SiN

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SiN ist ein Ego-Shooter des Entwicklers Ritual Entertainment, der im November 1998 von Activision veröffentlicht wurde. Das Spiel wurde dann von Hyperion Entertainment nach Linux portiert.

SiN[Bearbeiten]

SiN
Entwickler Ritual Entertainment
Publisher Activision
Erstveröffent-
lichung
1998
Plattform Linux/PPC, Mac,
PC (Linux/Windows)
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler & Mehrspieler
Steuerung Tastatur & Maus
Systemvor-
aussetzungen
166 MHz CPU, 32 MB RAM, 2 MB GPU, Soundkarte, 50 MB Festplattenspeicher, CD-ROM-Laufwerk
Medium 1 CD-ROM, Download
Sprache Englisch
Altersfreigabe
USK ab 18
Information US-Version in Deutschland indiziert

Man steuert den Polizisten John Blade, welcher von einem Hacker namens JC unterstützt wird. Man muss die Herkunft der Droge „U-4“ untersuchen, die von einer Firma namens „SinTek“ hergestellt wird. John Blade arbeitet für die „HardCORPS“ (gesprochen Hardcore), eine private Sicherheitsagentur, welche von der Regierung der Stadt Freeport City ins Leben gerufen wurde, um Unruhen zu bekämpfen.

Charaktere[Bearbeiten]

Elexis Sinclair[Bearbeiten]

Die attraktive Gegenspielerin von John Blade. Sie ist die Chefin des Konzerns „SiN-Tec Industries“ und will die Evolution der Menschheit mit der Droge „U-4“ in eine andere Richtung lenken. Die Droge lässt die Bewohner der Stadt Freeport City zu Mutanten werden, wodurch auf den Straßen das Chaos herrscht. Elexis kann am Ende von SiN entkommen, und taucht im Nachfolger SiN Episodes: Emergence wieder auf.

JC[Bearbeiten]

Der Hacker JC steht Blade als Ratgeber über Funk zur Seite. JC kann es sich nicht nehmen lassen, sich während des Spielverlaufs über Blades Missgeschicke lustig zu machen. Seine Initialen sind eine Anspielung auf John Carmack, einen der Programmierer der in SiN verwendeten Quake-2-Engine.

Technik[Bearbeiten]

SiN bietet für sein Alter innovative Waffen und stimmungsvoll passende Musik. Das Spiel basiert auf einer modifizierten Quake-2-Engine und bietet 16-Bit-Grafik in Hardware- und Software-Modus, sowie einen Mehrspielermodus via LAN oder Internet. An vielen Stellen des Spieles sind Scripte eingesetzt worden. Unterstützt wurden 3Dfx-Karten, Power VR, sowie jede OpenGL-fähige 3D-Grafikkarte.

Im Spiel vorhandene Computer-Terminals konnten aktiviert werden und nahmen dann direkt Tastatur-Eingaben entgegen. Durch Drücken von Escape konnte man wieder seinen Spieler steuern. Derartig in das Spiel integrierte direkt bedienbare Terminals fanden sich erst 6 Jahre später in DooM³ wieder, in dem diese noch nicht einmal aktiviert werden müssen, sondern mit flüssigem Übergang sofort beim Betrachten (per Maus) steuerbar sind.

SiN bot erstmals einen Multiplayer-Level mit mehreren Schwerkraftachsen und das erste kommerzielle Miniaturisierungs-Level, in dem sich die Spielfiguren scheinbar geschrumpft in riesigen Wohnräumen bewegten. Zu den Level-Designern des Spieles gehörte Richard Gray.

Mit dem Leveleditor „Quark“ ist es außerdem möglich eigene Level für SiN und das Add-on zu erstellen.

Altersfreigabe[Bearbeiten]

In Deutschland wurde SiN wegen seines brutalen Inhaltes von der damaligen BPjS indiziert. Auch die deutsche Version wurde indiziert, da man mit Hilfe einer kleinen Änderung den Originalzustand wiederherstellen konnte. Die Änderungen betrafen sowohl das ganze Blut im Spiel, sowie geschnittene Szenen in einer Cyborgfabrik, in der einfach nur Kisten mit der Aufschrift „Censored“ übers Fließband rollen.

Add-Ons[Bearbeiten]

Außerdem erschien im Jahr 1999 mit SiN: Wages of SiN ein Add-on zu SiN, welches 17 neue Level, zehn neue Gegner und sieben neue Waffen bietet und von 2015, Inc. entwickelt wurde.

Des Weiteren sind 2000 noch SiN Gold und SiN: The Movie erschienen. SiN Gold ist identisch mit dem eigentlichen SiN und Wages of SiN, allerdings ausschließlich für Mac OS erschienen.

SiN Episodes[Bearbeiten]

Später erschien der Nachfolger von SiN unter dem Namen SiN Episodes. Dieser benutzt die Source Engine von Valve. Da auch nach verstärkten Bemühungen von Ritual kein Publisher vom kommerziellen Erfolg eines SiN 2 zu überzeugen war, schlug das Team eine völlig neuartige Art der Vermarktung und Refinanzierung eines Computerspieles ein. Über Steam soll das Spiel nach dem Konzept einer Fernsehserie vertrieben werden, mögliche weitere Episoden werden von der Kundenresonanz abhängen. Die erste Episode mit dem Titel Emergence ist am 10. Mai 2006 erschienen. In Deutschland verzögerte sich der Starttermin laut Valve wegen der noch fehlenden USK-Einstufung. Für die Sprachsamples der Hauptcharaktere wurden die Originalsprecher des ersten SiN engagiert. Die Ladenversionen werden von EA Games vertrieben.

Siehe Hauptartikel: SiN Episodes

SiN: The Movie[Bearbeiten]

SiN: The Movie ist ein Anime, welcher die Story von SiN zwar nicht direkt weiterführt, aber zum Teil darauf basiert. Der Film ist als normale, wie auch als Special Edition erschienen.


Siehe auch:

Weblinks[Bearbeiten]