Lauchhammer
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberspreewald-Lausitz | |
| Höhe: | 111 m ü. NN | |
| Fläche: | 88,43 km² | |
| Einwohner: |
16.659 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 188 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01979 | |
| Vorwahl: | 03574 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OSL, CA, SFB | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 66 176 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadt- und 2 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Liebenwerdaer Str. 69 01979 Lauchhammer |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Roland Pohlenz | |
| Lage der Stadt Lauchhammer im Landkreis Oberspreewald-Lausitz | ||
Lauchhammer (niedersorbisch: Łuchow) ist eine Stadt im Süden Brandenburgs im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Sowohl die Stadt selbst als auch die nähere Umgebung sind durch langjährige Bergbau- und Industrietätigkeit geprägt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt liegt in der Niederlausitz. Lauchhammer befindet sich 45 Kilometer nördlich von Dresden in der Nähe der Bundesautobahn 13 (Abfahrt Ruhland) und an der Bundesstraße 169 zwischen Senftenberg und Elsterwerda. Die Stadt Cottbus ist rund 50 Kilometer entfernt, die Entfernung zur Sängerstadt Finsterwalde beträgt etwa 25 Kilometer. Die Höhenlage reicht von 94 bis 160 m NN.
Die Stadt liegt an der Schwarzen Elster, einem Nebenfluss der Elbe.
Ausdehnung des Stadtgebiets [Bearbeiten]
Durch die zahlreichen Eingemeindungen erstreckt sich das Stadtgebiet über mehr als 88 Quadratkilometer.
Zwischen den einzelnen Stadt- und Ortsteilen finden sich eine Vielzahl großer Wald- und Wiesenflächen. Durch den Kohlenabbau befinden sich sowohl im Stadtgebiet als auch außerhalb der Stadt zahlreiche Bergbaufolgelandschaften. Diese bestimmen weitgehend das Erscheinungsbild des Umlands der Stadt. Im Ortsteil Grünewalde befindet sich das Naherholungsgebiet Grünewalder Lauch. Der See wurde 1981, als ein ehemaliges Tagebaurestloch, aufgefüllt und hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Naherholungsgebiet entwickelt.
Neben dem Grünewalder Lauch gibt es noch drei weitere Teiche: den Wolschinkateich, den Kuthteich und den Wehlenteich. Die letzteren beiden befinden sich in der auch als Grüne Mitte bezeichneten 16 ha großen Wald- und Wiesenfläche, welche sich zwischen Lauchhammer-Mitte und Lauchhammer-Süd befindet.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Die Stadt Lauchhammer grenzt an folgende Städte und Gemeinden:
| Gliederung | Name | Grenze | Landkreis |
|---|---|---|---|
| Gemeinde | Gorden-Staupitz | NW | EE |
| Stadt | Finsterwalde | N | EE |
| Gemeinde | Lichterfeld-Schacksdorf | N | EE |
| Gemeinde | Schipkau | NO | OSL |
| Stadt | Schwarzheide | O | OSL |
| Stadt | Ruhland | SO | OSL |
| Gemeinde | Frauendorf | S | OSL |
| Gemeinde | Tettau | S | OSL |
| Gemeinde | Schraden | SW | EE |
| Gemeinde | Plessa | W | EE |
| Gemeinde | Hohenleipisch | W | EE |
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Das heutige Lauchhammer entstand erst am 1. Juli 1950 als Großgemeinde aus den Orten Naundorf, Bockwitz, Mückenberg und Dolsthaida (siehe Stat. Bundesamt). Lauchhammer ist eine vergleichsweise junge Stadt und erhielt das Stadtrecht erst am 5. Juli 1953. Sie besteht aus den fünf Stadtteilen:
- Lauchhammer-Mitte (ehemals Bockwitz)
- Lauchhammer-Nord (ehemals Kleinleipisch)
- Lauchhammer-Ost (ehemals Naundorf)
- Lauchhammer-Süd (ehemals Dolsthaida)
- Lauchhammer-West (ehemals Mückenberg)
Im Jahre 1993 wurden die Dörfer Kostebrau und Grünewalde als neue Ortsteile in das Gebiet der Stadt eingemeindet. Die Stadt ist aufgrund dieser Entwicklung stark untergliedert.
Geschichte [Bearbeiten]
Lauchhammer zählt mit seiner langen Bergbautradition zu den ältesten Industriestandorten des Landes Brandenburg. Die Industriegeschichte im Gebiet der jetzigen Stadt begann bereits 1725 mit dem Errichten eines Raseneisenwerkes auf Holzkohle- und Torfbasis bei einer abgelegenen Mühle. Dieses an den Lauchteichen gelegene Werk – der Hammer im Lauch – gab der Stadt ihren heutigen Namen. 1789 wurde bei Bockwitz – dem heutigen Lauchhammer-Mitte – das erste Kohleflöz angebohrt. Das ist auch der erste schriftliche Hinweis auf die Niederlausitzer Braunkohle. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Kohlengruben, unter Anderem die Grube Milly. Um das Jahr 1900 setzte eine verstärkte Industrialisierung der Stadt ein. In diesem Jahr wurde auch die BUBIAG (Braunkohlen- und Brikett-Industrie Aktiengesellschaft) gegründet. In der Folgezeit entstanden im Bergbau und in der verarbeitenden Industrie zahlreiche Arbeitsplätze. Dies führte zu einem verstärkten Wachstum der Einwohnerzahlen und zur Gründung neuer Wohngebiete. Ab 1906 setzte die Bubiag ein erstes Siedlungsprogramm für die Arbeiter und ihre Familien um. 1919 wurde der heute unter Denkmalschutz stehende Grundhof errichtet.
1912 wurde zwischen Lauchhammer und Gröba bei Riesa die erste Hochspannungsleitung (110 kV) der Welt gebaut, siehe 110-kV-Leitung Lauchhammer-Riesa.
Ab 1898 wurden in der ersten Brikettfabrik Briketts produziert. Insgesamt standen in der Stadt acht Brikettfabriken und eine Kokerei. In der Lauchhammeraner Kokerei gelang 1952 der weltweit erste Versuch aus Braunkohle hüttenfähigen Koks herzustellen. 1993 wurde die letzte Fabrik stillgelegt. Einen Beleg für den früheren Braunkohleabbau stellt das imposante Bauwerk der Abraumförderbrücke F60 bei Lichterfeld dar. Sie wurde im Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk der TAKRAF hergestellt.
Lauchhammer gilt auch als Stadt des Kunstgusses. Dieser hat ebenfalls eine sehr lange Tradition in der Stadt. Der erste Eisenkunstguss wurde im Jahre 1784 durchgeführt. In der Stadt wird auch heute noch eine Glockengießerei betrieben.
Seit 1880 werden in Lauchhammer Badewannen hergestellt. Zwischen 1968, als eine neue Badewannengießerei errichtet wurde, und 1989 wurden sämtliche Badewannen für den ostdeutschen Markt im Lauchhammer Werk gefertigt. Während die Wannen bis Mitte der 1990er Jahre noch aus Gusseisen gefertigt wurden, wird heute das wesentlich leichtere Acryl benutzt.
Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
Ortsteil Kostebrau [Bearbeiten]
Beim heutigen Ortsteil Kostebrau befand sich die 1709 von dem sächsischen Kurfürst gegründete Spiegelglashütte Friedrichsthal. Sie wurde im Jahre 1974 stillgelegt. Das ehemalige Inspektorenwohnhaus wurde 1979 wegen Baufälligkeit abgerissen. Im Jahre 1896 wurde in Kostebrau die Braunkohlegrube Unser Fritz eröffnet. Dazu gehörten eine Brikettfabrik mit drei Pressen, einer Anschlussbahn an den Bahnhof Römerkeller sowie die gleichnamige Wohnsiedlung Unser Fritz.[2]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Seit der Industrialisierung stiegen die Zahlen der Einwohner im Gebiet des heutigen Lauchhammers bis zum Ende der 1960er Jahre stetig an. Danach nahm die Bedeutung des Industriestandortes Lauchhammer ab. Die Einwohnerzahlen sind daher in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig. Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass sie bis 2030 auf ca. 12.000 sinken wird. Das wäre ein Rückgang um 40 % seit 2000. Während die Zahl der Personen im arbeitsfähigen Alter stark abnimmt, seigt die absolute Zahl an Senioren sogar.
| Bevölkerungsentwicklung der Stadt Lauchhammer inklusive ihrer heutigen Ortsteile ab 1875[3] | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner |
| 1875 | 4.627 | 1890 | 6.054 | 1910 | 10.151 | 1925 | 17.259 | 1933 | 19.734 |
| 1939 | 22.467 | 1946 | 28.063 | 1950 | 27.524 | 1964 | 32.757 | 1971 | 31.854 |
| 1981 | 27.102 | 1985 | 26.626 | 1989 | 25.756 | 1990 | 24.945 | ||
| 1991 | 23.882 | 1992 | 23.911 | 1993 | 23.682 | 1994 | 23.386 | 1995 | 22.948 |
| 1996 | 22.551 | 1997 | 22.022 | 1998 | 21.684 | 1999 | 21.353 | 2000 | 20.769 |
| 2001 | 20.276 | 2002 | 19.826 | 2003 | 19.407 | 2004 | 19.060 | 2005 | 18.697 |
| 2006 | 18.396 | 2007 | 18.021 | 2008 | 17.593 | 2009 | 17.276 | 2010 | 16.956 |
| 2011 | 16.517[4] | ||||||||
Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 28 Mitgliedern:
- CDU: 5 Sitze (18,1 %)
- SPD: 4 Sitze (15,1 %)
- Die Linke: 7 Sitze (25,8 %)
- FDP: 3 Sitze (10,7 %)
- DSU: 1 Sitz (2,4 %)
- UBV: 5 Sitze (16,1 %)
- VL: 2 Sitze (7,4 %)
- L PUR: 1 Sitz (4,0 %)
Die Wahlbeteiligung lag bei 41,2 Prozent.
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[5]
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 6. April 1992 genehmigt.
Blasonierung: „In einem geteilten und oben gespaltenen Schild vorn in Rot einen links-gewendeten, hersehenden silbernen Löwen (Leopard), hinten in Grün einen wachsenden natürlichen Eremiten in silberner Kutte, in der Linken einen goldenen Rosenkranz, in der Rechten eine silberne Grabhacke mit natürlichem Stil haltend, begleitet beiderseits von drei goldenen Ähren. Im unteren goldenen Feld befindet sich ein schwarzes Hammerwerk.“[6]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Lauchhammer unterhält eine Städtepartnerschaft mit der rumänischen Stadt Târgu Jiu.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Lauchhammer und in der Liste der Bodendenkmale in Lauchhammer stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Museen [Bearbeiten]
Im Lauchhammeraner Kunstgussmuseum kann sich der interessierte Besucher über Geschichte, Handwerk und Werke des Kunst- und Glockengusses informieren.[7]
Im Ortsteil Grünewalde kann das sogenannte Mühlenhofmuseum besichtigt werden, welches einen Einblick in Leben und Arbeit eines Müllers um das Jahr 1900 gibt.[8]
Seit Sommer 2008 sind nach Sanierung im Rahmen eines Projektes der Internationalen Bauausstellung (IBA) die letzten Relikte der Koksproduktion, die so genannten Biotürme von 1958, öffentlich zugänglich. In ihnen wurden phenolhaltige Abwässer durch Verrieseln über Schlacke biologisch behandelt. Besucher können einen der bis 2002 genutzten Türme besteigen und über verglaste Aussichtskanzeln weit über das ehemalige Industrieareal schauen. Die industriegeschichtlich einzigartige Anlage wird auch als „Castel del Monte der Lausitz“ bezeichnet.[9][10][11][12][13]
Im Ortsteil Grünewalde können sich Besucher über die Geschichte der Lausitz sowie historisches Handwerk bei den „Lausitzer Zeitreisen“ informieren. Gezeigt wird eine mittelalterliche Planwagenburg aus dem Jahr 1430. Neben der Planwagenburg befindet sich ein begehbares Wunschsteinlabyrinth.[13]
Heimatstuben befinden sich in Lauchhammer-Mitte, Grünewalde und Kostebrau.[8][13]
Geschichtsdenkmale [Bearbeiten]
Im Schlosspark (auch Volkspark) von Lauchhammer-West erinnert seit 1959 ein Ehrenmal an die Opfer des Faschismus, insbesondere an den Kommunisten Otto Hurraß, der 1934 im KZ Lichtenburg ermordet wurde.
Parks [Bearbeiten]
Im Stadtteil Lauchhammer-West befindet sich der Schlosspark, in welchem sich bis 1945 das Schloss Mückenberg befand, welches kurz nach Beendigung des Krieges durch einen Brand völlig vernichtet wurde. Heute befindet sich im Park noch die 1746 errichtete Mückenberger Schlosskirche. Der gesamte Schlosspark steht heute unter Denkmalschutz. Im Park finden vereinzelt Open-Air-Konzerte statt. Durch den Orkan Kyrill wurde der Park im Januar 2007 schwer in Mitleidenschaft gezogen.[14]
Musik [Bearbeiten]
Zur Förderung und Unterstützung regionaler Musiker und Bands wurde im Jahre 1992 der Bunt-Rock e. V. gegründet. Der Verein bietet den meist jugendlichen Künstlern Proberäume und Möglichkeiten zur Aufnahme ihrer Musik. Zu den regelmäßig durchgeführten Veranstaltungen zählen die 60er-Jahre-Partys sowie die alljährlichen Straßenfeste.
Sport [Bearbeiten]
Lauchhammer hatte zu Zeiten der DDR einen hervorragenden Ruf als Basketballhochburg. Der heutige Verein BG Lauchhammer 1950 e. V. ging aus der Sektion Basketball der ehemaligen Betriebssportgemeinschaft hervor und wurde 1950 gegründet. Als einer der größten sportlichen Erfolge galt der Gewinn des Meistertitels durch die B-Jugend der Männer im Jahre 1976. Die Lauchhammeraner Basketballer konnten nach 1989 nur schwer an alte Erfolge anknüpfen. Die Herrenmannschaft I spielt zurzeit in der Brandenburger Oberliga, während die Damenmannschaft nach dem Aufstieg in die 2. Regionalliga Nord vom Spielbetrieb der Saison 2007/2008 zurückgezogen wurde. Nach erneuter Gründung einer Damenmannschaft konnte die Saison 2012/2013 mit dem Meistertitel der Oberliga Brandenburg angeschlossen werden. In den letzten Jahren konnte der Verein mehr als 50 Meistertitel im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich erkämpfen und ist damit nach wie vor einer der erfolgreichsten Brandenburger Basketballvereine.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Da die gesamte Wirtschaft und Infrastruktur der Stadt an den Braunkohlenabbau gekoppelt war, hat sich die wirtschaftliche Gesamtsituation der Stadt seit 1989 beträchtlich verschlechtert. Durch die Schließung der Tagebaue, Braunkohlefabriken und der Kokerei verloren mehr als 15.000 Menschen ihre Arbeit. Lauchhammer hat dadurch seit Jahren eine der höchsten Arbeitslosenquoten der Region.
Erst durch die Ansiedlung neuer Unternehmen konnte diese Entwicklung zum Teil gestoppt werden. Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Zu den wichtigsten Unternehmen der Stadt zählen:
- 3 A Kunstguß Lauchhammer GmbH (Glocken- und Kunstgießerei)
- Der Windenergieanlagenhersteller Vestas (Rotorblätter)
- Der Tagebaugeräte- und Fördertechnik-Anlagenbauer TAKRAF GmbH
Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
Der Zugbetrieb wurde erstmals am 15. Oktober 1875 am Bahnhof Lauchhammer Ost aufgenommen.
Der Bahnhof Lauchhammer liegt im Stadtteil Lauchhammer-West an der Strecke Bahnlinie Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster. Es verkehren stündlich Regionalexpress-Züge der DB Regio AG. Alle zwei Stunden besteht eine Direktverbindung über Falkenberg hinaus nach Leipzig.
Nach 1989 wurde das Straßennetz erheblich ausgebaut und die Anbindung an das Autobahnnetz verbessert. Es existieren mehrere Abfahrten an der Bundesstraße 169 zwischen Senftenberg und Elsterwerda. Über die nah gelegene Anschlussstelle Ruhland erreicht man die Bundesautobahn 13, welche Berlin mit Dresden verbindet.
Im Nachbarort Schwarzheide befindet sich ein Verkehrslandeflugplatz der Kategorie II.
Medien [Bearbeiten]
Die mit Regionalausgaben im Gebiet erscheinende Zeitung ist die Lausitzer Rundschau. Der in Lauchhammer direkt ansässige private Regionalfernsehsender Stadtkanal Lauchhammer (WMZ TV Lauchhammer) erreicht über das Kabelfernsehnetz rund 12.000 Haushalte in Lauchhammer, Kostebrau, Ortrand, Plessa und Schraden.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Traugott Lebrecht Hasse (* 8. Februar 1775 in Bockwitz; † 17. Juni 1853 in Dresden); Bergmann[15]
- Georg Arndt (1863–1939), evangelischer Theologe
- Walter Besig (1869–1950), Maler, bekannt als Schradenmaler
- Hans Tiessler (1905–1951), Jurist und Oberbürgermeister von Kattowitz
- Benno Pludra (* 1925), Kinder- und Jugendbuchautor
- Siegfried Krepp (* 1930), Bildhauer und Maler
- Hans-Edgar Stecher (* 1931), Schauspieler und Synchronsprecher
- Gunter Sonneson (* 1943), Schauspieler und Opernsänger
- Hans-Joachim Brauske (* 1943), Boxer
- Thomas Gumpert (* 1952), Schauspieler
- Ilona Blumenthal-Petzold (* 1953), Schauspielerin, Sängerin und Dozentin an der Hochschule für Musik Leipzig
- Annelore Zinke (* 1958), Gerätturnerin
- Michael Stübgen (* 1959), CDU-Politiker, Mitglied des Deutschen Bundestages
- Heidrun Schellschmidt (* 1959), SPD-Politikerin
- Petra Kalkutschke (* 1961), Schauspielerin
- Eckhard „Ecki“ Lipske (* 1961), Musiker und Gitarrist bei electra
- Jens Kunath (* 1967), Fußballtorhüter und heutiger -trainer
- Annett Neumann (* 1970), Bahnradrennfahrerin
- Mario Veit (* 1973), Boxer im Supermittelgewicht
- Sabine Loewe (* 1982), Basketballnationalspielerin
- Sebastian Kroggel (* 1982), Opernsänger
- Sebastian Schuppan (* 1986), Fußballspieler
- Alexander Bittroff (* 1988), Fußballspieler
- Florian Büchler (* 1988), Fußballspieler
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen [Bearbeiten]
Benedicta Margareta Freifrau von Löwendal (1683–1776) schuf 1725 mit der Gründung eines Hammerwerkes, eben des Lauchhammerwerkes, die Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt. Sie wurde damit zu einer der ersten Unternehmerinnen der Niederlausitz.
Der Name der Stadt Lauchhammer und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Gebiet der Eisenverarbeitung und des Kunstguss ist außerdem stark verbunden mit dem persönlichen Engagement der Unternehmer Detlev Carl Graf von Einsiedel (1737–1810) und dessen Sohn Detlev Graf von Einsiedel (1773–1861). Im Auftrag von Detlev Carl von Einsiedel gelang es Thaddäus Ignatius Wiskotschill und Joseph Mattersberger 1784 eine in Wachs ausgegossene antike Figur einer Bacchantin in Eisen zu gießen.
Mitte der 1950er Jahre lebte der spätere Pilot Heinz-Dieter Kallbach (* 1940) in Lauchhammer. Kallbach erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die erste geplante Landung einer IL-62 auf einer 860 m langen Graspiste auf dem ältesten Flugplatz der Welt in Stölln.
Nach dem 1942 im Konzentrationslager Dachau ums Leben gekommenen katholischen Priester Wilhelm Oberhaus wurde am 8. Mai 1987 die Wilhelm-Oberhaus-Straße in Lauchhammer-Mitte benannt.[16]
Literatur [Bearbeiten]
- Stadtverwaltung Lauchhammer (Hrsg.): Lauchhammer – Geschichten einer Stadt. Geiger Verlag, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-857-7.
- Autorenkollektiv, Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V. (Hrsg.): Bergbaugeschichte im Revier Lauchhammer. Lauchhammer 2003.
- Angelika Steffens: „Hör bloß off mit deine Kokerei!“ - Erinnerungen an die Großkokerei Lauchhammer. Lauchhammer 2004.
- Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.), Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2.
- Ulf Jacob: Architektur erfahren. Bauhistorische Schätze der Stadt Lauchhammer, hrsg. von der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH (WEQUA GmbH), Lauchhammer 2006, ISBN 3-00-019981-0.
- Wolfgang G. Schwanitz (Hrsg.): 125 Jahre Sueskanal: Lauchhammers Eisenguß am Nil (= Historische Texte und Studien. Bd. 18). Olms, Hildesheim 1998, ISBN 3-487-10315-X.
Periodika [Bearbeiten]
- Heimatkalender für den Kreis Bad Liebenwerda. (seit 1912 in Bad Liebenwerda herausgegebene Buchreihe)
- Die Schwarze Elster. (heimatkundliche Schriftenreihe)
Fußnoten und Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 6. September 2008
- ↑ Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg Online als PDF-Datei
- ↑ Stadt Lauchhammer - Zahlen, Fakten, Verkehr und Stadtplan [1]
- ↑ Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 30. September 2008
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ Homepage der Kunstgießerei Lauchhammer. Abgerufen am 2. August 2009.
- ↑ a b Homepage des Grünewalder Heimatvereins
- ↑ Homepage der Biotürme in Lauchhammer. Abgerufen am 2. August 2009.
- ↑ Die Biotürme auf der Homepage von Lauchhammer. Abgerufen am 2. August 2009.
- ↑ Denkmalliste des Kreises Oberspreewald-Lausitz im Land Brandenburg(PDF). Abgerufen am 2. August 2009 (PDF (130 kB)).
- ↑ Informationsblatt „Biotürme Lauchhammer“
- ↑ a b c Stadt Lauchhammer (Hrsg.): „Lauchhammer entdecken“. (Broschüre).
- ↑ Der Schlosspark auf der Homepage von Lauchhammer. Abgerufen am zugriff=8. August 2009.
- ↑ Deutsche Biographische Enzyklopädie H
- ↑ Stadtverwaltung Lauchhammer (Hrsg.): Lauchhammer – Geschichten einer Stadt. Geiger Verlag, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-857-7, S. 61/62.
Weblinks [Bearbeiten]
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