Thomas Hermanns

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Thomas Hermanns während der Comedy-Gala 2011
Thomas Hermanns mit den No Angels (2008)

Thomas Hermanns (* 5. März 1963 in Bochum) ist ein deutscher Fernsehmoderator, Komiker, Drehbuchautor, Regisseur und Gründer des Quatsch Comedy Clubs.

Biografie[Bearbeiten]

Thomas Hermanns wurde in Bochum geboren. Als er sechs Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern nach Nürnberg, wo sein Vater für die Bundesanstalt für Arbeit tätig war. Nach dem Abitur im Jahr 1981 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Theaterwissenschaften und schloss sein Studium im Jahr 1988 mit dem Magister ab. Seit seinem 19. Lebensjahr schreibt und inszeniert er Fernsehsendungen. 1992 entstand unter seiner Leitung in Hamburg die Keimzelle der deutschsprachigen Stand-up-Comedy, der Quatsch Comedy Club, der seit 1996 von ProSieben übertragen wird. 2002 zog der Club nach Berlin um und erhielt dort im Souterrain des Friedrichstadtpalastes eine neue Spielstätte. Anfang 2006 eröffnete Hermanns eine Zweigstelle im Café Keese auf der Reeperbahn in Hamburg.

Hermanns inszeniert ebenfalls Shows und Comedy-Programme für andere Künstler, wie zum Beispiel Zapped (1998), Back to Life (2000) und Paranoid (2004) für Michael Mittermeier, Suchst Du?! (2001) für Kaya Yanar sowie für Gayle Tufts und Cora Frost. Er führte bei den Musicalshows Grease und Es fährt ein Zug nach Nirgendwo Regie.

Als Autor schrieb Thomas Hermanns für Dirk Bach die Fernsehserie Lukas (1997–1999), verfasste das Skript für den Fernsehfilm Meine beste Feindin (2000) mit Mariele Millowitsch und Doris Kunstmann und die Komödie Sing, wenn du kannst! (2002), aufgeführt im Schmidt Theater in Hamburg. Im Februar 2009 erschien sein Buch Für immer d.i.s.c.o, in dem er sich autobiographisch mit der Disco-Ära auseinandersetzt.

Als Fernsehmoderator präsentierte er auf ProSieben unter anderem den Red Nose Day sowie 2002 den Popclub. Im Dezember 2005 moderierte er gemeinsam mit Sky du Mont und Bettina Zimmermann die Bambi-Verleihung. 2006 bis 2008 präsentierte Hermanns die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Er kündigte an, ab 2009 aus Enttäuschung über Qualität und Siegchancen der deutschen Beiträge die Moderation der Vorentscheidung und der „Grand-Prix-Party“ abzugeben.[1]

Hermanns lebt seit 2008 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.[2]

Hermanns ist gelegentlich Gast bei Genial daneben und anderen Unterhaltungsshows im Fernsehen. Seit 2010 moderiert er in Hannover die Variety-Show Die Thomas & Helga Show, welche im NDR Fernsehen ausgestrahlt wird. Hermanns schrieb das Buch zum Musical Kein Pardon – Das Musical, das seit dem 12. November 2011 im Capitol Theater in Düsseldorf aufgeführt wird. Es basiert auf dem gleichnamigen Film von Hape Kerkeling aus dem Jahr 1993.

1989 brachte Hermanns mit seiner Show „Tommy Gardens Sing-A-Long“ erstmals Karaoke nach Deutschland.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1997: Deutscher Comedypreis Hauptpreis für den Quatsch Comedy Club
  • 2000: Deutscher Comedypreis Beste Comedy-Show für den Quatsch Comedy Club
  • 2006: Goldene Kamera Kategorie Comedy
  • 2006: LEA Live Entertainment Award im Bereich Engagement für Nachwuchskünstler für den Quatsch Comedy Club
  • 2007: Kompassnadel des Schwulen Netzwerk NRW e.V. für besonderen Einsatz der schwul-lesbischen Emanzipation[4]
  • 2009: Deutscher Comedypreis Bestes Comedyevent für Quatsch Goes Christmas – Die große Comedy Winter Show
  • 2012: Deutscher Comedypreis Sonderpreis für 20 Jahre Quatsch Comedy Club

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Hermanns: für immer d.i.s.c.o.. Scherz Verlag, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-502-15167-8.
  • Thomas Hermanns: Das Tomatensaft-Mysterium: Fliegen in der Comedy Class. Goldmann Verlag, München 2010, ISBN 978-3-442-47262-8.
  • Thomas Hermanns, Christoph Dompke: Das große QUATSCH-Comedy-Buch. Alles über Deutschlands ersten Comedy-Club. Henschel Verlag, Leipzig 2011, ISBN 978-3-89487-690-6.
  • Thomas Hermanns: Mörder Quote Goldmann Verlag, München 2012, ISBN 978-3-442-47638-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Hermanns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DWDL.de: „Frustrierend“: Hermanns gibt Grand Prix auf, 1. Juni 2008
  2. Eheglück: Thomas Hermanns heiratet seinen Freund (Spiegel Online)
  3. Der Spiegel: Lilli Palmer auf Droge
  4. queer.de: Homo-Preis für Thomas Hermanns und Rainer Jarchow, 18. April 2007