Verbindung gebracht. Einen historischen Beweis für diese Verknüpfung gibt es jedoch nicht. Auch das ungewöhnlich erscheinende Fehlen von Fenstern in der Nordseite der Schildaer Kirche sollte keinen hinreichenden Beweis für das Schildbürgertum in Schilda darstellen.
Diese Kirche wurde 1450 erbaut. Nach kunstgeschichtlichen Angaben ist sie ein mittelalterliches Bauwerk mit rechteckigem Grundriss. Die Mauern sind aus Granitfindlingen und Raseneisenstein errichtet. Der fast quadratische Turm wurde später angebaut. Auch wenn der Ort wohl kaum das historische Schilda sein dürfte, offenbaren alte Überlieferungen die besondere Lebensweise der Leute. So sagt man, dass sie auf die unnütze Ausgabe von Fenstern auf die Kirchennordseite verzichteten. Besonders aktiv in Schilda sind auch der Jugendclub und die Freiwillige Feuerwehr mit ihren zahlreichen Veranstaltungen.
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Gräber jüdischer Bürger, die die Grausamkeiten des Verlorenen Zuges nicht überlebten.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Corina Kovács, Deutsche Vizemeisterin im Line Dance[4]
- Gottfried Seemann, 29-facher DDR-Meister im Badminton (7 x Einzel, 6 x Doppel, 5 x Mixed, 11 x Mannschaft für Aktivist Tröbitz)
- Annemarie Seemann (Ehefrau von Gottfried Seemann, geborene Fritzsche), 14-fache DDR-Meisterin im Badminton (4 x Doppel, 10 x Mannschaft für Aktivist Tröbitz)
- Gerolf Seemann, 7-facher DDR-Meister im Badminton (1 x Doppel, 6 x Mannschaft für Aktivist Tröbitz)
- Gitta Rost (jetzt Sommerfeld), 2-fache DDR-Meisterin im Badminton (2 x Mannschaft für Aktivist Tröbitz)
[Bearbeiten] Fußnoten und Einzelnachweise
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
- ↑ Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg Online als PDF-Datei
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ http://www.lr-online.de/regionen/Herzberg;art1056,2476933
[Bearbeiten] Weblinks
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