Emmen LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Emmenf zu vermeiden.
Emmen
Wappen von Emmen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1024i1f3f4
Postleitzahl: 6020+6032
UN/LOCODE: CH EMM (Emmen)

CH EBC (Emmenbrücke)

Koordinaten: 665417 / 21441247.0774998.300003427Koordinaten: 47° 4′ 39″ N, 8° 18′ 0″ O; CH1903: 665417 / 214412
Höhe: 427 m ü. M.
Fläche: 20.37 km²
Einwohner: i28'701 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 1409 Einw. pro km²
Website: www.emmen.ch
Karte
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Über dieses Bild
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Emmen ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist ein Vorort von Luzern. Sie liegt zwischen (von West nach Ost) Luzern im Südwesten und Süden, Ebikon im Süden, Buchrain im Osten, Eschenbach LU und Rothenburg im Norden und Neuenkirch im Nordwesten.

Emmen besteht aus den beiden Ortsteilen Emmen und Emmenbrücke. Der erstere liegt im Reusstal - der letztere grossteils in einer welligen Hochebene, minderheitlich (die unteren Quartiere) ebenfalls im Reusstal. Emmen-Dorf besteht aus den Teilen (Ober-)Dorf und Unterdorf (im Nordosten anschliessend). Zum Ortsteil Emmen, welcher der historische Siedlungsschwerpunkt ist, gehören noch die Weiler Rottertswil (452 m.ü.M.;2,6 km nördlich des Dorfs) , Waltwil (421 m.ü.M.;3 km nordöstlich) und Waldibrücke (422 m.ü.M.;3,9 km nordöstlich) - sowie das Industriegebiet Emmenfeld/Hasli/Buholz zwischen Emmen-Dorf und Waltwil. Wegen des Flugplatzes ist die Ebene Emmenfeld/Haslifeld, ausser den Industriezonen, unverbaut. Zwischen Buholz und der Reuss liegt ein grösseres Waldgebiet – der Obere Schiltwald – und zwischen Waldibrücke und der Reuss der Untere Schiltwald. Durch die industrielle Ansiedlung entstanden im Ortsteil Emmenbrücke die ersten grösseren Wohngebiete. Mittlerweile hat Emmenbrücke den Ortsteil Emmen in Sachen Einwohnern weit hinter sich gelassen, breitet sich weiter aus und schluckt ehemals landwirtschaftliche Zonen. Vor allem in den Gebieten westlich von Gerliswil entstanden am südwärts gerichteten Hang neue Wohnsiedlungen, die immer noch grösser werden (Erlen, Neuhof). Die Kleine Emme, die im Gebiet Ibach von links in die Reuss einmündet, bildet die Grenze zwischen dem Luzerner Quartier Reussbühl und Emmenbrücke. Einziges grösseres Waldgebiet im Ortsteil Emmenbrücke ist der Riffigwald. Der gesamte Nordwesten der Gemeinde ist ländlich geprägt mit zahlreichen Häusergruppen und Einzelgehöften. Durch dieses Gebiet fliesst von West nach Ost der (Hellbühler-) Rotbach, welcher auf einigen Kilometern Länge die Nordgrenze zwischen Emmen und Rothenburg LU bildet. Von der gesamten Gemeindefläche von über 20 km² werden 46,6 % landwirtschaftlich genutzt. Ausserdem bedecken Wald und Gehölz 18,2 % der Ortschaft und ein Drittel (wachsend) ist Siedlungsfläche.

Emmen grenzt an Buchrain, Ebikon, Eschenbach, Luzern, Neuenkirch und Rothenburg. Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich im Geisselermoos auf 564 m.ü.M., der tiefste am Rotbach auf 416 m.ü.M.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 1'330
1837 1'513
1850 1'764
1860 1'832
1870 1'948
1880 2'235
1888 2'484
1900 3'162
1910 4'229
1920 5'024
1930 7'905
1941 8'716
1950 11'065
1960 16'856
1970 22'040
1980 22'392
1990 25'407
2000 26'885
2010 28'031
2012 29‘166

Zwischen 1798 und 1870 wuchs die Einwohnerzahl zwar stetig, aber nicht in Riesenschritten. Danach folgte ein hundertjähriger starker Wachstumsschub. Bereits 1950 wurde die Marke von 10'000 Einwohnern überschritten. Zwischen 1970 und 1980 stagnierte die Bevölkerungszahl. Diese Entwicklung erfolgte aufgrund der Rückwanderung ausländischer Arbeitskräfte in ihre Ursprungsländer, da aufgrund der Wirtschaftskrise nach dem Erdölschock viele industrielle Betriebe Stellen abbauten. In den 1980er Jahren erfolgte nochmals ein grosser Bevölkerungswachstumsschub. Dieses flachte ab, um 2010 herum zog dieses jedoch wieder an. Emmen ist nach der Stadt Luzern die Gemeinde mit der zweithöchsten Einwohnerzahl im Kanton Luzern und der gesamten Zentralschweiz.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bewohner benutzen als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 81,57 % Deutsch, 5,01 % Serbokroatisch und 3,91 % Italienisch als Hauptsprache an. Weiter gibt es zahlreiche Personen, welche Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Tamilisch und Kurdisch besser oder gleich gut wie Deutsch beherrschen. Grosse Teile der Secondos (Kinder der Einwanderer) sind zweisprachig (Muttersprache der Eltern und Deutsch).

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Seit jeher gehört die Mehrheit der Einwohner von Emmen der römisch-katholischen Kirche an. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies etwas gemildert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation folgendermassen aus: Es sind 64,17 % römisch-katholische, 12,71 % evangelisch-reformierte und 4,60 % orthodoxe Christen. Daneben gibt es 6,87 % Muslime, 6,52 % Konfessionslose und 0,85 % Mitglieder anderer nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften.

Emmen und die Immigranten[Bearbeiten]

In Emmen siedelten sich zahlreiche kleinere und grössere Industriebetriebe an. Bereits um die Jahrhundertwende entstand so ein bedeutendes Industriezentrum, dessen Wachstum einen immer grösseren Bedarf an Arbeitskräften erforderte, welcher erst durch Abwanderung der Landbevölkerung und später durch Emigranten gedeckt wurde. Ende 2006 waren von den 27'007 Einwohnern 18'864 Schweizer und 8'143 (=30,2 %) Ausländer. Da vor allem Einbürgerungswillige aus dem früheren Jugoslawien in Volksabstimmungen das Schweizer Bürgerrecht verweigert wurde, verurteilte das Bundesgericht diese Einbürgerungspraxis im Jahr 2003 als diskriminierend . Im Februar 2005 entschieden mit 68,4 % Ja-Stimmen die Stimmberechtigten, dass in Zukunft eine Kommission über Einbürgerungsgesuche entscheiden soll.

Politik[Bearbeiten]

Einwohnerrat (Legislative)[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt in der Legislative als eine der wenigen im Kanton über ein eigenes 40-köpfiges Parlament. Dieser wird alle vier Jahre neu gewählt. In der momentanen Amtsperiode von 2012 bis 2016 hat er folgende Zusammensetzung. Trotz sechs im Rat vertretenen Parteien verfügt das Parlament nur über 4 Fraktionen, da die SP, die Grünen und die GLP eine Fraktion bilden. [2]

3
5
1
10
11
10
10 11 10 
Von 40 Sitzen entfallen auf:
Partei 2012
CVP 10
FDP 11
Grüne 3
Grünliberale Partei 1
SP 5
SVP 10

Gemeinderat (Exekutive)[Bearbeiten]

Der aus fünf Mitgliedern bestehenden Gemeinderat ist die Ausführende Behörde. Jeder von ihnen steht einer Direktion vor. In der Amtsperiode 2012-2016 besteht er aus:[3]

  • Rolf Born FDP, Gemeindepräsident, Direktion Sicherheit und Sport
  • Urs Dickerhof SVP, Direktion Finanzen und Personelles
  • Thomas Lehmann FDP, Direktion Soziales und Gesellschaft
  • Josef Schmidli CVP, Direktion Bau und Umwelt
  • Susanne Truttmann-Hauri SP, Direktion Schule und Kultur

Infrastruktur[Bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Emmen liegt an einer europäischen Nord-Süd Achse, auf dem Gemeindegebiet kreuzen sich die Autobahnen A2/E35 und die A14. An diesen liegen die Anschlüsse Emmen-Nord und Emmen-Süd. Mit dem Seetalplatz liegt der meistbefahrene Platz des Kantons in der Gemeinde. Er ist Knotenpunkt der Kantonsstrassen [4]K10 (Seetalplatz-Wolhusen-Entlebuch-Wiggen), K13 (Luzern-Neuenkirch-Sursee-Reiden), K16 Seetalstrasse (Seetalplatz-Hochdorf-Aesch) und K31 (Seetalplatz-Schlossberg) und ist somit von überregionaler Bedeutung. Da der Platz häufig überlastet ist, wird er bis 2018 für total 134 Millionen Franken ausgebaut. [5]. Neben den bereits genannten Kantonsstrassen verlaufen auch noch die K13 (Sprengi-Beromünster-Gunzwil) und K31A (Sedel-Meierhöfli) durch die Gemeinde.[4]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Vier Bahnhöfe liegen auf dem Gemeindegebiet von Emmen. Davon liegen an der Linie Luzern–Olten der SBB: Emmenbrücke, Emmenbrücke Gersag und Rothenburg Dorf (Dieser liegt, entgegen dem Namen nicht in Rothenburg, sondern im Emmer Kapf-Quartier), sowie Waldibrücke auf der Strecke der Seetalbahn .Diese werden von den S-Bahnlinien S18 und S9(Seetalbahn) der S-Bahn Luzern bedient. Zusätzlich hält in Emmenbrücke der RE Luzern-Olten.

Im überregionalen und regionalen Busverkehr verbinden verschiedene Linien die Gemeinde mit der Stadt Luzern sowie den Gemeinden im Michelsamt sowie dem Rottal. [6]

Mit Inbetriebnahme des neuen Verkehrskonzeptes Agglomobil Due werden sich die Linienführung verändern. Zur Entlastung der Pilatusstrasse sollen die Landbuslinien nicht mehr in zum Luzerner Bahnhof verkehren sondern in Emmenbrücke wenden und an die S-Bahn angebunden werden. Zudem soll eine neue Buslinie 3 den Seetalplatz mit Kriens verbinden. [8]

Innerhalb der Gemeinde verkehren die fünf Linien des E-BUS , betrieben wird dieser von der Auto AG Rothenburg. Diese garantieren die Anbindung aller Quartiere an den öffentlichen Verkehr, alle Linien sind am Bahnhof Emmenbrücke Gersag verknüpft und ermöglichen einen Anschluss auf die S-Bahn Luzern.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über die beiden Oberstufenzentren Erlen und Gersag, welches wiederum aus den Teilen 1+2 besteht die aber teilweise die gleiche Infrastruktur nützen. Insgesamt liegen 9 Primarschulhäuser über die Gemeinde verteilt.[9] Diese sind:

  • PS Emmen Dorf:
  • PS Erlen, auf dem gleichen Areal wie die SEK Erlen
  • PS Gersag, auf dem gleichen Areal wie die SEK Gersag 1+2
  • PS Hübeli
  • PS Krauer
  • PS Meierhöfli
  • PS Riffig
  • PS Rüeggisingen
  • PS Sprengi

Die Kantonsschule Reussbühl als nächstes Gymnasium liegt im benachbarten Reussbühl. Ebenso hat das Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik in Emmen einen Standort, täglich gehen mehrere 100 Schüler dort zur Schule.

Freizeit und Erholung[Bearbeiten]

Im Grüngürtel von der Gemeindeverwaltung bis zur Feldbreite liegen zentral verschiedene Freizeitanlagen der Gemeinde. Neben dem Frei- und Hallenbad Mooshüsli sind dies auch die Beachsport Arena, die Eissport Arena (Kunsteis), mehrere Fussballplätze und eine Leichtathletikanlage.[10] Im selben Gebiet soll ein Themenspielplatz entstehen. [11] Am Reussufer befinden sich der Planetenweg, der bis nach Perlen reicht, und der Holzskulpturenweg. [12]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Einer der wichtigsten und grösster Arbeitgeber der Gemeinde Emmen ist der Militärflugplatz Emmen (ICAO Code LSME, IATA Code EML) der Schweizer Luftwaffe. Hier befindet sich neben dem Flugzeugwerk auch die Schweizer Kunstflugstaffel "Patrouille Suisse". Der Flugplatz bietet etwa 1400 Arbeitsplätze und wird im Rahmen des Stationierungskonzepts der Armee auch weiterhin als Trainings-, Ausweich-, Transport- und Werksflugplatz bestehen. Die Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte gründeten 1940 einen flugtechnischen Standort in Emmen, der 1943 zum Eidgenössischen Flugzeugwerk wurde, heute ist dies die RUAG Aviation und die RUAG Space. Eine grosse Bedeutung hat auch der Stahlproduzent Swiss Steel AG, welcher heute zum Stahlkonzern Schmolz und Bickenbach gehört, der einstige zweite Grossbetrieb die Viscosuisse firmiert heute unter dem Namen Monosuisse und ist weitaus weniger bedeutend wie früher.

Die Baukonzerne Anliker und Gebr. Brun wie auch die auf Energieverteilung und -steuerung spezialisierte Hager AG haben ihren Hauptsitz im Gemeindeteil Emmenbrücke, der Logistikkonzern Also in Emmen. Als Industriestandort liegen in der Gemeinde Werke der Emmi, welche ihr Namengebendes Hauptwerk in der Gemeinde betreibt sowie die Giesserei Von Roll Casting AG. In den Jahren 2012 und 2013 öffneten zwei grosse Produktionswerke ihre Tore, das Fensterwerk der Kronenberger AG[13], die Teil der 4B Holding ist, sowie das Reinraumwerk der Gemü[14].

Durch die grossen Einkaufszentren und die zahlreichen anderen Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde sind weit herum bekannt. Die beiden Grossen sind das Emmen Center (grösstes Einkaufszentrum der Zentralschweiz)[15] und das auf Einrichtung spezialisierte Wohncenter Emmen.[16] Die kleineren sind das Centrum Seetalplatz im Kino Maxx und das Einkaufszentrum Sonnenplatz.

Viertel und Quartiere[Bearbeiten]

Da die Quartiere in Emmen keine statistische Bedeutung haben, sind die Begrenzungen nicht klar und nicht alle Strassen sind einem Quartier zugeordnet. Jedoch haben sich mehrere Quartiervereine gebildet, welche die folgenden Quartiere umfassen.

Emmenbrücke[Bearbeiten]

  • Erlen/Neuhof: Befindet sich im Nordwesten von Emmenbrücke und umfasst die Teile Erlen, Neuhof und Schönbühl. Welche allesamt eine Einfamilienhaus-Bebauung, an Teilen der Erlenstrasse sowie im Erlenrain sind jedoch auch Mehrfamilienhäuser anzutreffen. Im Quartier befindet sich das Primar- und Oberstufenschulhaus Erlen.
  • Alp: Südlich der Erlenstrasse, westlich der Gerliswilstrasse bis südlich vom Industriequartier Emmenweid begrenzt befindet sich das Quartier Alp. Im Quartier befindet sich das Altersheim Alp, die Bebauung ist einerseits geprägt von grösseren Überbauungen (Obere/Untere Wiese sowie Haldenstrasse), welche nach den 1970 errichtet wurden, andererseits kleinere Mehrfamilienhäuser im Bereich Brisen-/Alp- und Landenbergstrasse welche mehrheitlich vor 1970 errichtet wurden.
  • Sonnenhof: Das Quartier Sonnenhof ist geprägt durch die Gartenhaussiedlung Sonnenhof welche für die Arbeiter der Industriebetriebe Emmens errichtet wurden. Mit dem Projekt Sonnenhof Nord der Pax-Versicherungen und Sonnenhof Süd von Romanochristen wird das Quartier verdichtet und so seine bisherige aufgelockerte Struktur verändert.
  • Sprengi
  • Bösfeld/Kapf: Der Nördliche Teil innerhalb der Eisenbahnschlaufe ist das Kapf-Quartier, ein hauptsächliches Wohnquartier.
  • Benziwil: Der südliche Teil innerhalb der Eisenbahnschlaufe in Emmenbrücke ist das Quartier Benziwil, welches aus der Wohnüberbauung Benziwil aus den 70er Jahren, der Waldstrasse und der Überbauung Schaubhus besteht.
  • Meierhöfli: Das Meierhöfliquartier befindet zwischen SBB-Linie Luzern-Olten und Autobahn A2 nördlich der Reuss. Eine klare Abgrenzung zum Quartier Herdschwand gibt es nicht. Neben den Beiden Einkaufszentren Emmen-Center und Wohncenter Emmen wird das Quartier von einer Mischnutzung von Gewerbe und Wohnnutzung geprägt. Das Quartier wird durch die Seetalstrasse zweigeteilt, da nur sehr wenige Übergänge bestehen. Mit dem Quartier Feldbreite befindet sich eines der Emmer Entwicklungsflächen im Quartier.
  • Herdschwand: Die Herdschwand schliesst nördlich an das Meierhöfli-Quartier an, vor allem Einfamilien- und kleine Mehrfamilienhausbebauung herrscht im Quartier vor, welches ausschliesslich zum Wohnen genutzt wird. Im Norden wird das Quartier vom Gersagzentrum und der weitflächigen Sportanlagen im Bereich Gersag bis Mooshüsli begrenzt. [17]

Emmen[Bearbeiten]

  • Rüeggisingen: Nördlich des Militärflugplatzes Emmen und östlich der Autobahn A2 befindet sich das Quartier Rüeggisingen langgestreckt an der Rüeggisingerstrasse. Ausser dem Militärflugplatz und der Militärkaserne wird das Quartier zum Wohnen genutzt, sowohl Einfamilienhäuser (Abend-/Heimat- und Tulpenweg) wie auch Mehrfamilienhäuser sind im Quartier.
  • Emmen-Dorf: Südlich des Militärflugplatzes liegt Emmen-Dorf welches aus den Teilen Dorf und Unter-Spitalhof besteht, welche hauptsächlich Wohnungen aufweisen. Mehrere Industriegebiete befinden sich in Emmen-Dorf. Von Westen nach Osten der Seetalstrasse entlang sind dies Meierhof (Also), Flugzeugwerke (RUAG) und Hasli (Kronenberger,Emmi, Gemü). Das Gebiet Buholz befindet sich südlich der Seetalstrasse und beherbergt die ARA Buholz von Real und das Ausbildungszentrum des TCS.

Geschichte[Bearbeiten]

Emmen wurde als Emau erstmals in einer Urkunde König Lothars erwähnt, in welcher er die Unterstellung von fünf freien Männern unter die Herrschaft des Klosters im Hof in Luzern bestätigte. Das Kloster Murbach im Elsass übte jahrhundertelang die Herrschaft aus. Im Jahre 1291 kam die Gemeinde unter die Herrschaft der Habsburger. Diese verloren Emmen nach der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386. Seitdem gehört Emmen zu Luzern. Bis 1798 war die Gemeinde Teil des Amts Rothenburg. Auch die Emmer beteiligten sich am Bauernkrieg von 1653. Von 1798 bis 1803 gehörte Emmen zum Distrikt Luzern. Der heutige Ortsteil Rottertswil allerdings gehörte zum Distrikt Hochdorf. Seit 1803 ist Emmen dem Amt Hochdorf zugeteilt und dessen einwohnerstärkste Gemeinde. Der Gemeindeteil Rottertswil kam erst 1814 zu Emmen. Im März 2012 lehnten die Stimmberechtigten von Emmen in einer Volksabstimmung die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Stadt Luzern ab.

Sport, Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Sportvereine. Die bekanntesten sind der FC Emmenbrücke (2. Liga) und der SC Emmen . Einer der grössten Vereine der Gemeinde ist Volley Emmen Nord, derer Herrenmannschaft lange Zeit in der Nationalliga B spielte. [18] Viele Vereine sind zwar in der Öffentlichkeit nicht so bekannt, in ihrer Sportart jedoch schon z.B der Einradclub Emmenbrücke[19], die Beachkings Emmen (Beachsoccer)[20] sowie der Leichtathletikclub Emmenstrand [21].

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine eigene Kunstsammlung. Das oberste Stockwerk des Gemeindegebäudes wurde lange Zeit als Galerie Gersag genutzt, als die Gemeindeverwaltung den Platz benötigt wurde zusammen mit der Anliker Kunststiftung die Kunstplattform Akku ins Leben gerufen, die im Jahr mehrere verschiedene Ausstellungen zeigt. [22]

Zukünftige Entwicklung[Bearbeiten]

In der Gemeinde sind mehrere grosse Projekte für die nächsten Jahre geplant, welche das Erscheinungsbild verändern werden, die Gemeinde rechnet bis 2030 mit bis zu 37'000 Einwohnern.[23]

Seetalplatz / Stadtzentrum Luzern Nord[Bearbeiten]

Mit über 53'000 Fahrzeugen pro Tag ist der Seetalplatz ein Verkehrsknotenpunkt der Zentralschweiz. Da dieser zu den Hauptverkehrszeiten chronisch überlastet ist, wird dieser umgebaut. Aus dem heutigen Doppelkreis entsteht ein grosser Kreisverkehr für den MIV sowie separate Trasses für den ÖV und den Langsamverkehr. Zudem wird der Hochwasserschutz verbessert, damit sich so ein Ereignis wie 2005 nicht mehr wiederholt. Dafür erhält die Kleine Emme einen zusätzlichen Mündungsarm. Anschliessend an die Strassen- und Wasserbaumassnahmen soll rund um den Platz ein neues Stadtzentrum Luzern Nord entstehen, diese Entwicklungen sind im Masterplan Luzern Nord geregelt. Mit den ersten (vorbereitetenden) Bauarbeiten wurde Ende 2012 begonnen, die Hauptbauarbeiten starteten im November 2013.[24]

Quartier Feldbreite[Bearbeiten]

Auf dem Areal des ehemaligen "Schindler-Dörflis" und der Brun Elementwerke entsteht in den nächsten Jahren ein neuer, urbaner Stadtteil mit über 600 neuen Wohnungen. Der Rückbau konnte 2012 abgeschlossen werden. Das Baugesuch des Projekts "Pilatus" auf den Baufeldern A1 und A2 wurde im August 2012 eingereicht.[25] Mit dem Baustart wird 2013 gerechnet. Die Sieger der Wettbewerbe auf den Baufeldern B1 und D1 sind ebenfalls entschieden. [26] Mit dem holländischen Architekturbüro MVRDV und ihrem Projekt Feldhäuser gewann ein international renommiertes Architekturbüro die Ausschreibung für das Baufeld C1.[27]

Viscosistadt[Bearbeiten]

Auf dem Areal der Monosuisse (ehemals Viscose) ist ein neuer Stadtteil am Ufer der Kleinen Emme geplant. Dafür führte die Monosuisse AG einen Studienauftrag für einen Masterplan durch, welcher die EM2N Architekten AG aus Zürich gewann. Der Masterplan wurde vom Einwohnerrat der Gemeinde im Oktober 2012 zur Kenntnis genommen. Im Dezember 2013 wurde die Viscosistadt AG gegründet, welche den Teil Immobilien und somit die Entwicklung der Viscosistadt von der Monosuisse übernommen hat. [28] Als erstes wird der Bau 745 umgebaut und soll ab 2016 Teile des Departementes Design&Kunst der Hochschule Luzern beherbergen [29]

Gerliswilstrasse[Bearbeiten]

An einer der Hauptverkehrsachsen der Gemeinde, der Gerliswilstrasse, sind neben dem Grossprojekt Viscosistadt noch mittlere Projekte geplant. Direkt vis-à-vis dieser entsteht mit der Central Plaza (ehemals Central Towers) eine weitere Überbauung durch deren Gebäude die Industriegleise der Swiss Steel führen werden. [30] Auf höhe der Bushaltestelle Krauerstrasse wird am Alterswohnungskomplex Vivale-Sonnenplatz gebaut.[31]. Zwischen Sonnenplatz und Sprengi entsteht mit dem Sonnenhof eine Verdichtung der bisherigen Gartensiedlung Sonnenhof der Viscose.[32] Zusammen werden diese Projekte das Erscheinungsbild der Gemeinde ebenso verändern wie die Grossprojekte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbunden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. [1],
  3. [2],
  4. a b Kantonsstrasseninventar
  5. Luzern-Nord
  6. [3], Informationsseite von luzernmobil zum ÖV in den Luzerner Gemeinden
  7. [4], Fahrplan wird gemeinsam ausgewiesen, Busse sind mit 41/54 beschriftet
  8. Agglomobil Due
  9. Schulen Emmen
  10. [5]
  11. Medienmitteilung der Zukunftsgestaltung Emmen
  12. IG Emmen im Wald
  13. Medienmitteillung der Firma Kronenberger AG
  14. Medienmitteillung der Firma Gemü
  15. [6], Webpräsenz des Emmen Centers.
  16. [7], Homepage vom Wohncenter Emmen
  17. [8], Quartiervereinsverzeichnis der Gemeinde Emmen.
  18. Volley Emmen Nord, Teamwebsite des Vereins
  19. EC Emmenbrücke
  20. Beachkings Emmen
  21. LC Emmenstrand
  22. Akku Emmen
  23. [9], Leitbild zur zukünftigen Entwicklung der Siedlungsstruktur in Emmen.
  24. [10]Projektseite des Kantons Luzern zum Seetalplatz
  25. [11]
  26. [12]Informationswebsite zum Projekt
  27. [13]Beschrieb Baufeld C1
  28. [14]Projektwebsite der Viscosistadt AG
  29. [15] Medienmitteilung der Gemeinde zum Umzug
  30. Central Plaza, Projektwebsite zu der Central Plaza des Unternehmens.
  31. Vivale Sonnenplatz
  32. Sonnenhof, zusätzlicher Text.