St. Elisabethenorden

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St. Elisabethen-Orden
Eugénie von Leuchtenberg mit dem St. Elisabethen-Orden
Band der Ordensdamen und -beamten

Der St. Elisabethen-Orden wurde ursprünglich am 18. Oktober 1766 durch die Kurfürstin Elisabeth Augusta, der ersten Ehefrau des pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor als Hoher Damenorden der Heiligen Elisabeth zu deren Ehren gestiftet und kam für mildtätige Betätigung gegen Arme und Notleidende an katholische Damen von alten stiftsmäßigem Adel zur Verleihung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Damenorden wurde am 31. Januar 1767 durch Papst Clemens XIII. bestätigt. Für die Aufnahme war der Nachweis einer Ahnenprobe von sechzehn adeligen Ahnen erforderlich. Aufnahme fanden außer Damen aus fürstlichen Häusern nur die Oberhofmeisterin und Hofdamen der Königin sowie sechs weitere verheiratete oder verwitwete Damen.

Nach dem Tod der Stifterin ging die Großmeisterwürde an Marie Amalie über. Da sie einer nicht mehr regierenden Nebenlinie des Königshauses angehörte, verlor der Orden in den folgenden Jahren an Bedeutung. Erst 1873 wurde der Orden durch Marie Therese reorganisiert und mit neuen Statuten versehen. Zeitgleich erfolgte die Einführung der Ehrendamen.

Ordensdekoration[Bearbeiten]

Das Ordenszeichen besteht aus einem goldenen, weiß emaillierten Leopoldkreuz, das an einem Kurhut hängt. Das aufliegende emaillierte Medaillon zeigt die Darstellung der Heilige Elisabeth beim Austeilen von Almosen. Im Revers die verschlungenen Initialen der Stifterin E A, die von einem grün emaillierten Reif umschlossen sind.

Trageweise[Bearbeiten]

Die Auszeichnung wurde mit Ausnahme der Ordensbeamten an einer Damenschleife auf der linken oberen Brustseite getragen. Das Band ist bei Ordensdamen dunkelblau mit breiten rosa Randstreifen, bei Ehrendamen hat es eine umgekehrte Anordnung.

Verleihungszahlen[Bearbeiten]

Der Orden wurde bis 1976 verliehen. Bis zu diesen Zeitpunkt lassen sich folgende Verleihungen dokumentieren:

  • Ordensdamen --- 191 Verleihungen
  • Ehrendamen --- 31 Verleihungen

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnhard Graf Klenau: Orden in Deutschland und Österreich. Band II: Deutsche Staaten (1806–1918). Teil I: Anhalt–Hannover. Offenbach 2008. ISBN 3-937064-13-3. S. 146-149.
  • Maximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt. Weber, Leipzig 1893, S. 36. (Nachdruck: Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 2000, ISBN 3-8262-0705-X).