Wer zuletzt lacht, lacht am besten

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Filmdaten
Originaltitel Wer zuletzt lacht, lacht am besten
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Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 85 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Harald Reinl
Drehbuch Johannes Weiß,
Klaus E. R. von Schwarze
Produktion Karl Spiehs
Musik Werner Twardy
Kamera Heinz Hölscher
Schnitt Jutta Neumann
Besetzung

Wer zuletzt lacht, lacht am besten ist eine deutsche Verwechslungskomödie von Harald Reinl aus dem Jahr 1970.

Handlung[Bearbeiten]

Das Kärntner Schlosshotel „Seefels“ im Besitz von Theo Frobenius steht wegen enormer Konkurrenz vor dem Aus. Dadurch ist Frobenius gezwungen, sein Hotel an den Konzernchef Mertens zu verkaufen. Frobenius findet heraus, dass Mertens das Hotel heimlich besichtigen will. Um den Preis des Hotels in die Höhe zu treiben, schmiedet Frobenius den Plan, Mertens sein Hotel als gut florierendes Hotel zu präsentieren, und unternimmt alles, damit sein Plan aufgeht. Doch anstatt dass Mertens in den Genuss des guten Services des Hotels kommt, wird aufgrund einer Verwechslung dem strengen Studienrat Krüglein das Hotel als Musterbetrieb präsentiert.

In der Zwischenzeit hat sich Mertens Neffe, der Playboy Robby, inkognito als neuer Portier Neuhaus ins Hotel eingeschlichen. Der eigentliche Neuhaus hatte Robby im Zug erzählt, die Stelle nicht antreten zu wollen. Der Kellner Andy berichtet Robby, wie schlecht es um das Hotel steht. Doch anstatt dass Robby Frobenius’ Plan auflöst, spielt er mit, allein schon weil er sich in Frobenius’ Nichte Sabine verliebt hat. Er verhilft dem Hotel zu voller Auslastung, indem er Busse mit Gästen, die eigentlich zu einem Mertens-Hotel fahren sollten, zum Hotel „Seefels“ umleitet.

Sabine reagiert nur zaghaft auf Robbys Annäherungen. Unerwartet taucht Neuhaus’ Frau im Hotel auf, die von ihrem Mann ausstehende Alimente haben will. Als sie ihren Mann nicht antrifft und auch der vermeintliche Neuhaus Robby nicht anwesend ist, um den Rollentausch aufzuklären, lässt sie ihr Baby im Hotel zurück – wenn ihr Mann schon nicht für das Mädchen zahle, solle er sich doch selbst darum kümmern. Als Sabine eines Tages das Baby bei Robby entdeckt, der die Verwechslung nicht aufdeckt und sich um das Kind kümmert, wendet sie sich von Robby ab, da sie denkt, dass es sein Kind sei. Aus Frust nähert sie sich dem alternden Hotelier Bernd Ander an. Beide verbringen einen Tag auf Anders Schloss. Robby bekommt dies heraus und möchte Sabine zurückerobern. Er schmiedet gemeinsam mit Andy einen Plan, indem er mit einem Sportflieger über das Schloss fliegt und einen Stein mit einer Nachricht in den Schlosshof fallen lässt. Auf diesem steht, dass das Hotel brennen würde, was so aber nicht stimmt, da Andy lediglich ein wenig Rauch am Hotel aufsteigen lässt. Robby möchte einfach nur, dass Sabine durch diese Nachricht das Schloss schnell verlässt, um zum Schlosshotel zu fahren.

Nachdem das Hotel durch die flüchtenden Gäste, unter denen sich auch Mertens senior befindet, verwüstet wurde, scheint der gewinnbringende Verkauf des Hotels unmöglich zu sein. Frobenius erhält dennoch einen Brief Mertens’ zu Verkaufsverhandlungen. Als Frobenius mit Sabine in Mertens’ Konzerngebäude erscheint, offenbart der gerade zum Geschäftsführer ernannte Robby Sabine seine wahre Identität. Er erzählt ihr, dass er die Schulden des Schlosshotels begleichen und dafür sorgen möchte, dass es immer genügend Hotelgäste geben wird.

Produktion[Bearbeiten]

Gedreht wurde in diversen Städten im österreichischen Bundesland Kärnten sowie am Wörthersee.[1] Als Schlosshotel „Seefels“ diente ein Hotel unweit von Pörtschach, in dem außerhalb der Urlaubszeit von Oktober bis November 1970 gedreht werden konnte. Bert Anders’ Schloss Anderberg fand man in der Burg Hochosterwitz. Am 9. und 10. Februar erfolgte die offizielle Doppelpremiere des Films in Offenburg und Limburg in Anwesenheit der Schauspieler.

Roy Black sang im Film die Schlager Unendlich ist die Liebe und Für dich allein (Du kannst nicht alles haben).

Die Handlung des Films hat eine kleine Ähnlichkeit mit dem Stück "Der Revisor" von Nikolai Gogol. Darin will ein Revisor eine Stadt inkognito überprüfen, aber als der Bürgermeister der Stadt einen Mann sieht, von dem er glaubt er sei der Revisor, versucht er alles mögliche, um ihn zufrieden zu stellen, wie es bei Robby Mertens bzw. Studienrat Krüglein im Film ist.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films bewertete den Films als „Lustspiel mit Schlagern und viel Klamauk“.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wer zuletzt lacht, lacht am besten. In: Kristina Pöschl, Miriam Trescher, Reinhard Weber: Harald Reinl. Der Regisseur, der Winnetou, Edgar Wallace und die Nibelungen ins Kino brachte. Eine Bio- und Filmografie. Reinhard Weber Fachverlag für Filmliteratur, Landshut 2011, ISBN 978-3-9809390-9-6, S. 153–154.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. filming locations, auf imdb.com, Abruf: 15. Oktober 2009
  2. Klaus Brüne (Hrsg.): Lexikon des Internationalen Films. Band 9. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1990, S. 4274.