Schongau LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schongauf zu vermeiden.
Schongau
Wappen von Schongau
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1041i1f3f4
Postleitzahl: 6288
Koordinaten: 662862 / 23561347.2684268.269308639Koordinaten: 47° 16′ 6″ N, 8° 16′ 10″ O; CH1903: 662862 / 235613
Höhe: 639 m ü. M.
Fläche: 12.46 km²
Einwohner: 913 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 73 Einw. pro km²
Website: www.schongau.ch
Karte
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Schongau ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Schongau liegt über dem Hallwilersee auf den nördlichen Ausläufern des Lindenbergs. Im Norden der Gemeinde, an der Grenze zum Kanton Aargau, liegt der Ortsteil Niederschongau. Er besteht aus dem nördlich gelegenen Hinterdorf (620 m.ü.M.) und dem südlich anschliessenden Vorderdorf (639 m.ü.M.). Im Zentrum der Gemeinde liegt der Ortsteil Mettmenschongau (671 m.ü.M.), östlich davon Oberschongau (745 m.ü.M.) mit dem südöstlich angrenzenden Weiler Chalchtaren (776 m.ü.M.). Südlich von Mettmenschongau liegt der Ortsteil Rüdikon (663 m.ü.M.). Und im Südosten liegen – in Nordwest-Südost-Richtung – die Weiler Kretzhof (754 m.ü. M.), Peyerhof (791 m.ü.M.) und Luckel (802 m.ü.M.). Vom Ursprung beim Kretzhof fliesst der Mettmenschongauerbach in nordwestlicher Richtung und durchquert dabei die Ortsteile Mettmenschongau und Niederschongau. Von der Gemeindefläche von 1243 ha wird 70,4 % landwirtschaftlich genutzt. Da nur 3,5 % des Gemeindeareals Siedlungsfläche ist, besteht der grosse Rest aus Wald und Gehölz, welche 26,1 % der Gemeindefläche bedecken.

Die luzernischen Nachbargemeinden von Schongau sind Aesch und Hitzkirch. Ausserdem grenzt der Ort im Norden an die Gemeinden Bettwil und Fahrwangen, im Osten an Buttwil, welche alle im Kanton Aargau liegen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 1'077
1888 802
1930 792
1950 726
1960 734
1970 743
1980 678
1990 669
2000 729
2010 866

Von 1850 bis 1888 ging die Bevölkerung durch Abwanderung massiv zurück (1850–1888: −25,5 %), blieb dann – mit Ausnahme des Jahrs 1930 – stabil, um danach in zwei Schritten bis zum absoluten Tiefpunkt 1990 zu sinken (1930–1990: −15,5 %). Seither wächst sie wieder stark an (1990–2004: +20,6 %).

Sprachen[Bearbeiten]

Im Alltag spricht die Bevölkerung eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 97,26 % Deutsch, 1,10 % Albanisch und 0,55 % Serbokroatisch als Hauptsprache/Alltagssprache an.

Religionen und Konfessionen[Bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung ergibt sich (Stand 2000) folgendes Bild: 83,13 % der Einwohner sind römisch-katholische, 8,92 % evangelisch-reformierte und 1,10 % orthodoxe Christen. Ausserdem gibt es 2,88 % Konfessionslose und 1,10 % Muslime. Die Orthodoxen sind ethnische Serben und Montenegriner, die Muslime albanischer Herkunft.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Ende 2006 waren von den 811 Einwohnern 789 Schweizer und 22 (−2,7 %) Ausländer. Die Volkszählung 2000 ergab Folgendes: 94,51 % (einschliesslich Doppelbürger 96,98 %) besassen den Schweizer Pass. Die wenigen Ausländer stammen aus Serbien und Montenegro (Albaner, Montenegriner und Serben), sowie aus Deutschland, Italien, Luxemburg, Portugal und Lateinamerika (0,69 %; alle Doppelbürger).

Politik[Bearbeiten]

Die politische Mitsprache des Bürgers ist durch die Durchführung von Volksabstimmungen, Wahlen und Gemeindeversammlungen gewährleistet.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Im Auftrag des Bürgers, des obersten Souveräns, leitet der Gemeinderat die Geschicke der Gemeinde. In Schongau hat dieser eine Grösse von fünf Personen. Jede Wahlperiode hat eine Dauer von vier Jahren. Im Majorzverfahren werden die nebenamtlich tätigen Gemeinderäte erkoren. Bei der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2004 gab es keine Kampfwahl. Bei einer Stimmbeteiligung von 54,7 % wurden gewählt:

  • Josef Muff (CVP), Gemeindepräsident
  • Herbert Stutz (CVP)
  • Roland Moser (Parteilos)
  • Ruth Keller-Hofstetter (FDP)
  • Fredy Stutz (CVP)

Wahlen zum Grossrat (Kantonsparlament)[Bearbeiten]

Bei den letzten Wahlen zum Grossrat im Jahr 2003 erreichte die CVP mit einem Wähleranteil von 52,31 % die absolute Mehrheit. Hinter ihr folgten die SVP mit 26,98 % und die FDP mit 13,49 %. Das Grüne Bündnis erhielt 3,31 % und die SP 3,01 % aller abgegebenen Stimmen.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort ist durch die Buslinie Hitzkirch–Schongau ans Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. In Hitzkirch gibt es eine Bahnstation der Linie Luzern–Lenzburg. Schongau liegt an der Nebenstrasse Aesch LU–Muri AG. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind Lenzburg an der A1 in 19 km und Sempach an der A2 in 24 km Entfernung

Geschichte[Bearbeiten]

In Schongau wurden Reste römischer Bauten ausgegraben. Die Gemeinde ist also schon früh besiedelt worden. Bereits im Jahr 831 wird sie erstmals namentlich erwähnt, als ein Adalbert dem Kloster St. Gallen seinen Besitz in Scongaua vermacht. Sie wurde dann ein Besitz der Grafen von Lenzburg und kam später unter die Herrschaft der Habsburger. Die niedere Gerichtsbarkeit übte der Chorherrenstift Beromünster aus. Wilhelm von Grünenberg verkaufte die damals von den Habsburgern verpfändete Gemeinde 1415 an Sursee. Bereits fünf Jahre später übernahm die Stadt Luzern die Herrschaft und Schongau gehörte bis 1798 zur Landvogtei Michelsamt. Von 1798 bis 1803 bildete sie einen Teil des Distrikts Beromünster – seit letzterem Jahr zum damals neu geschaffenen Amt Hochdorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schongau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)