Sebastian Schindzielorz

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Sebastian Schindzielorz
Spielerinformationen
Geburtstag 21. Januar 1979
Geburtsort KrapkowicePolen
Größe 180 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1988–1998 VfL Bochum
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1997–2000
1998–2003
2003–2006
2003–2006
2006
2007–2008
2008–2011
2008–2013
VfL Bochum II
VfL Bochum
1. FC Köln
1. FC Köln II
Start Kristiansand
APO Levadiakos
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg II
30 0(7)
136 (10)
50 0(0)
2 0(0)
5 0(0)
22 0(0)
10 0(0)
83 0(4)
Nationalmannschaft
1999–2001
2002
2002
Deutschland U-21
Team 2006
Deutschland
16 (1)
1 (0)
0 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Sebastian Schindzielorz (* 21. Januar 1979 in Krapkowice (deutsch Krappitz), Polen) ist ein ehemaliger deutsch-polnischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Der defensive Mittelfeldspieler begann seine Karriere beim VfL Bochum, für den er in den Jugendmannschaften spielte. In der Saison 1998/99 spielte er sich in die Anfangsformation des Bundesligisten und war fortan Stammspieler. Sein Debüt in der Bundesliga gab Schindzielorz am 6. Spieltag, dem 26. September 1998, gegen den 1. FC Kaiserslautern. Beim 3:2-Auswärtserfolg kam er über die vollen 90 Minuten zum Einsatz.[1] Zwei Spieltage später erzielte er seinen ersten Ligatreffer. Beim 1:2 gegen TSV 1860 München glich er zum zwischenzeitlichen Unentschieden aus.[2] In seinen ersten vier Profijahren durchlief er abwechselnd jeweils einen Abstieg und den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga. Erst in der Saison 2002/03 konnte er sich mit dem VfL Bochum im gesicherten Mittelfeld etablieren. Trotz deutlicher mannschaftlicher Verbesserung verlängerte Schindzielorz seinen zum Jahr 2003 auslaufenden Vertrag nicht und wechselte zum Bundesligaaufsteiger 1. FC Köln.

In Köln zog er sich im Training nach nur zwei Spielen der Saison 2003/04 einen Mittelfußbruch zu, der keine weiteren Einsätze in der laufenden Spielzeit mehr zuließ. Erst in der Schlussphase des letzten Spieltags absolvierte er wieder einen Kurzeinsatz. Köln stieg in dieser Saison in die 2. Bundesliga ab. In der anschließenden Saison 2004/05 konnte er sich wieder in die Stammelf spielen, verfügte aber weiterhin noch nicht über die Fitness früherer Tage. Schindzielorz wurde in 16 Partien vorzeitig ausgewechselt. Sein Vertrag beim 1. FC Köln lief zum Abschluss der Saison 2005/06 aus und wurde nicht verlängert.

Schindzielorz wechselte daraufhin in die norwegische Tippeligaen zu IK Start. Am 14. September absolvierte er beim 2:5 gegen Ajax Amsterdam seine erste UEFA-Cup-Begegnung. Er erhielt auch bei IK Start keinen neuen Vertrag, sodass er zur Saison 2007/08 zum APO Levadiakos wechselte.

Zur Saison 2008/09 kam er wieder zurück nach Deutschland und unterschrieb einen Vertrag beim VfL Wolfsburg, um dort vorerst in der 2. Mannschaft zu spielen. Nach der Winterpause der Saison 2008/09 stand er im erweiterten Kader der ersten Mannschaft, für die er am 7. Februar 2009 beim 2:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum sein Comeback in der Bundesliga feierte. Kurz darauf, am 14. Februar, hatte er bei gleichem Ergebnis bei Eintracht Frankfurt sein Startelfdebüt und am 18. Februar absolvierte er beim 0:2 im Stadion von Paris Saint-Germain seine erste UEFA-Cup-Begegnung für den VfL. Am Ende der Spielzeit kam er auf sechs Bundesligaeinsätze und der VfL wurde deutscher Meister. Es war der erste Meistertitel in der Vereinsgeschichte der Wolfsburger. In der folgenden Saison stand er weiterhin vorwiegend im Aufgebot der Regionalligamannschaft und half nur zweimal in der Bundesliga aus. Obwohl er auch 2010/11 wieder im Kader der ersten Mannschaft stand, wurde er in diesem Jahr nicht bei den Profis eingesetzt.

Am 6. August 2011 kam es dann zum Comeback in der Bundesliga-Mannschaft des VfL, als er beim Saisonauftakt bei seinem Ex-Klub, dem 1. FC Köln in der 75. Minute beim Stand von 1:0 für den VfL (Endstand 3:0) von Felix Magath für Hasan Salihamidžić eingewechselt wurde.

Im April 2012 verlängerte der VfL Wolfsburg Schindzielorz' Vertrag für die zweite Mannschaft bis 2013.[3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Schindzielorz war U-21-Nationalspieler Deutschlands. Dabei kam er auf 16 Einsätze, wobei er ein Tor erzielte.

2002 wurde er für den vorläufigen Kader der A-Nationalmannschaft für die WM 2002 nominiert. Allerdings saß er nur bei zwei offiziellen Test-Freundschaftsspielen auf der Bank und wurde nicht eingesetzt. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage gegen Wales musste er wieder abreisen.[4] Danach wurde Schindzielorz nicht mehr nominiert.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg: 2009
  • Aufstieg in die 1. Bundesliga 2000, 2002 (mit dem VfL Bochum) und 2005 (mit dem 1. FC Köln)

Wissenswertes[Bearbeiten]

Schindzielorz, Sohn einer deutschstämmigen Familie aus Schlesien, kam im Jahr 1985 mit seinen Eltern als Aussiedler nach Deutschland. Er besitzt heute sowohl die deutsche als auch die polnische Staatsbürgerschaft.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielstatistik 1. FC K'lautern - VfL Bochum 2:3 (1:0) vom 26. September 1998 auf fussballdaten.de
  2. Spielstatistik TSV 1860 München - VfL Bochum 2:1 (2:1) vom 16. Oktober 1998 auf fussballdaten.de
  3. http://www.transfermarkt.de/de/vfl-ii-schindzielorz-bleibt-bis-2013/news/anzeigen_88198.html
  4. Abenteuer A-Nationalelf vorerst beendet kicker.de