Schwarzer Engel (Band)

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Schwarzer Engel
Schwarzer Engel auf dem M’era Luna Festival 2013
Schwarzer Engel auf dem M’era Luna Festival 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dark Metal, Neue Deutsche Härte, Symphonic Metal
Gründung 2007
Website http://www.schwarzerengel.info
Gründungsmitglieder
Dave Jason
Sessionmitglieder
Gitarren
Stefan Grießhammer, Jens Lindmaier
Bert Oeler
Schlagzeug
Ben Hell, Marcel Woitowicz, Stefan Dittrich

Schwarzer Engel ist ein Projekt des deutschen Musikers und Sängers Dave Jason, das nach eigenen Aussagen „modernen Dark Metal[1] spielt.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Dave Jason gründete Schwarzer Engel 2007. Die Inspiration dazu hatte er eigenen Angaben nach, nachdem er im Traum einen „überdimensionalen und bedrohlichen Engel, der über eine Art verlassenes Schlachtfeld flog“ gesehen habe.[1] Von Anfang an als Soloprojekt konzipiert, nahm Jason für Liveauftritte die Sessionmitglieder Jens Lindmaier (Gitarre) und Bert Oeler (Bass) in die Band auf. Im Februar 2010 konnte er einen Vertrag bei dem renommierten Label Trisol Music Group abschließen und nahm das Debütalbum Apokalypse auf. Das Mastering übernahm Eroc (ex-Grobschnitt), produziert wurde das Album von Jan Vacik. Als Gaststars sind Keyboarder Taste (Diary of Dreams) und Cellist Timon Birkhofer (Liv Kristine, In Strict Confidence) zu hören.[1] Das Album erschien am 30. April 2010. In der Mai-Ausgabe des Orkus-Magazins wurde die Band zum Newcomer des Monats gewählt.[2] Ende des Jahres tourte Schwarzer Engel mit Ahab und The Vision Bleak. Zum Tourstart erschien die EP Geister und Dämonen. Ende 2010 wurde über die offizielle Myspace-Seite der Band ein neues Album angekündigt.

Der Titel dieses zweiten Studioalbums, welches im April 2011 weltweit veröffentlicht wurde, lautet Träume einer Nacht, Darauf übernahm Alexander Kaschte, Kopf und Sänger der ebenfalls deutschsprachigen Band Samsas Traum, beim Stück Fieber im Blut einen Gastgesangspart. Im November 2011 wurde über die Videoplattform YouTube das erste Musikvideo der Band zum Titel Königin der Nacht veröffentlicht. 2011/2012 trat die Band u. a. auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, dem Hexentanz-Festival, dem Castle Rock Festival in Mülheim an der Ruhr sowie dem Darkstorm Festival auf.

Im März 2013 unterschrieb Schwarzer Engel einen neuen Plattenvertrag beim bekannten Metal-Label Massacre Records. Gleichzeitig wurden die Veröffentlichung der EP Schwarze Sonne für Mai 2013 sowie des dritten Albums "In Brennenden Himmeln" für Juli 2013 angekündigt.[3] Im Mai 2013 feierte das Musikvideo Schwarze Sonne Weltpremiere über das Programm Orkus!-TV, welches über den Sender iM1 ausgestrahlt wird. Wenige Zeit später erschien das Video über den offiziellen Youtube-Channel der Band und wurde auch bei Online-TV-Sendern wie tape.tv mit ins Programm aufgenommen.

Auf der EP Schwarze Sonne sowie dem Album In brennenden Himmeln treten mit der Opernsängerin Johanna von Orleans (E Nomine), Schlagzeuger Stefan Dittrich (ex-Mystic Prophecy) sowie Keyboarder El Friede (Oomph!) wiederum bekannte Gaststars auf.[4]

Im Rahmen der Album-Veröffentlichung trat die Band auf dem M’era Luna Festival sowie dem Rockharz Open Air auf. Nach einem gemeinsamen Auftritt mit ASP im Oktober 2013 tourte die Band mit Eisregen und Debauchery im November und Dezember des Jahres durch Deutschland.

Musik und Texte[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben spielt Schwarzer Engel eine moderne Form des Dark Metal. Die Einflüsse reichen von melodischem Black Metal über Musik der Schwarzen Szene bis hin zur Klassischen Musik, was sich unter anderem in orchestralen Passagen zeigt. Als Einflüsse nennt Jason unter anderem Cradle of Filth und Dimmu Borgir[1], Bands wie Rammstein und ASP sind auch deutlich als Einfluss erkennbar.[5] Obwohl der Musikstil eher im Metal angelegt ist, wird er auch in der Schwarzen Szene rezipiert.[6][1]

Die Texte sind sehr düster gehalten und behandeln sowohl gesellschaftskritische Themen, als auch Sagen und Naturerscheinungen. Die Düsternis der Texte lässt sich konkret an den Motiven Nacht und Tod festmachen. In Geister und Dämonen, Traum einer Nacht, Wiegenlied (Totgeboren), Königin der Nacht und Mitternacht wird die Nacht explizit erwähnt. Auf dem Debütalbum zieht sich das Thema Weltuntergang als roter Faden durch die Texte.[6] Auch auf den nachfolgenden Alben spielen religiöse und metaphysische Thematiken, beispielsweise in Halb Gott, Schwarze Sonne, Der Zorn Gottes und Hymne für den Tod, eine große Rolle. Zudem werden Fragen des Ichs, der Persönlichkeit, häufig gestellt. Beispiele hierfür sind In zwei geteilt, Halb Gott und Psychopath.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2010: Apokalypse (Trisol Music Group)
  • 2010: Geister und Dämonen (EP; Trisol Music Group)
  • 2011: Träume einer Nacht (Trisol Music Group)
  • 2013: Schwarze Sonne (EP; Massacre Records / Soulfood)
  • 2013: In brennenden Himmeln (Massacre Records / Soulfood)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e  Dieter Hübing: Lieber Metal-Axt als Gothic-Fluch. Interview mit Dave Jason. In: Legacy. Nr. 66, Mai/Juni 2010.
  2.  Axel Schön: „Warum sollte nicht ordentlich gefeiert werden, wenn die Welt untergeht?“. Interview mit Schwarzer Engel. In: Orkus. Nr. 05/06, Mai/Juni 2010, S. 40.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSCHWARZER ENGEL - Neues Signing bei Massacre Records. Massacre Records, abgerufen am 18. März 2013.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSCHWARZER ENGEL: Veröffentlichen "Schwarze Sonne" Videoclip. www.time-for-metal.eu, abgerufen am 24. Juni 2013.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSCHWARZER ENGEL - Apokalypse. Hurricane Rock, abgerufen am 20. Juli 2010.
  6. a b  Björn Springorum: „Was nicht heißt, dass es immer zwei Jahre dauern muß“. Interview mit Schwarzer Engel. In: Orkus. Nr. 07/08, Juli/August 2010, S. 134.