Ein einfacher Plan

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Dieser Artikel behandelt einen Film. Für die Pop-Punk Band aus den USA siehe Simple Plan.
Filmdaten
Deutscher Titel Ein einfacher Plan
Originaltitel A Simple Plan
Produktionsland USA, Frankreich, GB, Deutschland, Japan
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Sam Raimi
Drehbuch Scott B. Smith
Produktion James Jacks
Adam Schroeder
Musik Danny Elfman
Kamera Alar Kivilo
Schnitt Arthur Coburn
Eric Beason
Besetzung

Ein einfacher Plan ist ein Spielfilm des Regisseur Sam Raimi aus dem Jahr 1998. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Scott B. Smith.

Handlung[Bearbeiten]

Ort der Handlung ist eine ländliche Gegend in Minnesota. Die Brüder Hank und Jacob und deren Freund Lou finden im Winter zufällig ein abgestürztes Sportflugzeug. Neben dem toten Piloten befindet sich in dem Flugzeug eine Tasche, die mit 4,4 Millionen Dollar in 100$-Banknoten befüllt ist. Sie beschließen, den Fund nicht den Behörden zu melden, die Tasche zu verstecken und abzuwarten. Im Falle, dass niemand das Geld vermisst, möchten sie es im Frühling untereinander aufteilen. Der Polizei berichten sie lediglich, dass sie Flugzeuggeräusche gehört haben, aber nicht wissen, ob und wo möglicherweise ein Flugzeug abgestürzt sei.

Auf Drängen von Hanks schwangerer Ehefrau Sarah kehren Hank und Jacob am nächsten Tag zur Unglücksstelle zurück, um 500.000 Dollar dort zurückzulassen, da nach ihrer Logik niemand Fragen stellen wird, wenn wenigstens ein Teil des Geldes noch dort ist. Jacob, der Wache steht, als Hank das Geld im Flugzeug deponiert, wird dabei von Pederson, dem Friseur der Stadt, überrascht und schlägt diesen in Panik nieder. Hank erstickt den noch lebenden Pederson daraufhin, um keinen Verdacht auf sich zu lenken, und lässt seinen Tod wie einen Unfall aussehen.

Durch Jacob erfährt Lou von diesem Mord und möchte Hank damit erpressen. In einer durchzechten Nacht kommt es zum Streit zwischen den beiden, Jacob erschießt Lou, und Hank tötet anschließend dessen Ehefrau in Notwehr. Danach lassen sie es wie einen Ehestreit aussehen.

Mittlerweile trifft der vermeintliche FBI-Agent Baxter in der Kleinstadt ein, der von Hank zur Absturzstelle geführt werden möchte. Sarah hat mittlerweile aber herausgefunden, dass das FBI keinen Beamten mit diesem Namen führt und Baxter womöglich einer der Verbrecher ist, dem das Geld abhandengekommen ist. An der Absturzstelle kommt es zu einem Blutbad, als Baxter den Sheriff erschießt. Hank gelingt es, Baxter zu erschießen. Der herbeieilende Jacob bittet daraufhin Hank, ihn zu töten, da er mit dem, was er in den letzten Tagen erlebt hat, nicht mehr weiterleben kann. Erst als Jacob damit droht, sich an Ort und Stelle selbst zu erschießen, erfüllt Hank seine Bitte.

Gegenüber dem FBI schiebt Hank alle Schuld an den Morden auf Baxter, muss aber erfahren, dass die Seriennummern eines Teils der Geldscheine bekannt sind und das FBI nur darauf wartet, dass das Geld ausgegeben wird, um den Dieb zu verhaften. Aus Angst und erfüllt von Schmerz über alles Geschehene verbrennt Hank das gesamte Geld in seinem Kamin und kehrt als gebrochener Mann in sein altes Leben zurück.

Kritiken[Bearbeiten]

„Parabel um Schuld und Sühne, Versuchung und Integrität, getragen von der differenzierten Zeichnung der Hauptfiguren und ihrer darstellerischen Verkörperung. Vordergründig frei von religiöser Metaphorik und Symbolik, zeichnet er psychologisch ambitioniert und phänomenologisch exakt nach, wie es ist, wenn man einer Versuchung erliegt und sich in Schuld verstrickt, die neue Schuld, Mord und Totschlag gebiert.“

Lexikon des Internationalen Films

„„A Simple Plan” überzeugt durch Charakterdarstellung, Spannung und eine Handlung, die immer wieder Überraschungen parat hat, ohne dass diese Ereignisse aus der Logik der Geschichte herausfallen würden. Sehenswert also in jeder Hinsicht.“

Filmstarts.de[1]

„Regisseur Raimi und sein Drehbuchautor Scott B. Smith erzählen ihre Geschichte rasch und rücksichtslos, um Platz zu schaffen für die vielen psychologischen Untertöne dieses bemerkenswerten, wenngleich symbolisch überladenen Films (so künden schwarze Krähen ununterbrochen von Unheil).“

Christian Geinitz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 25. Februar 1999

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Der Drehbuchautor Scott B. Smith, der seinen eigenen Roman zu einem Drehbuch umschrieb, wurde mit einer Oscarnominierung für das beste Drehbuch belohnt. Billy Bob Thornton wurde ebenfalls für den Oscar vorgeschlagen, als bester Nebendarsteller.

Billy Bob Thornton als Nebendarsteller sowie der Film wurden für den Saturn Award nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik bei Filmstarts.de.