Werte und Normen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Werte und Normen ist ein Lehrfach an niedersächsischen allgemeinbildenden Schulen und dem beruflichen Gymnasium. Es wird von den drei Bezugswissenschaften Religionswissenschaft, Philosophie und Gesellschaftswissenschaften getragen. Es ist ein Ersatzfach zum Religionsunterricht. Der Unterricht Werte und Normen beginnt ab dem 5. Schuljahr und ist als Abiturfach vorgesehen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Werte und Normen ist das einzige Unterrichtsfach, das im Niedersächsischen Schulgesetz (NSchG) definiert wird. Der Staat trägt in diesem Unterrichtsfach die alleinige Verantwortung. Um die Religions- und Gewissensfreiheit (gemäß Art. 4 Abs.1 Grundgesetz ) zu gewährleisten, ist er – anders als der Religionsunterricht - zur weltanschaulichen und religiösen Neutralität verpflichtet.[2]

1970 wurde mithilfe des abgeschlossenen Staatsvertrags zwischen dem Land Niedersachsen und der Freireligiösen Landesgemeinschaft der erste religionskundliche Unterricht eingerichtet. Infolgedessen entstand 1974 in den allgemeinbildenden Schulen Niedersachsens der erste „Werte und Normen-Kurs“, für Schülerinnen und Schüler, die weder am Religionsunterricht noch am religionskundlichen Unterricht teilnehmen wollen.[3]

Weltanschauliche Neutralität und Wertbindung an das Grundgesetz[Bearbeiten]

Der Staat trägt im Gegensatz zum Religionsunterricht die alleinige Verantwortung für den Unterricht im Fach Werte und Normen. Um der Wahrung der Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses willen (Art. 4 Abs. 1 GG) verlangt er deshalb die weltanschauliche und religiöse Neutralität des Faches „Werte und Normen“.

Die Aufgaben des Unterrichts beschreibt das Niedersächsische Schulgesetz in § 128 Absatz 2 mit den Worten:[4]

Im Fach Werte und Normen sind religionskundliche Kenntnisse, das Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen und der Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragen zu vermitteln.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Niedersächsisches Schulgesetz, § 190. Abgerufen am 26. August 2013.
  2. Jubiläum: 15 Jahre Fachverband Werte und Normen in Niedersachsen. Abgerufen am 25. August 2013.
  3.  Martina Langen: Das Unterrichtsfach Werte und Normen. GRIN Verlag, München 2006, ISBN 978-3-640-16537-7, S. 5.
  4. Niedersächsisches Schulgesetz, § 128. Abgerufen am 26. August 2013.