William Bradfield

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William A. Bradfield (* 1927 in Neuseeland) ist einer der bekanntesten (und erfolgreichsten) Kometen-Entdecker der Welt. Der gebürtige Neuseeländer lebt in Australien und ist kein Berufs-, sondern Amateurastronom. Die lange Geschichte seiner Entdeckungen begann 1972, als sein Name durch den relativ hellen, knapp freiäugig sichtbaren Kometen mit der Bezeichnung C/1972 E1 (Bradfield) in die Fachwelt eintrat. Am 23. März 2004 entdeckte er im Alter von 76 Jahren seinen 18. Schweifstern, den Kometen C/2004 F4.

Bradfield ist der erfolgreichste, ausschließlich visuell arbeitende Kometenentdecker der Gegenwart. Alle von ihm aufgefundenen Kometen tragen alleine seinen Namen, er musste sich keine Benennung mit einem zweiten, unabhängigen Entdecker „teilen“.

Entdeckungen[Bearbeiten]

Bradfields Kometenentdeckungen der 1970er[Bearbeiten]

  1. C/1972 E1, entdeckt am 12. März 1972
  2. C/1974 C1, entdeckt am 12. Februar 1974
  3. C/1975 E1, entdeckt am 12. März 1975
  4. C/1975 V2, entdeckt am 11. November 1975
  5. C/1976 D1, entdeckt am 19. Februar 1976
  6. C/1976 E1, entdeckt am 3. März 1976
  7. C/1978 C1, entdeckt am 4. Februar 1978
  8. C/1978 T3, entdeckt am 10. Oktober 1978
  9. C/1979 M1, entdeckt am 24. Juni 1979
  10. C/1979 Y1, entdeckt am 24. Dezember 1979

Bradfields Kometenentdeckungen der 1980er[Bearbeiten]

  1. C/1980 Y1, entdeckt am 17. Dezember 1980
  2. P/1984 A1, entdeckt am 7. Januar 1984
  3. C/1987 P1, entdeckt am 11. August 1987
  4. P/1989 A3, entdeckt am 6. Januar 1989

Bradfields Kometenentdeckungen ab 1990[Bearbeiten]

  1. C/1992 B1, entdeckt am 31. Januar 1992
  2. C/1992 J2, entdeckt am 3. Mai 1992
  3. C/1995 Q1, entdeckt am 17. August 1995
  4. C/2004 F4, entdeckt am 23. März 2004

Kleine Statistik der 18 Kometen Bradfields[Bearbeiten]

Um einen Kometen zu entdecken, braucht es mehr als nur Glück, denn das allein könnte auch ein anderer von 6 Milliarden Menschen haben. Es braucht Wissen und Beobachtungserfahrung, technisches Geschick, systematische Suchgänge (daher viel Geduld) und die Gabe zum Morgenmenschen, denn morgens ist die Wahrscheinlichkeit größer, einen neuen Kometen zu finden.

Fast alle von Bradfields Entdeckungen waren zunächst nur schwache Pünktchen, meist nur von 9.-10. Größenklasse. Sterne und Kometen dieser Helligkeit sieht man selbst in einem großen Feldstecher kaum noch. Die geeignetsten Fernrohre dazu sind lichtstarkeKometensucher“.

Weblinks[Bearbeiten]