The Gift – Die dunkle Gabe
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | The Gift – Die dunkle Gabe |
| Originaltitel | The Gift |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 111 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | Sam Raimi |
| Drehbuch | Billy Bob Thornton Tom Epperson |
| Produktion | James Jacks Gary Lucchesi Tom Rosenberg |
| Musik | Christopher Young |
| Kamera | Jamie Anderson |
| Schnitt | Arthur Coburn Bob Murawski |
| Besetzung | |
|
|
The Gift – Die dunkle Gabe ist ein Film des US-amerikanischen Regisseurs Sam Raimi. Der Mysterythriller basiert auf einem Original-Drehbuch von Billy Bob Thornton und Tom Epperson und wurde von den Filmstudios Lakeshore Entertainment und Alphaville Films produziert.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Annie ist eine Witwe mit drei Kindern, ihr Mann starb vor einem Jahr an einer Explosion in der Kabelfabrik der Stadt. Sie wohnt in Brixton, einer Kleinstadt im Süden der USA. Um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern, legt sie mit ihrer besonderen Gabe, der Wahrsagerei, Leuten die Karten. Einer ihrer Kunden ist der psychisch gestörte Autohändler Buddy. Sie versucht schon seit mehreren Jahren ihm zu helfen. Außerdem hat sie Ärger mit ihrem ältesten Sohn, da er in der Schule schon mehrmals in Schlägereien verwickelt war. Als sie zum Schulleiter muss, sieht sie zum ersten Mal Jessica, die mit dem Schulleiter verlobt ist. Sie hat die erste Vision vom Verschwinden Jessicas.
Kurz darauf lässt Annie sich von ihrer Freundin Linda überreden, mit ihr zu einer Party zu gehen. Dabei ertappt sie Jessica in einer Ecke des Hauses beim Sex mit einem Rechtsanwalt. Als sie in ihr Haus zurück kommt, läuft der Fernseher mit einer fanatischen Predigt, und ihre Karten bilden auf ihrem Bett das Wort "Satan". Das Fenster ist noch offen, was hindeutet, dass der Eindringling erst noch da war. Annie holt die Polizei, aber der Beamte glaubt ihr nicht, dass Donnie Barksdale in ihr Haus eindrang.
Als dann Jessica King, die Verlobte des Schulleiters der Stadt, als vermisst gemeldet wird und die Polizei nicht mehr weiter weiß, erfragt sie sich Hilfe von Annie.
In einem Traum sieht Annie einen Teich und die tote Jessica King. Der Teich gehört dem brutalen Donnie Barksdale, der regelmäßig seine Frau Valerie verprügelt und auch Annie und deren Kinder schon mehrfach bedroht hat, da diese Valerie geraten hat sich von ihm zu trennen. Als die Polizei tatsächlich Jessicas Leiche in dem Teich findet, wird Donnie verhaftet.
Obwohl Donnies Anwalt versucht, Annie lächerlich zu machen und ihre Gabe zu verunglimpfen, wird Donnie, der eine Affäre mit Jessica hatte, schuldig gesprochen.
Nach der Gerichtsverhandlung kommt Buddy auf sie zugestürmt, er müsse ihr etwas wichtiges sagen. Doch sie wimmelt ihn ab, da Annie gerade selber neben der Rolle steht. Am späteren Abend ruft Buddys Mutter Annie an, es sei etwas schlimmes mit Buddy im Gang, sie solle sofort kommen. Als sie ankommt, sieht sie Buddys Vater gefesselt in seinem Garten und wie Buddy mit einem Gürtel auf ihn einschlägt. Er redet davon, wie es ihm in seiner Kindheit wehgetan hätte. Offenbar hat sein Vater ihn als Kind missbraucht. Schließlich schüttet Buddy Benzin über seinen Vater und zündet ihn an. Die beiden Frauen können nichts mehr machen und rufen die Ambulanz. Der Vater wird ins Spital gebracht, Buddy in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. Annie macht sich schwere Vorwürfe, nicht eher für Buddy dagewesen zu sein.
Annie hat weiterhin Visionen von der toten Jessica. Bald wird Annie klar, dass Donnie unschuldig ist und Jessicas Mörder noch immer frei herumläuft. Da der Staatsanwalt, der ebenfalls eine Affäre mit Jessica hatte, den Fall nicht wieder aufrollen will, wendet sich Annie an Jessicas Verlobten Wayne, in den sie sich zu verlieben beginnt.
Sie fährt mit Wayne zu dem Teich, in dem Jessicas Leiche gefunden wurde. Dort hat Annie wieder eine Vision und erkennt endlich den Mörder: Es ist Wayne.
Wayne versucht daraufhin, Annie zu erschlagen. Doch er wird von Buddy überwältigt.
Annie bringt den bewusstlosen Wayne zur Polizei, wo dieser seine Tat gesteht. Als Annie aussagt, dass nicht sie, sondern Buddy Wayne niedergeschlagen hat, erfährt sie, dass Buddy bereits Stunden zuvor Selbstmord begangen hatte, in dem er sich im Nervenheilanstaltbadezimmer erhängt hatte.
[Bearbeiten] Kritiken
„Bedächtig-sorgfältig inszenierter Teufelstanz von Sam Raimi, der seinem exzellenten Darsteller-Ensemble, allen voran Cate Blanchett, viel Raum lässt. Seine Südstaaten-Milieuschilderung driftet vom Kleinstadtkrimi zum Horrorfilm à la ‚The Sixth Sense‘ und dokumentiert gleichzeitig die emotionale Entwicklung der Hauptfigur. Subtile Spannung.“
– Blickpunkt: Film
„Dem Skript des Oscar-geadeltem Autors hätte eine konsequente Linie indes gut getan. Denn die bedrückende Schilderung des alltäglichen Kleinstadthorrors wird durch den wenig originellen Mystery-Plot verwässert. Und im Krimi-Part agieren die sonst glaubwürdig gezeichneten Figuren wider jede Logik.“
– Cinema
„Bedächtig-sorgfältig erzählter Teufelstanz um eine Frau mit hellseherischen Fähigkeiten, die ein Verbrechen aufklären soll.“
– DVD & Video Report
„Spannende Mischung aus Horrorfilm, Kleinstadtdrama und Gerichtskrimi, die vor allem von den darstellerischen Leistungen, der Zeichnung der Hauptfigur und der kunstvollschlichten Inszenierung lebt. Die angesprochenen moralischen Themen werden hingegen kaum vertieft.“
„Dank der herausragenden Cate Blanchett gelang ein Ausnahme-Thriller, gedreht zwischen dampfenden Sümpfen und knorrigen Baumriesen. Ein selten schöner Schrecken.“
– Hörzu
„Düstere Atmosphäre und unheimliche Bilder sorgen für subtilen Horror – und diverse überraschende Wendungen für nervenzerrende Spannung bis zum Schluss. Hauptdarstellerin Cate Blanchett […] beweist einmal mehr schauspielerische Größe. Hervorragend auch die anderen Darsteller. Selbst Hollywood-Schönling Keanu Reeves überzeugt als fieser Rohling.“
– TV Movie
„Erstklassig besetzt. Was der Story an Tempo fehlt, macht die dichte, spannende Atmosphäre wieder wett.“
– TV Today
„Regisseur Sam Raimi und Autor Billy Bob Thornton, das barocke Duo, das uns bereits den tiefgekühlten Thriller ‚A Simple Plan‘ brachte, bittet erneut zum großen Schicksalsreigen und würzt die Mörderjagd zu Hinterwald diesmal mit einer kräftigen Prise okkulten Hokuspokus. Illustres Personal wie Cate Blanchett, Keanu Reeves oder Greg Kinnear liefert 1A-Darbietungen. Anspruchsvollere Dramen-, Horror- und Thrillerfreunde können geschlossen zugreifen.“
– VideoWoche
[Bearbeiten] Auszeichnungen
Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films 2001
Nominiert in den Kategorien
- Bester Horrorfilm
- Beste Hauptdarstellerin (Cate Blanchett)
- Bester Nebendarsteller (Giovanni Ribisi)
- Beste Nebendarstellerin (Hilary Swank)
- Bestes Drehbuch
Independent Spirit Awards 2001
- nominiert in der Kategorie Bester Nebendarsteller (Giovanni Ribisi)
Phoenix Film Critics Society Awards 2001
- nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin (Cate Blanchett)
- nominiert in der Kategorie Bestes Feuerwerk
[Bearbeiten] Weblinks
- The Gift – Die dunkle Gabe in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Sammlung von Kritiken zu The Gift – Die dunkle Gabe bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Inhaltsangabe und Filmkritik, dietwerwunderlich.de
Tanz der Teufel | Die Killer-Akademie | Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt | Darkman | Armee der Finsternis | Schneller als der Tod | Ein einfacher Plan | Aus Liebe zum Spiel | The Gift – Die dunkle Gabe | Spider-Man | Spider-Man 2 | Spider-Man 3 | Drag Me to Hell