Suchdol nad Lužnicí

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Suchdol nad Lužnicí
Wappen von Suchdol nad Lužnicí
Suchdol nad Lužnicí (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Jindřichův Hradec
Fläche: 6405 ha
Geographische Lage: 48° 54′ N, 14° 52′ O48.89555555555614.873611111111454Koordinaten: 48° 53′ 44″ N, 14° 52′ 25″ O
Höhe: 454 m n.m.
Einwohner: 3.621 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 378 05 - 378 06
Verkehr
Straße: Třeboň - Schrems
Bahnanschluss: Třeboň - České Velenice
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 6
Verwaltung
Bürgermeister: Jan Kronika (Stand: 2007)
Adresse: náměstí T. G. Masaryka 9
378 06 Suchdol nad Lužnicí
Gemeindenummer: 547280
Website: www.suchdol.cz

Suchdol nad Lužnicí (deutsch Suchenthal, auch Suchental) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 16 Kilometer südöstlich von Třeboň und gehört zum Okres Jindřichův Hradec.

Geographie[Bearbeiten]

Suchdol nad Lužnicí befindet sich am linken Ufer der Lainsitz oberhalb des Einmündung der Dračice (Reißbach) auf dem Gebiet des UNESCO-Biosphärenreservates Třeboňsko in der Ebene des Wittingauer Beckens. In der Umgebung der Stadt liegen mehrere Fischteiche, darunter der gegenüber rechts der Lainsitz gelegene große Teich Tušť. Durch Suchdol nad Lužnicí führt die Europastraße 49 und die Eisenbahn von Třeboň nach České Velenice.

Nachbarorte sind Benátky und Majdalena im Norden, Hamr im Nordosten, Klikov, Paříž und Tušť im Osten, Halámky im Südosten, Hrdlořezy im Süden, Tři Facky im Südwesten, Bor und Synochov im Westen sowie Cep im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1362. Suchdol war Teil der Herrschaft Wittingau und gehörte dem Adelsgeschlecht von Landstein. Weitere Besitzer waren die Rosenberger und nach deren Erlöschen die Schwanberger. Nach der Schlacht am Weißen Berg fiel deren beschlagnahmter Besitz an Kaiser Ferdinand II.. 1660 erwarb das Haus Schwarzenberg Suchdol. Nach der Ablösung der Patrimonialherrschaften im Jahre 1848 wurde Suchenthal zur selbständigen Gemeinde. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb Carl Stölzle senior die Glashütte, die Teil seines Unternehmens Firma Stölzle Glasindustrie wurde. Sein gleichnamiger Sohn Carl Stölzle junior leitete nach dem Tode des Vaters von 1865 bis 1872 den Betrieb in Suchental. 1876 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.

Seit dem 14. Dezember 2005 ist Suchdol nad Lužnicí eine Stadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Suchdol nad Lužnicí besteht aus den Ortsteilen Bor, Františkov (Franzensthal), Hrdlořezy (Böhmisch Schachen), Klikov (Klikau), Suchdol nad Lužnicí (Suchenthal) und Tušť (Schwarzbach) sowie den Siedlungen Benátky (Schmelzhütte), Nový York (Neu York), Paříž (Paris), Tři Facky und Zajíc.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Carl Stölzle senior (1802–1865), österreichischer Unternehmer und Abgeordneter des Landtages von Niederösterreich
  • Carl Stölzle junior (1830–1872), österreichischer Unternehmer und Abgeordneter des Landtages von Niederösterreich

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche St. Nikolaus, dreischiffiger Bau aus dem Jahre 1363, die Madonnendarstellung des Hauptaltares befindet sich heute in der Aleš-Galerie auf Schloss Hluboká nad Vltavou
  • barocke Kapelle des Hl. Johannes von Nepomuk, errichtet 1728

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suchdol nad Lužnicí – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)