Pontresina
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| Pontresina | |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Graubünden |
| Bezirk: | Maloja |
| BFS-Nr.: | 3784 |
| PLZ: | 7504 |
| UN/LOCODE: | CH PTR |
| Koordinaten: | (788916 / 152817)Koordinaten: 46° 30′ 0″ N, 9° 54′ 0″ O; CH1903: (788916 / 152817) |
| Höhe: | 1'805 m ü. M. |
| Fläche: | 118.19 km² |
| Einwohner: | 1942
(31. Dezember 2007) |
| Website: | www.gemeinde-pontresina.ch |
| Karte | |
Pontresina (rätoromanisch Puntraschigna) ist eine politische Gemeinde im Kreis Oberengadin, Bezirk Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz. Die Gemeinde liegt im Engadin, nördlich des Berninapasses.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ortsname
Die Deutung der ersten urkundlichen Erwähnungen pontem sarasinam (1137) und Ponte Sarracino (1303) ist umstritten, einige Historiker übersetzen es mit «Sarazenen-Brücke» und sehen einen Zusammenhang der Namensgebung mit dem Einfall der Araber in die Schweiz des 10. Jahrhunderts. Einer andere Erklärung folgend leitet sich der Name von einer Brücke ab, die nach ihrem Erbauer Saraschin «Ponte sarasinae» benannt wurde.
[Bearbeiten] Wappen
Beschreibung: Gespalten von Schwarz und Gold (Gelb), überdeckt von einer silbernen (weissen) Bogenbrücke. Bereinigtes Wappen aus dem Jahre 1934 mit Bezug auf den Gemeindenamen (redendes Wappen). Die Brücke stellt die Punt Ota dar.
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Sprachen
Ursprünglich benutzten die Bewohner Puter, eine bündnerromanische Mundart, zur Verständigung. Doch mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs wurde die Sprache rasch zurückgedrängt. Bereits 1880 gaben nur noch 45.7 % der Einwohner Romanisch als Muttersprache an. Im Jahr 1900 war der Wert auf 33.61 % gesunken (164 Romanischsprachige gegenüber 252 Deutschsprachigen bei 488 Einwohnern). Der Rückgang des Romanischen hält bis heute an (1941 26.7 %, 1970 16.22 %, 2000 7.94 %). Einzige Amtssprache der Behörden ist heute Deutsch. Trotzdem war die offizielle Unterrichtsssprache an der Primarschule bis vor wenigen Jahren nur Romanisch; heute wird Romanisch und Deutsch unterrichtet. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Pontresina GR | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 990 | 57,36 % | 993 | 61,91 % | 1264 | 57,69 % |
| Rätoromanisch | 250 | 14,48 % | 194 | 12,09 % | 174 | 7,94 % |
| Italienisch | 362 | 20,97 % | 290 | 18,08 % | 353 | 16,11 % |
| Einwohner | 1726 | 100 % | 1604 | 100 % | 2191 | 100 % |
Bemerkenswert ist der Anteil der Italienischsprachigen, der seit Jahrzehnten über dem Romanischen liegt. Dritthäufigste Sprache im Jahr 2000 war Portugiesisch mit 9.04 % Anteil an der Gesamtbevölkerung. 1990 konnten sich immerhin noch 32.4 % auf Romanisch verständigen; im Jahr 2000 waren es 25.3 %. Die Gemeinde ist somit faktisch dreisprachig.
[Bearbeiten] Religionen und Konfessionen
1549 wurde die Reformation eingeführt.
[Bearbeiten] Herkunft und Nationalität
Von den Ende 2005 1911 Bewohnern waren 1377 (= 72 %) Schweizer Staatsangehörige.
[Bearbeiten] Geschichte
Pontresina verdankt seine Bedeutung der Lage am Bernina-Pass und dem Fremdenverkehr. Im Mittelalter war der Ort bedeutsamer als das benachbarte St. Moritz. An diese Zeit erinnern jedoch nur noch wenige Gebäude, da zu Beginn des 18. Jahrhunderts Pontresina von einem Grossfeuer heimgesucht wurde. Nachdem 1850 ein erster Gasthof eröffnet wurde, begann der Tourismus zu blühen. Im Sommer 1885 zählte man schon 2000 Gäste.
Einen weiteren Schub erhielt der Ort im Jahre 1908 durch die Eröffnung der Berninabahn, die später mit der Rhätischen Bahn fusionierte. Heute findet in der Systemtrennstelle von Pontresina der Lokwechsel für den Bernina-Express statt.
[Bearbeiten] Ortsbild
Der Ort ist von Häusern im Engadiner Stil geprägt. Viele sind mit Sgraffito-Wandmalereien und geschmückten Erkern verziert. Aus dem 12. Jahrhundert stammt der Burgturm Spaniola. Sehenswert ist auch die Kirche «Sta. Maria» aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die in ihrem Innern mit zahlreichen Fresken versehen ist. Ortsgeschichte vermittelt das «Museum Alpin».
[Bearbeiten] Wintersport
Zur Alp Languard (2'330 m) führt ein Sessellift. Bei Pontresina ist die Talstation der Standseilbahn nach Muottas Muragl.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Pontresina
- Artikel Pontresina im Historischen Lexikon der Schweiz
- Touristische Informationen
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