Urner Alpen

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Urner Alpen
Dammastock

Dammastock

Höchster Gipfel Dammastock (3'630 m ü. M.)
Lage grösstenteils Kanton Uri (Schweiz)
Teil der Zentralalpen, Westalpen
Urner Alpen (Schweiz)
Urner Alpen
Koordinaten 680000 / 17500046.7214083333338.48508333333333630Koordinaten: 46° 43′ N, 8° 29′ O; CH1903: 680000 / 175000
p1

Die Urner Alpen sind eine Gebirgsgruppe in den Zentralalpen. Sie befinden sich in der Schweiz in den Kantonen Uri, Wallis, Bern, Nidwalden und Obwalden. Die Vielzahl der beteiligten Kantone mag den Eindruck eines komplizierten Gebirgsaufbaus erwecken. Die Urner Alpen bilden jedoch im Gegenteil eine kompakte, einfach abzugrenzende Gebirgsgruppe zwischen dem Vierwaldstättersee im Norden, dem Reusstal (Gotthardachse) im Osten, dem Furkapass und Grimselpass im Süden und dem Brünigpass im Westen.

Aufteilung nach SOIUSA[Bearbeiten]

Nach SOIUSA sind die Urner Alpen Untersektion 12.I und damit Teil der Berner Alpen im weiteren Sinne.

Damit beschränken sich die Urner Alpen nach SOIUSA fast ausschliesslich auf den Kanton Uri.

Gipfel[Bearbeiten]

Der höchste Gipfel ist der Dammastock, 3'630 m. Die Urner Alpen besitzen zahlreiche Dreitausender und Gletscher. Obwohl nicht so berühmt wie die benachbarten Berner Alpen, bieten die Urner Alpen alles, was sich der Bergsteiger, Hochtourist und Naturliebhaber wünscht. Ein Vorzug der Urner Alpen sind die hohen Ausgangspunkte, die dem Bergsteiger ein schnelles Erreichen der Hochregion erlauben und die dem Touristen ohne grössere Mühe grandiose Hochgebirgsbilder ermöglichen. Dazu gehören einige Bergbahnen im Norden der Gruppe, vor allem aber die drei Pässe Sustenpass in der Mitte der Gruppe und Furkapass und Grimselpass am Gruppenrand.

Wie bei den benachbarten Gebirgsgruppen am Alpennordrand sind auch die Urner Alpen oft durch die West- und Nordwestwetterlagen betroffen. Dadurch ist das Wetter in den Urner Alpen relativ unbeständig und ungünstiger als in den zentralen und südlichen Alpenteilen.

Dreitausender[Bearbeiten]

In den Urner Alpen gibt es 56 benannte Dreitausender. Sie sind nach der Höhe geordnet nachfolgend aufgelistet:

  • 20. Rorspitzli, 3220 m
  • 21. Sidelenhorn, 3217 m
  • 22. Gwächtenhorn, 3214 m
  • 23. Brunnenstock, 3210 m
  • 24. Gross Bielenhorn, 3210 m
  • 25. Chüeplanggenstock, 3207 m
  • 26. Voralphorn, 3203 m
  • 27. Winterstock, 3203 m
  • 28. Chelenalphorn, 3202 m
  • 29. Gross Griessenhorn, 3202 m
  • 30. Gross Spannort, 3198 m
  • 31. Hinteres Sustenlimihorn, 3194 m
  • 32. Gärstenhörner, 3189 m
  • 33. Limistock, 3189 m
  • 34. Tällistock, 3185 m
  • 35. Rotstock, 3183 m
  • 36. Hoch Horefellistock, 3175 m
  • 37. Gross Furkahorn, 3169 m
  • 38. Winterberg, 3167 m

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Landschaften von nationaler Bedeutung[Bearbeiten]

Gemäss Artikel 5 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz führt die Schweiz ein Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.

In den Urner Alpen gibt es zurzeit vier dieser Landschaften.

  • Nr. 1507, Bezeichnung: Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (nördlicher Teil), Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1983, Revision: 1996, Grösse: 49'581 ha, dieses Gebiet befindet sich nur zu einem kleinen Teil in den Urner Alpen.
  • Nr. 1512, Bezeichnung: Aareschlucht Innertkirchen-Meiringen, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1996, Grösse: 80 ha
  • Nr. 1606, Bezeichnung: Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1983, Grösse: 38'198 ha, dieses Gebiet befindet sich nur zu einem Teil in den Urner Alpen.
  • Nr. 1710, Bezeichnung: Rhonegletscher mit Vorgelände, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1996, Grösse: 3'703 ha

Tourismus[Bearbeiten]

Fern-/ Weitwanderwege[Bearbeiten]

Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg mit fünf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verläuft auch durch die Urner Alpen.

Der Grüne Weg der Via Alpina verläuft mit zwei Etappen durch die Urner Alpen wie folgt:

  • Etappe C7 verläuft von Altdorf im Reusstal nach Engelberg über den Surenenpass
  • Etappe C8 verläuft von Engelberg nach Meiringen über den Jochpass

Literatur[Bearbeiten]