Friedrichstadt-Palast

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Friedrichstadt-Palast
Der Friedrichstadt-Palast an der Friedrichstraße 107

Der Friedrichstadt-Palast
an der Friedrichstraße 107

Daten
Ort Berlin-Mitte
Baumeister Bau von 1865: Alfred Lent nach Entwurf von Friedrich Hitzig.
Architekt Neubau 1984: Kollektiv Walter Schwarz, Manfred Prasser und Dieter Bankert.
Baujahr • 1865 (alter Friedrichstadtpalast)
• 1984 (Neubau)
Abriss 1985 (alter Friedrichstadtpalast)
Grundfläche Neubau 1984: 7700 m²
Koordinaten 52° 31′ 26″ N, 13° 23′ 17″ O52.52391666666713.387944444444Koordinaten: 52° 31′ 26″ N, 13° 23′ 17″ O
Der 1985 abgerisse alte Friedrichstadt-Palast (1919–1934 Großes Schauspielhaus) am Schiffbauerdamm (1964). Links das Berliner Ensemble.

Der 1985 abgerisse alte Friedrichstadt-Palast (1919–1934 Großes Schauspielhaus) am Schiffbauerdamm (1964). Links das Berliner Ensemble.

Der Friedrichstadt-Palast ist ein 1984 als Revuetheater mit moderner Bühnentechnik errichtetes Bauwerk im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Der Begriff Friedrichstadt-Palast bezeichnet dabei sowohl das Gebäude an sich, als auch das Revuetheater als Einrichtung mit seinem Ensemble. Es gehört zu Europas führenden, diese Kunstform darbietenden Häusern, dessen repräsentatives Merkmal unter anderem seine traditionelle sogenannte Girlreihe ist.

Der Name hat seinen Ursprung von einem unweit gelegenen, fast zweihundert Jahre als Zirkus- und Theaterbau dienenden Haus, das – geprägt von wechselvoller Geschichte und Nutzung mit unterschiedlichem Erfolg, – ab 1947 zum Friedrichstadt-Palast wurde. Zwischenzeitlich gab es den in einem Wort geschriebenen Friedrichstadtpalast. Das aktuelle Gebäude in der Friedrichstraße wird in Abgrenzung zu seinem Vorgängerbau auch Neuer Friedrichstadt-Palast genannt. 2011 erfolgte die Umbenennung von Friedrichstadtpalast wieder in die Schreibweise von 1947, Friedrichstadt-Palast.[1]

Der alte Friedrichstadt-Palast[Bearbeiten]

Der alte Friedrichstadt-Palast bei Nacht (1956), mit Ankündigung vom Gastspiel des Moskauer Staatszirkus

Das Gebäude mit der damaligen offiziellen Adresse Markthallenstraße beziehungsweise ab 1891 Am Zirkus 1 befand sich (etwa 200 Meter südwestlich vom heutigen Friedrichstadt-Palast) auf einer durch die vier Straßen Schiffbauerdamm, Albrechtstraße, Karlstraße (heute: Reinhardtstraße) und Friedrichstraße begrenzten Fläche, die in Nord-Süd-Richtung von der Markthallenstraße geteilt wurde. Direkt daneben wurde 1892 das Neue Theater (heute: Theater am Schiffbauerdamm) errichtet. Der Namens-Bestandteils Friedrichstadt stammt nicht von dem südlich der Behrenstraße gelegenen ehemalige Berliner Stadtviertel Friedrichstadt, sondern leitet sich historischen Quartier zwischen Friedrichstraße und Humboldthafen, der Friedrich-Wilhelm-Stadt ab, in dem sich das ursprüngliche Bauwerk befand. An der Stelle des alten Friedrichstadtpalasts wird seit 2011 ein neues Büro- und Wohnhaus gebaut.

Markthalle und Arsenal[Bearbeiten]

Die Geschichte des Friedrichstadt-Palastes geht auf eine frühere Markthalle zurück, die ein auf damaligem neuesten technischen Stand errichteter Bau aus Gusseisen und Glas war.

Die Markthalle war von 1865 bis 1867 im Auftrag der Berliner Immobilien-Aktien-Gesellschaft nach Plänen des Geheimen Oberbaurates Friedrich Hitzig unter Leitung des Königlichen Baumeisters Alfred Lent[2] errichtet und am 29. September 1867 als erste Berliner Markthalle eröffnet worden. Sie war 84 Meter lang und 64 Meter breit. Nur sieben Monate nach ihrer Eröffnung, am 18. April 1868, musste sie wegen Unwirtschaftlichkeit, die aus der damals schlechten Verkehrssituation herrührte, wieder schließen. Danach stand das Gebäude zunächst leer und diente später als Lebensmitteldepot. Während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/1871 richtete die preußische Heeresleitung in dem Bau ein Nachschubarsenal ein. Nach Kriegsende blieb die Halle wieder ungenutzt.

Zirkus[Bearbeiten]

Im Jahr 1873 erfolgte der erste Umbau des Hauses zu einem festen Zirkusgebäude mit etwa 5 000 Plätzen. Am 25. Dezember 1873 wurde es als Markthallen-Zirkus unter Direktor Albert Salomonsky eröffnet. Die Vorstellungen boten vor allem Pferdedressuren, denn Salmonsky war selbst Parforcereiter. Am 20. April 1879 erwarb Ernst Renz das Haus und führte dort seinen Zirkusbetrieb fort. 1888 ließ Renz das Haus erneut umbauen. Über die anschließende Zuschauerkapazität schwanken die Angaben verschiedener Quellen, sie soll bis zu 8.000 Plätze betragen haben.[3] Renz machte sich für seine Wassernummern auch die Tatsache zu Nutze, dass das Gebäude auf 863 Pfahlrosten über dem sumpfigen Lauf eines durch die Oranienburger Vorstadt fließenden Pankearms errichtet worden war. Dieser Flusslauf, bereits zur Zeit der Markthalle zum Frischhalten von Fischen, Blumen und Gemüse genutzt, wurde nun offen durch das Gebäude geführt. Nach Renz’ Tod 1892 führte dessen Sohn Franz Renz das Unternehmen fort, musste es aber unter dem großen Konkurrenzdruck am 31. Juli 1897 schließen.

Das Haus kam durch Versteigerung an Bolossy Kiralfy und Hermann Haller. Diese richteten nach erneutem Umbau den Amüsierbetrieb Neues Olympia-Riesen-Theater bzw. Riesen-Olympia-Theater ein. Das Bühnenportal wurde auf 44 Meter verbreitert und vier der acht großen Säulen im Zuschauerraum wurden entfernt. Bereits nach zwei Jahren musste das Duo Kiralfy/Haller allerdings wieder aufgeben – ihre pompösen Shows mit zu wenig Gehalt gefielen dem Publikum nicht.

Albert Schumann war der nächste Nutzer des Hauses, der am 28. Oktober 1899 wieder einen Zirkus eröffnete. Schumann setzte auf klassische Zirkusprogramme mit zahlreichen Pferdedressuren als Hauptbestandteil. Ein weiterer Umbau im Jahr 1901 führte zur Vergrößerung der Bühnenfläche auf 800 Quadratmeter und zu einer Modernisierung der installierten Technik. Ab den 1910er Jahren interessierte sich das Berliner Publikum mehr für moderne Raubtierdressuren, das Besucherinteresse an Schumanns Darbietungen ließ nach. Der Erste Weltkrieg brachte ihm schließlich den Ruin. Zu Beginn der Krieges wurden seine Pferde für den Dienst in der Kaiserlichen Kavallerie requiriert, während des Krieges gingen die Gewinne für die zu zahlenden Steuern drauf. Am 31. März 1918 gab der Circus Schumann seine letzte Vorstellung. Den Zirkusdirektoren Salomonsky, Renz, Schumann und den Artisten Kiralfy/Haller folgte nun der Regisseur Max Reinhardt.

Revue- und Lustspieltheater[Bearbeiten]

Max Reinhardt wollte den Zirkus zur Inszenierung seiner monumentalen Bühnenstücke und Klassiker nutzen. Am 1. April 1918 übernahm die National-Theater AG das Haus in seinem Auftrag.[4] Reinhardt ließ das Haus für die neue Nutzung abermals umbauen und konnte dafür den renommierten Architekten Hans Poelzig gewinnen. Nachdem dieser die Markthallenarchitektur der gusseisernen Stützen und Streben durch eine Stuckdecke mit tropfenförmig herabhängenden Zapfen umgestaltet hatte,[5][6] sprachen die Berliner nur von ihrer „Tropfsteinhöhle“. Die Hauptbühne war nun 30 Meter breit und 22 Meter tief. Sie hatte eine Drehbühne von 18 Metern Durchmesser und verfügte über verschiebbare Vorbühnen. Hinzu kam moderne Beleuchtungs- und Effekttechnik. Am 28. November 1919 wurde das nun Großes Schauspielhaus genannte Gebäude mit Die Orestie von Aischylos in der Bearbeitung und Übersetzung Karl Gustav Vollmoellers unter der Regie von Max Reinhardt feierlich eröffnet. Ab 1924 inszenierte Erik Charell hier seine Charellrevue mit Texten von Robert Gilbert sowie die Musikschau Im weißen Rößl. Am 12. Juli 1925 brachte Erwin Piscator seine politische Revue Trotz alledem auf die Bühne.[7] Im April 1933 schloss das Große Schauspielhaus.

Hauptartikel: Großes Schauspielhaus

Operettentheater[Bearbeiten]

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das monumentale Gebäude Anfang 1934 in Theater des Volkes umbenannt. Die von der Kuppel hängenden Zapfen wurden abgeschlagen, sie galten als entartete Kunst. Jetzt kamen spätbürgerliche Operetten zur Aufführung. Das Haus wurde in dieser Zeit auch zeitweise unter dem Namen Palast der 5000 unter der privaten Leitung Marion Spadonis und Nicola Lupos geführt.

Varieté- und Revuetheater[Bearbeiten]

Abschlusskundgebung des Deutschen Frauenkongresses für den Frieden März 1947
FDJ-Gründungsfeier im Friedrichstadt-Palast, 1947

Das Gebäude erlitt im März 1945 durch wiederholte Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg sehr starke Beschädigungen, die zwischen Kriegsende und August 1945 notdürftig beseitigt werden konnten. Nun führten Spadoni und Lupo das Haus als Palast der 3000, Haus der 3000 oder Palast am Bahnhof Friedrichstraße bzw. Palast-Varieté weiter.

Veranstaltungssaal und Revuetheater[Bearbeiten]

Die Besitzer wurden 1947 enteignet, obwohl die sowjetische Kommandantura anfänglich im Jahr 1945 eine Lizenz für den Betrieb vergeben hatte. Der Magistrat von Groß-Berlin übernahm im gleichen Jahr die Einrichtung, die nun den Namen Friedrichstadt-Palast erhielt.[8] In diesem Gebäude fand am 2. November 1947 die Gründungsfeier der FDJ statt. Auch für weitere gesellschaftliche Großveranstaltungen wurde es genutzt. Der erste Intendant nach der Enteignung war Gottfried Herrmann, ihm folgte 1961 Wolfgang E. Struck.

Ab 1972 entstanden hier neben anderen Fernsehproduktionen die erste und viele weitere Folgen der Samstagabendshow des DDR-Fernsehens Ein Kessel Buntes, bei denen einheimische und zahlreiche internationale prominente Künstler auftraten.

Kleine Melodie[Bearbeiten]

Im alten Friedrichstadt-Palast befand sich in den 1960er und 1970er Jahren der Jazzclub Kleine Melodie. Es war wohl ursprünglich die Kleine Bühne des Hauses. Dort haben zahlreiche Jazz-Ensembles ihr Können dargeboten, die später im Haus der Jungen Talente in der Klosterstraße und im Jazz-Club in der Fredersdorfer Straße (Fredersdorfer Club) auftraten und zur Entstehung der DDR-Pop-Kultur beitrugen.

Schließung[Bearbeiten]

Am 29. Februar 1980 wurde das Gebäude unmittelbar nach der Besichtigung durch Bauexperten wegen starker Setzungen der verfaulten Fundamentpfeiler im Boden geschlossen. In einer ADN-Meldung vom gleichen Tag hieß es dazu: „Im Friedrichstadt-Palast können ab 1. März keine Vorstellungen mehr stattfinden. Der Magistrat von Berlin hat im Interesse der öffentlichen Sicherheit eine entsprechende Festlegung getroffen. Die ständige Überwachung des Palastes durch die staatliche Bauaufsicht sowie spezielle Untersuchungen haben ergeben, daß sich die Gründungskonstruktion ständig verschlechtert […]“[9] So ging am Abend dieses Tages mit der Revue Seekiste die letzte Vorstellung im alten Friedrichstadtpalast über die Bühne. Obwohl als Spielstätte geschlossen, diente das Haus dem Ensemble in der Folge weiterhin als Probenbühne. Auch das Magazin, die Werkstätten und die Verwaltungsräume wurden noch weiter genutzt. Nach dem Umzug des Ensembles in den Neubau begann 1985 der Abriss des fast 120 Jahre alten Gebäudes.

Der Friedrichstadt-Palast[Bearbeiten]

Der Friedrichstadt-Palast einen Tag vor seiner Eröffnung, 1984
Der Friedrichstadt-Palast bei Nacht, 2011
Das Foyer des Friedrichstadt-Palastes, 2012

Das Gebäude[Bearbeiten]

Der Neubau als Ersatz für den 1980 geschlossenen Alten Friedrichstadt-Palast befindet sich, wie oben erwähnt, im ehemaligen Berliner Stadtteil Friedrich-Wilhelm-Stadt, nicht im historischen Quartier Friedrichstadt. Das Gebäude liegt an der seit ca. 1900 als Amüsiermeile bekannten Friedrichstraße und trägt die Hausnummer 107, etwa 400 Meter nördlich des Bahnhofs Friedrichstraße. Als Standort des Neubaus diente ein Areal, auf dem im 18. Jahrhundert die Kaserne des 2. Garderegiments zu Fuß stand, später vom Finanzamt genutzt. Die Kaserne wurde durch die Bombardements am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, auf ihren Fundamenten stand zwischen 1949 und etwa 1960 die Zirkusmanege des früheren Zirkus Barlay.

Mit der Grundsteinlegung am 26. Juni 1981 für den Neubau des Friedrichstadt-Palastes auf einem 7700 m² großen Teil dieser Fläche begann eine fast dreijährige Bauzeit. Das neue Haus wurde am 27. April 1984 eröffnet. Es ist ein Betonbau auf rechteckigem Grundriss, geprägt von strukturierten und mit Rundbogenformen gegliederten Fassadenelementen. Die Grundideen der Innenausstattung des alten Palastes sind im Vestibül, in den Umgängen, im Foyer und in den Kronleuchtern wieder erkennbar. Die drei Reliefs an der Südseite sowie das Relief an der Nordseite des Gebäudes schuf die Bildhauerin Emilia N. Bayer. Die Reliefs befassen sich mit der Geschichte des Palastes als Zirkus, Schauspielhaus und Varieté-Theater.

Der Friedrichstadt-Palast verfügt über einen großen Saal mit 1895 amphitheatrisch angelegten Plätzen, in dem regelmäßig Shows aufgeführt werden. Er besitzt mit 2854 m² bespielbarer Gesamtfläche die größte Theaterbühne der Welt[10] und weist zudem mit 24 Metern das breiteste Bühnenportal in Europa auf. Ein Element, das in keiner Show des Hauses fehlen darf, ist das aus der Unterbühne ausfahrbare zwei Meter hohe Wasserbecken, das ein Fassungsvermögen von 140.000 Liter hat. Bei winterlichen Shows wird an seiner Stelle eine Eisfläche genutzt. Ein wesentlicher Bestandteil der Revuen ist das aus 60 Tänzerinnen und Tänzern bestehende Friedrichstadt-Palast-Ballett. Allabendlich bilden die 32 Tänzerinnen die längste „Girlreihe“ (Kickline) der Welt.[10]

Im Jahr 2011 wurden die Außenanlagen zur Friedrichstraße durch eine umlaufende Treppenanlage neu gestaltet, um die Gebäudearchitektur zu betonen. Auch der Claire-Waldoff-Platz und das Foyer wurden neu gestaltet. Hierzu zählt auch die Rekonstruktion des ehemaligen Kronleuchters aus Milchglasröhren im November 2011.

Ensemble-Leitung[Bearbeiten]

Der Friedrichstadt-Palast hat im Frühjahr 2012 vor dem Hintergrund des Erlasses antischwuler Gesetze in St. Petersburg sowie der geplanten Ausdehnung auf ganz Russland einen unbefristeten Boykott russischer Kulturorganisationen beschlossen. Die Palast-Leitung erhielt am 23. Juni 2012 den Sonderpreis für Zivilcourage des Berliner CSD e. V.[11]

Seit 1995 wird das Theater als GmbH geführt, zunächst unter dem Intendanten Alexander Iljinskij, von 2004 bis Oktober 2007 unter der Leitung von Thomas Münstermann und Guido Herrmann. Seit dem 1. November 2007 ist Berndt Schmidt Intendant und alleiniger Geschäftsführer des Friedrichstadt-Palastes. Ihm gelang es, den Friedrichstadt-Palast aus der Verlustzone herauszuführen und in den Geschäftsjahren 2009–2013 die höchsten Ticketumsätze in der Geschichte des Hauses zu erzielen.[12]

Mit 518.670 Gästen der hauseigenen Showproduktionen wurde 2013 zudem der bisher bestehende Besucherrekord aus dem Jahr 2001 übertroffen.[13]

Nutzung[Bearbeiten]

Wie schon im alten Friedrichstadt-Palast entstanden auch hier regelmäßig Fernsehshows des DDR-Fernsehens, unter anderem wieder Ein Kessel Buntes. Im Unterschied zur alten Spielstätte wechselten die einzelnen Folgen der Kessel-Sendung nunmehr häufiger zwischen dem neuen Friedrichstadt-Palast und anderen Kulturhäusern in den Bezirken der DDR. In Erinnerung an deren populäre Moderatorin Helga Hahnemann wurde von 1995 bis 2010 im Friedrichstadt-Palast alljährlich der Preis Goldene Henne verliehen.

Im Jahr 2009 war das Haus erstmals Veranstaltungskino der Berlinale und Veranstaltungsort der Fashion Show von Michael Michalsky im Rahmen der Berliner Fashion Week 2009.[14] Seit 2010 werden im Friedrichstadt-Palast die Lolas beim Deutschen Filmpreis vergeben.

Deutschlandweit einzigartig ist auch das Kinder- und Jugendensemble. Mehr als 250 Kinder im Alter von sechs bis sechzehn Jahren stehen unter dem Motto Kinder spielen für Kinder auf der großen Bühne an der Friedrichstraße und zeigen ihr Können.

In der früheren Kleinen Revue im Keller des Friedrichstadt-Palastes befindet sich seit 2002 der Quatsch Comedy Club.

Berühmte Künstler oder Gruppen, die im Friedrichstadt-Palast auftraten[Bearbeiten]

– alphabetisch –

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Lent: Die neue Markthalle zu Berlin. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang 17 (1867), Sp. 229–232. Digitalisat
  • Roland Welke (Hrsg.): Sternstunden. 25 Jahre Neuer Friedrichstadtpalast. Henschel Verlag, Leipzig 2009. ISBN 3-89487-635-2
  • Wolfgang Schumann: Friedrichstadtpalast – Europas größtes Revuetheater. Henschel Verlag, Berlin 1995
  • Hans Ludwig: Altberliner Bilderbogen. Altberliner Verlag, Berlin 1965, 1967, 1990. ISBN 3-357-00077-6
  • Wolfgang Carlé: Das hat Berlin schon mal gesehn. Eine Historie des Friedrichstadt-Palastes, nach einer Dokumentation von Heinrich Martens. Henschelverlag Berlin 1975
  • Wolfgang Carlé: Markt, Manege, Musentempel – aus der Geschichte des Friedrichstadtpalastes. In: Wochenpost Nr. 14/1984
  • Wolfgang Carlé, Heinrich Martens: Kinder, wie die Zeit vergeht – Eine Historie des Friedrichstadt-Palastes Berlin. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft. Berlin 1987
  • Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR, Berlin, I; Institut für Denkmalpflege (Hrsg.), Henschelverlag, Berlin 1984. Seiten 326 ff
  • Hans Prang, Günter Kleinschmidt: Mit Berlin auf du und du – Erlesenes und Erlauschtes aus 750 Jahren Berliner Leben. F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1980. Seiten 170/171 Markthalle, Zirkus, Theater und Varieté
  • Wolfgang Tilgner, Eva Senger: Das Haus an der Spree – Von der Markthalle zum Friedrichstadtpalast. Friedrichstadt-Palast (Hrsg.), Berlin 1974

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friedrichstadtpalast – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrichstadtpalast wieder mit alter Schreibweise. In: Berliner Morgenpost, 24. Oktober 2011.
  2. Lent, A. In: Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, 1868, Teil 1, S. 379. „Kgl. Baumeister, Sigismundstraße 6–9“.
  3. Wolfgang Carlé, Heinrich Martens: Kinder, wie die Zeit vergeht – Eine Historie des Friedrichstadt-Palastes Berlin. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1987, S. 18.
  4. Wolfgang Carlé, Heinrich Martens: Kinder, wie die Zeit vergeht – Eine Historie des Friedrichstadt-Palastes Berlin. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1987, S. 46.
  5. Hans Poelzig: Bau des Großen Berliner Schauspielhauses. Festschrift zur Eröffnung
  6. Heike Hambrock: Marlene Moeschke – Mitarbeiterin?, das wiederentdeckte Werk der Bildhauerin und Architektin liefert neue Erkenntnisse über Hans Poelzigs Großes Schauspielhaus in Berlin. In: Kritische Berichte. Marburg 29.2001,3, S. 37–53 ISSN 0340-7403
  7. Ludwig Hoffmann, Daniel Hoffmann-Ostwald: Deutsches Arbeitertheater 1918–1933. Henschel, Berlin 1961, 1977, Rogner & Bernhard, München 1973. ISBN 3-920802-90-X
  8. Franziska Nentwig (Hrsg.): Berlin im Licht. Stiftung Stadtmuseum Berlin, Berlin 2008, ISBN 978-3-940939-06-7, S. 195.
  9. Wolfgang Carlé, Heinrich Martens: Kinder, wie die Zeit vergeht – Eine Historie des Friedrichstadt-Palastes Berlin. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1987, S. 168.
  10. a b Bernd Schmidt: Programm zur „Sommer-Revue“, Friedrichstadtpalast, Berlin 2008
  11. Friedrichstadt-Palast wird mit Sonderpreis für Zivilcourage ausgezeichnet. In: Musikmarkt, 23. Mai 2012, abgerufen am 26. Januar 2014
  12. Rekorde im Friedrichstadt-Palast. Intendant Berndt Schmidt im Gespräch mit der dpa. In: Focus, 7. Januar 2014, abgerufen am 26. Januar 2014
  13. Friedrichstadt-Palast: Magnet für Besucher aus aller Welt. In: Berliner Abendblatt, 14. Januar 2014, abgerufen am 26. Januar 2014
  14. Wie der Friedrichstadtpalast zum Kino wird. In: Berliner Morgenpost, 3. Februar 2009; abgerufen am 12. Februar 2009
  15. Webseite des Friedrichstadt-Palastes – Auszug: Große Namen der Showbranche standen schon auf der Bühne dieses legendären Hauses. Um nur ein paar zu nennen: Shirley Bassey, Joe Cocker, Phil Collins, Udo Jürgens, Hildegard Knef, Liza Minnelli und Caterina Valente., 30. November2013