Silvaplana

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Silvaplana
Wappen von Silvaplana
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Malojaw
Kreis: Oberengadin
BFS-Nr.: 3790i1f3f4
Postleitzahl: 7513
Koordinaten: 781070 / 14812846.469.7961815Koordinaten: 46° 27′ 36″ N, 9° 47′ 46″ O; CH1903: 781070 / 148128
Höhe: 1'815 m ü. M.
Fläche: 44.77 km²
Einwohner: 1067 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 24 Einw. pro km²
Website: www.gemeinde-silvaplana.ch
Silvaplana mit Silvaplanersee

Silvaplana mit Silvaplanersee

Karte
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Silvaplana (rätoromanisch Silvaplauna?/i) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Silvaplana-Surlej

Der bekannte Urlaubsort liegt am Silvaplanersee im Oberengadin auf einer Höhe von 1'815 m am Beginn des Inntals. Der See ist der mittlere der drei Oberengadiner Seen und liegt zwischen dem St. Moritzersee und dem Silsersee. Auf der südlichen Seite des Inns liegt der Dorfteil Surlej (romanisch für ‚über dem See‘). Unweit dieses Ortsteils befindet sich am Seeufer ein Felsblock, von dem Friedrich Nietzsche berichtet, dass er den Gedanke an die ewige Wiederkehr - der der Schrift Also sprach Zarathustra zugrunde liegt - im August 1881 gefasst habe, als er an dieser Stelle haltmachte.

Silvaplana liegt direkt an der Kreuzung von Inn und Julierpass (2284 m), wodurch es vom Norden gut zugänglich ist. Im Südosten steigt das Gelände steil zur Bernina auf, dem mit 4050 m höchsten Gipfel der Ostalpen.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber auf blauem Schildfuss ein schwarzer, rot bewehrter Steinbock

Der Steinbock aus dem Gemeindesiegel wurde mit dem blauen Schildfuss als Hinweis auf den Silvaplaner See kombiniert.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Talverkehr umfährt seit 1965 Silvaplana östlich. Bis jetzt wurde jedoch der ganze Verkehr über den Julierpass durch das Dorf geführt. Im Jahre 2010 wurde mit dem Bau einer Umfahrungsstrasse begonnen. Die Eröffnung ist für das Jahr 2016 vorgesehen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Ursprünglich sprachen alle Einwohner Puter, eine rätoromanische Mundart. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wechselte eine Minderheit zum Deutschen. 1880 gaben 73,3 % und 1910 48,61 % Romanisch als ihre Muttersprache an. Dieser Wert stieg bis 1941 auf 54,9 %. Doch bis 1970 war Romanisch zur Minderheitensprache geworden (1970: 200 von 714 Einwohnern, das entspricht 28,01 %). Seither bricht die Sprache ein. Dank Romanischunterricht in der Schule konnten sich im Jahr 2000 noch 34,1 % in dieser Sprache verständigen. Zusammen mit Deutsch ist Romanisch Behördensprache. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:

Sprachen in Silvaplana GR
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 346 43,80 % 434 60,28 % 602 65,94 %
Rätoromanisch 207 26,20 % 141 19,58 % 97 10,62 %
Italienisch 138 17,47 % 127 17,64 % 145 15,88 %
Einwohner 790 100 % 720 100 % 913 100 %

Religion[Bearbeiten]

1556 wechselten die Bewohner zum protestantischen Glauben. Neben der reformierten Dorfkirche gibt es seit 1962 auch die Katholische Kirche Marä Himmelfahrt, die zur Pfarrei St. Mauritius in St. Moritz gehört.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den Ende 2006 gezählten 946 Bewohnern waren 719 (= 76 %) Schweizer Staatsangehörige.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silvaplana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Unterwerk Albanatscha