Miloš Milutinović

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Miloš Milutinović
Spielerinformationen
Geburtstag 5. Februar 1933
Geburtsort Bajina BaštaKGR Jugoslawien
Sterbedatum 28. Januar 2003
Sterbeort BelgradSerbien
Größe 181 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1952-1958
1958-1960
1960-1961
1961-1963
1963-1965
1968-1969
FK Partizan Belgrad
OFK Belgrad
FC Bayern München
RC Paris
Stade Français
OFK Belgrad
87 (53)
8 (9)
20 (5)
66 (28)
44 (7)
20 (5)
Nationalmannschaft
1953-1958 Jugoslawien 33 (16)
Stationen als Trainer

1975-1976
1977-1978
1980-1982
1982-1984
1984-1985
1986-1987
1990-1991
FK Proleter Zrenjanin
Atlas Guadalajara
Beşiktaş Istanbul
FK Velež Mostar
FK Partizan Belgrad
Jugoslawien
Beşiktaş Istanbul
FK Partizan Belgrad
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Miloš „Milo“ Milutinović (* 5. Februar 1933 in Bajina Bašta, Jugoslawien; † 28. Januar 2003 in Belgrad) war ein jugoslawischer Fußballspieler und -trainer. Er war Torschützenkönig der ersten Europapokal der Landesmeister-Saison.

Milutinović begann seine Karriere beim FK Bor. 1951 war er Kapitän einer Juniorenauswahl, die ein UEFA-Turnier in Frankreich gewann. Daraufhin wechselte der Mittelstürmer zu Partizan Belgrad, für die er noch im selben Jahr erstmals in der ersten jugoslawischen Liga spielte. In der Saison 1955/56 war er beim ersten Europapokal der Landesmeister-Wettbewerb mit acht Treffern Torschützenkönig, und das obwohl Partizan bereits im Viertelfinale an Real Madrid mit 0:4/3:0 scheiterte. Milo erzielte beim 3:0 Rückspiel-Sieg alle drei Treffer. Ein jugoslawischer Meistertitel blieb ihm versagt, es reichte lediglich dreimal zum Vizemeistertitel (1954, 1956, 1958) sowie zu drei Pokalsiegen (1952, 1954, 1957) wobei er lediglich beim dritten Erfolg auf dem Platz stand. Zwischen 1951 und 1958 spielte er 192-mal für Partizan und erzielte dabei 183 Tore.

1953 gab er sein Debüt in der jugoslawischen Nationalmannschaft bei einem 5:2-Sieg über Wales, Milutinović war dabei dreimal erfolgreich. Miloš spielte sowohl bei der WM 1954 (3 Spiele/1 Tor) wie auch bei der WM 1958 (3 Spiele/kein Tor). Insgesamt absolvierte er zwischen 1953 und 1958 33 Länderspiele und traf dabei 16-mal.

1958 wechselte Milutinović zum Ligakonkurrenten OFK Belgrad. In seinen ersten acht Einsätzen erzielte er neun Tore, bevor er schwer erkrankte und seine Karriere für zwei Jahre unterbrechen musste.

Nachdem er in München erfolgreich behandelt wurde, setzte er 1960 beim FC Bayern München seine Karriere fort. Es gelang ihm allerdings nicht mehr an seine früheren Leistungen anzuknüpfen, auch nicht in Frankreich, wo er ab 1961 spielte. Bei RC Paris wurde er 1962 französischer Vizemeister, bevor er seine Karriere in der Saison 1963/64 bei Stade Français in Paris ausklingen ließ. 1968 gab er nochmals ein Comeback für OFK Belgrad, bei denen er in der Zwischenzeit technischer Leiter war. In seiner letzten Saison spielte er insgesamt 42-mal und schoss dabei noch 13 Tore.

Ein Jahr später begann er seine Trainerkarriere in der südserbischen Stadt Leskovac. Über Proleter Zrenjanin wechselte er ins Ausland zu Atlas Guadalajara (Mexiko) und zum türkischen Spitzenverein Beşiktaş Istanbul. 1981 kehrte er nach Jugoslawien zurück und führte zunächst Velež Mostar zum jugoslawischen Pokalsieg, bevor er mit Partizan Belgrad 1983 jugoslawischer Meister wurde. Von Ende 1984 bis 1985 trainierte er die jugoslawische Fußballnationalmannschaft, ehe er 1986 nochmals für zwei Jahre in die Türkei ging. Seine letzte Traintertätigkeit übte er in der Saison 1990/91 erneut bei Partizan aus.

Miloš war der Bruder von Milorad, der ebenfalls an der WM 1958 mit Jugoslawien teilnahm, und Bora Milutinović, der insgesamt fünf verschiedene Mannschaften bei WM-Endrunden betreute.