The Rugby Championship

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Dieser Artikel beschreibt das Turnier im Allgemeinen, die diesjährige Austragung ist unter The Rugby Championship 2014 zu finden.
The Rugby Championship
The-Rugby-Championship-logo.jpgVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Verband SANZAR
Sportart Rugby Union
Erstaustragung 1996
Mannschaften 4
Spielmodus Rundenturnier
Titelträger NeuseelandNeuseeland Neuseeland
Rekordsieger NeuseelandNeuseeland Neuseeland (11 Siege)
Rekordspieler AustralierAustralier George Gregan (48)
Meiste Punkte NeuseeländerNeuseeländer Dan Carter (461)
Meiste Versuche NeuseeländerNeuseeländer Christian Cullen (16)
Website www.sanzarrugby.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite

The Rugby Championship (deutsch: Die Rugbymeisterschaft) ist ein seit 1996 jährlich stattfindendes Turnier in der Sportart Rugby Union. Teilnehmer sind die vier besten Nationalmannschaften der südlichen Hemisphäre: die „Pumas“ aus Argentinien, die „Wallabies“ aus Australien, die „All Blacks“ aus Neuseeland und die „Springboks“ aus Südafrika. Die Mannschaften spielen in einem Heim- und einem Auswärtsspiel je zweimal gegeneinander. Vor der Teilnahme Argentiniens war das Turnier von 1996 bis 2011 unter dem Namen Tri Nations (deutsch: Drei-Nationen-Turnier) bekannt. Organisator des Turniers ist das Konsortium SANZAR, bestehend aus den Verbänden Australian Rugby Union (ARU), New Zealand Rugby Union (NZRU) und South African Rugby Union (SARU).

Im Rahmen des Turniers spielen Australien und Neuseeland zusätzlich um den traditionsreichen Bledisloe Cup, Südafrika und Neuseeland um den Freedom Cup, Australien und Südafrika um die Mandela Challenge Plate sowie Argentinien und Australien um die Puma Trophy.

Geschichte[Bearbeiten]

Altes Logo der Tri Nations.

Australien und Neuseeland spielten erstmals 1903 gegeneinander, während Südafrika 1921 beiden Ländern erstmals einen Besuch abstattete. Im Gegensatz zu Five Nations (heute Six Nations) in der nördlichen Hemisphäre gab es jedoch in der Südhemisphäre keinen regelmäßigen Wettbewerb. Die drei Länder trafen sporadisch aufeinander, Australien und Neuseeland regelmäßig im Rahmen des Bledisloe Cup.

Letztes Logo der Tri Nations.

Die Professionalisierung des Sports Mitte der 1990er Jahre führte zur Ausarbeitung des Tri-Nations-Konzepts. Während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995 führten die Verbände Australiens, Neuseelands und Südafrikas Verhandlungen und gründeten schließlich das Konsortium SANZAR. Das Konsortium schloss für die nächsten zehn Jahre Werbeverträge im Wert von über einer halben Milliarde Euro ab.

Das erste Turnier im Jahr 1996 dominierten die Neuseeländer, die unbesiegt blieben. 1998 gewann erstmals Südafrika das Turnier. Im Jahr 2000 sicherte sich Australien, der damalige amtierende Weltmeister, den ersten Turniersieg. 109.874 Zuschauer verfolgten das Eröffnungsspiel im Stadium Australia in Sydney, was für diese Sportart einen neuen Weltrekord bedeutete.

2012 wurde das Turnier mit der Aufnahme Argentiniens um eine Mannschaft erweitert und in The Rugby Championship umbenannt. Somit können alle zehn Nationalmannschaften, die in der ersten Stärkeklasse eingeteilt sind, regelmäßig an einem Turnier teilnehmen. Vor allem Südafrika begrüßte dieses Vorhaben, weil dadurch der Nachteil der langen Flugreisen ausgeglichener wird.

Format[Bearbeiten]

Vorbereitung zum Haka der Neuseeländer vor dem letzten Spiel der Tri Nations 2005 gegen Australien im Eden Park, Auckland

Der Ablauf des Turniers wurde im Laufe der Jahre mehrmals geändert. In der Vergangenheit spielte jede Mannschaft je zweimal gegen die zwei anderen Mannschaften, mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Nach einigen Veränderungen am Spielplan setzte sich folgende Lösung durch: Das Turnier beginnt mit je zwei Spielen in Südafrika oder Neuseeland, im darauf folgenden Jahr in jenem Land, wo die Eröffnungsspiele nicht stattfanden. Aus diesem Grund waren die Spiele Australiens immer in der Mitte des Turniers angesetzt.

Im Jahr 2006 erfolgte eine Formatänderung, nachdem SANZAR mit Fernsehanstalten in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Südafrika neue Übertragungsrechte ausgehandelt hatte. Jede Mannschaft spielt nun je dreimal gegen die beiden anderen. Tri Nations 2006 begann mit einem Spiel in Neuseeland. Die ersten vier Runden wurden alternierend in Neuseeland und Australien ausgetragen. Das fünfte Spiel fand wiederum in Australien statt. Nach einer einwöchigen Pause folgten die drei Heimspiele Südafrikas. Jede Mannschaft hatte zwei Heimspiele gegen einen Gegner und nur eines gegen den anderen. Das Turnier 2007 wurde jedoch wegen der Weltmeisterschaften in zeitlicher Nähe wieder mit nur je zwei Spielen jeder gegen jeden (Hin- und Rückspiel) ausgetragen.

Mit der Erweiterung des Wettbewerbs um Argentinien spielt jede Mannschaft wieder je zweimal gegen die drei anderen Mannschaften, mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel.

Der Sieger eines Spiels erhält vier Tabellenpunkte, bei einem Unentschieden erhält jeder zwei, der Verlierer bekommt keinen Punkt. Einen Bonuspunkt kann jede Mannschaft erhalten, die vier oder mehr Versuche in einem Match erzielt. Der Verlierer erhält einen Tabellenpunkt, wenn er mit sieben oder weniger Spielpunkten Unterschied verliert.

Siegerliste[Bearbeiten]

Turnier Mannschaft
Tri Nations 1996 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 1997 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 1998 Flag of South Africa.svg Südafrika
Tri Nations 1999 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2000 Flag of Australia.svg Australien
Tri Nations 2001 Flag of Australia.svg Australien
Tri Nations 2002 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2003 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Turnier Mannschaft
Tri Nations 2004 Flag of South Africa.svg Südafrika
Tri Nations 2005 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2006 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2007 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2008 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2009 Flag of South Africa.svg Südafrika
Tri Nations 2010 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2011 Flag of Australia.svg Australien
Turnier Mannschaft
The Rugby Championship 2012 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2013 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2014 Flag of New Zealand.svg Neuseeland

Gesamttabelle[Bearbeiten]

Mannschaftsstatistik beim Tri Nations (1996 bis 2011)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
Neuseeland Neuseeland 72 50 0 22     1936:1395     + 541 32 232 10
Australia Australien 72 29 1 42     1531:1721     − 190 34 152 03
Südafrika Südafrika 72 28 1 43     1480:1831     − 351 24 138 03


Mannschaftsstatistik bei der Rugby Championship (seit 2012)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
Neuseeland Neuseeland 18 16 1 1   543:272     + 271   32 76 03
Südafrika Südafrika 18 10 1 7   457:336     + 121   8 50 00
Australia Australien 18 7 1 10   349:467     − 118   2 32 00
Argentinien Argentinien 18 1 1 16   273:547     − 274   7 13 00


Rekorde[Bearbeiten]

(Stand 27. August 2011)

Meiste Spiele[Bearbeiten]

Aktive Spieler sind durch Fettdruck gekennzeichnet.

  1. George Gregan (AUS) - 48
  2. Victor Matfield (RSA) - 44
  3. Mils Muliaina (NZL) - 43
  4. Nathan Sharpe (AUS) - 41
    George Smith (AUS) - 41
  5. John Smit (RSA) - 40
  6. Richie McCaw (NZL) - 39
  7. Stephen Larkham (AUS) - 38
    Keven Mealamu (NZL) - 38
  8. Matt Giteau (AUS) - 37
  9. Justin Marshall (NZL) - 35
  10. Percy Montgomery (RSA) - 34

[1]

Meiste erzielte Versuche[Bearbeiten]

Aktive Spieler sind durch Fettdruck gekennzeichnet.

  1. Christian Cullen (NZL) − 16
  2. Joe Rokocoko (NZL) − 15
  3. Doug Howlett (NZL) − 13
  4. Richie McCaw (NZL) − 11

[2]

Meiste erzielte Punkte[Bearbeiten]

Aktive Spieler sind durch Fettdruck gekennzeichnet.

  1. Daniel Carter (NZL) − 461
  2. Andrew Mehrtens (NZL) − 328
  3. Matt Burke (AUS) − 271
  4. Matt Giteau (AUS) − 257
  5. Percy Montgomery (RSA) − 210
  6. Stirling Mortlock (AUS) − 198
    Morné Steyn (RSA) − 198
  7. Carlos Spencer (NZL) − 153
  8. Braam van Straaten (RSA) − 94
  9. Christian Cullen (NZL) − 80
  10. Joe Rokocoko (NZL) - 75

[3]

Die Turniere im Einzelnen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://stats.espnscrum.com/statsguru/rugby/stats/index.html?class=1;template=results;trophy=27;type=player Zugriff am 13. Februar 2012
  2. http://stats.espnscrum.com/statsguru/rugby/stats/index.html?class=1;orderby=tries;template=results;trophy=27;type=player Zugriff am 13. Februar 2012
  3. http://stats.espnscrum.com/statsguru/rugby/stats/index.html?class=1;orderby=points;template=results;trophy=27;type=player Zugriff am 13. Februar 2012